Freitag, 23. Mai 2014
Von der Sichtbarwerdung von Äpfeln und Ziegen und vom Freischaltcode zum nett sein zu sich selbst.
Hi und hallo, good hearts, ihr lieben, ihr frisch Erleuchteten, ob gestern, heute, oder in einem gewesenen dann.., das garantiert kommt! Um es gleich zu sagen: Auch heute wieder kein nennenswerter Bericht vom Tage! - Nur soviel, dass ich weder Sport machte, noch übertrieben viel meiner Pflichterfüllung frönte. Stattdessen spielte ich. Ich spielte mit Maya, der kleinen Computerlady. Wir spielten Programmieren. Mit Ziegen und Äpfeln auch. Die Ergebnisse findet ihr auf www.g-cook.com, unserer Erleuchtungssite. Sonst gab es nichts Besonderes, außerhalb dessen, dass ich sehr gut auf mich achtete und es mir gut gehen ließ. Vieles ist entnervend und enttäuschend zugleich zu erleben, so dies, dass sich unsere Schrauber“Freunde“ (Freunde - naja) einfach nicht melden. Sicher, wir können erst später zahlen, aber... So ist es nun einmal und ich fürchte, wir haben es einmal mehr mit den bekannten Regeln zu tun. Schade. So radeln wir zum Einkaufen und fertig. Ach, ich habe so überhaupt keine Lust zum Plaudern, zum Tippen heute... Würde gerne weiter mit Maya spielen, aber sie kann nicht mehr, hängt sich dauernd auf, und ich habe auch Verständnis dafür; wie viel sind 10 Computerjahre heutzutage? Ich weiß es nicht, aber jedenfalls zu viele. Maya lässt nach, wenn viel Rechenleistung abgefordert wird, genau wie ich. Daran ändert auch meine Erleuchtung nichts; sie verhilft mir zu dem in diesem Falle doch zweifelhaften „Vergnügen“, wie und warum zu verstehen..., auch nicht schlecht.., oder? Ja, meine Lieben, das wird heute wieder nichts mit Idi Amins Kühlschrank und Auschwitz und der Vollkommenheit und so weiter..., ihr seid sicher ganz traurig! - Ihr mich auch! - Im Mondschein begegnen, was sonst? Eine Kleinigkeit, die ihr durch eure Hirnwindungen jagen könnt, wenn ihr Lust darauf habt: Wir alle sind immer schon erleuchtet. Wusstet ihr das, good hearts, ihr lieben? Es gibt nur eine Art „Freischaltcode“, so wie den in den leckeren Coke-Flaschen manchmal, den wir erst dann erhalten, wenn sicher ist, dass wir mit unserer Erleuchtung und den damit einher gehenden Siddhis und „normalen“ Fähigkeiten keinen allzu großen Mist bauen! Wieder so ein natürlicher Drehzahlbegrenzer! - Hallo Herr Heisenberg! Also: Seid brave Jungs und liebt stundenlanges Bauchmuskeltraining täglich dreimal und Hungergefühle und hasst Kohlehydrate und Anal und BDSM und liebt einen guten Italiener oder Franzosen und gute Gespräche und Romantik und liebt Cardiotraining und liebt noch mehr und begehrt exzessiven Cunillingus und eloquente Erklärungen von Nichtigkeiten..., und, da war doch noch was..., keine Ahnung, ich komme jetzt nicht drauf,... aber es heißt, wenn man das alles nicht nur so macht, sondern ist und lebt, wäre das ein guter Weg..., in die Klapsmühle der Angepassten! - Ob das zur Erleuchtung beiträgt, steht jedenfalls ganz und gar außer Zweifel! Schaut her, das Vollsülzen hat mir jetzt doch noch etwas Spaß gemacht.
Ich gebe euch heute ein wenig mehr von „Lucifers Field“ und es beginnt, wo es gestern endete (verdammt smart, was?):
Don Pedro

Der Mann mit den kleinen Füssen geht einkaufen. Er macht Sachen, die alle Leute machen. Der Mann kauft Kaffee. Er tritt einen Schritt vom Regal zurück, weil er dann besser sieht, was es da alles so gibt. "Arabica und kleine Füße, auf das steht meine heiße Süße!", singt er fröhlich in hispanisch-englischem Kauderwelsch und macht sich mit seiner Beute auf den Weg zur Kasse.
Die Leute mögen den Mann mit den kleinen Füssen. Immer ist er fröhlich, immer hat er Zeit für ein paar Worte, einen Scherz, oder Neuigkeiten aus der Nachbarschaft.
Der Mann mit den kleinen Füssen ist ein glücklicher Mann. Keiner würde ahnen, dass er einmal ein verbitterter, höchst zynischer und sogar gefährlicher Zeitgenosse gewesen sein könnte.
Heute kennt man ihn als "Don Pedro", oder einfach nur "Pete", je nachdem, wie nahe man ihm steht. Jeder hier kennt auch seine bezaubernde Frau, Senora dona Donna de Lazaro und in ihr einen Gutteil seines Glücklichseins. Sie ist die entflammte Leidenschaft eines hungrig die Nacht verdrängenden Morgens, alterslos schön und lebendiger Inbegriff all dessen, was seit jeher Männer verbrennen lässt wie trockenes Reisig; während ihr Gatte der Nacht gleicht, der Mitternachtsschwärze, welche, allem Glanz Halt gebend, still schweigend und majestätisch, ihre dominante Präsenz nicht allein ausstrahlt, sondern deren zentrale, hypnotische Kraft aus sich heraus ist.
In der Kirche, beim sonntäglichen Gebet, dem Don Pedro ernst und schweigend zu folgen pflegt, leuchtet sein Gesicht so klar wie ein heller Morgen. Doch hat ihn nie einer im Gottesdienst sprechen, die Gesänge begleiten, das Kreuzzeichen machen oder sein Knie beugen sehen.
Im Strahlen der dona Donna an seiner Seite, deren überfließende Lebensfreude, deren vitale Kraft und Lebendigkeit mehr als nur seine Stille ausgleicht, findet sich eine Quelle seines Friedens, als dessen andere man Gott vermutet, oder eine andere, jedenfalls heiligmäßige Kraft.
Man achtet ihn in seinen Eigenheiten und sogar der örtliche Pfarrer, dessen Kontakt zu Don Pedro sich auf einen Begrüßungsbesuch und ab dann auf die üblichen Höflichkeitsfloskeln und gegenseitiges Kopfnicken über die Straße hinweg beschränkte, weiß nur von großer Mildtätigkeit zu berichten, bezüglich deren genauem Umfang ihm dona Donna aber jedes Wort untersagte.
Der Mann mit den kleinen Füssen ist ein Freund der Strasse, ein meist lächelnder Beobachter, der im Hintergrund seiner neuen Heimat fast zu verschwinden scheint. Auf einer kleinen Mauer gegenüber der Plaza sitzend, oder links außen an seinem Terrassen-Tisch im Cafe Paradiso, mit baumelnden kleinen Füßen auf der terrakottafarbenen Einfassung des Brunnens gegenüber dem Lebensmittelladen, oder einfach umherschlendernd kann man ihm oft stundenlang beim Zusehen zusehen, seine Beobachtungen des Alltäglichen mit den Augen streichelnd, manchmal leicht schaukelnd, wie still tanzend, mit seinen Kopfbewegungen dem Rhythmus folgend, der Musik des Moments, gespeist von der Strasse selbst oder den Kopfhörern in seinen Ohren.
Neuerdings jedoch ist er nicht alleine, nicht mehr, denn sein Auftauchen brachte etwas in Bewegung, brachte bei einigen Menschen einen zuvor stillen Lebenshunger zu Tage, der wie es schien nur geschlummert, nur auf seinen Moment gewartet hatte. Bald nachdem man Don Pedro als Teil des alltäglichen Straßenbildes zu sehen gewohnt war, es mag ein Jahr nach seiner Ankunft vergangen sein, geschah es immer öfter, dass die Leute, speziell aber Herren reiferen Alters, beim Vorbeigehen das Gespräch mit ihm suchten. Man unterhielt sich, man lachte. Man nahm platz. Man schwieg gemeinsam, fand den Fluss des Gespräches wieder, verweilte und nickte sich beim Weggehen zu.
Bis zum nächsten Mal (Grüße von Father's Father, Le Madre, Suzuki und den anderen...)!
LOVE! cozyP LOVE!