Samstag, 15. Februar 2014
Du sagst: „Steck‘ das Ding endlich da rein!“ und es hat so rein überhaupt keinen erotischen Unterton, nicht den Furz einer Schwingung. Strohtrocken.
fahfahrian, 18:32h
Du hättest genauso gut „Schattenmorellen“ sagen können, oder „Strafgesetzbuch“. Sprechen wir von meinem Schwanz? Ich weiß nicht. Ich bin mir nicht sicher. Im Verlauf meines Lebens hattest du so viele Gesichter, so viele Stimmen, so viele Arten, mir unglaubliche Schmerzen zu bereiten, und dann wieder rasende Freude, Freuden, - Momente, bei denen du spürst, dass sie Brandeisen sind, die nie-nie wieder, wirklich nie wieder kommen und, kaum dass du erstaunt-erschreckt-erfreut hin fühltest, schon fast Vergangenheit und Narben, vergiftet von unaufhaltsam immer wieder aufflammender Sehnsucht waren. Naja. Ziemlich pathetische Worte für das kleine Einmaleins der Drogen-Leute. Das erste, euphorische Mal kommt nie wieder. Man weiß das. Man ist sich dessen bewusst, und jagt ihm trotzdem sein Leben lang hinterher… Ich will nicht von Drogen reden und nicht von meinem Ding und dem Ganzen… Das Leben macht mir zu schaffen, die Vielfalt seiner Gesichter, wie es so unmäßig und fast schon angeberisch mit Schönheit und Perfektion um sich wirft, mit Größe und Komplexität, deren nähere Betrachtung einen in den Wahnsinn hunderter Jahre der stillen Hinfühlsehung ziehen kann. Sowas alles. Was ich wo reinstecke und ob ich es endlich tue oder es letztendlich vorziehe, genau das zu lassen, hat recht wenig Bedeutung, gemessen an dem Gold, dem Purpurrot und dem gleißenden Weiß der Vollkommenheit; und dem sanften, strahlenden Weiß der Madre und ihrem königlichen Blau. Du verstehst meine Codes? Bilde dir nur nicht zu viel ein. Ich verstehe selbst die meiste Zeit nicht, von was ich da rede und wer bitteschön das sein soll, der das schreibt, und wer dann der, der das liest und sich diese Fragen stellt. Ich werde jetzt in die Welt der Handelnden zurückkehren und dich genießen, erotischer Unterton hin oder her; das Eigentliche an der Sache findet eh nur im Kopf statt. Bei mir zumindest ist das so. Und mehr brauche ich eigentlich nicht zu wissen, damit es mir gelingt, das hier, dich und mich und unser Tun und Nehmen und Geben, vielleicht etwas näher an die Wahrhaftigkeit einer Wolke zu bringen, oder die Selbstverständlichkeit eines Regenbogens. Ein Stückchen näher. Das wäre schon viel wert. Nennen wir es den Tagesbefehl.