Montag, 17. Februar 2014
Von der Erleuchtung, Hakenkalorien, Trennkost und den bösen-bösen Kohlehydraten
1. Umfangreiche Nachberechnungen der Bequemlichkeit ergaben, dass ich besser im Bett aufgehoben wäre, in einem Bett in einem Palast, in einem Bett in einem Palast umgeben von zahllosen, um mein Vergnügen und Wohlergehen besorgten, dienstbaren Geistern, für die es eine Kleinigkeit ist, auch den größten Wunsch in Windeseile zu erfüllen. Natürlich weiblich. Natürlich hübsch. Schön? Nein, nein, nicht schön und schon gar nicht anziehend oder gar erregend, denn ich muss schließlich an meinen Blutdruck denken. Deswegen hübsch. Hübsch genügt für meine Zwecke durchaus. Einfach angenehm anzuschauen, so dass weder meine Augen, noch mein geplagtes Gehirn irgendwelchen Anstoß nehmen und all die Wahrnehmungen als Teil meiner Kulisse des Wohlergehens und der Gemütlichkeit lesen und erkennen können. So gehört das! So sollte das sein!
Und Kuchen! Leckerer, kalorienfreier, oder besser noch HAKENKALORIEN enthaltender Kuchen sollte es sein! Das ist nämlich so mit den HAKENKALORIEN, dass diese sich an alle anderen Kalorien anhaken und diese direkt durch die Expressröhre verwertungslos wieder freisetzen. Alles klar? Verstanden? Eating without getting FÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄTT! – Hammer, oder? Ja-ja, was so alles auf uns zukommt… - Oder schlimmer noch, hinter uns liegt…
Ich zum Beispiel. Da die Sache mit den Hakenkalorien bei mir noch nicht so klappt, habe ich einen Monat (fast, mit wenigen unwiderstehlichen Fressattacken kleineren Umfanges) gefastet und am Ende eher ein Pfund ZUGENOMMEN! Auch nicht schlecht, oder? Was sagen uns diese Worte? Dass ich und – wie ich es so wahrnehme – viele-viele anderen Menschen diese Sache nicht im Griff haben! Richtig? Was ich jetzt mache? Was wohl? Trennkost natürlich und weitestgehender Verzicht auf Kohlehydrate, was in der Praxis bedeutet, ich habe Hunger. Ich habe Morgens Hunger, nach dem Frühstück Hunger, am Vormittag Hunger, nach dem Mittagessen Hunger, am Nachmittag Hunger, nach dem Abendbrot Hunger und Hunger bis zum Einschlafen und in der Nacht, bevor die bescheuerte Schleife wieder von vorne beginnt. Ob das wenigstens etwas hilft? Ich habe ehrlich keine Ahnung. Seit der mehr als demütigenden und darüber hinaus unglaublich deprimierenden Niederlage nach dem „Fastenmonat“ betrat ich keine Waage mehr. Noch mehr Depri aus dieser Abteilung wäre im Moment einfach zu viel für mich! Ich sag’s ja, ich gehöre in diesen Palast, in mein Bett. Ich hätte es wirklich verdient!
Da es für erleuchtete Teilzeitbuddhisten wie mich keine Freifahrt ins Bubuland gibt, wird das nun auch nichts mit meinem Palast und all den Annehmlichkeit und Köstlichkeiten… Was soll man machen? Was kann man tun? Die Erleuchtung, die sich nach mehr als 40 Jahren intensiver Arbeit dann doch noch einstellte, lässt sich nicht für diätische oder körperformende Zwecke missbrauchen. Das ist nun mal so, weswegen die großen Symmetriegesetze scheinbar in mehr als einer Richtung auf die Wahrheit zeigen, denn die Menge der dicken Erleuchteten und die der dünnen Erleuchteten ließ sich auch durch meine Bemühungen nicht verändern. Ich hätte besser Physik studiert, dann würde ich sowas vorher wissen und wäre unter Umständen Rockstar oder Fuß model oder Zahnheilkundler geworden..? Nein, eher nicht. Das letzte ganz sicher nicht. Ich steh nicht auf Sabber! Zu spät, um die Welt als langhaariger, bodygebulideter Sänger oder Gitarrist oder, was weiß ich, einmeterachtig hoher Märzhase zu beglücken? Dass es „zu spät“ nicht gibt, das weiß jedes Kind, aber man redet halt so, während man sich ja doch irgendwie in diesem Raumzeitkontinuum zu bewegen scheint, was allerdings näher betrachtet wieder auch auf Irrtümern und Fehlinterpretationen beruht…, ach , es ist wie mit dem Hunger und der Trennkost und den Kohlehydraten. Gandhi, fällt mir gerade ein, der fastete doch wie ein Wilder. Setzte so seinen Willen durch. Drohte zu verhungern und so weiter. Der hatte diese Sache soweit im Griff, kommt es mir vor. Wenn ich an seine „Experimente mit der Wahrheit“ denke, sehe ich allerdings deutlich, an welchen Ecken es ihm scheinbar fehlte. Was das ganze Gerede soll? Erstens, macht es unglaublichen Spaß, den Mist in die Maschine zu hauen in dem Bewusstsein der Wahrscheinlichkeit dessen, dass es in jemandes Hirn eindringt und sich dort breitmacht, wie ein Couchpotato! – So was sagt man nicht? – Das denkt man nicht einmal? – Und schon gar nicht, wenn man angeblich erleuchtet ist? – Nun ja, für uns Teilzeitbuddhisten ist das kein Problem, denn wir haben Gleitzeit, und das lange schon! Ich wünsche jedem von ganzem Herzen so einen schönen Palast wie den, in den ich mich hinein wünsche, nein, noch einen schöneren, und genau nach deinen Vorstellungen, und dienstbare Lady-Geister in großer Anzahl und Hakenkalorien, die dich so schlank machen dass du ein 24Pack am Bauch kriegst, was dich selbst etwas überrascht, aber die Umwelt begeistert, und vor Neid staunen lässt…! – Nein ernsthaft. Ist das wirklich mein Ernst? Irgendwie ja und doch nein. Wellenfunktion und Quantenzustand und so. Aber das wollen wir jetzt nicht vertiefen!
All the Best für… alle natürlich. Und du weisst ja: Du brauchst dich des Grades deiner Erleuchtung nie zu schämen! – Zieh daher nie deinen Bauch ein! Und: Gewöhne dich an deine Großartigkeit und genieße sie ab sofort! Diesen Befehl erteilst du dir am besten selbst. Und das immer wieder. Bis dann also!
Amigo Loco Corazon THE Fahfahrian cOZYpETE the first g-cook(.com) THE oNION fArMERS bRAIN