Sonntag, 30. November 2014
cozyP und Äpfel und Ziegen und die ganze Familie mit und ohne Körper genießen einen ganz und gar unaufgeregten Sonntag. Ihr auch?
Eine traditionelle Begrüßung heute, da Zeit ist!

Hi und hallo denn, und einmal mehr, ihr good hearts, ihr lieben, ihr frisch Erleuchteten, ob gestern, heute, oder in einem früheren dann.., das garantiert kommt!

Seid gegrüßt am Sonntag, ihr opiumschwangeren Honigwaben!

Ein Satz für… in [error in persona] schrieb mich heute. Er lautet:


Vielleicht ist es die Kunst, das Ungefähre zu vermuten?

Und er macht mich ruhig, und in gewisser Weise „cremig“, was mich vermutlich nachdenklich stimmen sollte, traut man den neuesten Umfragen unter den mehr als 50 Billionen Einzelintelligenzen der ersten Ebene meines physischen Leibes…
Doch das ist mir egal. Ich sehe es, ganz so, wie ein in der Auslage einer Bäckerei, aus der Theke heraus grinsender Amerikaner, der es gerade mit einer Mohnschnecke gemacht hat; mir ist das alles scheißegal.

Da liegt ein grüner Notizzettel, auf welchem die muntere, aber wenig ermutigende Nachricht an mich selbst – verfasst aus eigener Hand – geschrieben steht:

„Weiter „Dad’s Choice. My Choice“

Klingt wie ein Marschbefehl. Scheiß Militär! Wenn ich den Laden nicht so lieben würde, würde ich aussteigen!

Zwischen der Wahl, die mein Vater zu treffen hatte und meiner…

Wie viele Unterschiede?

Coole Nacht. Ich war auch außen wieder schwarz, in meinen äußersten Hautschichten, die jetzt wieder so rosa so Schweinchen – farben aussehen. Uncool, dass ich ein derart nervöser schwarzer Mann war. So ruhelos.

Du kannst nicht alles haben? Igel und Stachelschein? Im Arsch allein?

Sehe ich nicht so!
Ich kann! Kann, aber auch wie, so was von alles haben.., auf einmal!

Krasse Sache!

Morgen geht’s wieder ins Krankenhaus. Behandelt werde ich heute schon. Die Beste Ehefrau von Allen verpasst mir gerade Rotlicht auf meinen unteren Rücken, dem es auch schon mal besser ging…, aber auch schlechter. Beim Gehen fühlt es sich dort an, als hätte ich eine Scheiß – Mühle drin und würde in ihr meine Nerven, die Spitzen davon, fein säuberlich bearbeiten, so dass mir der Scheiß – Schweiß ausbricht und ich keuche und stehen bleiben muss, und um Luft ringen, um Scheiß – Atem kämpfen…. Bullshit, das!

Naja, so geht’s mit meiner Körperlichkeit. Ist nur eine Zwischenbemerkung das, denn wirklich Neues gibt es nicht. Noch nicht.
Der Kampf hat gerade begonnen, meine ich…, falsch herum, oder?
Geht es möglicherweise darum, aufzuhören zu kämpfen?

Wer weiß? Wer weiß? – Suzuki gibt sich geheimnisvoll. Fathers Father winkt ab und will nichts davon wissen…, oder…hören?

La Madre tut das, was sie immer tut. Dankeschön, Du Geliebte La Madre! La Madre hilft mir mit aller Kraft.

Es ist wahr. Wahr, das war es immer. Wahr, das wird es immer bleiben!
La Madre lächelt mich an und reicht mir ihre Hand, um mir aufstehen zu helfen. Sie nickt mir zu, dass es ok ist, jetzt aufzustehen, herauszukommen und neu zu sein. Ich komme aus einem Grab, aus meinem Grab mit einer Marmorplatte, die weggeschoben ist, so dass ich heraus kommen kann. La Madre hat wundervolle blaue Augen, wie Teile ihres Gewandtes. Ihr Lächeln ist bezaubernd, das einer Heiligen Geliebten, einer traumhaften, edlen, Heiligen
Geliebten und überirdisch sexy Mutter.
Wir befinden uns in einer Gruft, einem Mausoleum, in meinem. Alles ist aus Marmor und Gold. Es stehen auch einige Marmorstatuen im Kreis um mein Grab, um meine Grabplatte. Wie es scheint, war auch La Madre eine davon und ist „nur“ herabgestiegen von ihrem Sockel, um mir zu helfen. DANKESCHÖN !
- Die anderen Figuren sind NUR aus Marmor und Gold; der nächste, den ich erkennen kann, hat einen Vollbart (ich assoziiere – unsympathisch - Aristoteles); aber ich sehe das nur undeutlich.
DANKE, La Madre! Danke! DANKE! DANKESCHÖN!
– Wie unglaublich geduldig, wie gütig La Madre mit mir ist! Jetzt, nach hiesiger Zeitrechnung, sind zwei oder drei Tage (nun viele Wochen..., … jetzt fast schon Monate...... , jetzt wirklich viele MONATE...) vergangen, und La Madre steht weiterhin lächelnd und mir Mut gebend, mir ihre elfenbeinernen-edle Hand noch immer zureichend, sich darbietend ganz und gar,
und harrt liebevoller und langmütiger als alle Langmut und sanfter als die Sanftmut selbst meiner. Sie gibt mir zu verstehen, ich habe alle Zeit der Welt und sie bleibt und ist da; und so wird es immer sein! Danke, La Madre! DANKE! Ich liebe Dich, La Madre! Ich weiß, du liebst mich noch viel mehr, weil du noch viel mehr lieben kannst als ich! Danke. Danke. Danke!
Dein Fahfahrian cozyP


Ja. Danke, meine Geliebte La Madre!

Ehrliches Brot heute zum Frühstück. Gutes, wahres ehrliches Brot. Frisch und nicht altbacken für € 1,10 das Pfund dunkles Roggenbrot von einer kleinen Landbäckerei.
Wir kamen zu diesem Brot, weil wir unsere Pläne bezüglich meiner Anreise in die Klinik zu ändern gezwungen waren; nun waren wir im eigentlichen Sinne nicht sofort gezwungen, das kam dann etwas später erst, sondern entschieden unabhängig von einander aus einem Impuls heraus, dass ich doch den Wagen nehmen sollte. Das gute Wetter sprach dafür und wir hatte beide das Gefühl, damit das Richtige zu tun.
Beim ersten Versuch einer Einführung in dieses Nordic Walking im Krankenhaus im Rahmen des Therapie – Pakets erwies sich dann, dass ich nur noch kürzeste Strecken überhaupt bewältigen kann und auf keinen Fall die geplanten Wege.

„Dääääääääässssssss iiiischhhhhhhhhh däääääääääääääää
Reschschschd vuuuuuuuuuummmm Schiezzzeeeefeschschschd!“ –

So würde der Bauer aus Rheinland – Pfalz den Stand der Dinge in meiner Körperlichkeit sehr zutreffend kommentiere, was meint:
„Das ist der Rest vom Schützenfest!“ – und ab hier wird es selbsterklärend.

Ja, so mussten, so müssen wir das Risiko auf uns nehmen und ich fahre mit unserem kleinen, alten, unbeheizten Wagen, denn ich kann schlicht und einfach nicht weit genug gehen, um die bei Bus- und Bahnfahrt anfallenden Strecken zu bewältigen. Unromantisches Punktum, so fürchte ich, good hearts.

Nun macht sich die Todesnähe durch und durch alle Hierarchien meines Körpers bemerkbar. Nicht lange her, da wäre ich wieder einmal fast verreckt….
Als Betroffener vergisst man das gerne, sehr schnell am Besten, und geht seiner Wege, versucht es jedenfalls und tut so, als wäre nichts gewesen…, Bullshit!
Der Körper mit seinen Wunden und Vernarbungen, seinem Ruhebedürfnis und seinen ständig anwachsenden Defiziten, er sieht das anders und besteht an irgendeinem Punkt rechthaberisch auf seinen Rechten! Und er verhandelt nicht, genau wie cozyP! – Und wenn diese Rechte und ihre Ausübung in Verweigerung, also darin bestehen, gewisse Leistungen, wie das Gehen in meinem Falle, einfach nur noch in sehr geringen Portionen zur Verfügung zu stellen und den Überziehungskredit rigoros zu streichen, dann kann man in der Tat nur noch sehr kurze Wege gehen und aus!

Den Rest kennt ihr. Knie, Beine, Gesicht, Schulter, Rücken…, die Alte Leier vom Schmerzens – Geier! - Und wenn nicht, dann, dann habt ihr allerdings großes Glück gehabt bis jetzt, good hearts, und es möge euch treu bleiben für immer!

Zurück zum Brot. Auf meinen Abkürzungen zum Krankenhaus, ich fahre etwa 45 Minuten einfache Strecke, komme ich an dieser Landbäckerei vorbei. Die Menschen dort sind so freundlich, es riecht so lecker, da ist ein Lächeln, ein Lachen, Kinderstimmen und heimeliger Geruch, man möchte einfach einziehen und für immer bleiben, ganz still, in einer Ecke unter den Brotregalen, und dem allem beiwohnen einfach, nur, nur es einatmend teilhaben…., und, da Gott ein guter Mann ist, so wie ich das sehe…., lässt er es nicht zu, nicht einmal für eine Stunde, nicht für eine einzige, auf dass wir uns der Illusion nicht berauben, der Süße nicht und nicht der Schönheit und der Wärme und des Dufts und der Harmonie!
Coole Sache!
Ihr wisst, good hearts, ich blicke nicht eben freundlich – friedlich, oder gar kritiklos in die Richtung des Alten, des Alleinen, und sage ihm offen meine Meinung und meine Meinungen und das oft bei Tag UND bei der Nacht, und die Reihe meiner Verbesserungsvorschläge reicht von Jerusalem bis Andromeda, doch manches, manches, das hat er so richtig gut und gut und sehr gut gemacht!
Man, also ich, ich kann nicht anders, als applaudieren!
Das mit dem Bäckerei – Feeling gehört für mich eindeutig dazu!

Ein paar Worte der Beschreibung noch am Schluss, meine Lieben Freunde, ihr Wenigen und Unbekannten (Hi Aleister, alter Schwede!“), ihr good hearts, ihr Lieben!

Die Schmerzklinik ist recht klein und familiär. Es gibt ein unfassbares Verhältnis von (fast) 1:1 zwischen Patienten und Therapeuten.
Meine Gruppe umfasst 8 Patienten, jeder für sich ein ganz und gar außergewöhnlicher und leidenserprobter Mensch, den ich „Dulder“ nenne mit großem Respekt. Es ist eine freundliche, offene Gruppe dies, in der soviel gelacht wird, wie Schmerz in jedem einzelnen Leib die ganze Zeit tobt…, ok, das war übertrieben und Angeberei, aber…, es wird wirklich viel gelacht, und die Leute erzählen erstaunliche und traurige und lustige Geschichten, die zu merken ich mir versuche, um sie nach meiner Rückkehr nach Hause der Besten Ehefrau von Allen wieder zu erzählen.
Ihr kennt sie ja gut genug aus meinen Erzählungen und wisst, dass sie, die Weltoffene und rundum Interessierte, meine Mitpatienten, die Therapeuten und Ärzte jetzt schon weit besser kennt als ich, obwohl sie nie da war. Bei mir ist das so eine Wiedergabe/Löschen Funktion, die einsetzt, sobald ich meiner Frau die Storys erzähle. Danach sind sie bei mir weitestgehend weg.
Nun, als Teilzeitbuddhist und damit zeitweiliges Zen – Äffchen passt mir das selbstverständlich mehr als gut in den Kram, da ich „den Geist des Anfängers“ leben kann, den Suzuki so oft erwähnt und für derart wichtig erachtet; ich kann das nahezu täglich, und das, ohne mich sonderlich anzustrengen. Wer ist nicht gerne der Lucky Bastard? – Ohne Frage bin ich, ist der gute cozyP, der Fahfahrian, der Glückspilz diesmal!

Und ich fühle mich geborgen und in gewisser Weise „sehr angekommen“ in dieser Gruppe, bei diesen Helfern und Heilern, was sie besser beschreibt, als die nüchterne Terminologie „Ärzte und Therapeuten“.

Gut, meine Lieben!

Das noch! Jeder Tag ist zum Beginnen der Beste, eh klar!
Jetzt ist Advent, also macht diesen Umstand zu eurem Kickstart:

Ganz egal, wo ihr seid, good hearts, ihr lieben! – Und wenn ihr genug zu essen habt und etwas darüber hinaus, macht euch die Freude, kocht, back irgendwas und bringt es jemandem, der Kohldampf habt! Ihr findet die Leute überall! Und wenn euch nichts einfällt, lasst euch von Suzuki und cozyP inspirieren: Bringt einen Kuchen ins Seniorenheim! Und wenn es für euch ok ist, trinkt eine Tasse Kaffee mit den alten Leuten, lasst euch etwas erzählen und macht ein wenig Smalltalk! – Ihr glaubt nicht, wie gut euch das tun wird!

Und eines noch. Ein persönliches, sozusagen „cozyP-Anliegen“: Wenn ihr die Mittel nicht habt, jemand essen zu geben und/oder euch nicht traut, es euch zu komisch vorkommt und so weiter und so fort…, dann macht bitte folgendes:
· Bewegt euren Arsch zum nächsten Hospiz, Krankenhaus, Senioren- oder Kinderheim
· Bleibt in der Nähe des Gebäudes/ der Gebäude
· Steht aufrecht, atmet tief ein und aus
· Öffnet eure Handflächen und strahlt heilende und erneuernde Energie zu den Menschen dort
· Macht das 9 Atemzyklen lang
· Bewegt euren Arsch zum Ort eurer Wahl
· Verrichtet dort das Tun eurer Wahl
Ihr werdet überrascht sein, wie gut es euch geht und wie sich euer Körper freut!
Die Verleugnung des Lichts zerreißt den Körper. Man tut sich Unglaubliches an, indem man sich dazu entscheidet, in dieser Welt absurder Halluzinationen zu leben!
Entschließt euch, eure Natur als tanzender Lichtpunkt nicht nur zu akzeptieren, sondern ihrer fühlbar gewahr zu werden; es wird einer der besten Entschlüsse eures Seins sein!
Wir sind nur Reflexe, nur tanzende Lichtpunkte auf einer gegebenen Struktur, der Textur des Seins.
Und dann noch das, an was Suzuki und ich euch gerne erinnern (und immer-immer-wieder, solange es die Vorderzähne aushalten, natürlich):
Genießt das Sein, good hearts, genießt es, mahnt auch Suzuki. Einen sehr sinnlichen, so extrem genussfähigen, grob stofflichen Körper zu haben, das kommt in Wahrheit nicht so oft vor, wie man sich das denken und wünschen würde, merken wir an dieser Stelle an! - Also nehmt die Gelegenheiten wahr! Es gibt derer unendlich viele an jedem Tag; solange ihr noch einen Arsch aus Fleisch und Blut habt!

Ich wünsche euch, wir wünschen euch, also La Madre, Suzuki, Fathers Father, die Ungenannten, der Alte Meister ANZ, die Süßesten der Süßen, und natürlich die Beste Ehefrau von Allen, JJ & cozyP wie immer, wir wünschen euch jetzt einen multiplen Orgasmus im Hirn und dem Geschlecht nach dem anderen, und eine schöne und glücklich machende Überraschung nach der anderen, und denkt daran:

Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Zieht euch das rein und genießt diese einmalige – und, da dürft ihr sicher sein – Honigtau – feuchte Woche…., also leckt gut, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts!
Schlaft gut und träumt süß, ihr Mächte und Gewalten, ihr Saat des Himmels, die ihr wahrhaftig seid! CU, ihr lieben good hearts!
Bis die Tage!
!LOVE!
cozyP