Sonntag, 13. April 2014
Der Zeitstempel in der Zigarette@long.ago
fahfahrian, 19:27h
Und hier noch etwas Lustiges, good hearts, ein weiterer Snack für die Überbrückung unserer NonBlogZeit. Aufgefunden beim Löschen, voller Tippfehler und gewiss über 10 Jahre alt, als ich noch rauchte wie verrrückt, nein früherals nur 10, eher älter dürfte das sein… Have fun!
Morgens bin ich nicht so fit sofort. Ich brauche meine Zeit.
Seit ich es mir angewöhnt habe, mir dabei Zeit zu lassen, aufzuwachen,
seit ich noch etwas im Bett liegenbleibe, mich strecke, gähne, meine
Träume,- meistens nur ein Gefühl davon -, wahrnehme, komme ich weicher
in den Tag. So fühlt es sich besser an für mich.
Wenn es überhaupt einen Nachteil dabei gibt, ist es der, dass es eben
wirklich ein sanfter Übergang in die Wachheit ist. Daraus Entstehendes
war schon beängstigend manchmal, wenn es noch etwas Horror, der
Nachgeschmack von Angst, etwas Grauenhaftem war.
Meistens komme ich auf diese Weise gut, einfach angenehm in den Tag.
Seltener aber ergibt sich die Chance, dabei etwas zu lernen; diese
kleine Zwischenzone zwischen Schlaf und Wachheit, diese Lücke im
sonst geschlossenen System ausnutzen zu können.
Meine Frau war wohl in der Nacht irgendwann nochmal auf gewesen,
bemerkte ich an diesem Morgen. Allzu spät konnte es nicht gewesen sein,
denn einige Sachen für's Frühstück lagen auch schon ausserhalb des
Kühlschrankes. Oder doch, denn es war nur Haltbares, das kalt nicht
so gut schmeckt.
Als ich mir den Aschenbecher holen wollte, fiel mir eine Zigarettenkippe
darin auf. Ich hielt mitten in der Handlung inne; betrachtete ganz
aufmerksam die Kippe und hatte die Absicht, mir deren "Zeitstempel"
anzusehen.
Dieser Gedanke war mir so selbstverständlich, dieses interessierte
Vorgehen so vertraut, daß ich den Aschebecher emporhob und mit der
anderen Hand, mit meinem Damen eine kleine Bewegung in
Richtung der Kippe machte.
Dann hielt ich an und musste lachen.
Mir war klar, dass das nicht geht.
S o nicht geht.
Dass ich das nicht kann.
J e t z t nicht kann.
Klingt das verrückt? Es kommt noch besser.
Während ich den Aschenbecher anschliessend leerte, lächelte ich "von
der anderen Seite", der des "Nichtwachseins", über mich selbst. Förmlich
sichtbar wurden mir die Rädchen, die Maschinchen, unglaublich vielen
Komponenten und schier glühenden Leitungen, die Magnetbändchen und Festplättchen in
diesem kleinen-kleinen Hirn, das einfach nichts weiss und jetzt, in
genau solchen Augenblicken, die ganze Kapazität auf 110% laufen lassen
muss, diese ganze hektische Betriebsamkeit braucht, um diese Welt der
alltäglichen Wahrnehmungen, Dinge wie Zeit und Raum aufrecht zu erhalten.
Klar war der Zeitstempel da; würde er immer da sein.
Lesbar sowieso; nur nicht für durch Wachheit getrübte Augen.
Vielleicht ist diese Zeit zwischen dem Zurückkommen aus dem Bad und dem
ersten Espresso, der Zigarette dazu, meine Entdeckerzeit, in der ich
wenigstens annähernd so offen bin, wie ich das immer sein möchte.
Schwer ist es, darüber zu sprechen.
Die Aufgabenstellung alleine hört sich schon sehr merkwürdig an:
Präzise Erfahrenes in Worte pressend ungenau beschreibend unter
Aufbietung aller Kräfte auf dieser Grenzlinie zu balancieren,
die mit jedem Augenblick unsicht (in Wahrheit unfühlbarer) wird,
und zu erleben, wie jedes Wort in sich unspzifisch ist, war und bleibt.
Ich zumindest muss dazu nämlich ganz wach werden.
Und damit ergibt sich wieder dieses Exorzismus-Spiel mit meinen
Kritizismen, erinnere ich mich wieder daran, wie eitel ich doch eigentlich
bin, wie gerne ich etwas Besonderes wäre.
D a h e r der Zeitstempel in der Zigarette?
Nein.
D a s jetzt ist komischerweise haltbarer als das Meiste, was mir sonst noch so auffiel.
Wahrscheinlich deshalb, weil ich es kenne. Von Computern, genauer gesagt den Dateien,
die sich irgendwo in diesen Maschinen befinden.
Wenn sogar ich, der ich ein bekennender Dilletant in der Welt der Maschinen
bin, der ich mehr als genügend Beweise meiner diesbezüglichen Unfähigkeit
erbrachte, wenn i c h das weiss, dass es sowas gibt......; ist es doch
eigentlich nichts mehr wert, oder?
Ok, was war zuviel. Nein, was ich meine ist: Ich könnte die Meisten dieser
Einträge auf einer Computer-Maschine auffinden und auswerten. Und ich habe
wirklich nicht viel drauf an diesen Dingern und zudem wenig Ambition.
Würde Gott sich solcher primitiver Mittel bedienen? - dahin geht die Frage.
Ich meine, etwas zu machen, was einer wie ich versteht so einfach?
Wahrscheinlich schon.
Ich weiss nur nicht, warum ich mich so Scheisse fühle dabei.
Sicher braucht es eine Menge Organisation, um diesen ganzen Laden des Lebens am Laufen
zu erhalten. Unvorstellbar, was alleine notwendig ist, um nur einen einzigen
Organismus zu erhalten.
Wir, damit meine ich die Nichtwissenschaftler, wissen allenfalls immer mehr
Details, die irgendwo zu sehen, zu lesen sind, von denen wir hören.
Geforscht wird immer. Ob das, was ich letztes Jahr über diese Quarks zum Beispiel las,
noch immer zutrifft, kann ich heute, im April des folgenden Jahres nicht einmal mehr ahnen. Mein
Bauch sagt mir, es geht entweder unheimlich schnell mit den Erkenntnissen, oder man
hängt fest; dann aber meistens für lange Zeit.
Wie gross der Anteil ist, den man zur Veröffentlichung freigibt, ist
die nächste Frage. Wahrheitsgehalt ist auch sowas, eine gute Fragestellung.
Ausgehend davon, was wirklich allgemein bekannt ist, haben Regierungen, irgendwelche
Interressensgruppen und andere Vereine die Öffentlichkeit seit jeher gerne 'mal
hinter's Licht geführt.
So oder so bleibt das ein Wirrwarr, den ich nicht durchschaue.
Eine andere Welt als die der Wachheit; und anders auch, als die meiner Nichtwachheit.
Vollwachheit könnte ich es nennen vielleicht.
Eine Wachheit voller wahrer Informationen in sinnvollem Zusammenhang.
Ein vollständig aktualisiertes Weltbild? Aus wessen Sicht? Das führt zu weit.
Kann gut sein, die haben irgendwo schon solch ein kleines Messgerät im Taschenformat,
mit dem sie Zeitstempel ablesen können von Allem. Warum nicht?
Wenn diese idiotischen Null-Eins-Maschinen, die wir PC nennen, das können, die heute
fast jeder hat, klingt das doch sehr wahrscheinlich.
Mich hätte interessiert, ob meine Frau nicht einschlafen konnte, oder erst vor
kurzer Zeit auf war, um uns die Sachen zum Frühstück herauszulegen.
So muss ich warten. Kann noch einige Zeit dauern.
Morgens bin ich nicht so fit sofort. Ich brauche meine Zeit.
Seit ich es mir angewöhnt habe, mir dabei Zeit zu lassen, aufzuwachen,
seit ich noch etwas im Bett liegenbleibe, mich strecke, gähne, meine
Träume,- meistens nur ein Gefühl davon -, wahrnehme, komme ich weicher
in den Tag. So fühlt es sich besser an für mich.
Wenn es überhaupt einen Nachteil dabei gibt, ist es der, dass es eben
wirklich ein sanfter Übergang in die Wachheit ist. Daraus Entstehendes
war schon beängstigend manchmal, wenn es noch etwas Horror, der
Nachgeschmack von Angst, etwas Grauenhaftem war.
Meistens komme ich auf diese Weise gut, einfach angenehm in den Tag.
Seltener aber ergibt sich die Chance, dabei etwas zu lernen; diese
kleine Zwischenzone zwischen Schlaf und Wachheit, diese Lücke im
sonst geschlossenen System ausnutzen zu können.
Meine Frau war wohl in der Nacht irgendwann nochmal auf gewesen,
bemerkte ich an diesem Morgen. Allzu spät konnte es nicht gewesen sein,
denn einige Sachen für's Frühstück lagen auch schon ausserhalb des
Kühlschrankes. Oder doch, denn es war nur Haltbares, das kalt nicht
so gut schmeckt.
Als ich mir den Aschenbecher holen wollte, fiel mir eine Zigarettenkippe
darin auf. Ich hielt mitten in der Handlung inne; betrachtete ganz
aufmerksam die Kippe und hatte die Absicht, mir deren "Zeitstempel"
anzusehen.
Dieser Gedanke war mir so selbstverständlich, dieses interessierte
Vorgehen so vertraut, daß ich den Aschebecher emporhob und mit der
anderen Hand, mit meinem Damen eine kleine Bewegung in
Richtung der Kippe machte.
Dann hielt ich an und musste lachen.
Mir war klar, dass das nicht geht.
S o nicht geht.
Dass ich das nicht kann.
J e t z t nicht kann.
Klingt das verrückt? Es kommt noch besser.
Während ich den Aschenbecher anschliessend leerte, lächelte ich "von
der anderen Seite", der des "Nichtwachseins", über mich selbst. Förmlich
sichtbar wurden mir die Rädchen, die Maschinchen, unglaublich vielen
Komponenten und schier glühenden Leitungen, die Magnetbändchen und Festplättchen in
diesem kleinen-kleinen Hirn, das einfach nichts weiss und jetzt, in
genau solchen Augenblicken, die ganze Kapazität auf 110% laufen lassen
muss, diese ganze hektische Betriebsamkeit braucht, um diese Welt der
alltäglichen Wahrnehmungen, Dinge wie Zeit und Raum aufrecht zu erhalten.
Klar war der Zeitstempel da; würde er immer da sein.
Lesbar sowieso; nur nicht für durch Wachheit getrübte Augen.
Vielleicht ist diese Zeit zwischen dem Zurückkommen aus dem Bad und dem
ersten Espresso, der Zigarette dazu, meine Entdeckerzeit, in der ich
wenigstens annähernd so offen bin, wie ich das immer sein möchte.
Schwer ist es, darüber zu sprechen.
Die Aufgabenstellung alleine hört sich schon sehr merkwürdig an:
Präzise Erfahrenes in Worte pressend ungenau beschreibend unter
Aufbietung aller Kräfte auf dieser Grenzlinie zu balancieren,
die mit jedem Augenblick unsicht (in Wahrheit unfühlbarer) wird,
und zu erleben, wie jedes Wort in sich unspzifisch ist, war und bleibt.
Ich zumindest muss dazu nämlich ganz wach werden.
Und damit ergibt sich wieder dieses Exorzismus-Spiel mit meinen
Kritizismen, erinnere ich mich wieder daran, wie eitel ich doch eigentlich
bin, wie gerne ich etwas Besonderes wäre.
D a h e r der Zeitstempel in der Zigarette?
Nein.
D a s jetzt ist komischerweise haltbarer als das Meiste, was mir sonst noch so auffiel.
Wahrscheinlich deshalb, weil ich es kenne. Von Computern, genauer gesagt den Dateien,
die sich irgendwo in diesen Maschinen befinden.
Wenn sogar ich, der ich ein bekennender Dilletant in der Welt der Maschinen
bin, der ich mehr als genügend Beweise meiner diesbezüglichen Unfähigkeit
erbrachte, wenn i c h das weiss, dass es sowas gibt......; ist es doch
eigentlich nichts mehr wert, oder?
Ok, was war zuviel. Nein, was ich meine ist: Ich könnte die Meisten dieser
Einträge auf einer Computer-Maschine auffinden und auswerten. Und ich habe
wirklich nicht viel drauf an diesen Dingern und zudem wenig Ambition.
Würde Gott sich solcher primitiver Mittel bedienen? - dahin geht die Frage.
Ich meine, etwas zu machen, was einer wie ich versteht so einfach?
Wahrscheinlich schon.
Ich weiss nur nicht, warum ich mich so Scheisse fühle dabei.
Sicher braucht es eine Menge Organisation, um diesen ganzen Laden des Lebens am Laufen
zu erhalten. Unvorstellbar, was alleine notwendig ist, um nur einen einzigen
Organismus zu erhalten.
Wir, damit meine ich die Nichtwissenschaftler, wissen allenfalls immer mehr
Details, die irgendwo zu sehen, zu lesen sind, von denen wir hören.
Geforscht wird immer. Ob das, was ich letztes Jahr über diese Quarks zum Beispiel las,
noch immer zutrifft, kann ich heute, im April des folgenden Jahres nicht einmal mehr ahnen. Mein
Bauch sagt mir, es geht entweder unheimlich schnell mit den Erkenntnissen, oder man
hängt fest; dann aber meistens für lange Zeit.
Wie gross der Anteil ist, den man zur Veröffentlichung freigibt, ist
die nächste Frage. Wahrheitsgehalt ist auch sowas, eine gute Fragestellung.
Ausgehend davon, was wirklich allgemein bekannt ist, haben Regierungen, irgendwelche
Interressensgruppen und andere Vereine die Öffentlichkeit seit jeher gerne 'mal
hinter's Licht geführt.
So oder so bleibt das ein Wirrwarr, den ich nicht durchschaue.
Eine andere Welt als die der Wachheit; und anders auch, als die meiner Nichtwachheit.
Vollwachheit könnte ich es nennen vielleicht.
Eine Wachheit voller wahrer Informationen in sinnvollem Zusammenhang.
Ein vollständig aktualisiertes Weltbild? Aus wessen Sicht? Das führt zu weit.
Kann gut sein, die haben irgendwo schon solch ein kleines Messgerät im Taschenformat,
mit dem sie Zeitstempel ablesen können von Allem. Warum nicht?
Wenn diese idiotischen Null-Eins-Maschinen, die wir PC nennen, das können, die heute
fast jeder hat, klingt das doch sehr wahrscheinlich.
Mich hätte interessiert, ob meine Frau nicht einschlafen konnte, oder erst vor
kurzer Zeit auf war, um uns die Sachen zum Frühstück herauszulegen.
So muss ich warten. Kann noch einige Zeit dauern.