Freitag, 6. April 2018
Existiert ein ängstlicher Maitre de Plaisir? - Und: Wenn „ja“, wieso Freitags?
Good hearts, es ist unübersehbar wieder einmal Freitag. Und ich schlafe. Ich schlafe SCHLAFE SCHLAFE. Schlafe den Schlaf des Gerechten. Wie die Beste Ehefrau von allen damit klar kommt, weiß ich nicht so genau, weil ich die ganze Zeit schlafe, und selbst in Momenten größter Wachheit mich nach dem Schlafen sehne; ich bedarf der Ruhe, des Ausruhens, einer großen schönen Pause.



Dass ich es bis jetzt nie so richtig hin bekam zu ruhen, und daraufhin alles schief ging, ihr wisst es und ich weiß es. Diesmal zog ich die Konsequenzen daraus und bat La Madre, sich darum zu kümmern, dass es endlich einmal richtig bei mir weitergeht. Das tat ich deshalb, weil ich das Erste Funce – Gesetz einfach selbst nicht richtig, das heißt nicht ausreichend in Quantität und Qualität erfüllen konnte, ich einfach nicht schlief, wenngleich das Erste Funce – Gesetz sagt: „Schlafe!“ - und meint: „Schlafe dich aus!“

Ich will mich funcen, denn ich habe große Lust darauf, mich so absolut phantastisch zu fühlen; die Appetithappen, die La Madre mir gewährte, sie waren nicht nur überzeugend, sondern sie führten mich dorthin, wo die mit großem Abstand herrlichsten Erfahrungen für mich sind! Meine Drogenerfahrungen sind fast 40 Jahre her, und ich darf trotzdem sagen, dass mir die Intensität und die Größe beispielsweise bei LSD – Trips noch lebhaft im Gedächtnis sind. Um es sofort zu sagen: Meine LSD – Trips waren Streichhölzer gegen die unfassbaren Wasserstoffbomben, die funce mich erleben ließ. Mein Gott, ich wäre sofort dabei gewesen, dort zu bleiben, wäre es nur möglich gewesen. So wurde mir der Mund meiner Seele wässrig gemacht, und mein ganzes Sein strebt danach, funce wieder zu erleben, und mehr und mehr und mehr! Es gibt nichts Vergleichbares, da bin ich sicher!
Außerdem, und hier haben wir einen kritischen Sachverhalt, gibt es keinen Weg für mich als den des Funcens, da das so festgelegt ist und damit basta. Capice, Cozy! Capice! Wenn es von La Madre kommt, ist es für mich sogar ok, einfach zu handeln ohne zu fragen. Es braucht nicht einmal ein ausgesprochenes „Capice – Cozy“! OMG, wie ich La Madre liebe… Sie diskutiert nicht, und es gibt keine Verhandlungen mit ihr. Was sie sagt, das ist so. Ende. Capice! Genau so!
Und jetzt funce… DAS ultimative Feel – good – Instrument für die, die bereits alles haben! Ja, sicher ist es das! Aber... Mir – das! DAS mit mir! Ich muss denen Satten, den Übersättigten, also denen dazu verhelfen…? Den geilsten Staubzucker des Seins soll ich verabreichen , damit es denen NOCH BESSER geht! - Ist das zu fassen? Ich meine das ernst, good hearts! DAS – MIR? - Meine Fontanelle möchte lieber auswandern auf den Mars oder Andromeda oder Madagaskar, und meine Vorderzähne haben auch keinen Bock darauf! Alles in mir sträubt sich und ich sehe im Spiegel einen Helfershelfer der Leute, die mir die Spritzen verweigern, die meine Schmerzen lindern könnten; nur, damit sie noch mehr Champagner herumspritzen und noch geilere Orgien feiern können! Ich meine, geht es diesen geistlosen Arschgesichtern nicht auch ohne meine Hilfe schon gut genug? - Scheinbar nicht! - Aber nur scheinbar! Ich weiß, dass sie nur Staffage sind, lediglich Amboss und Hammer in der Schmiede, in der meine Energie gereinigt und geläutert und immer weiter verbessert wird; nur nutzt mir dieses Wissen auf emotionaler Ebene ehrlich gesagt rein gar nichts!
Den Armen, denen die wenig oder Nichts haben zu helfen, wie wäre das einfach gewesen, frage ich mich. Motivation kein Problem! - Bei wem wäre das anders? Den in den Arsch hinein verwöhnten Zöglingen dieser Unkultur noch die letzten Kicks zu verpassen, wo es ihnen doch ohnedies bereits so verdammt gut geht? Ja, Cozy, da krampft sich alles zusammen und es will so gar keine Lust, keine Freude entstehen; ich weiß, ich sollte, doch ich kann mich nicht darauf freuen. Jedenfalls heute nicht. Hoffentlich NOCH nicht, denn – wie ich La Madre kenne, wird es keine Korrekturen oder Veränderungen geben, um die Situation meinem Gusto entsprechend zu verändern! Scheiße!
Betrachte ich mich selbst, so sehe ich eine achtbare Persönlichkeit, sehe ich jemand, der sein Bestes tut und hilft, wo er nur kann. Nehme ich mich und meine Reaktionen genau hier und jetzt, mitten in diesem Konflikt wahr, so kann ich mir auch keine großen Vorwürfe machen! Was bedeutet es schon, nach all diesen Kriegen, nach all diesen Kämpfen um Fortschritt und Reifung auch noch einige solcher neuralgischer Druckstellen und Empfindlichkeiten zuhaben? Ist es mit anderen Worten so verwerflich, einen Standpunkt zu vertreten, der die Sachen beim Namen nennt, und solche Namen zu benutzen, wie sie mein Innerstes auch wirklich herausschreit?
Ich gönne prinzipiell jedem alles, daran besteht kein Zweifel. Ich gebe und teile, was ich habe und tue es gerne. Und dies jetzt AUSSERHALB von für mich spontan akzeptabler Rahmenbedingungen zu tun, das ist wohl der Name dieses Spiels, good hearts.“Freut euch“ jetzt schon darauf, ihr Lieben, denn – wir wissen es alle – auch ihr werdet diese Erfahrung absolvieren müssen; und es tröstet euch vermutlich nicht, dass auch ich dieses Kreuz zu tragen habe bis zum Schluss; soviel zum „geteilten Leid“!

Genug der Worte für heute. Tun wir etwas Gescheites, good hearts:

http://www.g-cook.com/aa_languages/todo_int/a_rule.html

Danke!

Cozy

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