Sonntag, 5. Januar 2014
Dies alles geschah in einem JETZT...
In einem Zug von Schwanzberg am Pech nach Auschwitz zu sitzen und
zu wissen, dass man dorthin abtransportiert wird, um vergast zu
werden, ist schon eine komische Sache.
Komisch? Komisch, wie „komisch, lustig“ oder „absurd“?
Komisch, ein Berg-Schwanz, der mit seiner Nille die Wolken kitzelt, die drei prallen Eier gefüllt mit glühender Lava und flüssigem Pech?
Pech? Pech wie „Pech und Unglück haben“ oder wie „Pech und Schwefel“? Ist dieser „Atem der Hölle“etwa fruchtbar?

Wir wollen verstehen. Wichtiges wissen. Schwitzend bemühen wir uns um die verstecken, um die verschachtelten Bedeutungseben; ah, ah ja,- Lava – und die glühend, wie ähnlich das doch ist zu den Latin-Lovers, von denen es heisst, die könnten ihre Ruten als Wagenheber benutzen?

Wie weit ist es von Landsberg am Lech nach Schwanzberg am Pech?

Wer fragt das?

Ein unwürdiges Stückchen Wagenheber, gemacht aus grüner Götterspeise und dieser Wachheit, die es zum Fragen zwingt.

Dann hat es eine Antwort verdient:
Nicht weit ist es bis dahin. Nur einen Gedanken. Nur eine einzige Schwäche. Ein Nachlassen hier oder dort. Und doch kommt man sich entgegen.

Was wäre, wenn in diesem Taumel der Ungewissheit, hell blitzendes Eiswasser alle Aufmerksamkeit auf sich und das Frieren erzwingen würde?

Bibbernd und zähneklappernd nach Wachheit oder ratonalem Denken fragen?
Ist dies, sind diese Eindrücke, bizarre Traumfetzn und vielleicht eine Folge von Verdauungsstörungen?
Beruhigend entspannt Ausstrecken auslösen! Das ist ein Befehl!
Läääääääääächeln jetzt!

So ist das schon viel besser.

Wenn aber dann nämlich noch, eine Station weiter, der Dalai Lama
zusteigt, sich direkt neben einen setzt und sich ein Gespräch entwickelt.

Ist es dann nicht Zeit, wirklich letzte Eisenbahn, die Kurve zu kriegen? - Und Zeit sich abzuwenden vom Verwirrenden und, Zeit, voll und ganz zurückzukehren zu Wachheit und Ratio?

Wir wollen verstehen.

Wäre es deshalb nicht reizvoll, sich ein Spiel, ein Spiel mit sich selbst daraus zu machen, ein wenig mit dem Dalai Lama zu reisen?

Zu sehen, wohin das führt?

Nehmen wir nur für einen Augenblick an, man könnte nicht nur alle
wirklich alle wichtigen Fragen stellen, sondern würde auch
noch DIE Antworten dazu erhalten.

Wie hoch wäre die Versuchung, Wachheit und Ratio – nur für eine Zeit – zum Schweigen zu bringen?

In diesem absurden Traum auf dem Wege nach Auschwitz in die Gaskammer würde es doch keine Rolle spielen.