Dienstag, 27. Mai 2014
Äpfel und Ziegen rufen in den Regentag und cozyP ignoriert seine Helferlein...
fahfahrian, 19:43h
Hi und hallo, good hearts, ihr lieben, ihr frisch Erleuchteten, ob gestern, heute, oder in einem gewesenen dann.., das garantiert kommt! Pflichterfüllungstag....? Unangenehmes, mit einigem Nachdruck Verbundenes hatte ich heute zu produzieren..., und..., und ich hasse es! Wieder und wieder konfrontiert mit dem Phänomen der Gewalt..., ich habe so die Nase voll davon! Wie auch immer..., man zwingt mich derzeit zu kämpfen! - Dann soll es so sein!
Ein im übrigen beschaulicher Tag, ein Regentag mit einem kurzen Fahrradausflug in den Dorfladen, der besonders günstig Kartoffeln aus Ägypten im Angebot hat. Ägypten? - Geht's noch? Wieso zum Geier können wir uns die hiesigen Produkte nicht leisten und müssen das nehmen, was durch die halbe Welt reiste, Umweltverschmutzung produzierte..., jajajaja, die alte Leier..., und doch so wahr! - Wir essen ägyptische Kartoffeln, weil uns keine Wahl bleibt. Punkt. So sieht unser dies betreffender Beitrag zur allgemeinen Entropie wohl oder übel aus!
Die Nacht, letzte Nacht war interessant. Ich verbrachte sie mit Suzuki in seiner Sphäre, der der aufgestiegenen Meister. Er wählte einen möglichst „schonenden“ Platz für unsere Begegnung, dennoch war es mir zu hell, zu gleißend..., viel zu viel Licht! Ich dachte an meine Sonnenbrillen aus meiner Zeit als Oberarschlochvorstand, die alle hin und weg und nicht mehr da sind, als mir das Licht so unglaublich leuchtend erschien; ich mußte lachen, dass eine solche bescheidene Vita doch..., mich noch in solche Sphären verfolgt...! Typisch cozyP! Typische Fehlfunktion, für die ich jetzt bereits den einen oder anderen Ultra-Nobelpreis abgeräumt haben könnte, läge es an der Performance! Ich befinde mich beim aufgestiegenen Meister Suzuki, empfange von ihm Licht und Liebe und Hilfe..., und mir fällt meine verdammte 500 Dollar - Armani-Sonnenbrille ein, die jetzt ein Spinner in Singapur trägt....?!?! Ich meine, ich dachte nicht aktiv über sie nach, die Brille..., es war mehr ein Reflex, sie haben zu wollen, angesichts dieses Übermaßes an Licht und Leuchten... Dennoch bizarr! - Und echt cozyP!Heute gab es noch mehr dieser Fehlleistungen..., peinlich-peinlich teilweise auch noch! Ich saß fluchend vor Maya und suchte in diesem vermaledeiten facebook, in dem ich mich weder auskenne, noch auskennen möchte, weil ich lieber mit Suzuki spiele, mich von La Madre streicheln lasse, oder über Father's Father's kryptische Sprüche nachdenke zum Beispiel..., jedenfalls setzte sich meine Frau neben mich und fand nach kurzer Zeit ein Icon, das es hätte sein können, das, was ich suchte... Sie wies mich darauf hin, worauf ich barsch erwiderte, in der Ecke unten rechts sei nie etwas, außer dem bescheuerten Chat, den ich eh gerne weg haben würde und so weiter und so fort... Ich holte mir stattdessen Google und fragte mich durch..., bis..., bis man mich auf ebendies Icon unten rechts hinwies, wo letztendlich die Funktion zu finden war! Shame-Shame-Shame! Shame on me! Klar war sie verletzt. Klar war ich unleidlich und ungeduldig, weil ich es einfach hasse, mit technischen Spielereien meine Zeit zu vergeuden, die ich soooooooooooooo gut mit EXTREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEMMMMMM SOFAAAAAAAAALIEGINGGGGGGGGGGverbringen könnte! So kam es, wie es kommen mußte, und..., naja, „Like the way you lie“-mäßig ging es dahin; final kam auch meine Potemkin-Terminologie zu Sprache..., natürlich, wie sollte auch solch ein reizendes Element fehlen?
Zeit und Energie...., alles dahieeeeee!
Ganz selbstverständlich versöhnten wir uns wieder; einige Zeit und Schleifen unserer rhetorischen Spitzenleistungen, bei denen wir – wie immer und wie es der Brauch ist – uns nichts schuldig blieben, folgte die Versöhnung später....
Und ich mußte wieder an meine von Nachdruck gezeichnete Pflichterfüllung, bei der ich zu gewinnen fast schon gezwungen bin..., ekelhaft, einfach ekelhaft!
Ich versuchte zu entspannen beim Jodler-Design, doch kam ich da auch nicht recht weiter. Ich konnte mich nicht loslösen von der knurrend lauernden Pflichterfüllung, die mich aggressiv zu sein herausfordert... Schließlich war das geschafft. Ich präsentierte meiner Frau das Ergebnis und es fand ihren Beifall. Sehr gut. Sie ist mein wichtigster Kritiker.
Ich höre gerade im Hintergrund Bon Iver live und sie sprechen von „sweet weekend“, OMG! Die Woche hat gerade angefangen und ich bin so übermüdet....! Wie immer!
Von meiner Nacht mit Suzuki erzählte ich bereits. Die Inhalte selbst waren sehr persönlich, so dass ich in diesem Rahmen nicht darüber sprechen möchte. In General kann ich sagen, dass meine Selbstheilung eines der Themen war, weiterhin..., nein, es geht nicht! - Weil es auch um andere Personen drehte, die diese Öffentlichkeit ganz sicher nicht wünschen.
Ich machte eben eine kleine Augenpause beim Konzert von Bon Iver Bonnaroo 2012. Wenig Zuschauer, aber diese kleine Gruppe besondere Menschen, diese Musiker, spielen und singen und „nerden“ (in Ermangelung von Tanzkünsten, gibt es dieses Wort schon?) sich die Seele aus dem Leib! - Auch und nicht zuletzt für mich hier und heute, den mit Abstand müdesten Erleuchteten mit leuchtend lila Armband links! Weil ich so unsagbar dankbar bin für die Musik, für diese Künstler, die mir so viel Freude schenken, folgt jetzt wieder mein Beitrag, ein weiteres Stückchen aus „Lucifers Field“, womit ich euch für heute entlasse, good hearts, ihr Lieben!
Ihr wisst, ihr seid die Größten! - Das sagen auch La Madre, Suzuki und Father's Father; darum vergesst ihr das bitte nie! Genießt eure Großartigkeit und lasst euch nichts anderes verkaufen!
Sir Em & Lady G
Anders die Person, die sich "sein Herrchen" nannte, Sir Emanuel.
Von seinem Weib, Lady Godiva, nach dem Verbleib des Hundes gefragt, musste er zusehends öfter zu flinken Themenwechseln, einfältigem Schulterzucken oder dem schlichten Eingeständnis seines Unwissens Zuflucht nehmen.
Lady zeigte sich daraufhin stets wenig amused und ließ es Emanuel
spüren. Dies wiederum veranlasste Sir Em (wie er sich gerne in Anspielung auf seine, obgleich tief im Herzen verankerte, doch nie gelebte, sozialrevolutionäre Ader und die damit verbundene Schwäche für den Sprechgesang bestimmter Interpreten, nennen ließ) seinerseits zu detektivischen Aktivitäten, die das nie ausgesprochene, aber bisher so angenehm bequeme Gentlemans Agreement zwischen ihm und Charles aufs Schärfste verletzten.
Dickleibig, pausbäckig und mit rotem Gesicht versuchte er sein Bestes, den Spuren von Charles zu folgen, seinen Aufenthalt zu bestimmen und die Ursache zu finden, den Grund seiner immer häufigeren Absenz vom heimischen Gefilde. Zu seiner größeren Überraschung ergaben diese Nachforschungen kein klares Bild, nicht einmal Anhaltsgründe für ein wie auch immer geartetes Muster, außer, dass Charles - an ständig wechselnden Orten - allein und vermutlich einsam herum saß. Den Verstand könnte er verloren haben, mutmaßte Sir Em nicht besonders besorgt, war es doch seines Wissens nach vollkommen normal und natürlich für Mitglieder der Oberschicht, etwas exzentrisch oder zumindest leicht labil zu sein und speziellen Eigenheiten, in der Sprache der Gentleman "Spleens" genannt, zu frönen.
Dies Lady G (er nannte sie - in Anspielung auf ihren empfindlichsten Punkt - nur unter vier Augen und in seinem Kopf so, was er dennoch als richtig versaut und dementsprechend erregend empfand) zu vermitteln, lag jedoch außerhalb seiner Kraft. Der gute Sir Em wusste, was er an ihr hatte. Eine voll aufgeblühte und mit allen Mitteln kosmetischer Chirurgie bis zum Letzten getunte Landpomeranze, eine Tochter der Unterschicht, deren im Grunde gesunder, doch schrecklich archaisch orientierter Menschenverstand sich als so ziemlich einziger Teil ihrer selbst als nicht tuningfähig erwiesen hatte. Diese Feststellungen betrachtete Em keineswegs als negativ. Lady G war augenfällig die Inkarnation sinnlicher Weiblichkeit und abgesehen davon ein Herz von einem Menschen. Über diese, für jeden erkennbaren Attribute hinaus aber, verkörperte sie für Sir Em die Erfüllung jenes so unrealistisch anmutenden Jungmännertraumes, den besten Kumpel immer um sich zu haben und ihn auch noch auf tausend Arten vögeln zu können. Und sie war schön, war schon immer schön, auch vor den Eingriffen. Wäre etwas an ihr, etwas in ihr, insbesondere am nichttuningfähigen Teil ihres Wesens, anders gewesen, Sir Em zweifelte ernsthaft daran, unter diesen Umständen den Absprung aus England jemals geschafft zu haben. Vielleicht war dieser kulturresistente, sich gegen jede Umerziehung so absolut erfolgreich zur Wehr setzende Teil ihres ansonsten so lern- und anpassungsfähigen Charakters der Wichtigste, wurde Sir Em wieder einmal klar. Ihm war es zu verdanken, in dieser Enklave des Friedens und der fortgesetzten Befriedigung zu leben. Heute noch, nach 20 Ehejahren, fand er ihre Marotten anbetungswürdig, konnte er sein Bedürfnis, vor ihren stets in High Heels gekleideten und so vielseitig zu seinem Vergnügen verwendbaren Füßen niederzuknien kaum beherrschen, wenn sie bestimmte und ihr widerstrebende Dinge trotz bildhaft-geduldiger Erklärungen einfach nicht verstand und in ebenso liebenswürdiger wie unwiderstehlicher Weise den für sie beide angenehmsten Themenwechsel in Richtung Orgasmus herbeiführte. Oh ja, sogar das war schön mit ihr, sogar das Nachgeben nach Gewaltmärschen liebevollster Erläuterungen, an deren Ende sie ermüdet und gelangweilt nach anderer, zumeist handfesterer Zuwendung verlangte.. Sir Em lächelte ein stilles und zufriedenes Lächeln. Er liebte seine Frau, keine Frage. Er würde alles tun. Doch konnte bei aller Liebe und grenzenloser Bereitschaft doch nur das Mögliche getan werden, was für seine Frau das Verständnis dessen, was ein Upper Class Terrier in seiner Rolle als nichthumanoider Gentleman sei, vollkommen ausschloss, wie er sicher wusste. Lady G hatte die Komplexität des Gentlemanseins bezogen auf Menschen nie richtig begriffen, obwohl sie sich, jedenfalls ihren eigenen Versicherungen gemäß, dabei alle Mühe gab (woran Sir Em ehrlich gesagt so seine Zweifel hatte, klang ihm doch immer noch in den Ohren nach, wie sie die traditionell britische Institution der Männerclubs als "Brutstätten für weibische Tucken und Homo-Flagellanten, regiert von hinter verschlossenen Türen ihre kranken Phantasien auslebenden, abartig-ekligen alten Männern in Frauenkleidern" bezeichnete). Ergo: Eine Unerklärlichkeit der Art, wie sie der Terrier Charles in seinem Verhalten jetzt an den Tag legte, in den im Kontext seiner britischen Herkunft absolut sinnvollen Zusammenhang mit seiner hohen Geburt und seinem demgemäss natürlichen Drang zu etwas exaltiertem Verhalten zu bringen, das würde sie nicht tolerieren und mit einem kategorischen "Meschugge!" vom Tisch wischen. Und ganz sicher waren für sie Hunde - gleich welcher Herkunft - einfach Hunde. So stand das Problem.
Ihre Huld zu erhalten, im Klartext die mit Abstand angenehmsten der täglichen Gewohnheiten, die jederzeit verfügbaren Quickies zu Gunsten derer Lady immer zugriffsfreudige Kleidung wählte, die traumhaften Blowjobs, auch und nicht zuletzt die Tittenficks, diese Höllenfahrten zwischen ihren gigantischen Glocken und nicht zu vergessen, die viagra- und kokainschwangeren Nächte mit wildem Sex auf den Schlachtfeldern zuvor ausgefochtener Popcorn-, Pralinen- und Cookie-Beschüsse, als Ergebnis infantil-berauschter Meinungsunterschiede, die das Personal regelmäßig in den Wahnsinn treibenden Graffiti-Experimente mit Sprühsahne, Smarties und allerlei Kokosraspel und Mandelsplitter, dies weiterhin genießen zu können, war sein erklärtes Ziel. Darum ging es! Und damit um die Grundfesten seiner Existenz!
Er wusste es. Sie wusste es. Noch zeigte sie sich nur gereizt, noch verweigerte sie nichts, war nur etwas abwesend beim Spielen und ließ es nur hier und da am sonst tadellosen Enthusiasmus fehlen. Dieser Warnschuss genügte, um Sir Em die Gefährlichkeit seiner Lage ganz deutlich zu machen. Unmissverständlich. Er wandelte auf dünnem Eis, was für einen stark übergewichtigen Mann noch nie die Position zum Witzemachen war. Kurz, es musste etwas geschehen.
Charles anzuleinen und ihm exemplarisch eine körperliche Züchtigung angedeihen zu lassen, das erschien Sir Em nicht passend. Charles wäre beleidigt, würde den Depressiven spielen, wimmernd daliegen und überall Wasser lassen, nur heimlich essen etc. pp.. Em ahnte voraus, dass dann der nächste Schritt von Ladys Seite der Einsatz eines Hundepsychologen, oder schlimmer noch eines Medizinmannes oder Geisterbeschwörers sein könnte. Und das kam nicht in Frage! Nein! Nein, was hatte Em nicht schon alles gesehen, was hatte er nicht schon alles erlebt im Zusammenhang mit Heilung und Regeneration! Der kalte Schweiß stand ihm auf der Stirn beim Gedanken an die Heerscharen der esoterischen Berater, Hypersensiblen, Kartenlegern, Astrologen, Medien, Channelern, Parapsychologen, Wünschelrutengängern und Wer-Weiß-Was, denen allen er auf Ladys Wunsch hin Obdach und Lohn gab für ihre zweifelhaften Dienste im Sinne der Optimierung von Ladys Wohlbefinden und der Harmonisierung irgendwelcher Energien von Anwesen, Haus, Möblierung, Kleidung, Schmuck und Fuhrpark. Obgleich Sir Ems Belohnung für jedes JA, die Zustimmung zu jedem neuen Helfer bei der Erschaffung eines reinen, gesundheitsförderlichen und in jedem Falle kosmisch ausbalancierten Heims stets überreich war und ihm ungeahnte sexueller Genüsse und erotische Neuigkeiten brachte, die er zuvor nicht einmal für möglich hielt, war er heute nicht mehr risikofreudig genug, sich möglicherweise in der Annahme zu überschätzen, das noch einmal durchzustehen, ohne den Verstand zu verlieren. Wenn nur noch eine einzige Person mit Zauberhut oder Majamütze brabbelnd durch den Garten stapfen, ihn mit einer abschätzigen Handbewegung von seinem eigenen Pool verweisen würde, er könnte dem Zwang mit der Schrotflinte nicht mehr widerstehen. Beim puren Gedanken daran wurde das Vorstellungsbild der Tat immer größer und größer. Em spürte, es würde sich schließlich über ihn stülpen, ihn verschlingen und in diese schreckliche Welt der Mordlust stürzen, aus der heraus es keinen Ausweg gab.
Es musste andere Alternativen geben. Solche mit weniger dramatischen Folgen. Zunächst einmal schien es Em angemessen, die Beobachtung seines Hundes und die Aufklärung der genauen Umstände nun besser doch in professionelle Hände zu geben. Seine Beobachtungsgabe war nicht die Größte, wie er wusste. Seine Kombinationsfähigkeit betrachtete Sir Em als Ergebnis seiner bisherigen Lebenserfahrungen als gleichfalls nicht besonders ausgeprägt. Nun ja, die Gene, mutmaßte er. "Der Preis des Gentleman für seine Herkunft, nicht wahr, alter Junge?", sprach er sich im Spiegel eines Schaufensters auf dem Nachhauseweg zu.
Wie so oft überholten die Ereignisse Sir Ems behäbige Überlegungen, die sich vorwiegend um das Einfliegen irgendwelcher Tierdetektive (Hatte es da nicht einen im Film oder Fernsehen gegeben? Da müsste sich doch etwas machen lassen! Aber diskret selbstverständlich!) vom Festland, die Erweiterung der diesbezüglichen Pflichten der Hausmädchen beim Eintreten des sexuellen Notstandes und die Idee einer Anti-Diät für Charles, bei der die Attraktivität des Nahrungsangebots und die Trägheit nach den Mahlzeiten, möglicherweise verstärkt durch die Zugabe von Tranquilizern, als Garant für die Verminderung der Ausflüge fungierte, drehten.
Bis zum nächsten Mal (Grüße von Father's Father, Le Madre, Suzuki und den anderen...)!
LOVE! cozyP LOVE!
Ein im übrigen beschaulicher Tag, ein Regentag mit einem kurzen Fahrradausflug in den Dorfladen, der besonders günstig Kartoffeln aus Ägypten im Angebot hat. Ägypten? - Geht's noch? Wieso zum Geier können wir uns die hiesigen Produkte nicht leisten und müssen das nehmen, was durch die halbe Welt reiste, Umweltverschmutzung produzierte..., jajajaja, die alte Leier..., und doch so wahr! - Wir essen ägyptische Kartoffeln, weil uns keine Wahl bleibt. Punkt. So sieht unser dies betreffender Beitrag zur allgemeinen Entropie wohl oder übel aus!
Die Nacht, letzte Nacht war interessant. Ich verbrachte sie mit Suzuki in seiner Sphäre, der der aufgestiegenen Meister. Er wählte einen möglichst „schonenden“ Platz für unsere Begegnung, dennoch war es mir zu hell, zu gleißend..., viel zu viel Licht! Ich dachte an meine Sonnenbrillen aus meiner Zeit als Oberarschlochvorstand, die alle hin und weg und nicht mehr da sind, als mir das Licht so unglaublich leuchtend erschien; ich mußte lachen, dass eine solche bescheidene Vita doch..., mich noch in solche Sphären verfolgt...! Typisch cozyP! Typische Fehlfunktion, für die ich jetzt bereits den einen oder anderen Ultra-Nobelpreis abgeräumt haben könnte, läge es an der Performance! Ich befinde mich beim aufgestiegenen Meister Suzuki, empfange von ihm Licht und Liebe und Hilfe..., und mir fällt meine verdammte 500 Dollar - Armani-Sonnenbrille ein, die jetzt ein Spinner in Singapur trägt....?!?! Ich meine, ich dachte nicht aktiv über sie nach, die Brille..., es war mehr ein Reflex, sie haben zu wollen, angesichts dieses Übermaßes an Licht und Leuchten... Dennoch bizarr! - Und echt cozyP!Heute gab es noch mehr dieser Fehlleistungen..., peinlich-peinlich teilweise auch noch! Ich saß fluchend vor Maya und suchte in diesem vermaledeiten facebook, in dem ich mich weder auskenne, noch auskennen möchte, weil ich lieber mit Suzuki spiele, mich von La Madre streicheln lasse, oder über Father's Father's kryptische Sprüche nachdenke zum Beispiel..., jedenfalls setzte sich meine Frau neben mich und fand nach kurzer Zeit ein Icon, das es hätte sein können, das, was ich suchte... Sie wies mich darauf hin, worauf ich barsch erwiderte, in der Ecke unten rechts sei nie etwas, außer dem bescheuerten Chat, den ich eh gerne weg haben würde und so weiter und so fort... Ich holte mir stattdessen Google und fragte mich durch..., bis..., bis man mich auf ebendies Icon unten rechts hinwies, wo letztendlich die Funktion zu finden war! Shame-Shame-Shame! Shame on me! Klar war sie verletzt. Klar war ich unleidlich und ungeduldig, weil ich es einfach hasse, mit technischen Spielereien meine Zeit zu vergeuden, die ich soooooooooooooo gut mit EXTREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEMMMMMM SOFAAAAAAAAALIEGINGGGGGGGGGGverbringen könnte! So kam es, wie es kommen mußte, und..., naja, „Like the way you lie“-mäßig ging es dahin; final kam auch meine Potemkin-Terminologie zu Sprache..., natürlich, wie sollte auch solch ein reizendes Element fehlen?
Zeit und Energie...., alles dahieeeeee!
Ganz selbstverständlich versöhnten wir uns wieder; einige Zeit und Schleifen unserer rhetorischen Spitzenleistungen, bei denen wir – wie immer und wie es der Brauch ist – uns nichts schuldig blieben, folgte die Versöhnung später....
Und ich mußte wieder an meine von Nachdruck gezeichnete Pflichterfüllung, bei der ich zu gewinnen fast schon gezwungen bin..., ekelhaft, einfach ekelhaft!
Ich versuchte zu entspannen beim Jodler-Design, doch kam ich da auch nicht recht weiter. Ich konnte mich nicht loslösen von der knurrend lauernden Pflichterfüllung, die mich aggressiv zu sein herausfordert... Schließlich war das geschafft. Ich präsentierte meiner Frau das Ergebnis und es fand ihren Beifall. Sehr gut. Sie ist mein wichtigster Kritiker.
Ich höre gerade im Hintergrund Bon Iver live und sie sprechen von „sweet weekend“, OMG! Die Woche hat gerade angefangen und ich bin so übermüdet....! Wie immer!
Von meiner Nacht mit Suzuki erzählte ich bereits. Die Inhalte selbst waren sehr persönlich, so dass ich in diesem Rahmen nicht darüber sprechen möchte. In General kann ich sagen, dass meine Selbstheilung eines der Themen war, weiterhin..., nein, es geht nicht! - Weil es auch um andere Personen drehte, die diese Öffentlichkeit ganz sicher nicht wünschen.
Ich machte eben eine kleine Augenpause beim Konzert von Bon Iver Bonnaroo 2012. Wenig Zuschauer, aber diese kleine Gruppe besondere Menschen, diese Musiker, spielen und singen und „nerden“ (in Ermangelung von Tanzkünsten, gibt es dieses Wort schon?) sich die Seele aus dem Leib! - Auch und nicht zuletzt für mich hier und heute, den mit Abstand müdesten Erleuchteten mit leuchtend lila Armband links! Weil ich so unsagbar dankbar bin für die Musik, für diese Künstler, die mir so viel Freude schenken, folgt jetzt wieder mein Beitrag, ein weiteres Stückchen aus „Lucifers Field“, womit ich euch für heute entlasse, good hearts, ihr Lieben!
Ihr wisst, ihr seid die Größten! - Das sagen auch La Madre, Suzuki und Father's Father; darum vergesst ihr das bitte nie! Genießt eure Großartigkeit und lasst euch nichts anderes verkaufen!
Sir Em & Lady G
Anders die Person, die sich "sein Herrchen" nannte, Sir Emanuel.
Von seinem Weib, Lady Godiva, nach dem Verbleib des Hundes gefragt, musste er zusehends öfter zu flinken Themenwechseln, einfältigem Schulterzucken oder dem schlichten Eingeständnis seines Unwissens Zuflucht nehmen.
Lady zeigte sich daraufhin stets wenig amused und ließ es Emanuel
spüren. Dies wiederum veranlasste Sir Em (wie er sich gerne in Anspielung auf seine, obgleich tief im Herzen verankerte, doch nie gelebte, sozialrevolutionäre Ader und die damit verbundene Schwäche für den Sprechgesang bestimmter Interpreten, nennen ließ) seinerseits zu detektivischen Aktivitäten, die das nie ausgesprochene, aber bisher so angenehm bequeme Gentlemans Agreement zwischen ihm und Charles aufs Schärfste verletzten.
Dickleibig, pausbäckig und mit rotem Gesicht versuchte er sein Bestes, den Spuren von Charles zu folgen, seinen Aufenthalt zu bestimmen und die Ursache zu finden, den Grund seiner immer häufigeren Absenz vom heimischen Gefilde. Zu seiner größeren Überraschung ergaben diese Nachforschungen kein klares Bild, nicht einmal Anhaltsgründe für ein wie auch immer geartetes Muster, außer, dass Charles - an ständig wechselnden Orten - allein und vermutlich einsam herum saß. Den Verstand könnte er verloren haben, mutmaßte Sir Em nicht besonders besorgt, war es doch seines Wissens nach vollkommen normal und natürlich für Mitglieder der Oberschicht, etwas exzentrisch oder zumindest leicht labil zu sein und speziellen Eigenheiten, in der Sprache der Gentleman "Spleens" genannt, zu frönen.
Dies Lady G (er nannte sie - in Anspielung auf ihren empfindlichsten Punkt - nur unter vier Augen und in seinem Kopf so, was er dennoch als richtig versaut und dementsprechend erregend empfand) zu vermitteln, lag jedoch außerhalb seiner Kraft. Der gute Sir Em wusste, was er an ihr hatte. Eine voll aufgeblühte und mit allen Mitteln kosmetischer Chirurgie bis zum Letzten getunte Landpomeranze, eine Tochter der Unterschicht, deren im Grunde gesunder, doch schrecklich archaisch orientierter Menschenverstand sich als so ziemlich einziger Teil ihrer selbst als nicht tuningfähig erwiesen hatte. Diese Feststellungen betrachtete Em keineswegs als negativ. Lady G war augenfällig die Inkarnation sinnlicher Weiblichkeit und abgesehen davon ein Herz von einem Menschen. Über diese, für jeden erkennbaren Attribute hinaus aber, verkörperte sie für Sir Em die Erfüllung jenes so unrealistisch anmutenden Jungmännertraumes, den besten Kumpel immer um sich zu haben und ihn auch noch auf tausend Arten vögeln zu können. Und sie war schön, war schon immer schön, auch vor den Eingriffen. Wäre etwas an ihr, etwas in ihr, insbesondere am nichttuningfähigen Teil ihres Wesens, anders gewesen, Sir Em zweifelte ernsthaft daran, unter diesen Umständen den Absprung aus England jemals geschafft zu haben. Vielleicht war dieser kulturresistente, sich gegen jede Umerziehung so absolut erfolgreich zur Wehr setzende Teil ihres ansonsten so lern- und anpassungsfähigen Charakters der Wichtigste, wurde Sir Em wieder einmal klar. Ihm war es zu verdanken, in dieser Enklave des Friedens und der fortgesetzten Befriedigung zu leben. Heute noch, nach 20 Ehejahren, fand er ihre Marotten anbetungswürdig, konnte er sein Bedürfnis, vor ihren stets in High Heels gekleideten und so vielseitig zu seinem Vergnügen verwendbaren Füßen niederzuknien kaum beherrschen, wenn sie bestimmte und ihr widerstrebende Dinge trotz bildhaft-geduldiger Erklärungen einfach nicht verstand und in ebenso liebenswürdiger wie unwiderstehlicher Weise den für sie beide angenehmsten Themenwechsel in Richtung Orgasmus herbeiführte. Oh ja, sogar das war schön mit ihr, sogar das Nachgeben nach Gewaltmärschen liebevollster Erläuterungen, an deren Ende sie ermüdet und gelangweilt nach anderer, zumeist handfesterer Zuwendung verlangte.. Sir Em lächelte ein stilles und zufriedenes Lächeln. Er liebte seine Frau, keine Frage. Er würde alles tun. Doch konnte bei aller Liebe und grenzenloser Bereitschaft doch nur das Mögliche getan werden, was für seine Frau das Verständnis dessen, was ein Upper Class Terrier in seiner Rolle als nichthumanoider Gentleman sei, vollkommen ausschloss, wie er sicher wusste. Lady G hatte die Komplexität des Gentlemanseins bezogen auf Menschen nie richtig begriffen, obwohl sie sich, jedenfalls ihren eigenen Versicherungen gemäß, dabei alle Mühe gab (woran Sir Em ehrlich gesagt so seine Zweifel hatte, klang ihm doch immer noch in den Ohren nach, wie sie die traditionell britische Institution der Männerclubs als "Brutstätten für weibische Tucken und Homo-Flagellanten, regiert von hinter verschlossenen Türen ihre kranken Phantasien auslebenden, abartig-ekligen alten Männern in Frauenkleidern" bezeichnete). Ergo: Eine Unerklärlichkeit der Art, wie sie der Terrier Charles in seinem Verhalten jetzt an den Tag legte, in den im Kontext seiner britischen Herkunft absolut sinnvollen Zusammenhang mit seiner hohen Geburt und seinem demgemäss natürlichen Drang zu etwas exaltiertem Verhalten zu bringen, das würde sie nicht tolerieren und mit einem kategorischen "Meschugge!" vom Tisch wischen. Und ganz sicher waren für sie Hunde - gleich welcher Herkunft - einfach Hunde. So stand das Problem.
Ihre Huld zu erhalten, im Klartext die mit Abstand angenehmsten der täglichen Gewohnheiten, die jederzeit verfügbaren Quickies zu Gunsten derer Lady immer zugriffsfreudige Kleidung wählte, die traumhaften Blowjobs, auch und nicht zuletzt die Tittenficks, diese Höllenfahrten zwischen ihren gigantischen Glocken und nicht zu vergessen, die viagra- und kokainschwangeren Nächte mit wildem Sex auf den Schlachtfeldern zuvor ausgefochtener Popcorn-, Pralinen- und Cookie-Beschüsse, als Ergebnis infantil-berauschter Meinungsunterschiede, die das Personal regelmäßig in den Wahnsinn treibenden Graffiti-Experimente mit Sprühsahne, Smarties und allerlei Kokosraspel und Mandelsplitter, dies weiterhin genießen zu können, war sein erklärtes Ziel. Darum ging es! Und damit um die Grundfesten seiner Existenz!
Er wusste es. Sie wusste es. Noch zeigte sie sich nur gereizt, noch verweigerte sie nichts, war nur etwas abwesend beim Spielen und ließ es nur hier und da am sonst tadellosen Enthusiasmus fehlen. Dieser Warnschuss genügte, um Sir Em die Gefährlichkeit seiner Lage ganz deutlich zu machen. Unmissverständlich. Er wandelte auf dünnem Eis, was für einen stark übergewichtigen Mann noch nie die Position zum Witzemachen war. Kurz, es musste etwas geschehen.
Charles anzuleinen und ihm exemplarisch eine körperliche Züchtigung angedeihen zu lassen, das erschien Sir Em nicht passend. Charles wäre beleidigt, würde den Depressiven spielen, wimmernd daliegen und überall Wasser lassen, nur heimlich essen etc. pp.. Em ahnte voraus, dass dann der nächste Schritt von Ladys Seite der Einsatz eines Hundepsychologen, oder schlimmer noch eines Medizinmannes oder Geisterbeschwörers sein könnte. Und das kam nicht in Frage! Nein! Nein, was hatte Em nicht schon alles gesehen, was hatte er nicht schon alles erlebt im Zusammenhang mit Heilung und Regeneration! Der kalte Schweiß stand ihm auf der Stirn beim Gedanken an die Heerscharen der esoterischen Berater, Hypersensiblen, Kartenlegern, Astrologen, Medien, Channelern, Parapsychologen, Wünschelrutengängern und Wer-Weiß-Was, denen allen er auf Ladys Wunsch hin Obdach und Lohn gab für ihre zweifelhaften Dienste im Sinne der Optimierung von Ladys Wohlbefinden und der Harmonisierung irgendwelcher Energien von Anwesen, Haus, Möblierung, Kleidung, Schmuck und Fuhrpark. Obgleich Sir Ems Belohnung für jedes JA, die Zustimmung zu jedem neuen Helfer bei der Erschaffung eines reinen, gesundheitsförderlichen und in jedem Falle kosmisch ausbalancierten Heims stets überreich war und ihm ungeahnte sexueller Genüsse und erotische Neuigkeiten brachte, die er zuvor nicht einmal für möglich hielt, war er heute nicht mehr risikofreudig genug, sich möglicherweise in der Annahme zu überschätzen, das noch einmal durchzustehen, ohne den Verstand zu verlieren. Wenn nur noch eine einzige Person mit Zauberhut oder Majamütze brabbelnd durch den Garten stapfen, ihn mit einer abschätzigen Handbewegung von seinem eigenen Pool verweisen würde, er könnte dem Zwang mit der Schrotflinte nicht mehr widerstehen. Beim puren Gedanken daran wurde das Vorstellungsbild der Tat immer größer und größer. Em spürte, es würde sich schließlich über ihn stülpen, ihn verschlingen und in diese schreckliche Welt der Mordlust stürzen, aus der heraus es keinen Ausweg gab.
Es musste andere Alternativen geben. Solche mit weniger dramatischen Folgen. Zunächst einmal schien es Em angemessen, die Beobachtung seines Hundes und die Aufklärung der genauen Umstände nun besser doch in professionelle Hände zu geben. Seine Beobachtungsgabe war nicht die Größte, wie er wusste. Seine Kombinationsfähigkeit betrachtete Sir Em als Ergebnis seiner bisherigen Lebenserfahrungen als gleichfalls nicht besonders ausgeprägt. Nun ja, die Gene, mutmaßte er. "Der Preis des Gentleman für seine Herkunft, nicht wahr, alter Junge?", sprach er sich im Spiegel eines Schaufensters auf dem Nachhauseweg zu.
Wie so oft überholten die Ereignisse Sir Ems behäbige Überlegungen, die sich vorwiegend um das Einfliegen irgendwelcher Tierdetektive (Hatte es da nicht einen im Film oder Fernsehen gegeben? Da müsste sich doch etwas machen lassen! Aber diskret selbstverständlich!) vom Festland, die Erweiterung der diesbezüglichen Pflichten der Hausmädchen beim Eintreten des sexuellen Notstandes und die Idee einer Anti-Diät für Charles, bei der die Attraktivität des Nahrungsangebots und die Trägheit nach den Mahlzeiten, möglicherweise verstärkt durch die Zugabe von Tranquilizern, als Garant für die Verminderung der Ausflüge fungierte, drehten.
Bis zum nächsten Mal (Grüße von Father's Father, Le Madre, Suzuki und den anderen...)!
LOVE! cozyP LOVE!