Sonntag, 4. Januar 2015
Heute ohne große Vorreden zur Gute Nacht Geschichte, vorgelesen von Äpfeln und Ziegen und Suzuki und cozyP und La Madre und Fathers Father…, von uns allen, der gesamten Gang gechantet, und gebrabbelt, wie im schönsten Zen - Kloster mit der Akustik der Mailänder Scala!
Hi und hallo denn, an diesem ersten Sonntag dieses brandneuen Jahres, ihr good hearts, ihr lieben, ihr frisch Erleuchteten, ob gestern, heute, oder in einem früheren dann.., das garantiert kommt! Ich blogge heute nicht, sondern sende euch ein paar Einschlafhilfen, good hearts!

Dann legen wir mal los:

Diese Einfügungen kamen heute auf die Startseite unserer Erleuchtungssite – www.g-cook.com

Each - even the smallest particles - is so complex that it can never be fully understood. Suzuki
Chaque - même les plus petites particules - est si complexe qu'il ne peut jamais être entièrement comprise. Suzuki
Cada - incluso las partículas más pequeñas - es tan complejo que no puede ser plenamente comprendido. Suzuki
Kaku - demo saishō no ryūshi ga - sore wa kanzen ni wa rikai suru koto wa dekimasen koto o hijō ni fukuzatsudearu. Suzuki
Jedes – noch so kleine Teilchen – ist dermaßen komplex, dass es niemals ganz verstanden werden kann. Suzuki
Měi yīgè - jíshǐ shì zuìxiǎo de lìzǐ - shì rúcǐ de fùzá, yǐ zhìyú bùnéng wánquán lǐjiě. Língmù
How to become a really hard guy? - Do it the way he, Master Tony Macaroni sewn tattered linen in a madhouse. cozyP
Comment devenir un gars vraiment difficile? - Faites-la façon dont il, Maître Tony Macaroni cousu linge lambeaux dans une maison de fous. cozyP
Cómo llegar a ser un tipo muy duro? - Hacerlo de la manera que él, el Maestro Tony Macaroni cose la ropa hecha jirones en un manicomio. cozyP
Dono yō ni hontōni hādona otoko ni naruniha? - Sore wa kare ga, masutātonīmakaroni wa maddohausu de borobororinen o nui-tsuke hōhō de okonau. cozyP
Wie wird man ein richtig Harter Typ? - Mach's wie er: Meister Tony Macaroni näht zerschlissene Bettwäsche im Irrenhaus. cozyP
Rúhé chéngwéi yīgè zhēnzhèng de yìng jiāhuo? - Zuò dào zhè yīdiǎn, tā shīfu tuōní tōngxīnfěn fèng pòlàn de yàmá zài fēngrényuàn de fāngshì. CozyP



The most courageous attitude, the anticipation of the complete victory, is the most natural, and the only one that is present to us. cozyP
L'attitude la plus courageuse, l'anticipation de la victoire complète, est la plus naturelle, et la seule qui est présente à nous. cozyP
La actitud más valiente, la anticipación de la victoria completa, es la más natural, y la única que se nos hace presente. cozyP
Mottomo yūkan'na taido wa, kanzen'na shōri o mikoshi wa, mottomo shizen'na, to watashitachi ni sonzai shite iru yuiitsu no monodesu. cozyP
Die mutigste Haltung, jene der Vorfreude auf den vollständigen Sieg, ist die natürlichste, und die einzige, die uns ansteht. cozyP
Zuì yǒnggǎn de tàidù, wánquán shènglì de qídài, shì zuì zìrán de, yěshì wéiyī yīgè cúnzài yú wǒmen. cozyP

Das heutige Energiebild ist: „all here and alive… like you?“
Ihr könnt es euch bei g+, Tumblr, Facebook oder Twitter abholen wie immer.

Die heutige Gutenachtgeschichte ist mehrteilig und schmückt sich mit einem wortgewaltigen Titel! Oh, ihr zittert schon? - Schon verstanden! – Es folgt also dennoch das heutige Betthupferl-Stückchen, Tagesnotizen, und, obwohl man es sich nicht verdienen kann, Unfassbares, gefüllt wie immer mir Kopy Luwaak Kack-Kaqck aus „Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz!“

Have fun!

!LOVE!
cozyP


Samstag, 26. Juli 2014
Ist Transformationsgrammatik eigentlich Rebirthing für Worte? Hat man einmal seinen Chomsky im Kopf..., weiß man nicht so recht, ob man den Einlass bedauern soll oder nicht! "Der Schwanz entscheidet! - Doch der schreit und schreit nur nach Viagra immer!" - Ein toller Beitrag von Äpfeln und Ziegen für meinen heutigen Header! "Weil du immer so geschwollene Scheiße redest!", lautet die Urteilsbegründung. Äpfel und Ziegen haben vermutlich Recht. Das haben die eigentlich immer. Aufgeblasene Scheiße im Header verbiegt ganz einfach das ganze Erlebnis. "Hammer im Arsch, fühle den Barsch!"- Wäre das besser?
fahfahrian, 19:06h
Diese verdammten Kinder! Ich ließ mich - wider besseres Wissen - zum Fahrradfahren in die Stadt überreden. Meine Frau, ein Kind dieser Zeit und Gläubige der Heilkraft von Bewegung, Sport und Sauna und so weiter und so fort..., sie meint es nur gut, ist eh klar..., nur tut "es" mir nicht immer gut! Ich bin kein Schwerarbeiter in körperlicher Hinsicht, kein Schlosser oder Landwirt oder weiß-ich-was und verspürte noch nie den Drang, meinen Arsch über Gebühr zu bewegen! Diese Kinder flippen aus, wenn Männer solche Rallye streifen am Bauch haben, die 6packs, heißen die so? Ja, wie die Dosenpackungen. Spam? Interessante Verbindung! Egal. Ich hatte nie Iowas. Ich machte natürlich allen angepassten Modesport der geistig Armen, man fand mich auf dem Tennisplatz, dem Squash-Court, auf der Skipiste und wo überall noch es hoffentlich teuer war, seinen "Body" zu stählen...; also glaubt mir, ich kenne das; den ganzen Shit! Aber alles, was ich an meinem Körper einmal - und das auch nur für eine kurze Zeit - veränderte, waren die Bizeps. Das in mindestens 6 oder mehr Jahren Gym! Hut ab! Respekt! - Meistens hatte ich dennoch Übergewicht, dann war ich wieder krank und mußte pausieren, es war ein ewiger Tanz hin und her! Meine Frau wurde von Kindheit an auf Sportbegeisterung getrimmt, eine sportliche Familie voller Tennis- und Skilehrer und was weiß ich noch alles. Man impfte ihr Fußball ein und - ich vermute das und will nicht fragen - ich denke auch Begeisterung an anderen Sportveranstaltungen der für mich weniger angenehmen Natur. Man brachte ihr bei, die Scheiße zu glauben, ohne daß es je funktionierte! 700.000 Diäten und Kuren und Mist und Scheiße, die sie alle schon kannte, als sie mich vor mehr als 22 Jahren kennen lernte. Wie ihr jetzt schon wieder grinst, good hearts, ihr Lieben! - Ja, aber ja, natürlich hatte ich die Freude und das Vergnügen, von all diesen Erkenntnissen zu profitieren bei meinen 700.000 Diäten in den nächsten Jahren bis jetzt! Der Erfolg von alledem steht mir nicht nur ins Gesicht geschrieben, Charles B., mein Held und Dichterfürst, sah sich als Affe, bei mir ist es eher dieses Michelin-Männchen, dessen Ähnlichkeit mit meiner Statur sich aufdrängt... Ich entschied mich für die Sprachregelung: "Ich habe eine traditionelle Figur.", eine Leihgabe aus einer in rührender Weise unterfinanzierten Detektiv-Serie über einen Lady-Detektive in Afrika, deren DVDs ich mir irgendwann besorgen werde... Die schwarze, wohlbeleibte Lady (ich fand sie sexy!), sagte das oft: "Ich habe eine traditionelle Figur.", wenn sie sich selbst beschrieb. Die Zwiebelbauern-Sippe, aus welcher meine weibliche Gengeberin stammt, war ziemlich fett. Die Bulgaren eher lang. 2,14 Meter, der Großvater väterlicherseits; 2,01 Meter der männliche Gengeber. Pech mit den Genen, oder? - Das hätte auch anders ausgehen können! - Ist es ja auch; nur auf anderen Identitätsspuren, die ich leider augenblicklich nicht dauerhaft erreichen kann! So ist das alles..., in dieser wirklich bizarren Identitätsspur! - Ich weiß, ihr kriegt euren Teil auch ab, keine Frage, good hearts, ihr Lieben!
Heute nun präsentierte mir der kosmische, oder war es der komische Oberkellner, die Rechnung für vergangene Woche, das heißt für Pflichterfüllung in großem Umfang und damit für die Fortschritte auf unserer Erleuchtungssite - www.g-cook.com -. Das sind dann einfach Schmerzen vom erwachen an und es geht genauso weiter. Müdigkeit natürlich auch. Erschöpfung. Die Befriedigung über die Erfüllung der vielen Pflichten ist nur sehr hart zu erkaufen; das ist sie für uns alle, merkt Suzuki nachdenklich an.
Ich wollte heute nur nicht vor die Tür gehen, nachdem das Wetter wieder nicht gut genug für unseren Ausflug an den See war, zum kostenlosen Badevergnügen für meine Frau und liegen und dösen und schlafen für mich. Ich wollte nur still sitzen, oder liegen besser. Nur nicht bewegen! Scheiß-Genick, das bei jeder verfluchten Mikrobewegung das heiße Toben anfängt! Scheiß-Beine, die einfach nur schmerzen und keine Ruhe geben!
Diese verdammten Kinder auch! - Und ich alter Trottel stimmte schließlich zu und kleidete mich an und stieg auf mein rotes Fahrrad. Die Scheiß-Hölle brach los! Die Schmerzen waren nicht zum Aushalten!
Dann gab es ein wenig Ablenkung in Form unserer Pro-Bono-Arbeit, eine Computerwartung, die allerdings auch nicht so positiv und schön lief, weil die Hardware einen entschiedenen Strich durch die Rechnung, meine Rechnung, machte.
Genug des Gezeter! - Ich halte mein Versprechen!Jetzt! Jeden Tag finde ich heraus, was das aktuell Schönste an meiner Erleuchtung ist, damit ich beruhigt bin und versichert, dass der ganze Scheiß sich lohnte über die letzten 40 Jahre hin. Also heute auch! Ok. Here we go!
Das heute so Schöne an meiner Erleuchtung ist, daß ich die Scheiße (siehe Header und so weiter) zwar noch immer im Hirn habe, und es auch noch zu "Wortmeldungen" kommt, sogar in den Blogs und so weiter, aber dass mir der ganze Kram endlich ABSOLUT NICHTS MEHR BEDEUTET! - Ich kann nur jedem empfehlen, die Verschwörungstheorie seiner Wahl in schöne Pappe einzupacken, eine Röhre zu formen, und..., naja, ist eh schon logisch, sich natürlich in den Arsch zu schieben. Außer einer winzigen Menge an Analsadisten, die wir für unseren Zweck unberücksichtigt lassen können, werden alle übereinstimmen, daß dieses Erlebnis absolut nicht erhebend, keineswegs erotisch und außerdem, was heißt hier außerdem..., ZUERST EINMAL SCHEISS WEH TUT!
Ok, und den Müll veranstalten wir Tag für Tag mit unserem Hirn! Das besagt, dass uns unsere Arschmöse, die kleine, wertvolle Rosette, mehr wert ist.... Hammer, oder? Naja, dies nur am Rande.
Habe ich irgendwelche abgehobenen Sachen zu sagen, irgendwas "Tiefsinniges", zum Meditieren darüber, oder um sich einen abzuschütteln, oder - natürlich sind wir für Gleichberechtigung - der kleinen Klitoris mit dem Schrubber den Rest zu geben? - Irgendwas? - Suzuki sagt, ich hätte dieses Kontingent nicht nur erfüllt, sondern seit Jahren bei weitem überzogen! Ja, ich weiß, meine Trance-Induktionen waren legendär! - Dir armen-armen Übungspartner und andere Opfer in den Ausbildungen, Kursen, Seminaren und Supervisionen und ....wem ich alles mein so hart, so brutal verdientes Geld aufdrängte ........., shut up, cozyP...., jedenfalls weiß ich schon, wo ich "mein Pulver verschossen" habe. Suzuki hat Recht. Wieder einmal.
Ja, ihr Lieben, zu erleben gab es heute wenig. Doch! Doch! - Das Aufstehen war cool! Ich besuchte meine Frau im Schlafzimmer, wir alberten und hatten eine schöne Zeit der Nähe und dösten noch etwas... wirklich cool! Und gestern Abend gingen wir schon sehr-sehr früh schlafen. Kaum zu glauben! Rekord! Aber es zerlegte uns beide dermaßen, dass es das Beste und einzig Richtige war. Für mich gab es...., ja, ich gestehe, keine Literatur, sondern ein wenig "Jedermann"; auch, weil mein Freund Suzuki es so gerne mag, wenn die Schauspieler wie Spielleute durch Salzburg ziehen und musizieren; ich aber auch. Ist so schön!
Aber die Nacht! Die Scheiß-verdammte Nacht! Wieder eine Idioten-Identitätsspur! Ich war in Südamerika, vermutlich Argentinien, ja,ziemlich sicher Argentinien. Ich war Dichter. Meine Sachen waren richtig gut. Aber ich war ein Arschloch! Und was für eins! Ich war brav und "arrangierte" mich mit der Militärdiktatur, den ganzen perversen, beschissenen Mächtigen, und "hielt mich zurück", um meine Privilegien weiter zu genießen, was in der Praxis Schweigen heiß zu all den Morden und Folter und Schweinereien, die kaum zu beschreiben waren! Ich hielt mich an meine Kunst, hatte mehrere Familien, vier oder fünf Heiraten und einen Haufen Kinder mit jeder Frau und konnte mir selbst immer sagen, daß ich für die alle zu sorgen habe und deshalb Kompromisse eingehen mußte.... Bla-bla-bla... Ich war ein Lutscher. Ein Versager ohne jede Zivilcourage! Ich war angepasster als angepasst und fühlte mich "ach so anders". Meine Art, mich selbst zu belügen war perfekt! Ich kaufte mir meistens die Scheiße wirklich selbst ab! Ein Scheiß Parasit war ich!- Aber ich durfte schreiben und davon leben..., was für jeden Künstler, da bin ich absolut sicher, ein Paradies für sich selbst ausmacht..., und entsprechend verlockend, ja, verführerisch ist... Ich unterlag jener Versuchung jedenfalls total! Ich ließ meine Seele pausenlos in den Arsch ficken und sog die Anerkennung und die Preise und die Lobreden ein und bekam einfach nicht genug davon! Eine Schmeißfliege ich Dichter dort! Ein Kollaborateur, der das Talent, das ich natürlich im Übermaß hatte, nicht verdiente! Ich war ein Günstling, auch ein Stück Schmuck für die Mächtigen.., denn man konnte mit mir angeben..., und auch das ließ ich zu..., einfach alles!
Nach dieser traurigen Aufzählung nun die Nacht zuvor. Ratet mal! Ich war FROSCHFRESSER! Ja, ich war Froschfresser! Scheinbar wurde es langsam zu viel mit meinen Spöttereien und "ich mußte zur Ordnung gerufen werden"... MEINE Identitätsspur als Froschfresser! Es war nicht besonders, dieses Leben, eigentlich weder gut noch schlecht, ich war Buchhalter; Sachbearbeiter oder so was Harmloses, hatte eine kleine Familie, ein kleines Leben, war gutmütig und so weiter und so fort.... Meine Frau betrog mich, und ich verachtete sie dafür, ganz nach französischer Art..., remember - Der diskrete Charme der Bourgeoisie... naja, so was...., weil sie mich ja auch verachtete, und wir sprachen uns mit "Sie" an und die ganze, aufgesetzte Scheiße! Ich hatte mit Mitte 30 kaum mehr Haare auf dem Kopf, so einen lächerlichen Haarkranz, ausgedünnt und kaum vorhanden! Ich war groß, schlank, nein, eher dünn, nervös..., gutmütig bis zum geht-nicht-mehr, eine arme-arme Sau!

Beide Nächte könnte man beruhigt den sprichwörtlichen "Hasen" geben, wenn man ihnen übel wollte..., nein, ich doch eher nicht!Hasen sind viel zu cool!
Ich habe, wie es scheint, mehr noch, wie es sich erweist, ein Faible dafür, ein Arschloch zu sein, so scheint es mir. Die Identitätsspuren, die dieses "Kennzeichen" aufweisen, häufen und häufen sich....!

Und jetzt? Naja, ich bin wach, die Identitätsspuren, die anderen, das Sein als Arschloch, als angepasstes Stück pseudointellektueller Scheiße, als Frösche fressender Versager, als Buddha, als Frosch, als Spatz, als Körnchen kosmischen Staubs, als Licht, als süßer Duft der Auflösung, als alles Kommende und alles Vergangene und ewiges Jetzt, es ist alles gelaufen und vorbei und kommt und geht und ist perfekt, wie wir wissen! Erleuchtung bedeutet möglicherweise (für Narren wie mich zum Beispiel) ganz konkret in dieser, der für uns gegebenen, wirklich sehr merkwürdigen Identitätsspur, sein Sein als Kosmisches Arschloch zu...., was jetzt eigentlich..., transderivational wird hier nicht ausreichen...(jajaja, die Äpfel und Ziegen und ihre Bedenken bei Fremdworten, ist schon klar) also.... sein Sein als Kosmisches Arschloch zu... transzendieren, genau!

Ich transzendiere nun - neben meinem Arschloch - Sein - auch meine sonstigen Überbleibsel - zum Veröffentlichen und Versenden unserer Tipps und das war es dann auch für heute, good hearts, ihr Lieben!

Lasst es euch gut gehen, good hearts, ihr Lieben!

!LOVE!
cozyP

Und die Gutenachtgeschichte? - Die sollt ihr natürlich haben, good hearts, ihr Lieben!
Auch heute wieder geht es auf und ab "Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz". Have Fun!

[Konventionen]

Wie viel Zeit ist vergangen? Ein Tag, zwei Tage? Mir kommt es lange vor. War ich weg? Irgendwo muss ich gewesen sein. Etwas getan haben. Rückschluss, weil jetzt etwas anders ist. Aber noch nicht richtig. Ein Gefühl, als hätte ich die Hälfte einer Aufgabe erfüllt.

„Kann schnell gehen, Fah, nicht?“

„Kommt mir so vor.“

„Ein Schritt bedeutet aber noch nichts, solange er nicht vollzogen ist.“

Da hat sie recht. Ich habe mich abgestoßen, bin in einer Bewegung drin, aber noch nicht angekommen. Habe keinen Stand im Moment. Bin daher auch unsicher. Ich komme mir sehr angreifbar, empfindlich unsicher vor. Ein leichter Stoß von der Seite, ein Lüftchen, wie es der Sensei, mein Judo – Meister zu sagen pflegte, schon würde ich flach liegen. Im Training ließ er uns immer die Bewegungen in Zeitlupe durchführen, um sie ganz genau zu studieren und ihre Schwachpunkte zu erkennen; den empfindlichsten Punkt darin zu finden, an dem man das Gleichgewicht des Gegners am Leichtesten brechen und die Kraft seiner Bewegung aufnehmend einen Angriff starten kann. Es funktionierte immer gleich, war leicht zu erlernen, wenn das Grundprinzip einmal saß. Am schwächsten Punkt der Bewegung die Energie, die sowieso unterwegs war, die der Gegner schon investiert hatte, einfach geringfügig umlenken. Den Rest besorgte die Schwerkraft: Kugelig. Gibt es dieses Wort? Als Kind war es mein Begriff davon, was da geschah. Kugelig. Je kugeliger, umso besser. Ganz rund war ein Gegner mit noch so hohen Gürteln und drei Köpfe größer als ich zu bezwingen. Kugelig und weich. Das gelang mir nicht oft. An Anderen, die begabter waren als ich, konnte ich es dauernd sehen. Die trainierten mit den Großen, den fast schon Erwachsenen, obwohl sie nicht viel älter waren als ich. Ihre ganze Familie machte Judo. Zwei der Großen waren ihre Brüder. Die beiden Kleinen, die auch in meiner Gruppe waren, als ich dazu kam, waren wirklich sehr gut. Einer der beiden großen Brüder brachte es im Sport recht weit. Kam bis zur deutschen Meisterschaft. Die Kleinen hatten es jedenfalls wirklich drauf. Keine Chance, wenn ich einmal gegen einen antreten musste.
Kugelig und weich. Ja, genau im richtigen Augenblick schnell.
Das sollte ich vielleicht jetzt auch sein. Mitten in der Bewegung, wenn du dieses Gefühl spürst, verabschiede deinen Arsch oder gib Vollgas, um auf die Beine zu kommen. Das sollte ich mir sagen.

„Du magst Zeremonien, Fah? Schon immer, ist es nicht so?“

„Der Dojo, die improvisierte Trainingsumgebung, die eigentlich eine Sporthalle einer anderen Schule war, war für mich der einzige Ort, an dem es Regeln gab. Sicher.
Es war ein gutes Gefühl, da hinzukommen. Alles, sogar der Aufbau der Matten teile, die in einem kleinen Nebenraum aneinander gelehnt waren, musste möglichst still geschehen. So war die Ordnung. Man ließ den Teil der Matte nicht fallen, sondern legte ihn vorsichtig ab. Später, beim Beginn des eigentlichen Trainings, wurde sich auch zur Matte verneigt. Sie war ein Teil des Ganzen. Auch wenn ich nicht verstand, wieso das alles so war, gefiel es mir einfach. Unduldsamkeit wurde erkannt und geahndet. Verstöße gegen die Zeremonie genauso. Wer Wut zeigte, bei einem Kampf oder beim Üben jemand absichtlich verletzte, zu viel Quatsch machte, durfte sich darauf freuen, mit einem Partner, der etwa sein Gewicht hatte auf dem Rücken und barfuß seine Runden um das gegenüberliegende Schulgebäude zu drehen. Im Laufschritt. Der Meisterschüler überwachte das. Dann ging es zurück. Partner absetzen, Füße waschen, vor der Meister treten. Der sah mir in die Augen und wusste Bescheid. Noch mal 10 Runden. Da war noch Wut. Meine Verbeugung war nicht echt. Ich habe es nie erlebt, dass er mich oder einen Anderen zu Unrecht bestrafte. Die Zeremonie war OK für mich. Für viele Andere wieder nicht. Die kamen ein paar Mal zum Training, waren angemeldet und bald nicht mehr wieder. Die Sache mit dem schnellen Lernen, wie man Andere fertig macht, ging hier nicht auf. Ich mochte meinen Meister sehr gerne. Weißt du, er war in Japan gewesen, um die höheren Grade zu machen. Sonst ein ganz einfacher Mann....“

„Japan wiederholt sich, findest du nicht?“

„Tom. Vielleicht waren sich die Beiden gar nicht so unähnlich, wenn ich es mir jetzt überlege. Seltsamer Gedanke, dieser Vergleich. Komisch, dass ich bis jetzt noch nicht darauf gekommen bin.“

„Gibt es Gemeinsames? Findest du etwas?“

„Viel. Eine ganze Menge. Still. Beherrscht. Humorvoll. Gewaltlos und jederzeit bereit zur Verteidigung. Stärke, die von selbst ausstrahlt..“

„Du bist ja ein richtiger Fan, Fah!“

„Komm, verarsche mich nicht!“

„Dann komm du zum Wesentlichen!“

„Glaube. Tom und mein Meister hatten Glauben in sich.“

„Und?“

„Opfer. Sie brachten beide Opfer. Große sogar. Tom musste sehr lange seine Heimat verlassen.“

„Das wissen wir alles schon.“

„Mein Meister hatte einmal einen Schüler; vielleicht seinen Besten. Der wurde sehr erfolgreich. Gegen den sahen die großen Brüder, von denen ich sprach, blass aus.
Als abzusehen war, dass der Junge, den er von Anfang an unterrichtete, so gut wird, gab er ihn ab an einen anderen Meister. In einen Dojo der Reichen. Das war hart für meinen Meister. Vize – Weltmeister wurde sein Schüler schließlich. Und mein Meister war nicht dabei. Er hatte nichts mehr damit zu tun. Dieser Schüler, inzwischen ein junger Mann, ließ sich einmal sehen bei uns, war umringt von den Kids und schüttelte meinem Meister die Hand. Es hatte etwas Herablassendes, etwas Gönnerisches, wie er diese Geste ausführte.“

„Und es war gegen das Zeremoniell.“

„Ja, das störte mich am Meisten. Eine tiefe Verbeugung wäre das Mindeste gewesen. Ich glaube, das hat meinen Meister schwer getroffen. Er arbeitete umsonst mit uns Kindern und den anderen Gruppen. Der Mitgliedsbeitrag war so bemessen, dass es sogar den Familien aus den Slums, wo auch ich herkam, möglich war, ihre Kinder da hinzuschicken. Das Geld, das so zusammenkam, reichte nicht einmal für geringfügige Reparaturen, ein Stück Matte aus. Wir setzten sie immer so zusammen, dass die Ecken die zerschlissenen Teile enthielten, weil dort die geringste Gefahr bestand. Wie er das machte, uns zu Wettkämpfen zu fahren, den Bus zu organisieren, wussten wir nur andeutungsweise. Geschäftsleute aus der Stadt förderten unseren Verein. Er ging sammeln. Von unseren Eltern war nichts zu erwarten. Was da war, wurde versoffen.“

„Sag’ es! Sprich’ es aus!“

„Er wusste Bescheid. Keine Fragen, wenn ich einmal nicht kam und danach noch Blutergüsse hatte. Einmal war er bei mir zu Hause sogar. Ich war total überrascht, als ich vom Spielen in die Wohnung kam und er am Tisch saß. Der Bulgare gegenüber, Mutti geschäftig am Spülbecken. Scheiße, das bulgarische Arschloch pisste da regelmäßig hinein, und später wurde dort Geschirr gewaschen. Weil er zu faul war, die drei Treppen herunter zu gehen, wo die Außentoiletten waren.“

„Oder zu betrunken.“

„Stock voll. Fast jeden Tag. Bullshit! Ich stand wie gelähmt in der Küche. Mein Meister hier. Ich schämte mich. Bis dahin hatte er die Typen, meine Eltern, und das Drecksloch, in dem ich lebte, noch nicht gesehen. Mich hatte das erste Mal einfach einer mitgenommen, der sowieso hinging; ein Schüler. Offizielle Anmeldung und so was war nicht. Der Bulgare hörte von einem anderen Suffkopf, dass er seine Bälge jetzt dahin schickt, damit man Männer aus ihnen macht, also musste ich auch hin. Schluss. Es dauerte keinen Monat, da war der weg, der mich hingebracht hatte. Schlägereien wurden nicht geduldet, also schmiss er die Sache. Ich bekam einen Zettel mit, den die Eltern zu unterschreiben hatten, musste einen Kimono haben und los ging das.
Und jetzt saß mein Meister auf dieser verschissenen Eckbank, unter der ich soviel Zeit verbrachte, wenn die Spinner wieder tollwütig wurden, wenn sie abgefüllt waren und mich zusammen droschen. Ob es ein Vorwand war, weiß ich nicht. Normalerweise sagten wir den Eltern, dass am Wochenende oder dann und dann eine Fahrt ist zu einem Wettkampf. Die nickten ab.“

„Sie kamen nicht hin.“

„Meine nie. Außer beim Anprobieren sah mich nicht einmal meine Mutter im Kimono. Der Bulgare sowieso nicht. Andere Eltern kamen manchmal. Aber selten. Die Oberschicht der Slumbewohner, die Scheiße brocken, die oben schwimmen. Von denen manchmal jemand, der sich die Kämpfe ansah.“

„Hast du mit deinem Meister gesprochen an diesem Tag, als er bei dir zu hause war?“

„Nein. Bist du verrückt? An den Tisch heranzutreten, während irgendein Gelaber lief, hieß sich eine einfangen. Eine ins Gesicht. Ich stand da und hielt die Klappe.“

„Aber du hast...“

„Volle Nabelschau, ha? JA, ICH HABE MICH VERBEUGT.“

„Und?“

„Der Bulgare saß mit dem Rücken zu mir und konnte es nicht sehen. Nur am angedeuteten Nicken des Meisters in meine Richtung konnte er einen Gruß erkennen; hätte er vielleicht etwas erkennen können. Doch der nicht. Die Bewegungen meines Meisters waren minimal. Mit der Zeit lernte ich sie zu lesen. Ich konnte es sehen, wenn er sich bewegen wollte, so ein – zwei Augenblicke vorher. Erst sah er nur die Gruppe an. Ganz am Anfang jeden Trainings saß man sich still gegenüber. Sein Blick streifte über die Schüler, die Kimonos und Gürtel. Es war ein kleiner Kontrollblick und unheimlich schnell. Sein Meisterschüler sollte erkennen und anweisen. Doch auch der musste kontrolliert werden, ob er alles sieht. Das Meiste lief mit Blickkontakt. Wenn der Blick lange genug auf dir lag, du Augenkontakt schufst und ein unmerkliches Nicken sahst, wusstest du, dass etwas nicht stimmt. Schnelles Überprüfen der Haltung und der Klamotten. Breite Knie, offener, nicht ganz sauber gebundener Gürtel, es konnte nicht viel sein. Wenn der Blick weiterging und nicht mehr zurückkam passte alles.
So was gab es für den Bulgaren glaube ich nicht. Der Mistkerl machte sich nicht die Mühe, sich umzudrehen. Mutti am verpissten Spülbecken sah mich entgeistert an und machte weiter. Mein Meister verabschiedete sich dann. Mein Mitgliedsausweis lag auf dem Tisch. Der Bulgare drehte sich dann doch um, statt wenigstens die zwei Schritte zur Tür mitzugehen. Mir kam das Kotzen. Von seinem Rücken verdeckt und jetzt sichtbar die Flasche Chantre – Weinbrand auf dem Tisch. Halbleer. Und sein Lieblingsgläschen, ein grosses Schnapsglas mit Goldrand und geschliffenen Verzierungen. Hemmungslose Drecksau! Am Liebsten hätte ich ihm den Schädel eingeschlagen dafür! Er konnte nicht einmal warten mit Saufen, bis mein Meister weg war. Wahrscheinlich war das Arschloch noch stolz darauf, sein Sonntagsgedeck aufzulegen, diesen Scheiß – Schnaps und das elendige Glas...“

„Gab es Ärger?“

„Nicht diesen Abend. Mir wurde gesagt, dass ich am Wochenende kämpfen gehe und um diese Zeit an der Turnhalle sein muss. Sonst nichts. Die beiden Biester verhielten sich verdächtig still. Ich traute ihnen nicht, schlang irgendwas als Abendbrot herunter und machte mich früh ab ins Bett. Die Utensilien auf dem Tisch, Schnaps und das Glas, das machte mich zu nervös. Und herausfordern wollte ich es nicht. Schnaps war besonders übel, weil Mammilein den nicht so vertrug und er sie noch bestialischer machte. Da gab es kein Halten mehr. Ich rechnete mir Chancen dahingehend aus, dass es einen Tierkampf geben würde, sie sich wieder ineinander verbissen; und ich einiger maßen glimpflich davon kommen könnte, wenn ich toter Mann im Bett spielte.“

„Du hattest kein Bett.“

„Das Sofa des ansonsten unbenutzten Wohnzimmers war mein Bett. Ich hatte kein Zimmer, kein Bett, nichts. Das Wohnzimmer war gerade so lange wie das Sofa. Ein breiterer Flur, von dem aus es ins Schlafzimmer der Bestien ging.“

„Sie mussten da durch.“

„Oh ja, das musste die. Knackpunkt. Wieder die Sache mir der Bewegung, mit dem empfindlichsten Punkt des fehlenden Gleichgewichtes. Flüchtete Mammi ins Schlafzimmer und verschloss die Tür, war ich geliefert, denn greifbar und vorhanden.
Dann ging es mit mir weiter. Meistens schaffte sie es nicht soweit. Der Bulgare hatte sie regelmäßig spätestens beim Öffnen der Wohnzimmertür am Wickel. Da half nur noch „toter Mann“, um nicht mit hereingezogen zu werden. Sehr sicher war es dort nicht.
Meine lieben Eltern blieben an diesem speziellen Abend so ruhig, dass ich nicht einschlafen konnte. Streiterei, Geplärre, Vorwürfe, Geld, und wenn das Kind nicht wäre, dein Sohn, das Geschwalle war mein natürlicher Hintergrund, meine Kulisse; jetzt hörte man den Fernseher und ab und zu einen Kommentar dazu. Es war die Hölle.“

„Magst du Windspiele?“

„Seit heute ja. Ich weiß nur nicht, bei wem ich mich dafür bedanken muss. Ich möchte gerne..“

„Wenn ein solches Windspiel musiziert, kannst du es hören und Andere auch. Dadurch, dass Andere mithören, verlierst du nichts, Fah.“

„Ich wusste nichts davon, als ich das Buch öffnete. Jetzt war oder bin ich auch im Waggon bei den Anderen auf dem Weg nach Auschwitz und wir machen Spaß. Hier bei dir sehe ich, was daran lustig ist, wenn die mich Handelsvertreter nennen. Eigentlich müsste ich jetzt dahin, auf den Weg nach Auschwitz und lachen. Aber ich will noch hier sein. Oder jetzt sein. Oder früher. Weil das Andere im Geschriebenen später ist.“

„Ich verstehe dein Problem, Fah. Weggehen lassen kann ich dich dennoch nicht. Trotzdem wir jetzt unser Windspiel gefunden haben, wünsche ich mir von dir noch einige Geschenke. Du weißt doch noch, wer ich bin?“

„ND.“

„Also erhalte ich was?“

„Meine Zweifel. Ich weiß nicht wie. Ich will sie dir so gerne geben.“

„Erzähle mir von deinen Geschichten, Fah.“

„Willst du meine Geschichten, ND? – Ich bin voll davon. War ich schon immer.“

„So ungefähr läuft es. Der Geschichtenerzähler muss nicht unbedingt der brillante Analytiker sein. Zu seinen Freiheiten gehört es, in seinen Geschichten zu leben und zu sterben.“

„Bin ich ein Geschichtenerzähler, ND?“

„Warst du jemals etwas Anderes, Fah? Nur, dass du die Geschichten anderer Leute verbreitetest. Das erklärt auch deinen Ekel.“

„Meine Geschichten sind ekelig. Ich bin ekelig.“

„Solange du zweifelst bist du widerlich, stinkst und klebrig...
Also, lassen wir doch die Geschichten über Geschichten, während du zweifelst. Kommt dir das nicht bekannt vor? Sind wir hier nicht im wahren Schminke zimmer deiner kleinen Eitelkeiten? Keine Metakommunikation jetzt! Eine Geschichte vom Tanzen wünsche ich mir von dir. Jetzt, Fah!“

„Tanzen. Wunder Punkt. Ich kann es nicht. Ich kann es super. Ich bin plump. Schon immer gewesen und noch mehr geworden in meinen Bewegungen. Tanzen und ich.....!
Ich war nie in einer Tanzschule. Hatte aber einmal einen privaten Tanzlehrer, Willy Mason, „Mas“, nannten sie ihn, einen Bahamian. Irgendwas zwischen 50 und 60 Jahre alt konnte der tanzen wie ein Wahnsinniger. Alles. Schön. Anmutig, immer im Rhythmus. Einen Bauch, einen ansehnlichen Schwimmring hatte er auch, aber das spielte keine Rolle. Ein Super – Tänzer. Und der Ficker der Nutte meines Bosses. Von dem wollte sie es immer haben. Willy besorgte es ihr für Geld, soweit ich es verstand. Er war viel zu klug, hatte viel zu viel Tiefe, um sich mit dieser Kuh wirklich einzulassen. Aber Geld brauchte er immer. Er hatte so gut wie nichts. Lange Zeit bevor ich ihn kennen lernte, hatte er einen großen Fehler gemacht, der die Vorzeichen für den Rest gab. Einer der Vertreter der Kolumbianer auf den Bahamas, der sich mit der Anlage von deren Geld, Immobilien, Bankgeschäften und all so was beschäftigte, wurde bei einem Aufenthalt in den Staaten verhaftet. Mas war einer seiner engsten Vertrauten. Als sein Boss dann für 8 Jahre ins Gefängnis ging, machte man Mas zu seinem Stellvertreter für die Zeit. So wurde es erzählt. Ich glaube das auch. Die Kolumbianer haben niemals jemand beschissen, nicht dieses Kartell, das weiß dort Jeder. Egal. Mas machte den Job. Griff in die Kasse und lebte nicht schlecht. Keiner nahm ihm das übel. Bis zu einem gewissen Punkt, da wurde Mas nämlich leider zu gierig, größenwahnsinnig oder weiß – ich – was und schnappte sich entschieden zu viel vom Geld seiner Leute. Unter normalen Umständen hätte das seinen Tod bedeutet. Jeder kannte die Regel. Angeschnitten und verfüttert. Dazu gibt es auf Grand Bahama eine Ecke, eine Bucht, in der die Haie daran gewöhnt sind, gefüttert zu werden. Nichts mit kolumbianischer Krawatte oder so was. Scheiß. Die Regel galt. Mas war nicht nur schon immer ein begnadeter Tänzer, sondern fickte auch buchstäblich alles, was sich nicht rechtzeitig retten konnte. Von daher rührten auch seine Geldprobleme. 7 Ehefrauen waren es, als ich es hörte, und unzählige Verhältnisse. Eines der Kinder, ein kleines Mädchen, hatte es gesundheitlich sehr schwer erwischt. Mit der Wirbelsäule etwas Kompliziertes. Entscheidung zwischen Rollstuhl, verrecken und unsäglichen Schmerzen; wirklich so schlimm. Willy griff also zusätzlich zu seinem mehr als aufwendigen Lebensstil in die „Kollekte“ und organisierte die beste nur denkbare medizinische Versorgung für das Kind. Die Kolumbianer erhielten zuerst Kenntnis vom Diebstahl, der Unterschlagung und waren schon mitten im Vollzug, als der Rest der Geschichte aufkam. Nun waren es Kolumbianer, echte Machos. Männer. Und das meine ich für diesen Fall im besten Sinne, ND! SIE saßen nämlich jetzt echt in der Scheiße!
Einerseits war die Disziplin zu wahren und ein Exempel zu statuieren, andererseits hatte Mas die Riesensumme nicht für sich genommen, sondern für sein Kind, das im Sterben lag, gelähmt bleiben würde oder leben. Es müssen kluge Köpfe und gute Menschen gewesen sein, die die Entscheidung fällten, Mas plakativ Busse tun zu lassen, ohne ihn zu killen.
Mas wurde Losverkäufer. Für die tägliche Lotterie. Das ist so ziemlich der letzte und mieseste Job, den es überhaupt gibt. Kaum genug zum Überleben und Herumrennen den ganzen Tag und die halbe Nacht. Die Bahamians lieben ihre Lotterie, die selbstverständlich illegal ist. Ein Dollar meine ich mich zu erinnern, ist der Einsatz. Von diesem Tag an arbeitete Mas sich den Arsch ab, ohne Auto, mit einem Zimmer in den Slums und nichts als seinen billigsten Klamotten und dem blanken Überleben. Für die Tochter wurde gesorgt. Weiterhin alle Arztrechnungen bezahlt. Da fehlte nichts. Und die besten Behandlungsmethoden blieben auch bestehen. Das Mädchen überlebte. Es lernte gehen sogar. Ich sah sie ein paar Mal. Ihr Gang wat hinkend und sah sehr anstrengend aus. Aber ein Lachen hatte dieses Mädchen! Ja, strahlend! Und Mas lernte sich zu arrangieren. Keiner fragte nach Rückzahlung, keiner wollte etwas von ihm, außerhalb der Pflichten seines Jobs. Als der Mann, dessen Vertreter er hätte sein sollen, wieder freigelassen wurde und zurückkehrte, gab man ihm Mas als einfachen Arbeiter für alles. Straßenarbeit jeder Art. Mas akzeptierte den Tausch. Traurig war er manchmal, wenn er die tollen Häuser, schicke Autos, gute Kleidung sah. Er sprach wenig. Wenn seine Tochter, diese Tochter erschien, war er überglücklich! Das hatte sich gelohnt. Um dieser Tochter und auch seinen anderen Kindern Geschenke machen zu können, gab er nicht nur Tanzunterricht, sondern fickte auch die Nutte vom Boss. Offiziell war das so geregelt, dass er ihr Hausmeister war, also auf Wohnung und Auto achtete, wenn die Nutte nicht da war. Mas dachte sich nicht viel dabei. Er konnte das gut und hakte die Nutte ab. Die war dann wieder ein paar Tage gesättigt und besorgte es Boss besser. Also machte der Boss, mein damaliger Boss wiederum weniger Aufstände, und es ging mir besser. Zum Tanzunterricht, den ich wollte, kam es nicht. Boss und Nutte führten ein ganz besonders Drama in mehreren Akten auf, so dass Mas und ich alle Hände damit zu tun hatten, die Katastrophen einzudämmen. Aber eigentlich wolltest du doch etwas über Tanzen hören.“

„Erzähl ruhig weiter, die Geschichte gefällt mir.“

„Tanzen. Trotzdem muss etwas dran sein. Am Akt des Tanzens an sich. Abgesehen einmal von dem üblichen Müll der Balzrituale und Annäherungsgeschichten. Oder? Oder es ist wirklich nur das. Verdächtig auch, dass Tanz und Religion und Spirituelles gerne
zusammengebracht werden. Ist doch seltsam. Ob ich jetzt die Techno – Freaks, wie immer die sich nennen, oder die traditionellen Puten Schieber, die mit den Standard – Tänzen anschaue, alle zeigen sie etwas her. Gute Bewegungen, oder was sie dafür halten, ihren Körper und den Rest der Mode. Ja, Tanzen. Seit über 20 Jahren höre ich immer wieder, es wäre schön und so was von toll. Meistens von Frauen. Wollen die alle auf Tuchfühlung gehen, oder den öffentlichen Beweis ihres Teenager – Körpers abliefern, obwohl sie schon doppelt so alt sind? Was meinst du, ND?“

„Fragen wir sie! Wie wäre das, sagen wir, zehn Stück davon einer genussvollen Befragung zu unterziehen? Rührt sich da nichts in deiner Hose?“

„Jede Menge zu sagen, das wäre untertrieben. Alles, was ich habe ist dabei. Schade nur, dass ich die Antworten bereits kenne.“

„Wie lauten sie?“

„Universal, wie bei fast Allem. Lächerlich ist das. Und wahrscheinlich eine Sache, die ich wieder nur aussprechen muss. Weil du es eh weißt. Kontakt, Spaß, Marktbeobachtung, eher hilflose Mittel in Ermangelung von Besserem. Den kleinen Schlitz, die Titten, heute spricht man ja von „Body“, den Körper halt für den nächsten Fick, eine Zeit von „Fun“, Lebensabschnittspartnerschaft in der Sprache heute hörte ich schon dafür, oder aber das ganze Paket längerfristig an den Meistbietenden zu verhökern. Und wenn der Deal schon gelaufen ist, den eigenen Marktwert zu checken. Das nennen sie Selbstbestätigung dann.“

„Richtig üble Sachen? Findest du sie übel?“

„Nein, keineswegs. Hilflos, plump, in aller Regel lächerlich aussehend auch noch. Ich meine, heute haben wir TV und dort Zugang zu den Girls, die das richtig können. Mit ein paar mal Drücken auf die Fernbedienung ist schon etwas da. Commercials überall. Naja, die machen das berufsmäßig. Daher besser. Perfekter. Wenigstens e t w a s Timing. Wenn die Schneekönigin vom Alpenball oder die Arztfrau im Tennisclub Gas gibt und die Ergebnisse ihrer mehrjährigen Bemühungen im Fitness – Studio und der plastischen Chirurgie vorführt beim diesjährigen Fest, kommt das noch bei den Senioren und den Jungfickern an, doch viel mehr ist da nicht. Dieser Tage war „Love – Parade“, diese Veranstaltung in Berlin. Überall wurde also getanzt. Junges Publikum auch, soweit OK. Bei diesem „Bumm – Bumm – Bumm – Rhythmus“ ist auch nicht viel falsch zu machen. Ich sah etwas Berichterstattung davon. Weißt du was? Ich musste lachen. OK, falsche Zeit für mich sowieso. Die Mädels im Biafra – Look, diese ausgehungerten Sahel – Zone – Models sind jetzt en vogue. Nichts zu machen. Da sind Titten eher selten. Aber die, die hängen diese winzigen Fleischklößchen auch noch ins Freie und wackeln mit den knochigen Ärschen, stampfen herum. Hey!! Problemlos wären die zum Sauerkraut stampfen oder bei der Weinherstellung zu gebrauchen gewesen. Zu mehr aber auch nicht. Stunden- und tagelang läuft diese Scheiße. Die halten das durch, genügend Speed oder Ecstasy im Rücken, an gesoffen oder was. Und zu was? Weil sie etwas wollen! Mir braucht keiner von wegen unmotiviertem Handeln kommen. Mir nicht. Irgendwo muss der Motivschlüssel liegen. Ja, jetzt wiederhole ich mich. Den hatten wir schon.“

„Du meinst, das ist alles?“

„Meine ich nicht. Über dieses Tanz – Phänomen wäre aus meiner Sicht ein eigenes Buch zu schreiben, das besser keiner liest. Meine persönlichen Erfahrungen isoliert, mein Verständnis bzw. Unverständnis davon würde ausreichen für die paar hundert Seiten.“

Ok-ok, das war nicht einfach, good hearts! Aber, ihr macht das schon! - Das war dennoch das heutige Betthupferl-Stückchen, gefüllt wie immer mir Kopy Luwaak Kack-Kaqck aus „Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz!“ - UND ES WIRD WEITERHIN JEDEN TAG HÄRTER! Versprochen.

Wow-wow-wow! Nicht so schnell, meine Guten…, einen Moment. Und eines noch. Auch heute. Ja, heute schon wieder! Wiederholung! Wiederholung, das auch noch?
JA, schon! Betrachtet es als eure Geheime beste Blumenvase oder Zazen für helles Getreide und zieht es euch verdammt noch mal rein! Los geht’s!

Und ihr wisst, ihr faulen Weißbrote, ihr Weichlinge und Simulanten – Ärsche, dass ich in dieser Sache keine Ruhe gebe! Niemals!

Also, zieht euch mein Palaver rein und lasst mich euch die Leviten lesen täglich, oder kommt endlich auf die Füße und erhebt eure Ärsche, ihr Weicheier!
Hier also nun, zum wiederholten Mal meine Bitte! Bitte – bitte – bitte !
Ein persönliches, sozusagen „cozyP-Anliegen“: Wenn ihr die Mittel nicht habt, jemand essen zu geben und/oder euch nicht traut, es euch zu komisch vorkommt und so weiter und so fort…, dann macht bitte folgendes:
· Bewegt euren Arsch zum nächsten Hospiz, Krankenhaus, Senioren- oder Kinderheim
· Bleibt in der Nähe des Gebäudes/ der Gebäude
· Steht aufrecht, atmet tief ein und aus
· Öffnet eure Handflächen und strahlt heilende und erneuernde Energie zu den Menschen dort
· Macht das 9 Atemzyklen lang
· Bewegt euren Arsch zum Ort eurer Wahl
· Verrichtet dort das Tun eurer Wahl
Ihr werdet überrascht sein, wie gut es euch geht und wie sich euer Körper freut!
Die Verleugnung des Lichts zerreißt den Körper. Man tut sich Unglaubliches an, indem man sich dazu entscheidet, in dieser Welt absurder Halluzinationen zu leben!
Entschließt euch, eure Natur als tanzender Lichtpunkt nicht nur zu akzeptieren, sondern ihrer fühlbar gewahr zu werden; es wird einer der besten Entschlüsse eures Seins sein!
Wir sind nur Reflexe, nur tanzende Lichtpunkte auf einer gegebenen Struktur, der Textur des Seins.
Und dann noch das, an was Suzuki und ich euch gerne erinnern (und immer-immer-wieder, solange es die Vorderzähne aushalten, natürlich):
Genießt das Sein, good hearts, genießt es, mahnt auch Suzuki. Einen sehr sinnlichen, so extrem genussfähigen, grob stofflichen Körper zu haben, das kommt in Wahrheit nicht so oft vor, wie man sich das denken und wünschen würde, merken wir an dieser Stelle an! - Also nehmt die Gelegenheiten wahr! Es gibt derer unendlich viele an jedem Tag; solange ihr noch einen Arsch aus Fleisch und Blut habt!

Ich wünsche euch, wir wünschen euch, also La Madre, Suzuki, Fathers Father, die Ungenannten, der Alte Meister ANZ, die Süßesten der Süßen, S., und natürlich die Beste Ehefrau von Allen, JJ & cozyP wie immer, wir wünschen euch jetzt einen multiplen Orgasmus im Hirn und dem Geschlecht nach dem anderen, und eine schöne und glücklich machende Überraschung nach der anderen, und denkt daran:

Heute im Angebot: Arsch lecken, rasieren und Ohren mit Palmolive massieren, ein Staubsauger, drei Bettlaken aus hautfreundlichem Gummi, alles zusammen mit Buttermilch und…, und jeder Menge 87 Kirschen für 3.999 Euro 99 – Greift zu, ihr Narren! Greift zu!
Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Zieht euch das rein und genießt diese einmalige – und, da dürft ihr sicher sein, Anale Grande Woche, also macht die Nippel scharf und hebt die Glieder, deckt euch mit Gleitgel ein, und benutzt es auch, ihr Gurken, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts!
Schlaft gut und träumt süß, ihr Mächte und Gewalten, ihr Saat des Himmels, die ihr wahrhaftig seid! CU, ihr lieben good hearts!
Bis die Tage!
!LOVE!
cozyP