Donnerstag, 27. Februar 2014
Dämonische Schlachtplatte (Leseprobe aus: "Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz")
„Hi – hallo, bevor ich’s vergesse, mir ist etwas ganz Wichtiges eingefallen gestern im anderen Traum. Ein Lied aus der Hippie – Zeit, das viel mehr Bedeutung für mich hat, als ich es mir jemals dachte.“

„Hallo zuerst, Waschmann! Du solltest es wirklich heute jetzt gleich am Anfang aussprechen. Später darauf zurückkommen ist in Ordnung, denn die werden uns jetzt gleich bewaffnen. Wir warten nur noch auf die Nachzügler wie dich, dann kann es losgehen.“

„Was zum ...?“

„Werde zuerst deine Botschaft los. Sonst kannst du dich nicht entspannt darauf einlassen, egal, was kommt.“

„Ok, Dalai. „Humble Pie“ hiess die Band, das Lied „I’m ready“. Funktionieren tut nur die Live – Version bei mir.“

„Gut. Alles klar. Wacheeee! – Wir wären komplett hier!“

Eine Nazi-Wache in der Gestalt Aleister Crowleys. Genau das fehlt mir noch in meiner Kollektion. Sie spricht mich an: „Ich gebe dir deine Waffen, obwohl wir noch Einiges zu besprechen hätten. Das nächste Mal kommst du mir nicht so davon. Was nimmst du?“

„Die kurze Pump - Gun, das dicke Teil hier, dazu gehacktes Sauschrot wenn möglich, den 45er Colt, den und ein Bowie –Messer für alle Fälle.“

„Wenn du auch sonst wie ein Arschloch daherredest; gute Wahl. Altmodisch, aber gut, Waschmann. Hier, Dal, Deine Uzi’s und, wie immer 2 Winchester Kaliber 22 für El Zitadore. Wünsche fröhliches Abschlachten!“

Nazi-Aleister wendet sich mir nochmals zu: „Wir sprechen uns später.“

Mechanisch überprüfe ich Waffen und Munition, wie ich es tausendmal in meinen Träumen durchexerzierte. In dem, was ich Realität zu nennen gewohnt war, hatte ich ein wenig mit Luftgewehren geschossen, kleinkalibrige Waffen ein- oder zweimal in Händen gehabt. Doch die Lehren aus meinen Zombie- und Verfolgungsträumen waren stabil; die saßen fest. Wenn ich gejagt wurde oder jagte in diesen Szenarien, war eine der immer wiederkehrenden Bedingungen der Mangel an Zeit. Angelegt wie bei einem Video – Spiel hatte ich anfangs auch keine Waffen.

Durch fremde und überwiegend dunkle Städte irrend musste ich zuerst einen Waffenladen finden. Dann dort einbrechen. Mir das Geeignetste heraussuchen. Durch Versuch und Irrtum jahrelanger Alpträume kam ich auf die Mischung, die ich mir von Aleister erbat. Der 45er Colt hatte mannstoppende Wirkung. Meistens traf ich leider den Kopf nicht; der Blattschuss, der, wenn er denn einmal gelang, schaffte mir fast immer diesen Verfolger aus dem Weg. Aber ein Treffer damit brachte mir Zeitgewinn. Die Monster, Zombies, Mutationen und sonst was brauchten Zeit, um sich davon wieder zu erholen und meine Verfolgung wieder aufzunehmen. Pistolen hatte ich auch schon ausgewählt, wegen der häufigen Fehlfunktionen, Klemmen des Verschlusses und so was dann aber verworfen. Das Mehr an Munition in einem Magazin machte die Unzuverlässigkeit einfach nicht wett. Die Pump – Gun war gleichermaßen robust für mich. Im Nahkampf mit Munition konnte sie leicht einen Kopf wegblasen, auf mittlere Entfernung für Zeitgewinn sorgen, und ein guter Türöffner war sie auch. Mit dem gehackten Sauschrot taten sich meine stinkenden Verfolger besonders schwer, weil es die unangenehme Eigenschaft hatte, sie zu zerfetzen. Zeitgewinn abermals. War die Munition aus, was unweigerlich beim „Grande Finale“ meiner Alpträume der Fall war, hatte ich immer noch eine Schlagwaffe, die es mir erlaubte, ein bis zwei gleichzeitig Angreifende in Schach zu halten oder im besten Falle für den Einsatz meines Bowie – Messers, meiner letzten Option, vorzubereiten.

Ich „gewann“ keinen dieser Träume.

Im besten Falle war das Ende so gestaltet, dass ich irgendwo Schutz fand, hinter einer Theke, in einem Sportgeschäft oft, wo es auch Jagdwaffen gab, aber eben nur Harpunen und Pfeil und Bogen zum Scheibenschießen, was in meiner Situation nicht so der Hit war. Bestenfalls saß ich also in einer neuen Scheisse. Verletzt selbstverständlich. Angenagt. Immer bissen oder kratzen die sich Stücke aus meinem Fleisch heraus. Ich blutete heftig. Dieser Blutspur, meinem Gestank, konnte die Meute sehr leicht folgen.

Nach Lage der Dinge, meinem Urteil über die Menge der mir zugeteilten Munition zu urteilen, würde dieser Kampf nicht sehr lange andauern können. Aber das Messer war besonders gut. Sehr lang und rasiermesserscharf.

Der Dalai Lama liess die Verschlüsse seiner beiden Uzis schnappen und grinste zufrieden.

Er hatte viel Munition bekommen. Naja, geht auch weg bei den Dingern wie nichts, dachte ich mir.

Zitadore war mit dem Laden auch fertig. Die Hähne gespannt standen beide Winchester neben ihm auf der Bank, seine Finger am Abzug hatte er immer noch den Mund voller Stoff.

Den nahm ich heraus.

„Arrrivvah Muchachos!“

„So wird das sein.“ Ich wollte endlich einmal „cool“ wirken.

„Waidmansheil!“, die Antwort des Dalai.

Ein Ruck. Der Zug stoppte. Ich sah hinaus. Bis an den Horizont erstreckten sich tiefe Gräben, an deren Rand schwarz Uniformierte einander untergehakt „Can – Can“, diese „Zouluse Ledreck“-Nummer, tanzten, mit Feldstiefeln und halterlosen Netzstrümpfen und Hakenkreuzbändern als Strumpfhaltern.

„Zadek? Was meinst du, Dalai?“

„Hatte doch Recht der Mann, meint ihr nicht?“

„Die Nazis sind soooooo sexy! Daa ratatat dam dam, ratata dam dam, ratatatata...”. Der Zitator war in Hochstimmung.

Dann Crowley wieder, auf einer Jaffa-Kiste stehend. Eine Hyde-Park-Ansprache?

„Wenn sie mir nun bitte folgen würden, um dieser traurigen Vorstellung in...ähemm...GEFANGENÄÄÄÄÄÄ!!! HERAUSTRETTENNN!!“

“Daa ratatat dam dam, ratata dam dam, ratatatata...”

„Waidmansheil!“

„Und jetzt?“ Meine Frage wurde durch den brüllenden Crowley sofort und unmissverständlich beantwortet.

Wir mussten vor unserem Waggon in Reih und Glied antreten. Seltsam gekleidete Personen tauchten auf, die mir bis jetzt nicht aufgefallen waren. Einer mit Fellhose und Pudelmütze. Der hatte nichts ausser einem Laserdrucker, einem HP, wenn ich das richtig sah. Zwei dem Anschein nach orthodoxe Juden, jeder mit 2 Blecheimern, gefüllt mit Flüssigkeiten, die sich angeregt unterhielten in einer mir unverständlichen Sprache. Seltsame Flüssigkeiten in diesen hochglanzpolierten Eimern.. Der jeweils linke Eimer enthielt etwas wie Wasser, durchsichtig und mit Wasserkonsistenz, der in der rechten Hand eine rote, eher zähflüssige Masse, die Blasen werfen, zu blubbern, zu leben schien; aus der Dämpfe aufstiegen..

Ganz links, am Ende unserer Reihe, Kafka und Dante, gekleidet wie Musketiere, lagen sie einander in den Armen und schleckten gegenseitig ihre Gesichter ab. Besonders die Augen. Mit den Degen und Schwertern fuchtelten ihre vier Arme über ihnen wild in der Luft herum.

Jetzt blökte Crowley durch ein Megaphon:

„Hier nun die Regen für die, die das erste Mal dabei zu sein glauben: Ein Punkt ist erreicht, wenn eine Nazi – Schwuchtel regungslos im unteren Teil des Grabens, der sich naturgemäß füllen wird, befindet. Eine sich bewegende, zuckende, wie auch immer sich äußernde Nazi – Schwuchtel, die sich zwar im Zielbereich befindet, doch nicht völlig ruhiggestellt ist, ergibt nur einen halben Punkt.

Strafpunkte werden vergeben für die Ruhigstellung von Schwuchteln, die den Kriterien, die der jeweilige Spielleiter mit dem Anpfiff von der ihm nächst befindlichen Nazi – Schwuchtel erhält, nicht erfüllen. Eine falsche Nazi – Schwuchtel, ein Strafpunkt, der an der Gesamtpunktzahl in Abzug gebracht wird.

Alle Nazi – Schwuchteln wurden vor Beginn des Spiels von einer unabhängigen Jury unter Vorsitz von Ficki Palmin im Sinne klarer Motivation animiert und mittels Laser – Strichcode gekennzeichnet. So ist jeder Irrtum ausgeschlossen. Die Bewertung ihrer Ergebnisse erfolgt in Echtzeit über unsere Satelliten.

Es ist den Spielern erlaubt, sich an den Nazi – Schwuchteln zu erfrischen, sobald diese im Sinne der Spielregel vollkommen ruhiggestellt sind.

Unterhaltende Maßnahmen im Sinne langsamer Ruhigstellung und intensiverer Hinführung zum Ruhezustand können nur nach vorheriger Meldung bei der Spielleitung gestattet werden. Innerhalb dieser Bonus – Runden erzielt der Spieler keine Punkte.

Die Meldung erfolgt durch das Ruhigstellen zehn beliebiger Schwuchteln innerhalb maximal einer Minute, eingeleitet durch die Ankündigung: „A VEEEVAAH“ durch den jeweiligen Spieler. Bestätigt wird der Beginn der Bonusrunde durch „DE LILITH“ aus meinem Munde. Mit: „ABGEFICKT!“ erklärt der Spieler das Ende seiner Bonusrunde, meine Bestätigung wird: „LUTSCH – OFF!“ sein. Danach kehr der Spieler wieder in den normalen Spielverlauf zurück.

Maximal drei Bonusrunden pro Spieler sind zulässig.

Sieger ist die Gruppe, die in der gegebenen Spielzeit von 30 Stunden, die meisten Punkte erzielt. Die Gewinner werden an Ort und Stelle unverzüglich liquidiert und qualifizieren sich damit für drei aufeinander folgende Einheiten andauerndes Nichts!

Wir danken dem Sponsor dieser Veranstaltung, der Stiftung „Strauss-im-Sand-4-ever!“ in Kooperation mit Nackenhaarschtauber Bavarian Enterprises Limited und Co. KG. Unsere Schwuchteln wurden modisch beraten und ausgestattet by Schmotzhammer, Munic, der ultimativen Antwort auf alle Fragen jeden Geschmacks. Choreografie und Musik von „Stupid Dolphins fucking Breathwater“, written by Kakkomu Geoparty & Jean – Claude Fickduse.

Bitte wählen sie jetzt den Spielleiter aus ihrer Gruppe!“

Gemurmel überall. Nur bei uns nicht. Wir starren alle Dalai an. Er schüttelt verneinend den Kopf. „Nicht immer ich. Hey, Moische, was ist mit dir?“

Der ältere der beiden Juden antwortet: „Nichts für mich, Dala! Hab ich nicht mal Gummihandschuhe diesmal. Wird schwierig genug, ätzen und wässern und fragen, ...., reden ein bisschen bei der Arbeit, kennst mich doch, dauert bei mir alles sowieso. Hab ich keine Zeit für den Schmonzes. Mach du das mal selbst, oder der Geu da mit dem grauen Kasten, der ist doch ganz neu in der Mischpoke!“

Der Typ mit der Pudelmütze und den Fellhosen kommt näher: „Meinste mich? Kack, wer bist du denn?“

„Moische, mein Name, Jüngelchen, und schon zum zehnten Mal auf der Tour. Was willste überhaupt mit dem Kasten da tun? – De Nazis die Nase einklemmen?“

„Nee, das ist so. Ich HASSE das Ding. Das is n Drucker, den habe ich vom Supermarkt gekauft. Und ist nicht gegangen, das Ding. Egal, was ich gemacht hab. Und als ich den wieder zurückbringen will, schicken die mich weg. Nur weil ich reingepisst hab vor lauter Wut. Dann bin ich wieder nach Hause. In den 7. Stock im Plattenbau in Ostmerlin. Nix mehr zu rauchen da, verstehste, und der Bahnhof n Kilometer weg, und die 299 Mark auch hin für das Drecksding. Hab meine letzten Kippen aus dem Aschenbecher aufgemacht, eine Zigarette gedreht daraus und das Ding angesehen und gestunken hat es auch schon. Wie Pisse mit Zahnarzt. Und dann bin ich durchgeknallt. Hab das Ding so richtig fest, wie die grossen Neger den Ball in den Korb reinhauen wollen, beim Basketball, so. Nur runter. Vom Fenster gings nicht. Konnte den Anlauf nicht holen. Bin immer hängen geblieben, wenn ich hinterm Kopf hochkam mit dem Teil. Da bin ich dann auf’n Balkon. Da gings. Volle Pulle. Feste. Und ich mit. Hat mich mitgenommen, das Scheissteil. „CRASH“ - , ich Ketchup am Beton und die Mistsau immer noch ganz. Kein Kratzer. Vollarschloch hab ich mir gedacht. Dann gings Licht aus. Aufgewacht bin ich hier. Im Zug. Keine Ahnung. Und noch irrer isses dann weitergegangen. Wie die komische Nazi-Blassbacke mich da fragt, was ich für ne Waffe haben will und ich die Arschwixer da draußen seh, denk ich mir, die kriegen DAS. Nix macht einen so fertig wie die Scheisse, dieser verpisste Drucker, verstehste? Ich brauch denen nur das Ding in die Hand zu geben, schon ist der Fall gelaufen und aus die Maus. Das Ding macht jeden fertig.“

„Musst du aber immer runterklettern und wiederholen deinen Kasten. Umständlich.“

„Glaub ich einfach nicht. DAS KOMMT WIEDER! Bummerang ist n Scheiss dagegen, glaubs mir.“

„Wie du meinst, Jüngelchen. Viel Spass damit und hoffentlich klappt’s!“

Moishe stellt seine Eimer ab.

„Nu, Dala, machst nun den Spielleiter, oder solls der Chammer werden?“

Allgemeine Zustimmung in Richtung Dalai.

„Komm’ schon!“

„Ok, einverstanden, diesmal noch. Ich muss mich wohl nächstes mal in einen anderen Wagen setzen, sonst geht das ewig so weiter.“

Moishe steht schon vor Crowley, die Hand erhoben:.“Aleister, alter Freiind! – Schau her, Dala macht’s wieder bei uns!“

„Nun.... Welche Überraschung! Unbedingt fair ist das nun nicht! Als einer der Alterspräsidenten ist der Dalai Lama in einer bevorzugten Position, nicht zuletzt was Erfahrung, Bewaffnung und Schnelligkeit betrifft!“

„Und DU, Aleister, magst dich daran stören? Der Dalai stößt mit seiner Schulter leicht gegen die des Zitators.

„Bumm.“, haucht der Zitator sanft und schiesst Aleister genau zwischen die Augen, ohne mehr, als seinen rechten Arm zu bewegen.

Aleister kippt um, liegt einen Augenblick still, schüttelt sich und steht wieder auf. Die Wunde ist kaum verfranst, fast exakt rund.

„Wer nicht hören will...“

„Schenken wir uns den Teil, Zitator!“

„Nein, nein, Babylein...muss fühlen! Bumm!“; nun etwas lauter und nachdrücklicher. Er schiesst Aleister nochmals zwischen die Augen, direkt über das erste Loch. „Im ersten Loch, der Swimmingpool, im zweiten Loch, da wohnt der Ghul!“

Aleister erhebt sich wieder, Zeige- und Mittelfinger halb in den Löchern, als würde er etwas suchen darin: „DAS meinen die Psychos wohl mit Kontakt zum Inneren Selbst!“

Er holt sich das Megaphon: „Gruppe Omega hat den Dalai Lama als Spielführer bestimmt.“ Dann geht er weiter zur nächsten Gruppe.“

„Gut geschossen, Zitator!“

„Übung macht den Meister, wenn er trifft, dann scheisst er.“

„Wahrscheinlich bräuchtest du gar keine Waffe, Zitator. Nur etliche Münder mehr, dann könntest du unsere Zielgruppe tot und töter reden.“

„Die Macht der Worte braucht viele Orte.“

„Das mag wohl sein.“

„Grieeeechicher Weiiheiinn..... Mpfm!“

„Das musste sein, Zitator. Wenn wir unter die letzten Zehn wollen, und damit dem Lasagne – Fisch – Brei auf Modern Talking und Heino entkommen diese Nacht, brauchen wir alle Kraft. Wirst du dich beherrschen können? DAFÜR?“ Er zieht den Knebel wieder aus dem Mund des Zitators.

„Ich sag es still, weil Würg ich nicht will! – Werd’ lauter dann, wenn würglos ich kann!“

Aleisters Stimme aus dem Megaphon: „Die Gruppe Zeppelin wählt Stephen Hawkin als Spielführer!“

Moishe brüllt empört zurück:.“Nee, das geht nicht an! Astralprojektionen sind ungültig!“

Weitere Proteste von allen Seiten erheben sich. Immer mehr.

Moishe wendet sich an den Dalai:.“Jetzt sag doch mal selbst, Dala. Du kommst länger her als ich. Sollen jetzt die Toten tot sein oder nicht? Lieg ich da falsch? Was soll das geben, wenn jede Astralprojektion hier mitmacht? Wohin soll das führen?“

Aleisters Stimme aus dem Megaphon: „Die Gruppe Zeppelin storniert die Wahl von Stephen Hawkin als Spielführer!“

Moishe lacht zufrieden:.“So is gut. Raus mit de Lebenden! Geht heim, ihr warmen Brüder!“

Aleisters Stimme aus dem Megaphon: „Ihnen bleiben 15 Minuten bis zum Spielbeginn.“

Der Dalai feuert eine kurze Uzi-Salve in die Luft. „Alles herhören! Wir sollten uns absprechen. Kafka, Dante, jetzt hört mit der Leckerei für einen Moment auf. Kommt her, bitte.“

Die beiden kommen eng umschlungen näher.

„Du auch, Kastenmann!“

„Heinz. Heinz – Rüdiger eigentlich. Aber, wenn ich Freunde hätte, würden die mich Ruffy nennen.“ Der Drucker-Typ wirkt beleidigt.

„Nu, gut, lasst uns dem Jüngelchen einen neuen Namen geben. Mit dem Alten müsst der ja mit den Schwuchteln tanzen. Ruffy. Ruffy? Das lass mal sein, Jüngelchen. Was is mit Cham?”, schlägt Moishe vor.

„Klingt nicht schlecht. Was meint ihr?“ Den Drucker stellt er vor sich auf die Erde und schaut sich um.

„Moishe, alter Freund, solltest du nicht den zweiten Teil auch sagen? Und erklären?“

„Muss ich, Dalai? Gut. Nu, de Cham is der vordere Teil vom Chammer. Und de Chammer is ne Esel.“

„Ich will kein Esel sein!“ Er gibt seinem Drucker einen entschiedenen Tritt.

„Dann lieber de Ruffy, de Mokkahöhle in Göbbels Privatpuff?

De Chammer is ne gute Geu. Geduldig, hat eigenen Willen und lacht uns alle aus, die wir versuchen, de Lasten loszuwerden. Ist klug und still und stark.“

„So hab ich das noch nie gesehen....“

Kafka unterbricht: „Würde mich mal eben jemand umbringen? Das Dasein schmerzt mich ungeheuer!“

Der Dalai nickt mir zu: „Mach du das mit dem feinen Messer. Wir müssen haushalten mit der Munition. Wird ein langes Spiel heute.“

Ich gehe zu Kafka, der sich mit dem Rücken zum Wagon platziert, die Arme ausgebreitet, wie am Kreuz. Es sieht lächerlich aus. Selbst seine Tränen, sein schmerzverzerrtes Gesicht bringen mich zum Lachen. Prustend steche ich mit voller Kraft zu. Tolles Messer, geht relativ leicht selbst in die Brust. Und wieder heraus. Einmal, zweimal, dreimal, immer wieder. Macht Spaß. Fühlt sich gut an. Ich verfolge seine Bewegung, sein Herabgleiten und stoße weiter zu. Dann, von ganz oben, versuchsweise, direkt in den Scheitel. Das klappt nicht so ganz. Ich rutsche ab und nehme etwas Gesicht mit. Der Rest gurgelt nur noch.“

„Halber Punkt, Waschmann!

Halber Punkt! Soviel Arbeit, und de tickt noch.

Ab mit de Kopf!“ Moishes Bewertung ist leider zutreffend.

Da fällt mit Ed Kemper ein. Ein Serienmörder, der öfter so was erlebte. Ballerte ein ganzes Magazin in eine junge Studentin, zerfetzte alles Lebenswichtige, und die redet noch mit ihm, stellt ihm Fragen. Er hilft mit dem Messer nach, aber das reicht auch noch nicht. Die röchelt und lebt und fragt und fragt „WARUM?“. Immer nur dieses eine Wort: „Warum?“

Ich setze mein Messer an und arbeite mich an die Wirbel vor.

“Tot genug, Waschmann! Haushalte mit deinen Kräften!“, holt mich der Dalai zurück.

Das Tier hält inne. In meinem rechten Handgelenk sucht es sich seinen Platz, dreht sich, zweimal um sich selbst, streckt sich ein wenig und rollt sich zusammen. Das Tier ist strahlend, leichter und erleichtert vom nun nachlassenden Schub des Fiebers. Fast fröstelnde Kühle, ein irritierender Schauer, wie ein filigraner Armreif aus dem Kühlschrank für mich. Seine Flanken gehen schnell, mit dem Rhythmus seines Atems, der, kaum hörbar, Grollen und Schnurren ist.

Aarons Blick fühlt es auf sich ruhen und zuckt zusammen.

Das Tier lässt die Lider ein wenig offen. Ohne den Kopf zu erheben, mehr zu sehen, als sein muss. Es ist klarer ein Stück der abbröckelnden Farbe der Wand, als die sich nähernden Beine im Blau der Gefangenenuniform.

Bereit jetzt für Strafe. Schmerzen und Ausgeliefertsein. Denn es kennt keinen Widerspruch gegen den eigenen Schöpfer. Es liebt und liebt; und es liebt mehr als es fürchtet, und liebt mehr als es Schmerz und Leiden zusammen ängstigt; es liebt, ohne Begründung und Verstehen bedingungslos seinen Schöpfer und Herren.

Nie zuvor berührt, außer zur Züchtigung ist seine Deutung Schmerz und die Erwartung mehr Schmerz. Doch ist da nur eine Hand, kühler als die Hitze des vergehenden Fiebers, auf seinem Kopf, ein sanfter Rhythmus, fast Streicheln darin, und der durch die Läufe schlecht geschützte Bauch wird nicht getreten.

Vielleicht ist jetzt die Zeit? Ein Knirschen würde es anzeigen. Ob man es noch hört oder nicht, wenn das Genick gebrochen wird? Jetzt wäre ein guter Moment, das herauszufinden.

„Der Schmerz, aller Wahnsinn, die Krankheit und die verzehrenden Alpträume sollen dein sein! Frei von Angst, damit zu tun, was dein Werk ist. Frei und frei und ohne Grenzen zu vollstrecken. Frei und Frei von Erwartung; und Befürchtung. Und meiner gewiss, der ich nicht verstehe und darin scheitere, meinen Willen zu vergessen, der Verstehen verlangt.

Ich selbst kann ihn nicht töten. Tausendmal begraben kehrte er wieder in immer schrecklicherer Gestalt. Öfter noch zerrissen, verflucht, verbannt, in Säurebäder und gebunden, an ihrem Grund festgenagelt, durch Kreissägen in Scheiben geschnitten, bleibt dieses Stück meiner Selbst unzerstörbar bis heute.

Auch er, der Teil ich gehört dir, wenn du dich seiner annehmen willst.

Vielleicht, und wenn du heranwächst und lernst und noch mehr Stärke entwickelst, kann die Zeit sein.

Dann sollst du es langsam tun. Für mich. So wie er, wie mein Wille mit mir.

Kein Schmerz.

„Danke“, sagt Aaron beim Einschlafen.

„Danke“, in jeder Zelle des Tieres, in der Hoffnung, nie wieder zu erwachen.

„Wie? Ich...“

“Tot genug, Waschmann! Tot genug!“

„Wieso? Ich...“

„Schau doch her, keine Bewegung, kein Röcheln mehr. Etwas Geduld genügt. Und jetzt hört ihr alle zu. Kafka, du auch, ich weiss, dass du es kannst.“

Das Tier rollt sich in meinem rechten Handgelenk zusammen. Es strahlt Wärme aus. Der heftig – schnelle Rhythmus der Bewegungen seiner Flanken ist doch ruhig; ruhiger und mit weniger Schmerz kann es atmen. Sein Herz schlägt „DANKE“. Zwischen den sich schließenden Lidern sieht es Aaron auf sich zukommen. Die Augen weit aufgerissen, die Zähne im Reflex gefletscht, schaut es an Aarons Beinen vorbei an die Zellenwand. Die Strafe erwartend.

Die erste Berührung ist ein fahriges Streicheln. Und nur das Nachlassen der Kälte, als Aaron seine Hand auf dem Kopf des Tiers lässt, macht sie sicher. Es werden keine Schläge folgen. Keine Tritte.

„Die Alpträume gehören dir, auch das Grauen und den Wahnsinn sollst du WIRKLICH haben!“

Sich abgewandt mit dem Kopf im Genick, der Stirn ganz nach oben, um ein Stück Himmel zu finden, wie befreit vom Rest seiner Körpers, der schlapp herabhängt, ist Aarons Wort für das Tier: „Danke.“

Der gespannte Kern in meinem Handgelenk wird breiter, dünner, wie ein Teig unter dem Nudelholz; lässt noch mehr nach und zerbirst zu tausend Teilchen glänzender Musik aus Kristallen. Wie schläft so ein Tier?“

„Was? Ich...“

„Schau doch her, keine Bewegung, kein Röcheln mehr. Etwas Geduld genügt. Und jetzt hört ihr alle zu. Kafka, du auch, ich weiß, dass du es kannst.“

Kafka blubbert zustimmend.

Moishe kommentiert: “Propriozepiver Tinnef!“

„Und multipel multipel.“, fügt der Dalai an.

Auch Aleister meldet sich wieder zu Wort: „Eindeutig positive Halluzinationen in allen Repräsentationssystemen.“

„De Freud hätte seine Freud dran.“

„Da hast du allerdings Recht, Moishe!“

„Mein erstes Kompliment vom Dalai! Habt ihr es alle gehört, Mishpoke?“

Kafka schüttelt mir gerührt die Hände:.“Mir war es eine Freude. So intensiv und authentisch. Ich danke recht schön.“

„Selbstheilungskräfte wie andere Leute Handtücher! – Jetzt schaut euch das an, der heilt nicht nur seinen Leib, sondern auch noch gleich die vornehme Klamottage...“

„Lass ihn doch, Moishe!“

Der Vermittlungsversuch des Dalai bringt nicht viel.

„Jetzt hörste zu, Dal. Du kannst sein de Spielführer oder de Chammer, aber DER, wenn de Kafka so weitermacht, der versaut uns noch das Ganze Vergasen! De Kafka, DER atmet einmal kräftig ein, - und weg isses, das ganze Zyklon B. Un wir stehn da wie de Idioten, ganz lebendig, wenn de Wache kommt und die zum Aufräumen.“

Kafka stürmt auf Moishe zu: „Würde ich niemals tun. Sterben ist ein Grundrecht...“

„Bumm.“ Mit einem Hauch schießt der Zitator Kafka mitten in den geöffneten Mund. „Nun schweig er still, weil Würg ich nicht will!“

„Da hatt er Recht, der Zitator!“

„Stimmt. Dein zweites Kompliment, Moishe!“

Dante übertönt alle: „Fischlasagne an Modern Talking und Heino! Mehr sage ich nicht!“ Er legt sich Kafka zurecht und spaltet ihm sicherheitshalber den Schädel mit seinem Säbel; mit einem Hieb und ausdruckslosen Zügen.

„Aua!“ Stereo-Kafka. Zwei halbe Münder jaulen auf.

Zitator stimmt ein: „Yappadappadu!“

„Dann können wir vielleicht anfangen, uns zu beraten?, ruft uns der Dalai zur Ordnung.

Aleister über Megaphon: „5 Minuten bis Spielbeginn!“

„Da ich nun einmal der Spielführer bin darf raten: Wie ich die Sache sehe, soll ich wieder das Tempo übernehmen, oder? Du, Moishe, und dein namenloser Freund, ihr werdet mit euern Werkzeugen nicht die große Zahl bekommen.“

„Wenig, aber gut, wenn de verstehst...“ Teuflisch lächelnder Moishe.

„Ich verstehe. Zitadore kann gut Punkte machen, solange die Munition reicht.

Waschmann ist neu, jedenfalls glaubt er das. Es ist also mit Bonusrunden zu rechnen. Außerdem ist er schlecht bewaffnet. Dante und Kafka, ihr kennt das Spiel und bringt euren üblichen Schnitt, wenn ich bitten darf. Äh..., was ist eigentlich mit Macciavelli? Sollte der nicht zu unserer Gruppe gehören? Ich hab ihn noch überhaupt nicht gesehen!“

Moishe antwortet mit gesenkten Schultern:.“Ganz ne unangenehme Geschichte für sich, Dalai. Hat diesmal so einen langen Schwengel abbekommen, dass er sich selbst beglücken kann hintenrum. Hat sich der Geu also eingeschlossen ins Scheisshäusel im Waggon und weigert sich aufzumachen. Sagt, er fickt sich selbst bis zur Vergasung! Kann man nichts dagegegen machen!“

„Glückliches Arschloch!“, meint Dante.

„Dann sei’s drum. Also, ich werde Gruppen zusammenstellen und dann mähdreschermässig vorgehen. Waschmann, du..“

„Hey, wieso sagst du jetzt öffentlich Waschmann zu mir, Dalai?“

„Verdiene dir einen Namen oder wenigstens einen Anfang heute. Deswegen.“

„Ist das mein Preis?“

„Oder Fischlasagne an Modern Talking und Heino!“

„Verstanden.“

„Wann immer du nicht abgelenkt oder im Bonus bist, ist es deine Hauptaufgabe, hinter mir herzugehen und die Punkte voll zu machen. Gib den nur teilweise ruhiggestellten Nazi – Schwuchteln den Rest, ok?

Verstanden, Waschmann?“

„Klar.“

„Und nutze deine Waffen klug. Das könnte uns helfen. Mit deinem großen Kaliber könntest du bei geschickter Aufstellung der Schwuchteln mindestens drei, vielleicht vier mit deinem Kopfschuss ruhigstellen. Quer durch. Bei der ersten Schwuchtel aufgesetzt, die anderen Köpfe hübsch aneinandergeschmiegt, sollte das klappen. Durchschlagkraft hast du mehr als genug. Ein wenig Schrot aufsparen wäre sinnvoll für den Schluss vielleicht. Für den Kontrollgang, wenn sich noch etwas rührt und du nicht mehr heruntersteigen willst oder kannst. Soviel zu dir, Waschmann!

Ja, Chammer, Ruffy, oder wie immer, du kannst dir auch einen Namen verdienen. Aber wie, das kann ich dir ehrlich nicht sagen. Mach halt das Beste mit deinem Kasten und schau, dass du bei Kräften bleibst. Oder,.. wate mal. Hey, hey Aleister, ist es nicht möglich, dem Chammer da noch was zu geben für die Arbeit?“

„Die Verteilung der Waffen ist durch. Was wäre, wenn da jeder kommt mit Sonderwünschen? Vielleicht noch ein kleines Bömbchen nebenbei, eine Wunderwaffe? – Was wäre den Herren denn genehm, wenn ich fragen darf?“

„Ein Stick vielleicht?“, fragt der Druckertyp grinsend.

Aleister gibt sich zuvorkommend: „Was wünschen der Herr denn so, Thai, Kolumbianisches....“

„Cool! Das auch! Und so n Baseball – Schläger, das wär ganz gut!“

Moishe tritt dazwischen: „Jüngelchen, Jüngelchen, was denkste, wie Lasagne an Modern Talking und Heino schmeckt? Haste de schwere Kiste da, die nicht geht, willste dir den Kopf zuballern mit de Tüten, und 30 Stunden lang de Leute mit Knüppeln die Schädel maltretieren?

Ne, de Chammer is schlauer! Aleister, tu mir de Güte, alter Freinderl, un geb dem Chammer so ne Napalm – Spritze, ne Flammenwerfer. Ist was für den jungen Leut, haben se was zu sehen. Und selbst de dusslige Chammer kanns net vergessen oder liegen lassen, weil’s gemacht ist fest auf seinem dummen Rücken. Ham we alle weniger von den dumme Probleme, oder?“

Aleister bleibt weiter generös. „Ausnahmsweise. Zu Gunsten des reibungslosen Spielverlaufes. Jetzt will ich aber von Eurer Gruppe nichts mehr hören.“

„Nee. musste schon! Denn de Fairness unter Sportsleuten muss sein! Schau de Waggon, de wackelt, weil Macciavelli sich selbst den Mokkahöhle pudert wie de wilde Chammer des Weibchen. Is ein Mann weniger als bei die Anderen. Musste du uns geben wenigstens Punkte zum Ausgleich oder jemand anders.“, argumentiert Moishe.

„Abgelehnt! Und damit meine ich ABGELEHNT! Motivation ist eindeutig Angelegenheit der Gruppen selbst.“

„Nu, was willste motivieren, wenn de Macciavelli de Salatgurke kriegt, de Pimmelfee kommt und de Wunschtraum erfüllt von wegen de Super – Geu mit de Riesenapparat und de Freiheit von de rosane Schlitze, und de Ding unten immer grösser wird und de Straußeneier am Platzen sin? Bevor de sagen kannst „BAFF“ is de verschwunden in de Scheisshaus und pimpert de eigene Hinterausgang. Hängt de Papierrolle raus als Unabhängigkeitserklärung an de Weiber und sagt, er wär ne autonome Schnackseler oder so was. Meinste, der hört dir noch zu?“

„EINSPRUCH ABGELEHNT! Einspruch abgelehnt, Moishe. Endgültig. Aus grundsätzlichen Erwägungen. Wir sehen uns dann vermutlich beim traditionellen Kadaverlutschen der Looser – Kompanien.“

„Hätte ich dir gleich sagen können, Moishe.“

„Ne Versuch wars wert, Dante.“

Der Druckertyp kommt zurück mit einem Kanister auf dem Rücken.

„Hey, danke, Opa für das Feuerzeug. Ist sauschwer!“

„Spüste was, lebste was, hat de Dybbuk von meiner verstorbene Tante Elisha immer gesagt.“

„Hmmh.“

„Siehste!“

Aleisters Stimme aus dem Megaphon: „Ihnen bleibt eine Minute bis zum Spielbeginn!“

Der Dalai fährt sein Laser – Schwert hoch und lässt es durch die Luft surren.

„Dann mach ich mich mal bereit, unsere Selektion abzuholen.“

Er geht auf die nächstgelegene Nazi – Schwuchtel zu, die etwas verfettet, aber eifrig bemüht, weiter die haarigen, bestraspten Beine hoch wirft.

Halterlose Netzstrümpfe, denke ich mir. Da machen mir die Panties mehr Spass. Ja, die Netzstrumpfhosen sind gutes Spielzeug. Vermutlich. Hätte gerne mal zwischen den Maschen durchgefickt. Habs aber nie soweit gebracht. Alles nur Vermutung.

Aleisters Stimme aus dem Megaphon: „Der Countdown läuft! 10, 9, 8, 7, 6, 5...“

Bei Null erhält Dalai sein Zettelchen und spaltet bedächtig die Schwuchtel der Länge nach mit dem Laser. Es sieht aus, als würde er sein Schwert ausprobieren.

Ich gehe hin und trete die Teile in den Graben. Ist doch mein Job. Ein letzter Blick überzeugt mich voll. Keine Nachsorge nötig. Ganz ruhiggestellt.

„Aleister war ehrlich fair, Männer! Uns gehört die ganze Reihe, mit der ich bereits begann. Moishe und dein schweigender Freund, zu mir. Der Rest tritt zurück.“

Der Dalai flüstert den Beiden etwas zu. Die nicken und gehen an die Arbeit.

„Dante, jetzt du.“

Auch Dante erhält etwas, was er offenbar versteht und ihn erfreut. Mit erstaunlich jungendlich anmutenden Schritten macht er sich über die Nazi – Schwuchteln her.

„Kafka.“

Der wartet schon. Schüttelt den Kopf, als etwas gesagt wird. Und ist weg. Blitzschnell.

Kafka hat sofort den Kopf einer Nazi – Schwuchtel am Wickel und schreit sie an wegen irgendetwas, das mit „Rand“ und „Nachtspeise“ zu tun hat. Dann schneidet er die Kehle durch und spuckt Ihr angewidert ins Gesicht.

„Waschmann! W a s c h m a n n ! WASCHMANN!”

Ich reiße mich von diesem Schauspiel los und trete vor.

„357 von der ersten Schwuchtel aus an der rechten Seite des Grabens ist Wehh, 481 in gleicher Richtung und Zählweise Schaumpartner. 1937, genauso zu finden ist Klein, und, könnte dich auch interessieren, 4299 Löchl, 15288, den nennt ma Geissel – Heli, auch so ein Fall für Dich! Das sind deine Daten für die möglichen Bonusrunden. Sonst gehört uns die ganze Reihe einfach. Keine Kriterien sonst, weil wir im Nachteil sind wegen Macciavelli. Jetzt mach dich vom Acker!“

„Chammer-Ruffy, her mit dir!“

„357 Wehh, 481 Schaumgartner, 1937 Klein, 4299 Löschl. 15288 Geissel -Heli, 357 Wehh, 481 Schaumpartner, 1937 Klein, 4299 Löschl. 15288 Geissel -Heli, 357 Wehh, 481 Schaumpartner, 1937 Gross, 4299 Löschl 15288 Geissel -Heli,“ sage ich immer vor mir her, wie ein Mantra, eine Gebtsmühle, ich will es behalten, während ich losstürme. Es ist nicht leicht, die Orientierung auch nur in etwa zu erhalten. Jetzt könnte ich so etwas bei 350 angekommen sein, meine, schätze, ahne ich.

„Name!“

„Nazi-Schwuchtel. Mayer Emil. Mayer mit „ay“.“

„Auf die Knie!“

Ich ziehe den Kopf zurück und schneide sauber von einer Seite zur anderen auf. 30 Stunden dürften genügen. In der Zeit legen die sich von selbst ganz still. Alles mehr ist Verschwendung. Nur noch ab in den Graben. Das nicht vergessen! - Jedes Element der Strafe für die Looser alleine für sich genommen schon grauenhaft genug. Fischlasagne, Modern Talking, Heino.... Wir würfen einfach nicht unter den letzten 10 landen...

Während dieser gedanklichen Abfolge, die ich nur leise und vorsichtig ein einer transparenten Schicht meines Denkens über: 357 Wehh, 481 Schaumpartner, 1937 Klein, 4299 Löschl. 15288 Geissel -Heli,“ lege, habe ich 2 weitere Mayers und einen Huber stillgestellt in gleicher Weise.

Ein vorsichtig bemessener Tritt, der Dreck rutscht in den Graben und ab dafür. Manchmal trägt Drill, selbst der in Alpträumen, in frühen Jahren doch gute Früchte; eine weitere Schicht der Wägungen in mir.

Kein Zweifel, dass der Dalai kompetent ist. Und ein halbes Auge ist auch immer in seiner Richtung, damit ich weiß, wo ich nachzuarbeiten habe, sobald ich das Wichtigste für mich erledigt habe.

Ich will etwas wissen.

Gaspersky, Gösling, Heimaer, Schladerer, wenn ich das richtig verstand, alle soweit erledigt, aber wo bleibt 357 Wehh? Ob den einer vor mir erwischte? Shit!

Ich arbeite mich mechanisch weiter. Verschwende keinen Schuss Munition. Improvisiere hier und da mit Stichen in Brust und Rücken, versuche positiv zu denken. Ja, wenn ich mein Werkzeug besser kenne, werde ich meine Bonusrunde mit Wehh viel besser nutzen können. Nicht, dass die Drecksau mir am Schluss noch zu schnell wegstirbt!

Vielleicht ist das Alles ganz richtig so.

Vielleicht habe ich aber auch zu spät in der Reihe begonnen?

Die Schwuchteln sagen nur ihren Namen und singen. Ist nichts rauszukriegen.

Dann, endlich!

Zwei weiter, mein tanzender Peiniger. Der Herr der Schweine. Wehh himself.

Ängstlich sehe ich mich nach meinen Mitstreitern um. Keiner in direkter Nähe. Somit keine Gefahr.

Wie war die Regel?

„Unterhaltende Maßnahmen im Sinne langsamer Ruhigstellung und intensiverer Hinführung zum Ruhezustand können nur nach vorheriger Meldung bei der Spielleitung gestattet werden. Innerhalb dieser Bonus – Runden erzielt der Spieler keine Punkte.

Die Meldung erfolgt durch das Ruhigstellen zehn beliebiger Schwuchteln innerhalb maximal einer Minute, eingeleitet durch die Ankündigung: „A VEEEVAAH“ durch den jeweiligen Spieler. Bestätigt wird der Beginn der Bonusrunde durch „DE LILITH“ aus meinem Munde. Mit: „ABGEFICKT!“ erklärt der Spieler das Ende seiner Bonusrunde, meine Bestätigung wird: „LUTSCH – OFF!“ sein. Danach kehr der Spieler wieder in den normalen Spielverlauf zurück.

Maximal drei Bonusrunden pro Spieler sind möglich.“

„Danke, Aleister!“ Es war seine Stimme.

„Wir sprechen uns noch.“

„Ja, deine Tochter.“

„Davon später. Nun aber: Fröhliches Ruhigstellen!!“

10 Stück innerhalb maximal einer Minute. Ich entscheide mich für den Colt. Und erinnere mich an Dalais Rat.

Makalock und Bulletin, sehr zweifelhafte Arier vom Namen her, die wohl trotzdem aufgenommen wurden, die Beiden vor Wehh, sind währenddessen schnell mit dem Messer erledigt.

Wehh lass ich aus.

Aus den nächsten 10 Nazi – Schwuchteln bilde ich zwei 5er Gruppen, die ich Köpfchen an Köpfchen niederknieen lasse. Müsste gehen. Waffe überprüfen. Hahn spannen. Optimale Schussposition einnehmen.

„A VEEEVAAH“ mit dem ersten Abfeuern. Alle 5 fallen. Guter Abstand. Die zweite Gruppe bleibt unbehelligt. Dort korrigiere ich die Position der Köpfchen, nehme Maß und drücke ab. Wieder ein voller Erfolg. Die ersten beiden Köpfchen zerplatzt wie überreife Kürbisse. Der Rest gibt auch Ruhe. Nachdem ich alle in den Graben getreten habe und bereit bin, jede Zuckung mit Sauschrot zu heilen, erhalte ich mein bestätigendes:

„DE LILITH“

„Hi!“, sage ich zu Weh.

Und: „Hör mit dem Tanzen auf, Wehh, du Abschaum!“

„285 aus 8 Strich 4, na, mal wieder in der Landwirtschaft?“ Ich bin erkannt.

Dies Miststück von stinkendem Abschaum grinst immer noch. Nur nicht die Geduld verlieren. Sich nicht provozieren lassen. Keine Geschenke. Kein schneller Tod.

„Das war nicht die korrekte Begrüßung, Wehh, du Stück Scheisse! Ich will den Spruch! Den wirst du doch noch tausendmal gebraucht haben nach mir! Den Begrüssungsspruch, wenn man dir ausgeliefert wurde! DEN Spruch!“

Ich gehe um Wehh herum, der sich nicht bewegt. Umgekehrt ist das jetzt.

Ich kenne dieses Ritual, obwohl ich nie beim Militär war. Aber im Zuchthaus im schönen Gayern, wo man „weiss-blaue Lüfterln“ mit „weiss“ und „blau“ in der amtlich festgeschriebenen und genehmigten Reihenfolge sein Eigen nennt, an statt eines chaotischen Himmels mit Cumulus-, Zyrrus- und anderem fremdländischen Wolken, die auch noch Winden verschiedener Richtung willkürlich folgen, was an sich schon fast aufrührerischen Charakter hat. Deswegen malt man in Gayern die „Lüfteln“ mit der korrekten Farbzusammensetzung in der rechtmäßigen Chronologie des Auftauchens und einer stets nach rechts tendierenden Richtung.

„Wie im Himmel, so auf Erden“; so, genau wie’s der Herr Pfarrer, vorzugsweise Prälat auch, schon immer gesagt hat, der jedem Jahrgang seiner Zöglinge die Arschmöse aufbohrte, solange sein kleiner mieser Dämon noch mehr konnte, als Bier pissen.

Macht doch auch nichts, oder? Vom Arschfick ist noch keiner schwanger geworden. Die Mädels werden eingefahren, brauchen später nicht eingeritten zu werden, und die Jungs haben eine Begegnung tief in sich, je nach Länge verschieden, mit dem, der Wein in Blut und Oblaten in rohes Menschenfleisch verwandelt. In was verwandelt sich der Rotz, der Schuss, das Ejakulat eines solch metaphysisch mächtigen Mannes dort, mehr oder weniger tief im Enddarm des Messdieners? Tiefgreifende Veränderungen wären möglich; ist streng betrachtet alles sehr tiefgreifend, könnte man sagen, wenn man die Vorarbeit, die diesen Vollzug vorbereitende Handarbeit berücksichtigt.

Schwanger geworden ist keiner. Aber Mancher Kardinal vielleicht? In Österreich war’s drin, warum nicht auch in Gayern? So verschieden ist der Haufen nicht.

So bleibe ich mal hinter Wehh stehen nach einigen Umrundungen. Ich komme mir ziemlich blöd dabei vor. Die Nummer mit Stillstehen und Beobachten gibt nicht viel her für mich.

„Den Spruch, du weiß – blauer Arschficker!“

Zur Bekräftigung schneide ich an Rückseite seines rechten Knies; zwei Striche, die glatt durchgehen, etwas trennen, vermutlich Sehnen oder etwas in der Art. Wehh stöhnt auf und will zu Boden gehen. Das lasse ich nur halb zu. Bedächtig komme ich zurück.

Face to Face.

Nun trete ich ihm wohlbemessen ins Gesicht. Nicht zu schnell. Nicht zu fest.

Da ist die Zeit; unsere Zeit. Und die beginnt jetzt gerade.

„Den Spruch, Quälerlein! D e n S p r u c h !”

„Das Stück Dreck meint, es würde gleich abtreten und ich will aber noch ein paar Sachen wissen, Moishe.“

„Hilfe gefällig, Waschmann?“

„Sehr gerne.“

„Nu, denn wollen mer de Zeit a Länge geben für de Geu.“

Moishe stellt seine Eimer ab, sieht sich Wehh aufmerksam an und lächelt mit einem Zug von fast mitleidiger Leere. Er tätschelt Wehh’s Wange mit halben Ohrfeigen.

„Nu, du bist denn also de Wehh, de Schweinskönig. Nu schauste mit de Augen von de Engelchen. De Augen kenn ich gut. Von früher.

De Doktor Mengele hat de Engelchen net schnell gemacht. Wenn de warst de Zehnte in de Reihe, konnst lernen viele Dingelchen. Kennste peitsches Wort VORSCHRIFT, Nazi - Schwuchtel? De Kinderchen mussten zuschaun de Mamma und de Briederschen sterben. Ich war de Nummer 9 da. Un du? Schon verlassen de Party, wenn de halbe Mischpoke von de Schmerzen noch net gekommen? Verlassen magst de du Schmerzen, nu wollen we sehen, was alles du erzählen tust!“

Moishe schlägt Wehh mit der Faust ins Gesicht.

„Waschmann, jetzt sollste de Frage gut überlegen, weil nach de Behandlung

manchmal nimmer soviel net is mit de Sprache. Kommt aber ganz de gute Wahrheit von de viele Schmerz.“

„Das kann de Nazi leicht. Un mehr noch. Versuchst es halt weiter dann, wenn de erste Fragen fertig sind. Ich mach de Vorbereitung und muss dann weiter. De Lasagne is net nötig. »

„Klar Moishe, und danke dir.“

„Mer hilft, wo ma kann.“

Moishe positioniert die Eimer vor Weh. Die rote Masse links, die durchsichtige rechts.

Wehh zittert, beginnt zu betteln: „Ich sags! Ich sag doch alles! War einer aus der Partei, aber nicht der...“

Mit dem Finger vor dem Mund droht Moishe: „Schhhhh...! Schweigen still sollste nu... Schnell wollste schleichen dich un spotten de Waschmann...Schhhhh!“

Moishe drückt Wehhs Gesicht in die rote Masse. Die Schäumt auf. Ein bestialischer Laut.

Heraus mit dem Kopf, ich erhasche einen schnellen Blick auf eine dunkelbraune, zerfliessende Masse, wo vorher das Gesicht war, Wehh schreit greller und lauter als die Schweine – Babys, die der so langsam zu töten und zu kastrieren genoss. Dann ist sein Schädel im anderen Eimer verschwunden. Da dampft es nur. Wie im Comic. Ich muss lachen.

„Nu, Waschmann, isses net ne Freide zu sehen de lustige Sach?“

Moishe klopft mir sanft auf die Schulter, während er mir mit der anderen Wehhs Fratze zeigt, die er schön hoch hält.

„Immer gut abtropfen lassen, wie de Knedel, Waschmann. Mer sieht sich.“

„Danke, Moishe.“

„Ja.“

Ich verstehe Wehh sehr schwer und die Stimme ist leise zuerst und klingt fremd.

Toll sieht Wehh aus. Unfertige Bildhauerkunst. Mittendrin keine Lust mehr gehabt. Grau jetzt, nicht ganz grau, auch braun, nur noch Andeutungen von Zügen, die ähnlich einem Gesicht, aber auch einer Landkarte oder einem Strickmuster sein könnten. Keine Augen.

„Machst du Schluss?“

„Nein.“

Nur so versuchsweise schlitze ich mit meiner Messerspitze da herum, wo ein Auge gewesen sein könnte. Wehh zittert am ganzen Leibt, schreit, jammert, und bettelt.

Noch ein kleiner, feiner Ritzer, diesmal quer über die graue Fläche. Es kommt kein Blut, nur etwas wie Schleim, auch ganz grau-braun und halbdurchsichtig. So ungefähr stelle ich mir das ranzige Sperma von Hochwürden in jungfräulichen Arschöhlen vor.

Ein weiterer Streich mit dem Messer ergibt ein hübsches „X“ und überzeugt Wehh hinsichtlich des weiteren Erklärungsbedarfes.

Wehh sinkt zusammen. Der weiß nicht mehr darüber. Ich bin überzeugt.

„Kraft durch Freude, ja?“

Wehh erhebt sich und kommt mir nochmals ganz nah: „Arbeit macht FREI!“

„Du stinkst, Arschloch!“

Ich weiß nicht was sagen oder fragen. Gewusst, geahnt, darüber nachgedacht? – Was spielt das jetzt für eine Rolle, wenn ein Königsberger Klops, der aussieht, als hätte Beys einen schlechten Tag gehabt und ihn aus ranzigem Fett und Durchfall gemacht, doch noch gewinnt? - Mich selbst jetzt noch verspotten kann? Und so was nennt man dann Bonusrunde? Wessen Bonus? Nicht meiner.

„Du wirst jetzt gleich abdrücken.“

Hatte Moishe nicht gesagt, der Scheisskerl könnte anschließend nicht mehr viel sprechen? Scheisse. Ja, ich will abdrücken. Nein, ich will nicht. Ja, ich will ihn quälen bis zum Schluss, den es möglichst nicht geben soll. „Du wirst jetzt gleich abdrücken. Kannst nichts machen, nichts dagegen tun.“

Ja, dieser Punkt geht wohl wieder an die Fraktion der Dauer - Smiler, Fun - Sportler, den Gewinnern dieser Welt, deren Verdienst „die Gnade der beschränkten Geburt“, deren Gaben komplette Verblödung, mangelnde Verständnisfähigkeit, krankhafter Optimismus, oder einfach eine mir unzugängliche Kompatibilität zur Herrschaft des Schwachsinns und des Grauens waren; den Typen mit den passenden Sprüchen für alle Gelegenheiten, die zwar den einzigen Inhalt ihrer sonst leeren Schädel ausmachen, aber für die Realisierung von mindestens zwei bis drei Ralley - Rippen am Bauch und einem „Body“ reichen, wie man das wohl heute nennt. Congratulations von hier aus, ihr Unfreunde!

Manchmal hätte ich gerne mitgespielt in euerer Liga, öfter hatte ich den Wunsch, für ein paar Stunden oder Tage eintauchen zu können und mitzumachen; und sei es nur, zu erfahren, ob ihr wirklich nie DAS GRAUEN erlebt, ob ihr wirklich nichts gesehen habt, oder einen Trick, eine Entscheidung drauf habt, die es ermöglicht, die Inquisition als eine Jugendgruppe des CVJM im Ausland oder eine französische Käsesorte aus den Pyrenäen zu verstehen, und das einfach so nebeneinander stehen lassen zu können...

Wie ist das wohl mit soviel unentschiedenem Nebeneinander im Kopf? Still oder leer? Oder „und“? Das wäre das Größte!

Wie fühlt es sich an, dann etwas zu trinken, wie schmeckt Wasser, wie Luft, wie geht man durch die Welt ohne Erkennen? Frei vermutlich. Freier als ich.

Congratulations nochmals!

Vielleicht, wenn ich mein Gehirn auch von Anfang an gleich konsequent flüssig gefüllt hätte mit dem Dünnschiss der Blöd – Zeitung und genügend Försterbrand aus den kleinen, grünen Flaschen am Kiosk, hätte ich eine Chance gehabt, es wenigstens zu testen. Doch selbst das Fliegengewicht einer Viertel – Bildung autodidaktischer Art, dieser Schatten von Ahnungen verflucht mich schon dazu zu erkennen, dass Heisenberg auf die neuronalen Verbindungen, die Bildung von Synapsen bei Konfrontation einer Person mit Wissen bezogen Recht hatte.

Nein, den Heisenberg kann man nicht besteigen, das geht nur mit anderen Bergen, die ich nie kennenlernte, wie die Frisösen und Krankenschwestern und anderen willigen weiblichen Angehörigen euerer Fraktion.

Ob ich das gewollt hätte? Ja. Aber nur „Ja, aber..“. Typisch, oder? Nicht, dass ich es nicht versucht hätte. Das Echsenhirn bleibt unbeeindruckt vom Inhalt seiner jüngeren Weiterentwicklungen, eh klar. Es liefert den Impuls. Den Startschuss.

Die Nummer durchziehen ist aber eine ganz andere Sache. Ob im Bett oder beim Sport, bei dem, was ihr so als „sozial“ oder „gesellig“ bezeichnet, na ja, oder im Bett „eine gute Nummer“ (hier mutmaße ich, ist dünnes Eis mangels Sprachkenntnissen, ich weiß) heißen mag, kam es bei mir immer nur bis zu einem scheinbar bestimmten, d.h., sehr genau definierten Punkt. Wie bei jeder multiplen Persönlichkeit, oder tendenziell autistischen, schizoiden-, neurotischen-, Gratulation dafür übrigens auch, ist eine gute Sache, Anders- bzw. Überhauptdenkenden Krankheitsbilder zu verpassen, die sie hübsch ausgrenzen und für eure Gesellschaft neue Schwarze Männer und Frauen schaffen-, Behinderte,- nun, jedenfalls konnte ich natürlich diesen Punkt meines Ausstiegs nicht definieren und schon gar nicht voraussehen.

Wieso weiß ich nur das „Wie“ und nicht das „Warum genau dann?“ Wahrscheinlich, weil ich gestört bin so oder so? Das gefällt euch jetzt, oder? Das „Wie“ war immer Ekel, mit mehr oder weniger Lächerlichkeit gemischt.

Ihr glaubt vermutlich nicht mehr an den Weihnachtsmann mehrheitlich, auch nicht an den Osterhasen. Aber schon, dass das stundenlange Abrammeln einer halbbesoffenen Fremden zu irgendwas führt? – Dass Beförderungen mehr bedeuten als nur Aufstieg in eine höhere Stufe des Arschleckens? – Dass das Weltkulturerbe zu bewahren (das hier ist für die Akademiker und Kunstliebhaber und alle andere Propeller unter euch; erreicht aber nur dann volle Wirksamkeit, wenn ihr den korsischen Wirt eueres naftalesischen Spezialitätenrestaurants beim Vornamen kennt und mindestens zweimal Abenteuerurlaub der Qualitässtufe „X-Land PUR“ gemacht habt ) wirklich wichtig ist, angesichts dessen, dass Tag für Tag, Stunde für Stunde jede Menge Kinder verhungern und an heilbaren Krankheiten, die mit billigsten Medikamenten, die bei uns tonnenweise verrotten, elendig verrecken. Wichtige Sachen. Schauspielhäuser und Weissurschtbuden, erhaltenswerte Steine und Kritzeleien früherer Generationen, geadelt durch Alter, leicht getauscht gegen unwertes Leben, das sich doch ganz offensichtlich nicht durchzusetzen vermag.

Leichtes Kopfweh, Drücken der Gehirnlappen? Dann wollen wir Mann und Rilke wieder in die Tiefkühlkammer schieben. Die hatten genug Spaß, können kaum mehr ertragen.

Kurze Sätze für freie Bürger! Heil Einzeller!

Fun! Ja, Fun! Die Welt ist voller Fun! Was ist das?

Ficken Unmündiger Nagetiere?

FUN?

Klingt unglaubwürdig, aber zuzutrauen ist euch alles. Wie war der Spruch? – Was nicht rechtzeitig auf den Baum (oder in unerreichbare Höhe, nein, klingt zu geschwollen, heißt es nicht so) kommt, wird gefickt?

Oder: Die Rülpser – Foundation: Was keine Miete zahlt muss raus!

Sowas, ja, alles schon gehört. Warum wirkt es nicht? Antigen? Bin ich immun. Ich kann doch nichts dafür!

Wurde jetzt eine Laudatio aus meinen schlichten Glückwünschen?

Merkwürdig, wie dieser Satz in mir nachhallt, der angeblich von Birne, dem 16 – Jahre – Kanzler, dem Vernehmen nach sogar einem Kollegen im Waschgeschäft, der mit einer kleinen Geldstrafe dann doch entschieden besser davon kam und es irgendwie „besser drauf hatte“, besser als ich:

„Die Gnade der späten Geburt!“

Oh ja, danke, danke, danke, dafür, dass ich keine Juden abknallen, keine Sinti vergasen, keine Roma zu Tode foltern, keine mongoloiden Babys verstümmeln musste.

Dankeschön!

„Die Gnade der späten Geburt!“

Ich bin ehrlich erleichtert, nicht mir vorgehaltener Knarre zu einem Killbinger gemacht geworden zu sein, der Kinder zum Tode verurteilte, als dieser Krieg schon verloren war.

So dankbar, danach nicht wieder in Rang und Würden zu kommen. Und dann aufzufliegen. Natürlich auf die Beine. Und jetzt hinten rum mitzumischen.

Dankeschön!

„Die Gnade der späten Geburt!“

Als Bundesinnenminister der Hunderepublik Peitschland kann man noch arbeiten, wenn man wegen Meineid rechtskräftig verurteilt ist. Was man dazu braucht ist eh klar:

„Die Gnade der späten Geburt!“

Vielleicht muss man noch dem einen oder anderen Bonzen die Nudel ablutschen, aber da kommt nicht sehr viel. Nicht mehr. Das Meiste ist schon erledigt in jungfräuliche Körper, die man bestellen und beseitigen lassen kann.

„Die Gnade der späten Geburt!“

Was wohl die Kinder davon halten, die dafür von der Straße gefangen, aufgekauft, vorbereitet, gelagert werden? Dieser Duitrox in Belgien, wie viele unserer „Führer“ hatte der versorgt mit neuem Material für die Befriedigung ihrer kranken Wünsche? Wieso sterben alle, die etwas davon zu wissen scheinen? Wieso kommt es nicht zum Prozess?

Nein, nein: „Blinder Schäferhund heiratet todkranke Millionärin!“ – Ein viel besserer Aufmacher, Flüssignahrung, und kompatibel zu Försterbrand und Bier und Korn und dem Rest der intelligenzfördernden Mittel, die möglichst mehrfach täglich zu verabreichen sind, um den Level zu halten.

Was rede ich da eigentlich?

Science Fiction. Dabei ist alles möglich. Blinde Schäferhunde heiraten täglich auf Gagga – Gagga im Sternenhaufen Fick 83. Und bevorzugt todkranke Millionärinnen. Blonde im Endstadium chronischer Dammrisse durch übermäßigen Gebrauch von Mega – Ultra – Dildos bei den dortigen Olympischen Spielen. Nur 273 Lichtjahre entfernt läuft dieses Programm. Vielleicht sicher.

Fiction schreiben ist so schön. Weil man erwarten darf, dass alles als Erfindung verstanden wird und jede Ähnlichkeit mit Lebenden oder Verstorbenen rein zufällig und nicht beabsichtigt ist.

Zufällige Überschneidungen, Namensähnlichkeiten oder Gleichheiten lassen sich bei einem beschränkten Wortschatz wie meinem nicht vermeiden. Leider. Ich bin zu dumm.

Weiß nicht mehr Worte. Sonst würde ich die, also die Worte, die ich nicht kenne, ja Kraft meines Wissens auch verwenden. Mindestens, um damit anzugeben. Mindestens, wenn nicht schlimmer.

„Die Gnade der späten Geburt!“ Ein besseres Schlusswort fällt mir nicht ein.

Hoch also die Tassen voller Schierling, den ihr vermutlich für einen entfernten Verwandten von Pfifferling haltet....., war der nicht mal Minister von irgendwas, was in der Vereinigung junger Unternehmer interessant gewesen wäre; wäre da nicht diese aparte, oh, Verzeihung, geile, ja, saugeile Tussi gewesen, der das Rolex – Plagiat so gut gefiel, dass sie nach drei Sprüchen schon zu verstehen gab, dass sie alles in ihren drei Löchern unterbringt, und das auch noch gerne?

Wie auch immer.

Offenbar drückte ich ab. Aufgesetzer Schuss. Nicht mehr viel übrig.

Platsch – Matsch.

Ist mir egal. Ich empfinde nichts.

„Würden der Herr Waschmann sich bequemen, unter Umständen das Endsignal zu geben? - Eine Überziehung der Bonusrunde ist unzulässig, sobald die Nazi – Schwuchtel vollständig ruhiggestellt ist, was mir hier der Fall zu sein scheint!“

Aleister hat leider recht.

„ABGEFICKT!!“

„LUTSCH OFF!“

Ich trete Wehh in den Graben, versuche mich zu orientieren. Wo ist der Dalai? Scheisse, wie soll ich den jetzt finden bei dem Durcheinander hier? Oder doch erst gar nicht suchen und meine Liste weiter durchgehen, noch ein wenig Bonus machen? Wozu? Ist doch alles in etwa so gelaufen, wie ich das vermutete. Wer nun im Einzelnen was wann wie genau veranlasst, befohlen und durchgeführt hat, ist das wichtig? Mir nicht.

Chammer – Ruffy ist zu erkennen. Hat ganz offensichtlich einen Heidenspass mit seinem Flammenwerfer. Grillt gleichzeitig eine Menge Schwuchteln und führt dabei Reden. Ah, die Hide – Park – Nummer. Genau. Steht auf seinem Drucker, lallt sich einen ab und grillt dabei seine Nazi – Schwuchteln. Auch eine Möglichkeit, und nicht die Schlechteste!

Da geh ich jetzt hin. Könnte interessant werden. Und vielleicht ist der Dalai von dort aus zu erkennen.

Chammer – Ruffy ahmt Ulbricht, diesen DDR-Arsch nach: „De Sossiälismös in säinem Lauf, hält weder Öchs noch Äsäl äuf!

Und jetzt alle: Die Partei, die Partei, die hat immer – immer Recht…!“

„Gute Show, Ruffy!”

„Ha! Wir schwören auf den Grill, nicht wahr, Jungs?“

„Hast du ne Ahnung, wo der Dalai ist?“

„Oh je, der muss ganz weit vorne sein, gegenüber von uns. Ist durch die Reihe mit seinem Laser-Dings wie n Wilder. Es geht bei mir aber auch nicht schlecht voran, oder, was meenste?“

„Hey, denk dran, was die uns gesagt haben mit dieser Lasagne…“

„Kann eigentlich so schlimm nicht sein. Musst erst mal n paar Jahre Cola Marke „Roter Stern von Wolgograd“ gesoffen haben. Kann nix Schlimmeres kommen. Meine Meinung.“

„OK. Da kann ich nicht mitreden. Ich geh dann mal und schau, was ich noch so ausrichten kann, damit wir nicht so viele Strafpunkte bekommen.“

„Mach dich locker, Waschmann! Willste bisschen mitspielen mit meinem Feuerzeug?“

„Dank dir, aber Zuschauen genügt. Ich sehe dich ja von überall.“

„Seht ihr mich? Das LEUCHTENDE Beispiel, der Held der Arbeit! – Was is jetzt mit euch Nazi - Jungs, alles schon verschieden? Ich hör nix mehr! Komm, alter HP, dann gehn wir n Stück weiter und singen unsere Lieder!“

Er räumt fein säuberlich auf. Gründlich ist er schon. Muss man ihm lassen. Als ich noch etwas zucken sehe und die Pump – Gun darauf richte, hält er mich an.

„Muss nicht sein, Mann! Soundsoviel Hautoberfläche, weiß nicht genau, aber: Ist die futsch, ist alles futsch! Nur eine Frage der Zeit. Und die reicht uns locker.“

Da hat er Recht. Die verkohlten Zuck – Burger werden es nicht mehr lange machen.“

NSZB, auch was Nettes. Nazi – Schwuchtel – Zuck – Burger, so frisch auf den Tisch, dass der Reflex noch auf der Zunge spürbar ist. Diese Woche im Angebot…..

Hört sich gut an. „Quäl – Fomels!! Everytime a good time....”

Krieg. Ich steige in den Graben hinunter, gehe über Leichen oder Halbtote. Über Körper. Ohne genau hinzusehen. Als ginge mich das nichts an? Oder bestätigt sich damit meine Annahme, dass Wahrheit, wenn sie jemals deutlich, klar als Geschehen in diese Welt tritt, so selbstverständlich ist, alles umfasst; dass die Berührung dieser Körper ganz ähnlich, vielleicht sogar meine Streicheleinheit von Seiten der Wahrheit ist? Wieso ist mir das so vertraut?

Wenn alles gut wird, ist Vergessen. Woher kenne, woher weiß ich das? Weiss ich das? Warum muss mein „hinter – meinen – Augen“, das „Ich“ nur fühlen, mit dem ich nicht mehr anzufangen gelernt habe, als Weinen und Lachen, wieso muss es jetzt ganz am Boden sitzen, die Knie zur Brust emporgezogen, festgehalten und gesichert durch die umschließenden Unterarme, die Hände, die sich festkrallen? Wieso beginnt es zu schaukeln so schnell?

Hospitalismus. Steht denn die Maschine des Teilwissens nie still? Energieverschwendung.

„Hospitalismus in einer sehr schützenden, vor Suizid bewahrenden Form. Man könnte von sekundärem Gewinn sprechen; einem krankhaften Schutzverhalten eines steuernden Elementes einer komplexen Geisteskrankheit, laienhaft vereinfacht dargestellt.“

Soweit jedenfalls würden sich die Doktores der „Philkarmannomanndarmonotonie“ (vermutlich verliehen von der Universität „Middle of Nowhere“ ebendort und ausgestattet mit zwei Buchstaben, die sie aber lieber verschweigen: „H“ und „C“, womit man, obwohl der Verleihende bezeichnenderweise Dr. h.c. Meineid F. von Lügenbold [„F“ steht für „Fabulo] ist, eben NICHt „honoris causa“, sondern „HORROR CRAUSAM“ meint) aus dem Fenster lehnen. Gäbe es da Fenster. Dort, wo sie sind. Leider sind selbst Reißverschlüsse verboten dort in der geschlossenen Abteilung. An ihre Einschränkung und die offensichtliche Tatsache der Missachtung ihres Genies gewöhnt, einigen sie sich, die ihnen zustehenden, wenngleich nicht vorhandenen Schreibkräfte die Diagnose für Mallorca - Urlauber nochmals tippen und mit „soweit würden wir nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes auf Grund der uns vorliegenden Daten GEHEN“ enden zu lassen.

Ballermanno bringt mich zurück. Das hat was. Schüttelt den Körper und schenkt diesen Brechreiz. Kongruenz? Baller – Mann – o, wobei das Letze, das „o“ auch als „Null“ interpretiert werden könnte, was es fast zu einer Formel macht. Oder die Kurzform von „oh“, die wiederum eine Unzahl von Möglichkeiten in sich birgt; von Erstaunen bis zum Abspritzen. Mindestens. Gehe ich da nicht etwas weit? Mir wäre die Formel lieber.

Die Null am Schluss würde mich bestätigen. Ort und Bedeutung, beide Ebenen der ganz oberflächlichen Betrachtung, und aller Transformationsgrammatik zum Trotz, fast so, als würde ein 200kg – Bodyguard in meinem Auftrag Chomsky ohne Gleitgel fisten, könnte ich mein Gleichheitszeichen hinter Ballermann setzen und mit NULL schließen.

Welt in Ordnung und Chomsky verlobt vielleicht dann. Aufgeklärt durch mich selbst. Nix mit Bienchen und Blümchen bin ich zurück. Immer noch so heimisch da unten.

Ist der Graben mein Wohnzimmer? Fast fühlt es sich so an. Auf der anderen Seite wieder hinauf. Ich sehe mich um. Ja, Krieg. Nur deutlich. Einfach einfach. Die Gruppe A schlachtet die Gruppe B möglichst ökonomisch im Sinne eines Regelwerkes ab, das zumindest der Gruppe A bekannt ist. Vereinfacht. Als hätte man eine ellenlange Formel aufgelöst, von allen runden, geschweiften, eckigen Klammern, Potenzen und Bruchstrichen, sämtlichen Zeichen und Funktionen und dem ganzen Rest befreit, alles geklärt, bis nur diese Eineindeutigkeit blieb.

Ob Hawkin jemals seine allgemeine Feldtheorie soweit bringt?

Oder ist das hier schon die Antwort, auf den Nenner maximalen menschlichen Verstehens gebracht?

Sehe ich das fraktale Spiel der Quanten? Ausgerechnet ICH?

Irgendwo spielt jemand eine Bonusrunde. Gekreische, Flehen und Betteln. Geständnisse könnten es sein. Ebenso bedeutungslos wie das, was mir sagte.

„Mir ist die Lust vergangen“, so ein schmaler Gedanke auf dem Weg zurück zum Beginn des Grabens, den zu bereinigen meine Aufgabe ist, wenn ich recht verstanden habe. Recht oder recht? Angekommen weiss ich, dass ich nie Lust dazu hatte.

Beide Möglichkeiten interessieren jemanden, den ich kannte. Zu kennen glaubte.

Ich habe jetzt und hier nur die Kante der Vermutung, dass Zurückschlagen etwas bringt. Lächerlich. Wieso eine Kante? Weil nicht mehr da ist. Nur soviel, wie die kleine Grenzelinie ganz außen zwischen Licht und Schatten ausmacht. Gerade genug, um darauf schließen zu können, dass es etwas gab, das diesen Schatten warf. Meine Vermutung, dass Zurückschlagen etwas bringt. Irgendwann muss sie, dem Licht ausgesetzt, diesen Schatten geworfen haben. Dann hat sie sich davongemacht. Oder verkaufte ich sie? – Für drei Stunden Gewissheit, dass ich nicht ganz bescheuert bin? – war das nicht so, kam der Käufer nicht zurück und forderte die volle Erfüllung des Kaufvertrages? – Musste ich nicht auch noch den Schatten abliefern? „Jud Süss“, der ich damals war, konnte nur den Umriss, nur die Kante retten, bevor der Galgen kam.

Glaube ich an die Erstmaligkeit dieser Reise, weil ich soviel vergas?

Vergas und Vergasen; Spielchen für Wortfetischisten. Minderwertig. Tinnef.

Kostbar dagegen war meine Vermutung. Sehr kostbar, weil sie mir half, zu überleben. Überleben? Heißt das nicht weiter leben? Indem ich die Vermutung kostbar nenne, messe ich dem Weiterleben einen Wert zu. Geht das nicht zu weit? Schon wieder Angeberei?

Verkauft ist verkauft. Bei dieser Vermutung heißt das für mich, sie nicht mehr benutzen zu können. Der Käufer, so scheint mir, wusste sehr gut, was er tat. Damit ausgestattet, lässt es sich ganz hervorragend abschlachten. Sie ist da, wie die Background – Singers, die dafür sorgen, dass alles im Vordergrund viel schöner wirkt; wie ein Gruppe Schwerbewaffneter, die einem den Rücken decken, während man auf sein Ziel zusteuert... Backup. Sicherheit. Weniger Sorgen.

Oh, da zuckt etwas beim dritten Schritt schon. Das hilft, die Gedanken abzulenken.

Routinen greifen ineinander. Hier ist die Arbeit, da das Werkzeug. Jetzt kläre nur das „Wie“.

Sauschrot. Gehacktes. Also breite Streuung bei kurzem Lauf. Tötet zumeist durch Schock, seltener durch die direkten physischen Verletzungen. Verweis auf? Bezugsindex? Hyperlink? HREF=......

Keine bestimmte Informationsquelle. Prüfung muss sein. Also nochmals von vorne. Shit, ich weiß nicht, woher. Oder doch? Ja, mein erster Schwiegervater. Könnte sein. Der war ein Jäger. Wollte mich damit umnieten, wenn ich mich richtig erinnere, weil er lieber selber weiter den kostbaren rosa Schlitz der kleinen Schlampe verarztet hätte. Irgendsowas.

Auch egal.

Probieren, ob es hinkommt. Gut hinsehen. Waffe überprüfen. Anschlag. Huiiih! – Ich weiss sogar noch, wie das heißt. Ja, ich glaube, ich habe mit der alten Sau, diesem Töchterficker von Schwiegervater, dann später, als ich genügend Geld verdiente und daher würdig war, seine Hallen der Ehrenhaftigkeit, besonders dieses verpisste Jägerzimmer zu betreten, einige Nächte durchgesoffen. Da muss er es mir wohl ins Ohr gedrückt haben, wie das alles heisst.

Anschlag. Richtige Haltung der Waffe, um sich A. nicht zu verletzen und B. das Ziel zu treffen.

Drei Töchter hatte der Wixer. Zwei davon fickte er. Die Dritte war noch zu jung. Bei der Auswahl hat er wohl selten gewixt, ist anzunehmen. Seine Alte (er nannte sie so) war auch nicht schlecht unterwegs. Kaum hatte ich den von Pappi eingerittenen Schlitz ihres Töchterleins versilbert und vergoldet, schon war sie Dauergast beim „dreckigen Ausländer“ und alles nicht mehr wahr von zuvor und nie gewesen. Ich hätte sie leicht durchziehen können. Gelegenheiten gab es genug. Vielleicht hätte ich das tun sollen. Ich habe es noch nie mit einem Hai oder einer Leiche versucht, könnte aber so wissen, wie das ist. Vielleicht nicht die schlechteste Nummer.

Der alte Henry Chinasky wäre tödlich abgefahren auf die. Soviel ist sicher. Eiskalt, berechnend, gestylt bis in die Arschfalte und ewig schwanzhungrig. Zuviel Bildung, um nichts zu verstehen; zu wenig, um mehr als Selbstverachtung auszustrahlen. Neidisch auf die Körper und Geister ihrer Töchter. Neidischer darauf, wie sie besprungen wurden, dass man es ihnen besorgte. Alles verschlingend und keinen Moment satt. Nicht einen.

„Bespringen“, die ganze Tierwelt, die sich in de Jägerzeitschriften des Töchterfickers auftat, da lag irgendwo ihr Fetisch. Das konnte sie gefahrlos genießen, weil es überall herumlag. Das war wohl auch der Gesichtspunkt meiner Akzeptanz, der mich in die nähere Wahl, in den Kreis ihrer kleinen Aufmerksamkeiten brachte. Das Tier, Mischling, Mulatte. Könnte eine Art abgeschwächter Domino – Nummer gewesen sein, oder mit einem Schwein ficken, eine Vorstellung dieser Art, was sie dazu brachte, mir dann und wann Teile ihrer Anatomie vorzuführen, die nicht mal so schlecht waren.

Blöd, dass ich treu war. Blöd? Unnötig. Ja, unnötig.

Töchterlein, meine Ehefrau, war es nicht. Keineswegs. Pappi hatte ganze Arbeit geleistet, wer weiss wie, aber die brauchte es den ganzen Tag und die halbe Nacht. Nur meistens nicht von mir. Selbst wenn ich da gewesen wäre, was nicht der Fall war, da ich ja anschaffen ging, immer weiter zu versilbern und zu vergolden, - mehr Schwänze und Fotzen waren von Nöten.

Mit den Fotzen hatte ich keine Probleme. Die, mit der sie es seit Jahren schon trieb, kannte ich recht gut. Manchmal lud man mich ein, wenn sie bei uns übernachtete. So hatte ich auch meinen Teil.

Die Sache mit den Kerlen wusste ich nicht. Ich wollte es nicht wissen. Als ich sie, hey,- hallo Murphy’s Law, alter Begleiter-, dann auch noch nicht mit irgendjemand, sondern meinem damals engsten Freund im Ehebett beim Weltrekordversuch erwischte, schnappte ich mir den Typ, wollte ihn killen.

Ups, kleiner Umweg schon wieder.

Back again. Killen. Sauschrot. Streuung. Winkel. Anschlag.

„Killers, this way please!“

Danke für den Hinweis.

Warum nicht singen? „Liegen viele Nazilein, halbot da unten rum, ich schieß mein Schrot jetzt in sie rein, fideldideldum!“

Wie überaus spannend. Ich spüre nichts. Hoffnung ade! Wie herrlich wäre es gewesen, etwas von dem zu bekommen, was für mich gegen Ende von „Natural born Killers“, als sie diesen Journalisten abknallen, ganz schwach, aber so wohltuend, wie ein Versprechen auf Heilung, wahrnehmbar war!

Enttäuschend!

Ich bin gar kein Killer.

Oder nur ein Anfänger? Stellt sich die Empfindung erst nach einiger Praxis ein? Wie das hier aussieht, werde ich es herausfinden. Die Aussicht auf die Fisch – Lasagne an dem, was ich jetzt besser nicht nennen will (WÜRG!), sollte mich ausreichend motivieren, es einfach zu tun. Mit oder ohne Empfindung.

Aber ich will mehr! Mehr als nichts! Wenigstens! Nein, MINDESTENS!

Was mehr? Sowas wie Blümchen, barocke Schwülstigkeiten, Putten und Gold? Das?

Oder darf es etwas strenger sein atmosphärisch? – Dorische Säulen wären im Angebot.

Die mit Sprachsteuerung kosten mehr.

Scheisse. Besser nichts.

Ans Werk! Motivation mit innerem Dialog, meinem eigenen Drill-Typen!

„ W A R !!“ Eine Stimme wie Peter Gabriel, nach 5 Jahren argentinischer Folter, frei von allem Fragen, körperlos, verdickt, eingekocht und endgültig konserviert. Trommeln und Bass synchron. Aus Regenwäldern und geheimen Indianerfriedhöfen, Höhlen auf Berggipfeln, schwitzende Japaner mit Stirnbändern, die noch kleiner wirken vor diesen gewaltigen Instrumenten; jeder erzählt seine Geschichte, Jan Hammer, McLaughlin, Stern, Menuhin und die Hände der Unbekannten aus der Schwärze, die winken, Berührungen suchen, vielleicht nichts wollen und nur sind. Rot und Schwarz.

Caruso nickt. Schwitzt der? Sind es Tränen? Lachen oder Weinen? Thomas de Quincey und Thomas von Aquin werden den Walzer – Wettbewerb gewinnen. Sie sind einfach die Besten.

„ W A R !!“

Mein Körper ist fähig zu folgen. Notwendigstes erfüllend geht es schnell voran. Der Weg ist weit. Verbesserungen. Mehr Abstand, mehr Streuung, mehr Wirkung.

„ W A R !!“

“Ich bin Castaneda! ICH bin Castaneda!“ meint da etwas aus dem Graben.

„Dann wird’s Zeit für die dritte Aufmerksamkeit. Viel Spass.“ Multitasking. Ich kann sprechen und killen gleichzeitig. Hervorragend. Guter Junge. Ob das ein Sternchen in meiner Beurteilung gibt?

„Tschuldigung“. Fast hätte ich jemand umgerannt, der eine Nazi – Schwuchtel würgt.

Soviel zu Multitasking. Stereo? Eher so was. Zwei Sachen gleichzeitig.

„Ist ok. Bin nur gerade im Bonus.“

„Ich wollte nicht stören. Viel Spaß!“

„Bleib ruhig hier einen Moment! Das hier ist der Hammer! Hat meine kleine Tochter vergewaltigt und getötet, der Dreck. Und immer noch ein großes Maul! Behauptet doch steif und fest, er wäre es nicht gewesen. Hat der die ganze Zeit gesagt, auch schon vor Gericht. Ein Dämon, sagt der! Ein Dämon! Der wäre sowieso der Chef von hier, also der Dämon; oder so was wie ein Ortsgruppenleiter von denen, ist auch egal. Der Dämon hätte das so gewollt und seinen Körper genommen! Hör Dir das doch mal an!“

(Zur Nazi – Schwuchtel) „ Also, wer war’s?“

Nazi – Schwuchtel:

„Fragst du mich

Wer sie waren

Vielleicht die Barbaren

Husaren

Tartaren

die Töchter von Zaren

jedenfalls

jedenfalls

sind es die Garen,

das Hirn

kocht der Fremde

in seinem Topf

dein Körper

hängt am Valium – Tropf

was jetzt

was ist jetzt im Kopf

im Kopf

im Kopf

im Kopf – im Kopf

Dreifaltigkeit?

Du weißt nix

Du bist breit - Du bist breit

Bald ist es soweit

Bald wird es passen

Vom Willen verlassen

Ins Graue entlassen

Ganz normal töten

Frei von den Nöten

NormalitÖten

Die Freiheit geht flöten

Jetzt gibt’s nix mehr zu töten

Nicht in dir

Nicht mal das Tier

Du bis wir

Du bist wir

Wir sind du

Blinde Kuh

BSE tut nicht weh

Hüpft glücklich im Kreis

Kümmert sich n Scheiss

Wer da ist oder nicht

Gibt’s in Frankreich französische Gicht?

Auch das fragst du nicht

Bist dicht – bist dicht

Der längste Weg

Am Ende ein Gag?

Der Tod triumphiert

Hat längst alle geschmiert

Nippel aus Stahl

Du hast keine Wahl

Nur dein Wahlrecht

Freund Nazi

Nigger - Boy

Kleiner Stiefelknecht

Multiple Choiche

5 mal der gleiche Scheiss

mach schon dein Kreuz

ist doch egal wohin

hat eh keinen Sinn

Macht und Recht

Was lallt der Brecht

Einer hat Beides

Dein Hirn noch dazu

Dreingabe bist du

Schubiduuh

Schubaldlah – Chef

Sagt niemals Tinnef

Du kennst jetzt die Regeln

Bald gehst du segeln

Im Golfclub dein Platz

Silicon für den Schatz

Kannst ficken dazwischen

Sie wird es verwischen

Und du schaust nur zu

Im Kopf nur noch dein Schubiduuh

Gut Nacht jetzt mein Prinz

Vielleicht heißt du Vince

Erwachst ganz – ganz selten

In rohen Welten

Ungekocht

Das will zu viel

Unordnung – Zweifel

Das ist doch kein Ziel

Liebst jetzt die Vorschrift

Die braucht 90 Grad

Du gibst dir die Hirnlosen

Im Jacuzzi – Bad

Gut Nacht ist umsonst

Nur

Wach mir nicht auf

Die beobachten alle

Und sind gar nicht gut drauf

Zweimal Kochwäsche

Das geht dann nicht gut

Ab in die Reihe

Machs einfach gut.

Und

Töchterleins Ende

Fand statt im geweihten Gelände

Mein Dämon braucht das Blut

Doch sie war nicht so gut

Ging viel zu schnell drauf

Also billiger Kauf

Von Freiheit im Himmel

Du Arsch

Denkst du nur mit dem Pimmel?

Meinst Töchterlein vermisst dich

Ich sag dir

Verpiss dich

Die hat es geschafft

Doch

Hast du die Kraft?

Es soweit zu schaffen?

Hey frag doch die Pfaffen

Die werden dir sagen

Sollst beten und klagen

Sollst ertragen die Plagen

Die kommen von Gott

Im ewigen Trott

Dann

Nach 100 Prozent

Erfüllst du Bedingungen

Die niemand genau kennt

Hoffst auf den Segen

Blut soll es nicht regnen

Scheiss – Apokalypse

Dir genügt deine Schickse

Lockenwickler am Schädel

Nichts drin als Scheisse

Dein Leben ist edel

Wie lang geht das gut

Wie weit reicht dein Mut

Soweit wie meiner?

Viel besser als Keiner!

Viel Blut hab ich vergossen

Nicht mehr

Nicht weniger

Als du genossen

Aber ich hab es versucht

Ok

Das nennt man dann verflucht

Sind da nicht zwei Seiten?

Darf man sich nicht entscheiden?

Wozu dann der Wille

Schluckst besser ne Pille

Dein Töchterlein

Ganz ohne Fleisch

Expressfahrstuhl

Wie war das gleich?

Was wäre gewesen

Würde sie nicht verwesen

Hättest du sie gefickt

Hätte jemand genickt

Oder dich gehindert

Ihre Leiden vermindert

Kaputt für das Leben

Unwissend alles gegeben

Du hättest es genommen

Die Grenzen verschwommen

Fehler eingestanden

Um doch noch oben zu landen

Ja

Beten und Fasten

Zum Abbau der Lasten

Und du glaubst das geht

Frag doch mal Seth

Hier nur eine der Fragen

Hättest du sie getragen

Verantwortung ist Last

Ob das zu dir passt?

Warum schlägst du die Frau

Wieso sagst du fette Sau

Was säufst du dich zu

Brauchst mich doch dazu

Dein Blitzableiter

Wegbegleiter

Denk doch mal weiter

Aber zurück

Wie war es denn wirklich

Vor dem tödlichen Fick?

Wo war der Pappa

Wirklich da

Nicht mehr dort

Im Suff oder Puff

Familienmord?

Wer

Wer macht die Tür auf

Dass ich kommen kann

Wann

Wann sind sie bereit

Wie oft warst du breit

Hörst du sie weinen

Die süßen Kleinen

So sehr geliebt

Dass es nichts Besseres gibt

Von Liebe geschützt

Nur

Dass es nichts nützt

Bekenntnisse von Lippen

Dazwischen Gestank

Von Suff und Lügen

Wahrheit verbiegen

Nichts könnt ihr so schaffen

Schon gar keine Waffen

Und hättet doch die Macht


Die Magie der Schlüssel

Wär nur ein bisschen mehr drin als Suff

In eurer Scheiss – Schädel - Schüssel

Ihr lallt und labert

Ihr sprecht Einladungen aus

Eure Lügen wehen heraus

Nur Dunst der blinkt

Im Nichts versinkt

Wir kommen und nehmen

Ihr habt es uns gegeben

Sie hat euch überlebt

Wem die Schuld ihr auch gebt

Sie hat euch überwunden

Durch euch von UNS gefunden

Es ist wahr

Es ist wahr

Kotz aus dein Blah – Blah

Komm

Mach mir den Frosch

Den Hengst

Reiss mir die Gräten raus

Sie hat es geschafft

Es ist aus

Es ist aus!“

Ich will weggehen.

„Hey, hey, hey! Was sagst du? Was meint die Nazi – Schwuchtel?“

„Keine Ahnung. Ich muss jetzt weiter.“ Ich gehe schnell weg.

„Hey, hey....“

Ich höre nicht mehr hin.

Scheisse. Habe ich jemals eine Frau gehabt, die nicht missbraucht oder vergewaltigt wurde? Nein. Gut, ich war nie der große Ficker. Die große Zahl, ein solcher Vergleichsmaßstab fehlt mir als persönliche Erfahrung. Aber die, die ich näher kannte? Viele davon, die Meisten, habe ich selbst nie angerührt. Vielleicht kamen Manche deshalb damit raus bei mir? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlichkeit? Könnte sein, dass ich eine Serie erwischte.

Glaube ich aber nicht. Scheint viel eher normal zu sein. Pappi, Onkel oder sonst wer nimmt sich die Kleine früher oder später vor. Die sonstigen Unterschiede sind für mich mehr gradueller Natur; Varianten und deren individuelle Konventionen dieser aus meiner Beobachtung absolut weit verbreiteten und beliebten Spielart. Ob Mammi wirklich nichts weiss oder so tut als ob; ob sie mitmacht, was ich allerdings selten hörte, ob es mehrere Typen waren, die voneinander wussten, sich absprachen, oder es eher chaotisch lief, diese Kategorien und deren Regelwerke sind mir persönlich bekannt. Einen Fall weiß ich, bei dem alles straff durchorganisiert war und Mammi ihre Deals durchzog; und die Freier die kleine Tochter. Vorkasse.

Das also auch. Und soviel mehr, das nicht zu glauben, besser niemals in die Vorstellungskraft einen Menschen eindringen sollte meiner Meinung nach. Davongekommen ist jedenfalls Keine, die ich näher kannte.

Ich will das vergessen.

Nur das Format...,warum lässt mich das nicht in Ruhe?

„Profil“ nennen sie es, wenn sie Serienmördern auf die Spur kommen wollen. Das erste und grobe Filter- und Sortierungssystem ordnet chaotische und strukturierte Täter ein.

Deswegen also. Gleichheit bei der Vorgehensweise? Ist das meine Versuchsanordnung auch, wenn ich hinsehe?

War das am Ende ein Gespräch unter Kollegen, das eben?

Nicht? Ist das zu weit hergeholt? Ja, es beleidigt die Unschuldigen. Das tut es.

Doch IST da noch der Rest. Der Rest? Sind nicht die Unschuldigen der Rest, die Minderheit in diesem Scheiss – Spiel? Ich denke schon. Ja.

Einer spielte das Spiel draußen, der andere brachte es nicht so weit.

Ist alles möglich. Für mich schon.

Grauzonen.

An dieser Stelle muss ich abermals ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich Fiction schreibe. Dies sind meine Gedanken an bzw. über Erinnerungen, die ich habe auf dem Weg nach Auschwitz während einer Nazi – Schwuchteln – Ruhigstellung, eines Wettbewerbs, den es nicht gibt.

Der Film übrigens, muss in der Szene ein grosser Verkaufserfolg gewesen sein. „Blutiges Loch“ oder so, soll er geheissen haben.

Ich sollte mich konzentrieren, besinnen, zusammennehmen. Ich ballere zu viel, zu schnell. Bald wird die Munition zu Ende sein. Was wird dann mit dem Wettbewerb? Habe ich nicht meinen Teil zu erüllen? Wenigstens hier, wenigstens auf dem Weg nach Auschwitz?

Scheisse. Will ich das?

Ich meine: Will ich das?

Was tut das Ding mit meinem Schädel, wenn ich mir den Lauf in mein Maul stecke und einfach abdrücke?

Sauschrot, dieses Kaliber auf diese Entfernung? Dürfte nicht viel übrigbleiben.

Oh, ich fühle die Pflicht. Wahrscheinlich sollte ich sie sogar nach mir rufen hören. Wenigstens alle Patronen bis auf eine verschießen im Dienst der Guten Sache, dann eine für mich.

Was rede ich mir da ein?

Klausewitz für Vollidioten mit abstrakten positiven Halluzinationen.

[ X = die Fortsetzung von Y mit anderen Mitteln]

Meine kleine Lebensformel?

Der Alte Fritz und Fredersdorf. Auch nett; aber was soll das jetzt?

„Deine Synästhesien, sie seien dir verziehen!“

Danke, Wer – auch – immer.

Schmeckt Scheisse, der Lauf. „Bumm!“