Montag, 24. März 2014
Das ist eins für Realisten, Holzköpfe und die, denen man jegliche Romanik chirurgisch entfernte!
Hi und hallo ihr lieben good hearts! Es ist Mittag, Mittagszeit und demnach auch Mittagspause für mich. Die Nacht war lang, lange Zeit mehr als unangenehm, und sie kehrte dennoch um, verwandelte den neuen Wochenbeginn ins Gute! Den Sonntag gestern schiss ich mehr oder weniger durch; man kann es garnicht anders sagen. Ekelhaft. Am Schluss kamen nur noch Blut und Schleim und die Bauchkrämpfe wollten und wollten nicht aufhören. Meine Frau nahm sich meiner mit großer Sanftheit an, tröstete und streichelte mich und bereitete mir sogar selbstgemachte Pizza mit extradickem (I love that this way) Teig und Rand, so in Richtung American Style, zu, die über die Maßen lecker-lecker-lecker war. Zuerst glaubte ich an eine Spontanremission bei mir, da nach dem Essen Ruhe einkehrte, was sich jedoch sehr schnell als Trugschluss erwies, als die Toilettenrennerei, die Krämpfe, und so weiter und so fort wieder einsetzten und nicht nachließen. So hatte es gestern, als ich Suzukis Tipps via Twitter und facebook unter die Leute brachte, etwas von Sport; so ein kleiner Trainigszirkel zwischen Klo und Rechner und zurück! Die Schmerztabletten und den Magenschutz, beides hatte mir einen, nein nicht nur einen Scheiss gebracht, - die nahm ich gestern schon nicht mehr ein. Meine Beschwerden in meinen Unterschenkeln waren verschwunden! Ich hegte eine kleines, aber wichtiges Pflänzchen der Hoffnung, dass dieses ganze Gedöns in meinen Gedärmen die Nebenwirkungen irgendwelcher energetischer Heilmaßnahmen (ich sehe euch grinsen, ihr Säcke, gleich lacht ihr, und ich mit!!!!) von Suzukis Seite sein könnten, der mich von den schlimmen Beinbeschwerden befreit….! Jajaja, was man sich so denkt, in seiner selbstmitleidig eingefärbten Not! Ihr denk, nein ihr wisst schon, ihr lieben good hearts, dass ich damit aber sowas von daneben lag! Ich schaffte das volle Kontigent der Tipps Suzukis auf beiden Systemen und machte Feierabend so gegen 20 Uhr. Ich mußte unbedingt noch duschen, denn ich fühlte mich von Kopf bis Fuß klebrig, verschwitzt und so überhaupt nicht gut. Ich gönnte mir auch Sonntagsbier. Eine Zeit noch, so 30, vielleicht 45 Minuten, musste ich immer wieder zum Klo spurten, dann nahm es ab, ging zurück und die Scheisserei verschwand. Das tat gut, doch nur für einen Moment, denn es war die Scheiss- Wachablösung im Land des Schmerzes; nur Wachablösung. Unvermittelt, von 0 auf 100, stellten sich meine Unterschenkelschmerzen wieder ein und rissen mich aus meiner kurzen Entspannungspause. Ich war innerlich kurz davor, zusammenzubrechen; vor Verzweiflung, vor Wut, vor Selbstmitleid, ich weiß es im Einzelnen nicht zu bestimmen und denke, es war etwas von allem, ein Scheissegefühlemix! Suzuki ließ sich nicht zu einem Statement verleiten. Es saß nur da und lächlelte. So versuchte ich – unter den wie immer demütigenden und unvermeidlichen Bedingungen zu stöhnen und zu zucken und laufen die Sitz-, die Beinstellung ändern zu müssen – da, und versuchte dem Abendprogramm zu folgen. Das Bier entspannte etwas, aber dass war auch alles.
Wozu zum Teufel ist man erleuchtet, wenn man sich nicht einmal selbst helfen kann, wenn man so tief in der Scheisse sitzt?
Das lasse ich jetzt mal so stehen. Ist Ende der Mittagspause. Habt Spass damit! Ich muss weiter machen. Pflichten erfüllen.

Also: Wozu zum Teufel ist man erleuchtet? Weiß ich die Antwort jetzt? Ich habe offiziell Feierabend und eine große Hilfe, da sich heute meine Frau um die Verbreitung von Suzukis Tipps kümmert. Mit ihrer schnellen Maschine geht das wie Brötchenbacken, stellte ich fest, als ich ihr die Schritte zeigte, um die ich sie bat. DANKESCHÖN ! – Auch von Suzuki! Ich (wir) liebe(n) dich!
Ich bin müde, meine Freunde, ihr lieben good hearts! – Ist nichts neues, oder? Nicht wirklich! Ich konnte, es gelang mir heute, eine anständige Mittagspause herauszuschlagen und frühen Schluss. Zuerst dachten wir daran, in die nahe gelegene Stadt zu radeln, doch dann machte uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Es wurde düster, die Sonne verschwand und es begann leichter Nieselregen. Also gingen wir zu Fuß in den kleinen Edeka-Markt hier im Dorf. Ich wollte zuerst nicht mitkommen und lieber hier hacken, doch ließ ich mich überzeugen, was sich als sehr gut erwies. Den Weg zum Supermarkt schaffte ich nämlich kaum! Mir brach der Schweiss aus, die Bronchien gingen mir zu, wie zu schlimmsten Asthmazeiten und ich mußte mich in der Edeka erst mal anlehnen und zu Atem kommen! Was für ein Scheisswitz! Das Training morgen kann ich mir abschminken! Ich kann froh sein, überhaupt noch zurück gekommen zu sein, so ein Dreck! – Naja, nach 36 Stunden Durchfall.., bin selbst ich erledigt! Ach Scheisbullshit! Wo soll das alles hin? Wo raus? Es kam über den Tag mit wenigen Toilettengängen, aber vorbei ist es damit nicht! Negativ! – Und das soll das erstrebenswerte Leben eines Erleuchteten sein? – Ein Scheissleben voller Scheissen ist es doch vielmehr! – Baaah! – Ihr seid auf mich hereingefallen! War pure Polemik! Ich bin BAFF erstaunt, daß es mir trotz und im absoluten Widerspruch zu meiner physischen Verfassung stimmungsmäßig, von innen – aus mir heraus strahlend – sehr gut geht! Die körperlichen Symptome kommen und gehen, ähnlich, wie es heißt, es wäre mit den Gedanken während der Meditation so (ich kann nicht meditieren, konnte ich nie), und ich lasse dieses kommen und gehen einfach zu, ohne mich zu sehr daran zu beteiligen, bzw. in Auseinandersetzungen verwickeln zu lassen. Klingt nach einer soliden Dissoziation, oder?
Nachdem wir das festhielen, wie geht es weiter heute? Was ist, was wäre berichtenswert noch?
Bleibt doch noch die offene Frage es Tages: Also: Wozu zum Teufel ist man erleuchtet? Weiß ich die Antwort jetzt? Ich frage mal bei Suzuki nach. Er meint, erleuchtet zu sein, wäre einfach nur praktisch; eine sachliche Notwendigkeit, wenn man ganz genau hinsieht. Das will ich genau erklärt haben. Suzuki erläutert, daß das Energiefeld eines Wesens, welches jene Schritte durchlief, die zur Erleuchtung führen, was für Manche Zazen, für andere Jesusbewußtsein, für andere die Verehrung der Heiligen Jungfrau, oder Holzschnitzen, oder Kochen, …, im Prinzip alles sein könne, was selbst die bizarrsten Vorstellungen ausdrücklich einschließt, wenn ein solches Wesen also einen gewissen Schwellenwert an Energie erreicht, ist es potentiell in der Lage nach der Energie anderer, schwächerer zu greifen. Daß sich die Erleuchtung einstellt, bewirkt unendlich viel, und in diesem Zusammenhang eine äußerst wichtige Wirkungsumkehrung: Das erleuchtete Wesen erhält eine ganz natürliche Tendenz zum Teilen; es ist nicht länger an Zugewinnen interessiert und daher in der Lage, Mitgefühl zu leben. So einfach wäre das, sagt Suzuki, natürlich nur stark vereinfacht und unseren augenblicklichen Pflichten innerhalb dieses Blogs angemessen, doch wäre es eine durchaus valide Betrachtungsweise. Wenn ich es jetzt recht verstehe, schützt die Erleuchtung davor, zum Energiefresser zu werden? Suzuki nickt. So hätte er es nicht direkt ausgedrückt, aber prinzipiell gehe es darum, etwas zu verhindern, was er das „Unkippen“ nennt. Aha! Auf meine Frage erklärt Suzuki, ja, es gäbe Praktiken, mittels derer man versucht habe, die Erleuchtung sozusagen zu umgehen und zu einem solchen Wesen zu werden, das Schwächere aufsaugt. Das nenne man Schwarze Magie zum Beispiel. Von diesem Thema habe ich ersönlich nach mehr als ausführlichen Erfahrungen, die keineswegs schön waren, kein weiteres Interesse. Suzuki meint abschließend, er kenne sich da auch nicht besonders aus, da es ihn nie gekümmert und er nur die kursierenden Legenden und Geschichten hörte. Ich lasse es gut sein damit. Ich will nicht mehr daran denken, wie weit ich selbst innerhalb dieser Welt des Schrecklichen verfangen war. Fast wäre es schief gegangen…, ich war nahe dran…, sehr… GENUG!
Ok. Allright, anderes Thema, wenn überhaupt. Könnte ich heute nicht einfach hier schließen? Bin ich für den Moment noch weitere Antworten schuldig? Es verbleibt ein ungut-schwächendes Gefühl in mir, wenn ich euch, ihr lieben good hearts, mit dieser Beschreibung meiner Erfahrungen in der realen Welt hier und jetzt zurücklasse… Richtig ist, dass ich zu schwach bin, morgen das Training anzutreten. Meine Pflichten erfüllte ich heute und ich werde ihnen morgen zweifellos auch nachkommen. Ich funktioniere, eh klar. Bleibt doch die Frage, warum es mich so herumschleudert? – Was verdammt ist los mit mir? Warum bin ich kein fetter (ich bin nur dick), goldener, schwebender Babu, ein dauerhigh dauerlächelnder Hoschi, der demonstriert, was das Scheissmass der Scheissdinge ist? – Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich nur an der Oberfläche faul und träge bin. Darin liegt – glaube ich – das Problem. In dieser Rolle wäre ich nicht mehr in der Lage, in der Scheisse zu graben. Und ich will immer weiter wie besessen darin graben, damit ich dich, genau dich, noch zu fassen kriege, bevor dir die Luft ausgeht. So lautet der Deal! WOW! – Suzuki freut sich wie ein kleines Kind! Ein Erfolg? Er nickt! Ein Fortschritt! Suzuki zeigt mir den erhobenen Daumen! WOW! Dankeschön! So sieht es also aus, ihr lieben good hearts! Jedes (mehr oder weniger verdammte oder auch garnicht verfluchte und beschissene oder nicht und so weiter und so fort) Töpfchen hat sein Deckelchen! – Meine seid ihr, sind wir, die Verkackten, wie es aussieht! Erkennt ihr euch? – Bist du ein schwerer Fall? Verloren gar? – Suzuki und ich machen dir so den Frosch, dass du binnen Minuten sicher bist, dass deine Mutter ein Eichhörnchen ist, Baby? Wann? Wo? Wie? –g-cook.com- Direkter geht’s nicht! Und trag dich bei Twitter und facebook ein, damit du immer die Dröhnung abkriegst!
Noch mehr Hilfe gefällig? Lies unseren Blog und erkenne, dass du es nicht schlimmer versauen kannst, als ich, bevor ich cozy wurde (was nun wirklich nicht lange her ist)! Das ist WICHTIG !
Hesse nannte sie, Menschen wie mich früher, doch „Kindermenschen“, erinnere ich mich richtig? Bei „Siddharta“, glaube ich. Auch egal. Ich mag das Wort, denn ich finde es nicht herabsetzend oder anmaßend. Es beschreibt für mich sehr treffend States of mind. Einder davon, den ich bevorzugte zum Beispiel, ist grausam, wie es nur Kinder sein können.., wer kennt das nicht? Und wenn ihr heute das Feeling habt, euch doch noch ein wenig „tiefer zu legen“ und noch was tiefer in die Scheisse einzufahren..? – So what! – Die Vollendung, von der die Erleuchtung nur ein Schritt ist, wird euch immer zu finden wissen! Das ist die Garantie die das Universum ausspricht! Das ist euer Geburtsrecht, ihr lieben good hearts!

Macht es gut und bis dann! Ich genieße meinen Feierabend, werde wahrscheinlich meine Frau noch beim Verbreiten von Suzukis Tipps unterstützen!

Suzuki und ich senden euch unsere bedingungslose Liebe, ihr good hearts, Ihr Lieben! LOVE ! cozyP Habt Spaß, good hearts!
cozy