Donnerstag, 30. April 2015
Auf, hinter und vor der Bühne! Und die Kinder der Äpfel und Ziegen und wir alle spielen darunter unsere Spiele!
Auf, hinter und vor der Bühne! Und die Kinder der Äpfel und Ziegen und wir alle spielen darunter unsere Spiele!

Was verbirgt sich hinter dieser seltsamen Andeutung? Was ist es, das in diesem Bild?

Schwierig. Hmmh … Viel und schwierig, good hearts! Ach ja, hi ihr alle! Alles gut?

Unternehmen wir also einen Versuch. Sagen wir, ein Mann, ob in den besten Jahren oder nicht ist hier völlig ohne Bedeutung, dieser Mann wird sich dessen bewusst, dass er, und alle und alles und jedes, das und den und die er kennt, genau wie alle anderen, und alles und jedes, das Publikum einer gigantischen Theater – Aufführung sind.

Man gibt dort Stücke aller Couleur. Alles. Ausnahmslos. Von Märchen und Slapstick bis zu Splatter – Aufführungen, Live – Snuff für die ganze Familie und alles. Alles. Wirklich alles. Wirklich und wahrhaftig alles.

Der Mann, der dies erkennt, hielt die ganze Zeit die Theaterstücke für die Realität und einzige Wahrheit, und sich selbst für einen der Protagonisten. Er glaubte das wirklich voll und ganz.

Ich selbst weiß, wie so etwas ist. Als ich ein Kind, ein kleiner Junge war, sah ich im Fernsehen „Die drei Musketiere“ und war, wie meine Freunde, begeistert und Feuer und Flamme. Wir spielten oft und gerne die Filme nach, und jeder hatte seine Lieblingsrolle, also „seinen Musketier“, den er besonders gerne in unseren Spielen und Kämpfen verkörperte. Meiner war d’Artagnan, der Gascogner, wer auch sonst? Ich war derart begeistert von ihm und seiner Fechtkunst, dass mein Körper, wenn der Film lief und er kämpfte, sich einfach mitbewegte, vor und zurück und hin und her; und ich fühlte und atmete und lebte als er in diesen Augenblicken, bevor ich erschreckt und ein bisschen verschämt wieder in meiner Alltagswelt zurück war, und mich vorsichtig umsah, ob einer etwas bemerkt hätte.

Für unseren Mann, zu dem wir nun zurückkehren wollen, war die Klarheit über dieses unvorstellbar dimensionierte Theater beeindruckend; und doch übte sie nicht die Wirkung auf ihn aus, die man hätte bei der Bedeutung dieser Entdeckung erwarten können.
Der Mann hatte seine Vorbehalte. Wie die meisten Menschen seiner Zeit hatte er die gängigen Mainstream – Produkte wie „Matrix“ und so weiter gesehen, und, obwohl es eigentlich lächerlich war, wie er wusste, auch darüber nachgedacht und sich außerhalb ernsthafter Literatur und Wissenschaft ganz banal anstoßen lassen, unter Umständen doch eine so einfache, ja primitive Lösung in Betracht zu ziehen.

Doch hielt diese Bereitschaft bei Licht besehen nicht länger als einige Minuten.

Die Lehrer des Mannes, seine Meister und Wohltäter und Mentoren über die Zeit, sie hatten, trotz ihrer an seiner an Ignoranz grenzenden Sturheit, deren Essenz sich darin zusammenfassen lässt „auf niemand je zu hören“, eines in ihm verankert.

Jedes – noch so kleine Teilchen – ist dermaßen komplex, dass es niemals ganz verstanden werden kann.

Davon war der sture Mann überzeugt. Und dieser Überzeugung wegen schloss er diese simplen Modelle des Seins aus.

Nach der Theater – Sache jedoch, und kaum, dass er diese verinnerlicht hatte, setzte sich der so einleuchtende Impuls fort. Der Mann, der ein gutes Gefühl dabei hatte, und stets seinen Guts vertraute, ließ sich sinnbildlich „ziehen“ und erlaubte, dass sich die Raster, die Größenordnungen, die Dimensionen und Unendlichkeiten in ihm vervielfachten und vervielfachten abermals und abermals.
Dann, im unerwarteten Zustand einer neuen und riesenhaften Ruhe, öffnete, so schien es, seine Aufmerksamkeit, seine Potenz zu verstehen, sein Mögliches, so öffnete es ein weiteres Auge, was ihn mehr und viel mehr vom gesamten Bild erblicken ließ, so dass der Mann sich erkannte UND sich erkannte. Widerspruchslos und selbstverständlich, so saß er auf seinem Platz im Zuschauerraum wie zuvor und genoss sein eigenes Spiel, seine eigene Schauspielerei, die er im gleichen Augenblick darbot.
In diesem „hier- und dort – Sein“ war keine Begrenzung, keine Trennung, auch keine Fragmentierung; sie war „nur mehr“, ein „mehr“, das der Mann bis dahin übersehen hatte, obwohl er es sich jetzt, angesichts des wunderbar – Selbstverständlichen, jedoch nicht erklären konnte.
In diesem „hier- und dort – Sein“ war zugleich auch das Wissen und das Erspüren von „noch – mehr – Ich“, wusste der Mann doch durch einen Gedankenblitz, dass er selbst Autor aller Stücke, Betreiber des Theaters, Bühnenarbeiter und jeder der Zuschauer war.

Um nicht zu zerbersten, zu zerbrechen, zu zerfallen in tausend Millionen Stücke unter diesem Ansturm der niemals erfassbaren Mengen und Massen, wolle er sich zu Boden werfen, sich zusammen krümmen und Schutz suchen.
Doch fand er rasch, das dem bereits so war, er diese Haltung, diesen Schutz bereits fand, so dass auch dies ein Stück seiner Ewigkeit war.

Es gab keinen Grund und niemals eine Ursache von dort aus, wo der Mann nun war, etwas anzustreben oder auszuweichen, zu tun oder zu unterlassen, nichts, als dem endlosen Wandel des Seins und seiner niemals endenden Evolution der Möglichkeiten beizuwohnen; als deren unverzichtbarer Anteil in allem und jedem.

Gut, Kids.
Das war genug für heute.

Schenken wir uns den Rest, denn ihr kennt bestens das, worum wir euch bitten, ok?

Ok?

Teilt verdammt nochmal! Sofort!

!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!

Suzuki & cozy & La Madre