Donnerstag, 20. März 2014
Von Rambo nach Ixtlan über Milton H. und Bavarian BeerHorror
Hi und hallo ihr Lieben, good hearts! Ich melde mich heute aus dem Freien, von unserem Balkon aus, da mir meine Frau dankenswerter Weise ihren Rechner borgte, der sich übrigens – dank eines nicht näher zu erklärenden Aktes der spontanen Remission in der elektronischen Sphäre – wieder topfit zu fühlen scheint und pfeilschnell ist. Nur durch dieses Manöver ist es mir möglich, zu etwas mehr Sonne zu kommen, da es nicht nur mein Blog, sondern auch noch eine Fülle anderer Aufgaben gibt, die heute noch auf mich warten. Dringendes Redigieren unserer Literaturseite steht an! Schriftverkehr wartet. Und wie immer ist zu twittern und zu facebooken... Aber hier draußen ist es so toll... Mal sehen, ob ich etwas verschiebe und länger bleibe. Ich arbeitete heute schon eine ganze Menge und es ging mir auch gut von der Hand. Längst fällige Aktualisierungen auf Suzukis und meiner Site (g-cook.com), die die Stunden nur so fraßen... Ich schaffte ungefähr die Hälfte, bis ich zu meinem Termin losradeln musste. Sprit sparen bedeutet nun einmal Zeit konsumieren, jaja,was solls? Der Termin selbst lief gut. Ich muss in 14 Tagen wieder hin.
Ein guter Tag heute..., naja, auf bizarre Weise „geschmückt“ durch ein Piece sehr lauten Blues, der es bis weit unter meine Kopfhörer schaffte, Queen und David Bowie übertönte und mich wissen ließ, dass wohl eine liegende Bierflasche etwas Flüssigkeit verloren und diese im Kühlschank verteilt habe. Aha! Die beste Ehefrau von allen ließ mich auch nicht darüber im Unklaren, dass es damit jetzt endgültig zu Ende sei und man „zivilisiert trinken müsse“ - jetzt verstand ich den Zusammenhang nicht – und die Flaschen aufrecht hinzustellen habe... Aha! - Die Zivilisation der aufrecht stehenden Bierflaschen! Irgendwie phallisch, findet ihr nicht? Vielleicht erinnern sich einige von euch daran, dass Suzuki und ich beschlossen, die Berichterstattung über die lustigen Emanationen meiner Frau zu unterlassen. Stimmt. Ich widerrief dies heute in meiner Eigenschaft als cozy himself und Eigentümer meiner schwindenden Nervenkraft. Da die beste Ehefrau von allen ihr Blues-Kontingent bis weit über das Jahr 2040 hinaus überzog und meine von Natur aus außergewöhnlichen Nehmerkräfte überstrapazierte, ergo meine Realität damit in Richtungen hin beeinflusst, welche nicht meinen aktuellen Neigungen entsprechen, muss ich im Rahmen meines Blogs davon sprechen, anderenfalls ich gleich Suaheli reden könnte, da ihr dann auf keinen Fall wisst, was ich meine. Die beste Ehefrau von allen hat ihre Schwierigkeiten mit Flüssigkeiten; und das schon seit Jahr und Tag! Heute führte etwas Bier zur Explosion ihres ansonsten vorbildlichen Charakters, der ganz dem Naturell des vorwiegend friedlichen Bergvölkchens entspricht, dessen Kind und Nachkomme sie ist. Nur Sekundärflüssigkeiten, also solche, die von etwas abgesondert werden und/oder auslaufen, bringen ihr zumeist buddhahaftes Gemüt ernsthaft ins Wanken. Zu nennen wäre beispielsweise das heimtückische Käsewasser, welches sich in Einschweißpackungen von, sagen wir, ja, beispielsweise Ziegenkäse befindet und die kriminelle Eigenschaft hat, dorthin zu tropfen, wo es die am schlechtesten zu entfernenden und am leichtesten zu sehenden Schäden anrichtet. Genauso gemeingefährlich, aber doch ganz anders in seinem teuflischen Charakter ist das Schinkenwasser des Schreckens, das – wie sein Name schon sagt – aus Packungen mit Schinken austritt. Nur diese beiden Kandidaten, für sich genommen, waren bei uns Anlass ernsthafter Krisen mit Konsequenzen, die ihr nicht glauben würdet (es sei denn der Fall, ihr wäret auch vom Fluch der liquiden Begleitstoffe betroffen, natürlich)! Jedenfalls war es heute wieder einmal so weit und die Menagerie des Brüllhorrors öffnete erneut ihre stinkenden Pforten. Der Zustand, in dem ich – im letzten Moment noch Queen mistummend und fröhlich – sie wahrnahm, lässt sich am besten mit den Worten des großen Milton H. Ericksson beschreiben: „Ein nach innen gewandter Focus eingeschränkter Aufmerksamkeit.“ Nur wahrscheinlich lauter, viel lauter, als Milton das kannte...Für einen Augenblick war ich fast bereit, mich zu nerven, entschloss mich dann aber dagegen, bot ihr meine tätige Mithilfe an (was sie verweigerte/sie hätte in dem Augenblick auch das Geschenk der Glückseligkeit vom Allmächtigen selbst verweigert), und machte mich wieder daran, unsere cook-Site zu verbessern. Es kamen noch einige Lautgebilde der hiesigen ländlichen Art durch meine voll aufgedrehte Musik, was aber mein Interesse nicht wirklich erregte. Was soll man tun? Suzuki sagt mit immer: „Man weiß nicht, was die Leute tun.“ Recht hat der Mann. Und wer glaubt, sich nicht inmitten einer Herde absolut Ausgeflippter zu befinden, den, fürchte ich, wird das Leben noch ganz schön überraschend am Arsch kriegen. So weit dazu. Irgendwie kriegte sie sich aber dann wieder ganz von selbst ein, denn, als ich zu meinem Termin losmusste, zeigte sie sich ansprechbar und gelöst. What ever helps helps, auch einer von Miltons Lieblingssprüchen...
Wow, ich möchte am liebsten hier sitzen bleiben, solange die Sonne da ist. Es tut so gut, sie zu spüren. Ein Geständnis noch: Obwohl heute schon Donnerstag ist, kam ich kaum dazu, meinem Erleuchtetenscheiss zu frönen. Es klappte einfach von der Zeit her nicht! Morgen ist Training und viel Pflicht..., sieht nicht so gut aus mit Vergnügen...
Sonst ein eher beschaulicher Tag heute. Programmieren hat für mich etwas fast meditatives. Übrigens nennen rrichtige Programmierer solche Leute wie mich (Designer) „Mäusschenschubser“, weil wir so viel mit der Maus und so wenig mit der Tastatur arbeiten. Sie halten sich für etwas Besseres, weil sie von Computern richtig was verstehen, während dem durchschnittlichen WebDesigner – soweit meine persönlichen Erfahrungen, mich eingeschlossen -, nicht mehr als ein rudimentärer Kenntnisstand zuzubilligen und auf keinen Fall mehr zu unterstellen sind.
Gab es heute noch was? Naja, die Nacht war nicht einfach. Schmerzen, die üblichen, schon am Abend; und in der Nacht so stark, dass ich öfters davon erwachte. Aber das ist nicht neu. Nicht wirklich. Neu war der schmerzende linke Fuss, den ich mir wohl beim Zirkeltraining zuzog. Welcome foot! Wie sagte Zappa? – You put the hurt in my nose…?
Irgendwelche coolen Nachrichten von wegen, wie toll es ist, erleuchtet zu sein? Erfahrungswerte halt. Man gewöhnt sich daran, wie an eine neue Brille z.B., aber darüber hinaus stellt sich „verstehen“ auf vielfältige, verschiedenartige Weise ein. Der Coolness-Faktor, den auch ich zugegebener Maßen empfand, verschwindet, schmilzt weg, wie Schnee an der Sonne. Du schläfst ein und weißt bescheid, und du wachst auf und weißt Bescheid. Zwischendurch versuchst du natürlich, immer und immer wieder, leider-leider, in all deine liebgewordenen Tollheiten einzusteigen, nur, um festzustellen, dass es lediglich leere Verknüpfungen auf deinem Hirndesktop sind, Rückstände ohne Wirkung und Bedeutung, dass es wie bei Don Juans „Reise nach Ixtlan“ keine Rückkehr gibt. Das ist nicht immer happy-happy, denn einiges an der Blödheit machte wirklich Spaß! - Besonders der selbstmitleidige Teil, oder? Kennt ihr doch auch! So von wegen Traurigkeit, weil ich nicht mehr so richtig mit Saft und Kraft und Herzeleid traurig sein, „kann“, nein muss und ich ständig und beständig lachen, was nebenbei meine Frau zum Wahnsinn treibt, weil ich einfach ständig loslache und sie nicht einordnen kann, warum ,- ich lache und schmunzele und grinse über mich selbst und meine Verrenkungen, die ich unternehme, in dem verzweifelten Bemühen, so etwas wie ein „normalder Mensch“ zu sein, obwohl ich bestimmt 40 Jahre daran arbeitete, genau aus diesem Teufelskreis herauszukommen! - Ihr seht es selbst, good hearts, ihr Lieben, mit der Erleuchtung allein ist „es“ - was immer es für jeden von uns ist – nicht getan! Ich, cozy, besorge es mir mit körperlichen Schmerzen und Bluesbeschallung von außen..., was ist deine Lieblingsperversion good heart, mittels derer du sicherstellst, dass es dir ja nicht zu gut geht? - Sind wir (Suzuki und ich sind uns da einig, wenigstens in diesem Punkt) aber ganz ehrlich: Ich erlebe Zeiten (nicht Momente, denn es sind deren mehr) des wahrhaftigen inneren Friedens und Zeiten der Freude, die mir vor meiner Erleuchtung unvorstellbar waren; Drogen und rituelle Magie hin oder her: Unvorstellbar! Mein „es“ hier und jetzt (lächerlich, das zu sagen, oder, meine geliebten Mit erleuchteten, ich weiß) ist den ganzen Job wert, jeden schweren Moment, alles Leiden und jeden Schmerz plus den gesamten Wahnsinn... Ich, jetzt schlicht cozy, würde mich immer und immer und immer wieder so entscheiden, immer in der wackeligen Hoffnung, die Fahrt nochmals durchstehen zu können, denn, und auch das muss euch gegenüber erwähnt werden, sie kostete a l l e s ; kein Quäntchen weniger, meine Damen und Herren! - Also: Legt los! Oder: Haut rein! - Sagt man das heute nicht so? Unsere Literaturseite wird warten müssen! Zu schön ist die Sonne auf meinem Gesicht, auf meiner Brust, ihr Lieben!
Ich halte den Rüssel in die Sonne, treibe ein bisschen Erleuchtettenscheiss und muss an Richard Feynmann denken, wie er Physik und Mathe trieb in seinen geliebten Stripbars..., mit all den Mädchen…, und immer treu war und blieb! Cool! Einfach cool! - Und ich muss plötzlich an die heisere Stimme eines Afghanen denken, die sagt: „Muss Gott lieben verrückte Menschen! Hat er so viele davon gemacht!“, ja, ihr habt es erkannt, ihr wunderlichen Kids, natürlich war das „Rambo“, der Afghanistan-Teil. Und, um es gleich zu beantworten, nein ich habe keine Ressentiments, keine Berührungsängste und es ist mir auch scheisswurstegal, wenn Rumi eine alte, alberne Kleiderschwuchtel war...; seine Liebesgedichte zählen zu mit dem Besten, was ich je las!
Und denkt ja nicht, ihr würdet erleuchtet und damit unverwundbar! - Bei mir jedenfalls war und ist das nicht der Fall! Das „H“ zum Beispiel, repräsentiert durch Hitler, Heino und Heintje, kotzt mich an! Kurz gesagt: Es bleiben Restempfindlichkeiten, solange wir einen Körper bewohnen und uns eines physischen Gehirns bedienen! „Man muss nicht alles haben“, bei dieser Formel bleibt es erst einmal bis zur Abreise, meine Lieben!
Mann, die liebe Sonne scheint immer noch! Schwächer zwar, aber angenehm. Ich werde also noch bleiben, meine Augen schließen, und..., genau – Erleuchtetenscheiss treiben! Bis dann! C U !