Donnerstag, 27. März 2014
Vom Zulassen von Schmerz und Lust und dass alles eh Maya (und unausgesprochen) ist.
fahfahrian, 18:13h
Hi und hallo ihr lieben good hearts! Noch müder als gestern? Geht das überhaupt? Glaubt mir, good hearts, das haut hin! Wir hatten einen schönen und harmonischen Abend und wechselten zwischendurch doch zu angloamerikanischen Meisterleistungen und es war einfach nur guuuuuuuuuuuuuut! – Bis meine Schmerzen begannen. Sind immer die gleichen in beiden Knieen, den Unterschenkeln und Fußgelenken. Ihr hörtet diese Gebetsmühle mehrfach schon, befürchte ich. Dies zu schildern geht auch nicht von mir aus! Ausdrücklich nicht! Suzuki wünscht es, womit es für mich zum Befehl wird! So läuft der Mazipanhase! Meine Beinschmerzen wurden gestern am Abend in so kurzer Zeit so schwer, so stark, dass ich nahe daran war, mich zu übergeben; da riss mir dann endlich der Geduldsfaden! Ich ging los, besorgte mir Novaminsulfon-Tabletten aus der Medi-Schublade und warf 2.000mg ein! Punktum. Dass auch diese Dosis nichts sofort, im Moment, brachte, erklärt sich von selbst, doch 30, vielleicht auch 40 Minuten später, riss der Wahnsinnsschmerz unvermittelt ab. Wie Kishon (den ich als Kind liebte für seine lustigen Geschichten) schon über Flecken auf der Kleidung zu sagen pflegte: „Er war weg und fort und nicht mehr da!“ – Und hinterliess mich erstaunt, dann freudig und schließlich thiumphierend! Wow, dachte ich mir, endlich hast du mal das Richtige getan und dich gegen den Scheissschmerz gewehrt, und, siehe da, schon wirst du belohnt, cozy! Meine Freude war so riesig! – Ich konnte meine Beine ohne diese ruckartigen Dreckszuckungen, die die Schmerzstöße auslösen, bewegen, mußte nicht mehr schwer atmen und herumstöhnen, mich winden und mich endlich wieder entspannen! Ich war soooooooooooooo glücklich! – Ihr vermutet es wahrscheinlich schon, good hearts, dass das nicht das Ende war: Njente Happy-End! No-Scheisspicknicko, wie es der Radioarsch, der sich läutert, in „König der Fischer“ ausspricht! Eine Pause von allerhöchstens 30, vielleicht auch nur 20 Minuten war mir gegeben, als der, als MEIN Beinschmerz ebenso schnell wieder einsetzte, wie er verschwunden war. Er fetzte mich richtiggehend um, denn es waren jetzt keine Schmerzstöße mehr, sondern ein ständiger Strom von Schmerzen, heißeiskaltglühendfrostigen Schmerzen, die immer schlimmer und schlimmer, immer stärker und stärker wurden! Mir brach der Schweiß aus, es wurde mir übel und Stuff und Bullshit undsoweiterundsofort, ihr kennt das ja; und es hörte und hörte nicht auf, sondern steigerte sich immer weiter! Bald nahm ich meine Aussenwelt nur noch bruchstückhaft wahr, meine Frau, wie sie so dasaß und mich besorgt anschaute, das Sofa, das Zimmer.., alles verlor an Konturen und verschmolz mehr und mehr zu einer bedeutungslosen, amorphen Masse, deren Kontrolle mein Schmerz übernahm, indem er mein ganzes Gesichtsfeld, alle popriospektiven Empfindungen und schließlich ausnahmslos alle Produkte aus meinen transderivationalen Prozessen verschlang… Wenn ihr das eine oder andere Fremdwort nicht kennt, no Problem, good hearts! Es sind einfach Termini, auf die man in sogenannten Top-Management-Trainings und Coachings und Workshops hin regelrecht abgerichtet wurde, warum auch immer. Ich persönlich hab es nie herausbekommen. Möglicherweise bietet mir meine Erleuchtung diesen Zustand des sprachlichen Vermurkstseins abzuschaffen, die Schäden zu beheben? Das wäre eine verdammt gute Sache! Ich lese meinen Stuff und denke mir, dass das auch ein Shrink verzapft haben könnte, zuweilen! – Kein gutes feeling! Rein überhaupt nicht! Meine Frau ging dann irgendwann ins Bett und ich kämpfte meinen Kampf weiter. Was sollte ich auch sonst tun? Ich hatte keine Wahl. Punkt. Null Wahl. Wie beim Rauchen. Ring a bell? Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode…! (Faust 1? – ich glaube schon). Gleichwie! Weiteres Novaminsulfon war keine Alternative, da sich bereits erwies, wie wenig potent das Zeug in diesem Kontext war. Besser oder stärkeres habe ich nicht. Ok. Keine Hilfe von außen! Zu meiner Enttäuschung und zu meinem noch größeren Entsetzen hatte sich auch Suzuki dünne gemacht… Ich saß also jetzt wirklich ganz allein in der Tinte! Ablenkungsversuche dann, DVD mit Kopfhörer und so, aber ich geriet beim Glotzen in einen halbwachen Zustand, der beschissener Weise nicht mein Schmerzempfinden betäubte, sondern diese mistige Saudauerbelastung weiter amplifizerte! Also mußte ich das lassen. Ich schaltete aus, legte mich auf mein Sofa und versuchte, die Uhr herunterlaufen zu lassen. Irgendwann mußte die Scheisse doch aufhören! Bis jetzt war es doch immer so gewesen! Aber warum sollte das jetzt nicht die Veränderung sein, die Suzuki ankündigte? Er hatte nie gesagt, es käme oder sei etwas Gutes! Vielleicht erwartete mich ab jetzt permanenter Irrsinnsschmerz? Dieser Gedanke rief Panik in mir hervor! – Ok, die Nacht war scheisslang. Ich pendelte zwischen Halb-, Drittel- und Volldröhung, war in mein kleines Hamsterrad eingesperrt und mußte rennen und rennen, was in meinem konkreten Fall mich Herumwerfen und Stöhnen, die Füße schell hin und her zucken lassen, die Knie in schneller Folge durchdrücken und entspannen und BullshitundStuffundsoweiterundsofort hieß. Irgendwann wurde es hell, was an meiner Schmerzbelastung nichts änderte, mich aber dennoch kämpferischer werden ließ. Ich verbrachte die nächsten paar Stunden in der Bemühung, dem ständigen Strom meiner Schmerzen nichts mehr entgegenzusetzen. Meine Vorstellung war die, dass mein Loslassen möglicherweise ein Abfliessen (ist mir jetzt auch klar, wie infantil dieser Gedanke war, aber wenn dir der verdammte Arsch aufgerissen wird und du nicht mehr weiter weißt, denkst auch du, mein kritischer Freund, jede Menge Scheisse und klammerst dich an den kleinsten verpissten Scheisstrohhalm) begünstigen oder gar bewirken würde. Leider ging mein Plan nicht auf. Wie auch? Ich besaß nicht mehr die Kraft, meine Energien zu beeinflussen. Leer, empty, no one at home und so…! Ich ließ also auch von dieser „Maßnahme“ zur Verringerung oder Besetigung meiner Schmerzen ab. Jetzt lag ich nur noch da. Zazen? Wer weiß das schon so genau? Jedenfalls mit ohne Suzuki, der sich einfach nicht blicken (fühlen, hören, alle) ließ. Ich kam schließlich an einen Punkt, an dem ich für mich entschied, sogar die vordergründig „unwillentlichen“ Reaktionen meines Körpers „sein zu lassen“. Gewiss zuckte mein Leib noch weiter, auch war das Wimmern, mein Stöhnen noch da undsoweiterundsofort, doch nach meiner Entscheidung, alles das „sein zu lassen“ bestand zwischen mir selbst und der Phänomenlogie des Ablaufens gewisser Verhaltens- und Reaktionsprogramme kein großer Zusammenhang mehr. Es war so, wie es jedem Menschen mit anderen geht, die einem ein-, zweimal begegnen; man kennt sich flüchtig. Mein Schmerzempfinden wurde hierdurch nicht geringer, sondern auf beeindruckende Weise unwichtig. Es gelang mir, mich von dieser Fixierung meines Focus zu lösen, irgendeinen Scheiss zu denken, ganze Sätze gar und bildhafte Vorstellungen undsoweiterundsofort… Cool! Klar versuchte ich es sofort mit Schweinkram, der gewöhnlich meine Aufmerksamkeit wirksam fängt und bindet, doch fehlte zu dessen Aktivierung schlicht die Energie. Während ich noch suchte, wohin ich mich geistig wenden, was ich denken wolle, schlief ich wohl ein. Ich bekam nicht mehr als 2 Stunden, bis ich wieder erwachte vom Ziehen in meinen Unterschenkeln. Gott-sei-Dank waren die eigentlichen Schmerzen vergangen! Zurück blieben die Schmerzspuren, gleichfalls unerträglich! Ich bemühte mich, mich nicht darauf einzulassen und ging, einem inneren Anstoss oder Instinkt folgend, mit Kissen und Decke bewaffnet, zu meiner Frau ins Schlafzimmer. Sie schaute erstaunt und freue sich über meinen Besuch. Wir kuschelten uns zusammen und schliefen beide nochmals ein. Für mich gab es ab und an einen Rüffel, einen Puff, ich solle weniger oder nicht gerade in ihr Ohr schnarchen, aber es tat sooooooooooooooooooo gut, sehr-sehr-sehr gut einfach, uns zu spüren! Wir blieben etwas länger liegen, hatten eine auch sehr sexy Zeit miteinander und genossen es beide! Sehr schön! Am Schluss lag ich auf dem Bauch und meine Frau massierte mir meinen geschundenen Rücken mit Öl und sehr lange und sehr intensiv, was eine sofortige und große Besserung im 50%-Bereich!!!!!!!!!!!!!!!!!! Brachte, was ich niemals gedacht hätte. Die Schmerzspuren in meinen Untershenkeln undsoweiter ließen langsam nach; sie gehen bis jetzt immer noch zurück, sind jedoch leider ständig präsent…
So gingen wir heute mit etwas Verspätung an unsere vielfältigen Pflichten, halfen aber zusammen und schafften es, Schiff klar, oder Deck klar oder klar Schiff? – ja, ich glaub, das Letzte wars, zu machen, bevor der Besuch meiner Frau eintraf. Es handelt sich dabei um eines meiner energetischen Sorgenkinder, eine sehr kranke und vereinsamte Frau, die man uns anvertraute.
Meine Pflichterfüllung lief sehr gut heute, trotz der Zeitverluste durch Liebe, Lust und Vergnügen und meiner Mattigkeit durch Schmerzerleben und Schlafentzug. Ich nahm mir auch nicht übertrieben viel vor. Heute, so denke ich, wird meine Frau allein an der Verbreitung von Suzukis Tipps sitzen müssen, oder wir beginnen sehr früh damit, dass ich etwas Zeit auf dem Sofa mit meiner Lieblings-DVD verbringen kann. Was ihr Titel ist? Kommt doch selbst drauf, good hearts! Tipp 1 lautet: bciusibist of tiacyuobdist of tiuobicst of tycdaouidyat of taody – viel Spaß beim Auflösen!
Neues von LittleE. gibt es auch zu berichten. Wir rufen ihn an (er ist nur am Handy erreicbar), so oft es unser bescheidenes Budget zulässt. Es geht ihm noch nicht so gut nach der Operation. Naja, jetzt müssen die Därme allesamt wieder ihre Arbeit aufnehmen, was sich für LittleE. äußerst schmerzhaft gestaltet, wie er sagt. Auch leidet er unter starken postoperativen Wundschmerzen und kann nicht einmal sitzen. Da er hörbehindert mit 2 Hörgeräten ist, und ich früher (ein hochgradig ambitionierter, aber leider nur mit überschaubarem Talent gesegneter) Hardrockmusiker und Musikextremlauthörer war (Hardrock macht taub und blöd, sagten die Leute früher, als ich jung war, wobei sie bei dem Taub-Teil nicht so ganz unrecht behielten), ist das Telefonieren mit LittleE. für mich extrem schwierig und anstrengend. So muß die beste Ehefrau von allen die größten Gesprächsteile, also in der Praxis fast das ganze Telefonat, bestreiten. LittleE. weiß, und das freut mich ganz besonders, unsere Zuwendung anzunehmen, denn er kennt da nichts, er erzählt ihr detailliert von all den unerfreulichen und WÜRG-Geschehnissen, die sein Befinden begleiten.., noch mehr sage ich nicht! Er hat noch keinen Anhaltspunkt, wann er vom Krankenhaus wieder raus kommt, allerdings scheint es klar zu sein, daß er in eine REHA bzw. Anschlußheilbehandlung irgendwo hin muss, was LittleE. so gar nicht in den Kram passt.
Weiß ich noch was? Ja, allerdings! Gestern Abend, als ich die extremen Schmerzen hatte, war meine Frau Anfangs noch bei mir. Nach einer Zeit erklärte sie mir, sie habe gerade im Rahmen ihres Redigierens ein weiteres Kapitel in „Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz“ gelesen, in dem ich von den gleichen, unerträglichen Schmerzen spreche, die mich jetzt gerade quälen; und ob ich mir eigentlich darüber klar sei, daß ich seit Jahr und Tag leide? Ich dachte darüber nach, d.h., soweit mir das möglich war. Sicher hatte sie Recht. Sie wies mich in letzter Zeit öfter schon auf solche Sachverhalte hin. Mich machte das jeweils sehr nachdenklich, jedoch konnte ich bis heute nichts Doppeltes, d.h., keine „Wiederholungstat gegen mich selbst“ feststellen; zum Glück! Zu den Er- und Bekenntnissen dieser Tage gehört für mich auch, daß ich einen ungeheurlichen Preis zu zahlen hatte und habe für meine Verfehlungen (die Untertreibung des Jahrtausends!), deren Summe heutzutage normkonform „Karriere“ genannt wird. Die rituelle Magie und meine frühen Jahre mit Drogenerfahrungen, das alles spielt auch eine Rollle, natürlich. Doch ist diese nicht signifikant. Wir alle überziehen zeitweilig unsere Daseinskonten, um dann wieder mit der Rückzahlung beschäftigt zu sein, fürchte ich. Spüre ich die von Suzuki für diese Woche angekündigte Veränderung jetzt endlich? Immerhin ist es schon Donnerstag! Ja-doch! Und wie bei allem, was wahr ist, erfordert mein Verändertsein meine Entscheidung dafür plus meine aktive Teilnahme an meinem Leben. Klingt das nicht wahnsinnig? So richtig krank? Scheisse, Leute! Good hearts! Wollt ihr mir verkaufen, ihr würdet euch nicht gerne dissoziieren? Kacke ja! – Das ist mein Stichwort: So kurz ich heute Nacht auch schlief, in der wenigen Zeit war meine Frau Mutter wieder da, um mich zu nerven! – Kennt ihr das Wort piesacken, gibt es das heute noch, good hearts? Egal. Erzählte ich jetzt doppelt von der Scheisserei mit ihr? Und wenn es sich für euch noch so unerleuchtet anhört: Ich ziehe die Abwesenheit meiner verstorbenen Eltern vor! Ständig! Langfristig! Ich hab einfach Besseres zu tun, das zum Beispiel in meinem geliebten Erleuchtetenscheiss bestehen kann, für den ich heute den Mumm und schon garnicht die Power hatte.
Noch was zum Schluss? Ich schlief heute mehrfach an der Tastatur ein, good hearts. Ein Bild für die Götter! Ich schließe jetzt für heute, obgleich es noch tausendmilliardentrillionenundsoweiterundsofort für euch gibt von Suzuki und mir. Wir senden euch allen wie immer unsere bedingungslose Liebe!
cozy
So gingen wir heute mit etwas Verspätung an unsere vielfältigen Pflichten, halfen aber zusammen und schafften es, Schiff klar, oder Deck klar oder klar Schiff? – ja, ich glaub, das Letzte wars, zu machen, bevor der Besuch meiner Frau eintraf. Es handelt sich dabei um eines meiner energetischen Sorgenkinder, eine sehr kranke und vereinsamte Frau, die man uns anvertraute.
Meine Pflichterfüllung lief sehr gut heute, trotz der Zeitverluste durch Liebe, Lust und Vergnügen und meiner Mattigkeit durch Schmerzerleben und Schlafentzug. Ich nahm mir auch nicht übertrieben viel vor. Heute, so denke ich, wird meine Frau allein an der Verbreitung von Suzukis Tipps sitzen müssen, oder wir beginnen sehr früh damit, dass ich etwas Zeit auf dem Sofa mit meiner Lieblings-DVD verbringen kann. Was ihr Titel ist? Kommt doch selbst drauf, good hearts! Tipp 1 lautet: bciusibist of tiacyuobdist of tiuobicst of tycdaouidyat of taody – viel Spaß beim Auflösen!
Neues von LittleE. gibt es auch zu berichten. Wir rufen ihn an (er ist nur am Handy erreicbar), so oft es unser bescheidenes Budget zulässt. Es geht ihm noch nicht so gut nach der Operation. Naja, jetzt müssen die Därme allesamt wieder ihre Arbeit aufnehmen, was sich für LittleE. äußerst schmerzhaft gestaltet, wie er sagt. Auch leidet er unter starken postoperativen Wundschmerzen und kann nicht einmal sitzen. Da er hörbehindert mit 2 Hörgeräten ist, und ich früher (ein hochgradig ambitionierter, aber leider nur mit überschaubarem Talent gesegneter) Hardrockmusiker und Musikextremlauthörer war (Hardrock macht taub und blöd, sagten die Leute früher, als ich jung war, wobei sie bei dem Taub-Teil nicht so ganz unrecht behielten), ist das Telefonieren mit LittleE. für mich extrem schwierig und anstrengend. So muß die beste Ehefrau von allen die größten Gesprächsteile, also in der Praxis fast das ganze Telefonat, bestreiten. LittleE. weiß, und das freut mich ganz besonders, unsere Zuwendung anzunehmen, denn er kennt da nichts, er erzählt ihr detailliert von all den unerfreulichen und WÜRG-Geschehnissen, die sein Befinden begleiten.., noch mehr sage ich nicht! Er hat noch keinen Anhaltspunkt, wann er vom Krankenhaus wieder raus kommt, allerdings scheint es klar zu sein, daß er in eine REHA bzw. Anschlußheilbehandlung irgendwo hin muss, was LittleE. so gar nicht in den Kram passt.
Weiß ich noch was? Ja, allerdings! Gestern Abend, als ich die extremen Schmerzen hatte, war meine Frau Anfangs noch bei mir. Nach einer Zeit erklärte sie mir, sie habe gerade im Rahmen ihres Redigierens ein weiteres Kapitel in „Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz“ gelesen, in dem ich von den gleichen, unerträglichen Schmerzen spreche, die mich jetzt gerade quälen; und ob ich mir eigentlich darüber klar sei, daß ich seit Jahr und Tag leide? Ich dachte darüber nach, d.h., soweit mir das möglich war. Sicher hatte sie Recht. Sie wies mich in letzter Zeit öfter schon auf solche Sachverhalte hin. Mich machte das jeweils sehr nachdenklich, jedoch konnte ich bis heute nichts Doppeltes, d.h., keine „Wiederholungstat gegen mich selbst“ feststellen; zum Glück! Zu den Er- und Bekenntnissen dieser Tage gehört für mich auch, daß ich einen ungeheurlichen Preis zu zahlen hatte und habe für meine Verfehlungen (die Untertreibung des Jahrtausends!), deren Summe heutzutage normkonform „Karriere“ genannt wird. Die rituelle Magie und meine frühen Jahre mit Drogenerfahrungen, das alles spielt auch eine Rollle, natürlich. Doch ist diese nicht signifikant. Wir alle überziehen zeitweilig unsere Daseinskonten, um dann wieder mit der Rückzahlung beschäftigt zu sein, fürchte ich. Spüre ich die von Suzuki für diese Woche angekündigte Veränderung jetzt endlich? Immerhin ist es schon Donnerstag! Ja-doch! Und wie bei allem, was wahr ist, erfordert mein Verändertsein meine Entscheidung dafür plus meine aktive Teilnahme an meinem Leben. Klingt das nicht wahnsinnig? So richtig krank? Scheisse, Leute! Good hearts! Wollt ihr mir verkaufen, ihr würdet euch nicht gerne dissoziieren? Kacke ja! – Das ist mein Stichwort: So kurz ich heute Nacht auch schlief, in der wenigen Zeit war meine Frau Mutter wieder da, um mich zu nerven! – Kennt ihr das Wort piesacken, gibt es das heute noch, good hearts? Egal. Erzählte ich jetzt doppelt von der Scheisserei mit ihr? Und wenn es sich für euch noch so unerleuchtet anhört: Ich ziehe die Abwesenheit meiner verstorbenen Eltern vor! Ständig! Langfristig! Ich hab einfach Besseres zu tun, das zum Beispiel in meinem geliebten Erleuchtetenscheiss bestehen kann, für den ich heute den Mumm und schon garnicht die Power hatte.
Noch was zum Schluss? Ich schlief heute mehrfach an der Tastatur ein, good hearts. Ein Bild für die Götter! Ich schließe jetzt für heute, obgleich es noch tausendmilliardentrillionenundsoweiterundsofort für euch gibt von Suzuki und mir. Wir senden euch allen wie immer unsere bedingungslose Liebe!
cozy