Freitag, 12. Juni 2015
Äpfel und Ziegen könnten mich – rein theoretisch – aufessen, da ich zur Zeit „gefühlt“ Krautsalat bin, und mich von den Gedanken an die herzförmigen Schwarzfahrer in den Bratheringen auch nicht zu lösen bereit bin. Ja dann!
Wie einen Krautsalat hinterlässt mich diese Woche, ihr good hearts, so sträflich vernachlässigt in allen seinen wahnsinnigen und widernatürlichen und – auch das ist keine Frage – wahrhaft monströsen Bedürfnisse und Fetische..., von denen möglicherweise eine nicht geringe Anzahl illegal ist und in Kulturen geringerer Lässigkeit mit nicht weniger als einhundert Bratheringen geahndet wird.

Ihr erkennt an der Qualität meiner heutigen Berichterstattung, dass es wohl, und schon wieder tauchen sie auf, jene magischen Bratheringe, die gemeingefährliche Erotik dieser Dosen – Insassen und der unter ihnen verborgenen herzförmigen Fremden, die mir, nachdem ich dem Umfang ihrer Bedeutung erahnte, von Stund an den Atem raubte; und mein Verstand, der, wie ich weiß, keinen großen Wert auf meine Gesellschaft legt, schließt sich, dieser Fluchtbewegung folgend, auch gerne an … und hinterlässt mich.

Vielleicht und unter gewissen, mir nicht näher bekannten und uninteressanten Umständen, waren es auch jene zahllosen Formblätter, angefüllt mit quälenden Fragen nach Daten, die kein Schwein sich merken mag, und also auch ich nicht, der ehemalige Schweinehirte, und nach diesem und jenem, das mir alles dermaßen am Arsch vorbeigeht, dass ich wie ein Softeis in der heißen Sonne einfach verlaufen und verschwinden könnte; ja, mag sein, es war die mir ungeliebte administrative Pflichterfüllung, die am heutigen Tage nicht länger aufzuschieben und zwangsweise bis zum letzten Buchstaben und/oder Zahl zu verrichten, einzutüten und zur Post zu bringen war?

Mit solchem Krautsalat, oder, zutreffender noch gesagt, aufrecht gehenden Affen, die sich wie ein solcher fühlen, lassen sich jedoch ganz hervorragende Energiebilder herstellen! Wunderbar, good hearts! Ihr werdet sehen!

Na gut. Nun ist alles erledigt und ich bin es auch. Das Haus verließ ich nicht. Ich denke mir, euch wird ein gutes Stück Literatur zum Wochenende nicht schaden. Homemade.
Wisst ihr, meine Schmerzen ziehen sich etwas zurück, was mich entspannt und schläfrig macht. Ich will das genießen und weiß, ihr versteht das, good hearts. Habe ein geiles Wochenende, ok!

!LOVE!LOVE!
Suzuki & cozy

Also, zuerst, zu allererst das, was es heute nur teilweise, zum Probieren, als Appetithappen so gibt:

Hors d'œuvre froid

Wer & was im karamellisierten Kräutermantel, an flüssigen Ertragschancen mit einem Hauch von Erzählperspektive & Sauce Metainhaltaise

Rôti

Filetierte Erzählung, frisch aus dem Fleischwolf, komprimiert zu mundfertigen Häppchen und leicht frittiert

Entremet de fromage

Bittersüße Technikdaten mit einem Schuss Software

Dessert

Süßes Schlusswort


Prolog, Einleitung & Vorgeschichte

Ich bin der Erzähler. Ich bin Amigo Loco Corazon mit selbstgewähltem Namen (auf das Namensproblem werden wir später zu sprechen kommen, wie ich annehme, hat es doch etwas so Zwangsläufiges), und ich bin ein Mann; ein Mann, der in literarischer Hinsicht der einfachen Ansicht ist, dass man, um etwas zu erzählen, etwas zum erzählen haben muss.
Ich hätte da etwas; allerdings bin ich zugleich der, der nichts erzählen will, der sich gerne bitten lässt, auch und nicht zuletzt von sich selbst; bin ich der zu guten Teilen arrogante Sohn eines ebensolchen Halbgottes, der Sinn und Zweck lieber alleine finden möchte, ohne des Mediums der Erzählung zu bedürfen; und der es bevorzugen würde, nur Geld und Güter zu teilen, nicht aber die bange Frage nach Sinn oder Unsinn der Wirrnisse einer Lebensgeschichte, was weniger selbstsüchtigen Motiven entspringt, als einem ausgesprochenen Bedürfnis nach Privatsphäre.
In solchen Gedanken eine Straße am Waldrand entlanggehend zwang mich heute der Genuss fast einer ganzen Literflasche Pepsi Light dazu, vom Wege abzubiegen, um mich am Rande einer kleinen Waldschneise, wenige Schritte von der vielbefahrenen Straße nur entfernt, zufrieden ausatmend zu erleichtern. Ein banales Erlebnis ohne jeglichen erotischen Touch und gerade deswegen ein Anstoß zu einer Erinnerung der gleichen gefühllosen Art, die mindestens 32 Jahre zurückliegen mag.
Ein junger Mann, damals 15 oder 16 Jahre alt, erwartete das Herauskommen der Dorfgemeinschaft aus dem Sonntagsgottesdienst der katholischen Kirche mit offenem Hosenschlitz, sorgsam herausgeräumten Eiern (unverletzt alles, selbst die feine Haut am Hodensack, trotz Jeans-Reißverschluss und motorischer Unsicherheit als Folge heftigen Drogengenusses) und erigiertem Glied, dessen Spannung die üblichen und wie ich sehr hoffe auch heute noch allseits bekannten Mittel der Handstimulation erhielt. "Seht her, meinen durchschnittlichen Schwanz und meine Eier! Und seht her, wie ich euch alle anspritze, ihr Lumpenpack, ihr Bagage!" Wutverkrustete Wortklumpen dieser Art dachte sich der junge Mann damals, und dies empfindend blickte er ausdruckslos in Richtung der bigotten Mutter mitten unter dem herausströmenden und sich bei diesem Anblick konfus aufstockendem Kirchenvolk; sie ahnen es schon, dass ich aus der Erinnerung heraus spreche, also nennen wir es beim Namen: so dachte und empfand der junge Mann, der ich einmal war.
Dieses Andeuten, dies vorsichtige Antippen an die sesamhafte Tür der Erinnerungen, es mag dem geneigten Leser etwas anschaulicher machen, wieso mir der in Jahrzehnten fast zur zweiten Haut angewachsene Mantel des Schweigens um so vieles angenehmer wäre, als dieser schmerzhafte Striptease von Leib und Seele. Ja, angenehmer; angenehmer und bequemer, das wäre die weitere Bewahrung des Stillschweigens zweifellos, bestünde da nicht zugleich und alles dominierend die Notwendigkeit, es zu Ende zu bringen, existierte da nicht der zu einer unkontrollierbaren Stimme personifizierte Dämon der offenen Frage nach der Schuld, der den Erzähler zwingt, Erzähler zu sein, ihn in diese Rolle hineinpresst mit einer Gewalt, die weniger greifbarer Natur ist als körperliche Folter und doch in ihrem steten Anwurf dem Tropfen, mächtiger als Granitstein, in seiner alles zermürbenden Kraft ähnelt.
So ist dies hier das Eingeständnis des Niederganges aller inneren und äußeren Widerstände im Verlangen nach Schweigen, ist es das Finale, das Einnehmen der letzten Position, ist es wie das Zusammenrollen einer sterbenden Spinne, die jemand gelangweilt mit einem Feuerzeug traktiert; ist es der Akt der Kapitulation vor der eigenen Moral; doch herrscht zumindest im letztgenannten Punkt Unsicherheit. Zuviel Selbstlob liegt in diesem Terminus eigener Moral und zu wenig bedacht scheint die Möglichkeit einer Strafe. Eine Gesetzeswirkung als Folge zu großer Verletzungen der Vorstellungen des Allmächtigen wäre ebenso denkbar wie ein pathologischer Befund, die perfide Folge einer Krankheit, die sich am Ende als banale Stoffwechselstörung des Gehirns entpuppt.
Sei es drum. Sei es, wie es will. Wir werden es sehen; selbst wenn das Ergebnis sich als ein Nichts blanker Sinnlosigkeit entpuppt am Schluss, wenn das Ringen um Worte und die Mühen des Rekapitulierens sich als Torheit erweisend, am Ende den Erzähler mit stumpfen Augen und schwerem Atem erschöpft in einer Ecke kauernd zurücklassen.
So sei es, wenn dem so ist. Vorher aber ist Hoffnung, jene Hoffnung auf das glanzvoll alles erklärende Ende, die jedem zusteht, dem Toren wie dem Verderbten, dem Heiligen wie dem Sünder, dem Grossen wie dem Kleinen.

Ich bin ein Mann mit Schuhgröße 41 und demgemäss kleinen Füßen, der diese Eigenschaft, wie so vieles, erst spät zu schätzen lernte, bin eben der, dessen Weg des Lebens als Mensch wie ein Tuch, wie bestickte Seide ist, gefüllt mit unabsichtlich gesammelten Kräutern und mit als kostbar erkannten, winzig kleinen, blassfarbigen Blüten. Ich bin der, der sein Lebenstuch jetzt zusammenfaltet wie ein kleines Säckchen und alles darin auspresst und die Essenz aus dem allem, was sich im Laufe vieler Jahre darin ansammelte, für euch heraustropfen lässt. Ob es wohl süß oder bitter sein wird, weiß ich nicht zu sagen. Zu groß ist der Unterschied zwischen den Mühen und Gefahren der Reisen zu den vielen Sammelplätzen einer solchen Mixtur und dem, was am Ende eueren Geschmack reizen wird.
Der erste Tropfen sollte dem Tode gelten. Und es musste ein Tod gestorben werden, um dieses Leben zu beginnen, um dem Grundstein der Geschichte zu legen, die hier zu erzählen ist.
(2)

Ein Ort namens Lucifers Field ist zu nennen, ein geheimer Ort inmitten des alles gebärenden Schoßes der Mutter Nacht. Von einem Geschehen dort ist zu berichten, welches diesen Tod einleitete; ein Moment, in dem das Entscheidende geschah, als eine graue Seele Engelshaar berührte. Besagte Seele war nicht weiß noch schwarz, nicht alt noch jung, nicht lebend noch tot. Sie träumte einen Dämmerschlaf zwischen den Welten; ein Schattenreich des Unfühlbaren durchstreifte sie, weder Himmel noch Hölle zugehörig, frei von Schuld und Strafe und doch gleichermaßen frei von dem sonst jedem Wesen angeborenen Drange nach der Anbetung der Herrlichkeit Gottes und dem Streben ins Paradies. Sie war die Einzige ihrer Art und dem unergründlichen Ratschluss des Allmächtigen gefiel es, dass dies Wesen einem anderen, ebenso einzigartig und abstammend aus hohem Engelsgeschlecht, an dem Ort des ewigen Kampfes begegnete.
Lucifers Field ist der Ort der Begegnung, der Scheitelpunkt undenkbarer Pole von Sein und Vergehen, von Vergehen und Sein; der Ort, an dem die Armeen des Lichtträgers, des Satans, denen der getreuen Anbeter Gottes begegnen. Solange das Sein ist, wird dort dieser Kampf immer und immer aufs Neue ausgefochten. Nie wird er beendet sein. Engelsblut fließt, das die Universen befruchtet. So entsteht Leben. Es entsteht allein durch Schmerz.
Es gibt einen Hügel, eine Erhebung nahe dieses Schlachtfeldes, von dem aus das Mysterium der immer neuen Schöpfung in all seiner Pracht und Schrecklichkeit zu beobachten ist. Dort trafen die Engelsprinzessin und die graue Seele einander.
Dies war der Beginn von allem.
"Bist du ein Engel?", waren die ersten Worte der grauen Seele.
"Ja, und ich weiß es nicht, denn ich kenne nur Meinesgleichen, doch bin ich nicht wie Meinesgleichen. Goldblond bin ich, wie Engel Gold und blond sind; und zugleich bin ich schwarz und rot. Zwei Gesichter habe ich, zwei Seelen, zwei Körper, zwei Leben; sanftes Wasser und loderndes Feuer bin ich; all dies bin ich, während ich hier bei dir bin und ein Teil von mir in meinen Gemächern ruht", antwortete die Sternenprinzessin.
"Was aber bist du?", so fragte sie die graue Seele.
"Ich weiß es nicht. Vielleicht habe ich mich vergessen bei meinem endlosen Streifen durch die unendlichen Weiten. Ich sah viele Wesen wie dich, wie den Teil von dir, der mir jetzt begegnet, doch keines so schön, so vollkommen strahlend. Und keines konnte ich spüren, so wie ich jetzt deine Nähe fühle. Von keinem konnte ich die Stimme hören, wie jetzt dich. Darf ich dein Haar berühren? Ich möchte wissen, wie Engelshaar sich anfühlt."
Die Sternenprinzessin gestattete die Berührung und das für die graue Seele Unfassbare geschah, denn sie konnte das Engelshaar spüren; erstmals in ihrem Sein erfuhr die graue Seele das Wunder der Empfindung von Liebe; denn Engelshaar ist gewebt aus reinster Liebe und höchstem Licht. Die graue Seele erstrahlte in einem vielfarbigen Glanz, sie gewann die Gestalt eines Kriegers von edlem Wuchs und Augen so schwarz wie die dunkelsten Tiefen des Alls.
Die Sternenprinzessin aber, wie aus einem tiefen Schlaf erweckt durch diesen Anblick, sprach fiebrig: "Dich habe ich erwartet und wusste nicht, dass ich dich immer kannte."
Und so geschah es, dass der einzige Engel mit zwei Engelskörpern, den man die zweigesichtige Sternenprinzessin nannte, den vergessenen Krieger zum Gemahl nahm.
Engelsgeschlechter erschraken und empörten sich, doch segnete der Allmächtige diese Verbindung.
Der vergessene Krieger und Gemahl der Sternenprinzessin erlangte indes eine einzige Erinnerung, aus einer Zeit weit vor seinem Sein als graue Seele wieder und ihm wurde gewahr, dass einst, in einer fernen Vergangenheit, einmal ein großer Heerführer zu ihm trat, ein hochgewachsener Engel von unvergleichlichem Glanz. Er schwieg, sah nur lächelnd in die Augen des vergessenen Kriegers und legte seine Hand auf dessen linke Schulter. Dies war der Tag seiner Begegnung mit Lucifer, dem wahrhaftigen Erstgeborenen und Lichtträger Gottes. Mehr aber wurde ihm nicht offenbar.

(3)

Die zweigesichtige Sternenprinzessin und der vergessene Krieger siedelten sich am Rande des Lichtes an. Ihr Palast erstand an der äußeren Grenze der leuchtenden Herrlichkeit Gottes, wo sonst keine Engel Wohnung nehmen. Im Reich dieses neuen Geschlechtes war es ein opalenes, ein stets mildes Licht, das alles beschien; ein Himmel wie ein Regenbogen, geflochten aus feinen Adern der unterschiedlichen Leuchtkräfte überspannte es, erfüllt von unzähligen Kapillaren aus gleißenden Strahlen von Gottes Antlitz, dem sanfteren Leuchten der hohen ätherischen Sphären, der unendlichen Vielfalt der Farben der Universen, dem Pastell der in allem waltenden Schöpfungskräfte, bis zur stumpfen Schwärze der dunkelsten Tiefen der Schöpfung des Allmächtigen.
Weder die Sternenprinzessin, noch der vergessene Krieger verrichteten den offiziellen Gottesdienst. Das sonst allen Engeln gemeinsame Werk der öffentlichen Anbetung vollzogen sie nur ein Mal, anlässlich ihrer Vermählung und der Einholung des Segens des Höchsten. Ihre Liebe zu Gott war, im Gleichklang zu ihrem besonderen Wesen, von stiller und distanzierter Art. Sie lebten getreulich ihr Anders-Sein, und fanden ihr Glück in der gemeinsamen Entfaltung ihrer Wesenskerne, denen es nicht entsprach, den himmlischen Hierarchien anzugehören und dem höfischen Zeremoniell der Engel zu entsprechen.
Und sie zeugten eine Tochter, ein Engelskind, ausgestattet mit der leidenschaftlich-kriegerischen Macht des Vaters und dem hohen Blut der Mutter, geboren in zwei Körpern, von zwei Müttern, von einer Engelsperson.
Und es geschah, dass Gott die einst graue Seele vor sich rief. Ihr, nun inkarniert als der vergessene Krieger, wurde aufgetragen, den uralten Zwist zwischen der Inanspruchnahme des freien Willens als Geburtsrecht der so begabten Geschöpfe und dem Gehorsamsanspruchs des Höchsten, erstmals aufgeworfen durch Lucifers NON SERVIAM, die Weigerung des erst- und höchstgeborenen Engels zu dienen, durch ein neutrales Urteil zu entscheiden.
Als Lohn für das Eintauchen in eine jede Art des geschaffenen Seins, für das Erleben einer jeden Form der Geschöpfe Gottes und das Finden von Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit, für das damit einhergehende, abermalige Vergessen von allem, denn nur auf diese Weise und durch eigene Erfahrung sollte das Urteil sich bilden, winkte dem vergessenen Krieger die vollkommene Erinnerung an all sein Tun und Walten seit dem ersten Augenblick und ewiger Friede mit den Seinen.
Die zweigesichtige Sternenprinzessin, wissend um die Unendlichkeit dieser Reisen, um Gefahren und Leid, die ihrem Gatten sicher waren auf diesen beschwerlichen Wegen, sie gab zuerst widerwillig, dann sich selbst zurücknehmend, aus innerster Liebe, eingedenk des den vergessenen Krieger bedrückenden Fehlens der Ganzheit seines Seins, ihr Einverständnis.
Und so starb der vergessene Krieger; so musste er sterben und neu geboren sein als Urknall, als Strahlung, als Ausdehnung, als sich zusammenballende Materie, als Partikel der Gravitation, als heißglühendes Plasma; so nahm er jede Form und jedes Wesen, jedes Stadium des Geschaffenen an, immer neu sich vergessend mit jedem weiteren Eintritt ins Nichtsein, dann wieder ins Dasein gerufen und belebt, in neue Form gestampft und den nächsten Schritt des Fortganges der Schöpfung erlebend. Er war Stern und Planet, Feuer, Wasser, Wind und Stein und Sand, er war Pflanze und Tier. Und er wurde Mensch.
Nach Äonen der Wiedergeburten in der Unendlichkeit der Universen betrat er schließlich jenen Mikrokosmos, in welchem Gott und sein Widersacher das Tau um die Hinwendung des freien Willens ziehen; jenen unbedeutend-klein scheinenden Planeten Erde, bevölkert von aufrecht gehenden Raubaffen, deren Sprachfähigkeit und über den Instinkt hinaus gehendes Entscheidungsvermögen die Besonderheit ihrer Stellung als Günstlinge des Allmächtigen erweist. Dort sollte er seinen endgültig letzten Tod sterben, um alsbald im Himmel aufzuerstehen, die Gesamtheit der Erfahrungen seiner Reisen reflektierend sein Urteil zu sprechen und den Lohn zu empfangen.
Es war der Geist seiner Tochter, der, von Sehnsucht und Mitleid getrieben, mit Billigung der Mutter, der zweigesichtigen Sternenprinzessin, dem Vater folgend, sich herabschwang, ihn bei dessen letztem Schritt auf dieser Odyssee zu begleiten, der in einen menschlichen Körper trat, und sich vergaß. So ward dem vergessenen Krieger für die letzte und qualvollste aller Prüfungen eigenes Blut zur Gefährtin gegeben, stillschweigend von Gott gesegnet und unbeanstandet auch vom Widersacher.



Jetzt, good hearts, ist eure Phantasie gefragt. Stellt euch vor, die Story käme jetzt von A bis Z, ok!

Epilog, Abspann & Schlussrede

Der Mann mit den kleinen Füssen geht einkaufen. Er macht Sachen, die alle Leute machen, und, er erwarb sich kürzlich eine neue Angewohnheit, die, in dieser speziellen Ausprägung jedenfalls, wohl den Wenigsten vertraut ist. An jedem Freitag, um die beste Aufstehzeit, wenn es bereits wundervoll leuchtend hell und warm, aber noch nicht heiß ist, holt er sich einen runter. Er tut das nach dem Duschen, wobei die Dusche ihrerseits nach einem herrlich-frischen Cappuccino, begleitet von einigen vorzüglichen Nil-Blau-Zigaretten rangiert. Abgetrocknet und bewaffnet mit medizinischen Einmal-Handschuhen, deren Auswahl auch die Prüfung der Gefühlsechtheit beinhaltete, den inneren Bildschirm online auf Darstellungen neuer erotischer Varianten zu Donnas und seinem Vergnügen ausgerichtet, erreicht er in kurzer Zeit seinen Höhepunkt, den er in ein jungfräuliches Becherchen aus Plastik entlädt. Dies verschließt er alsbald säuberlich, um es anschließend im eigens für diesen Zweck erworbenen, kleinen Spezialkühlschrank zu deponieren, dessen Präzisionstemperaturaggregat die Qualität der Produktion beständig hält.
Der Bote, ein kleinwüchsiger Mann, immer verschwitzt und schweren Atems, er kommt erst gegen Mittag und nie früher. So bleibt Don Pedro ausreichend Zeit, ein Bad zu genießen, nachdem die Arbeit getan und der Tribut zur Entrichtung vorbereitet ist. Nach der Übergabe, die persönlich vorzunehmen sich Don Pedro niemals nehmen lässt (das Becherchen wandert hierfür in einen schützenden und temperaturresistenten Würfel aus Styropor und weiteren speziellen Polymeren), hat er es sich zur Gewohnheit gemacht, auf einen Kaffee ins Paradiso zu gehen und kleine Einkäufe zu erledigen. Er begleitet den kleinen Abholer stets zu seinem Wagen, wünscht Xavier, so sein Name, ein schönes Wochenende, und besteigt nach dessen Abfahrt seinen Mustang.
Drei weitere Herren pflegen entsprechende Verrichtungen an den Freitagen auf der Insel. Es sind dies Don Stefan del Monte, Eduardo de Montoya und Sir Emerald Fitzgerald Nottington. Newton Blackfoot, Freund und Bruder der Genannten, vollzieht Vergleichbares zu gleicher Zeit auf dem Festland, etliche tausend Meilen entfernt.
Der Teufel erhält auf diese Weise an jedem Freitag vier Becherchen mit dem Sperma seiner Söhne. Er hielt sein Versprechen ein, seine Söhne im Gegenzug in Ruhe zu lassen, unbestreitbar bis jetzt, und strafte damit Don Pedros Pessimismus Lügen. Das Leben der Herren normalisierte sich bald nach dem letzten Treffen mit dem Widersacher am Morgen nach Diegos Vierhühnchen-Fiesta. Es erstaunte sie selbst, wie schnell und spontan sich ihre Kräfte wiederherstellten, wie alles Geteufele spurlos verschwand; so unvermittelt, wie es aufgetreten war und wie viel Staub es auch aufgewirbelt hatte; es löste sich zu einem dezenten Nichts im Hintergrund auf. Nach wenigen Tagen nur war es wie eine Fata Morgana, ein Trugbild aus heißer Luft, wenngleich die Pflicht der Abgabe des Tributs erhalten blieb. Die für einen Betrachter von außen erkennbare Unvereinbarkeit beider Episoden, des geistigen Verblassens aller Dramatik und des gleichzeitigen physischen Durchführens der Spermaabgabe, sie war für die Herren nicht vorhanden. An ihrer Stelle waltete eine elementare Kraft, deren Auswirkung für jedermann erkennbar die Erscheinung jedes dieser Männer um Jahre verjüngte. Vitalität und Spannkraft, eine Aura vibrierender Energie umgab sie, was sogar ihr Frauen, die Menschen also, die sie am Besten kannte, davon überzeugte, dass sie gewisslich keinen Schaden genommen hatten; eher im Gegenteil.
Desgleichen Esmeraldo, der als Wirt dem Bösen Geist Körperlichkeit verliehen hatte. Seinen Zustand zu vergleichen, dieses Vorher, als verwirrter und etwas weichlicher Student der Philosophie, und das Nachher, als weit über das Bett hinaus genialer Latin Lover, würden wir es Nacht und Tag nennen, es wäre zu gering. Esmeraldo verfügte nach seinem Aufwachen, es war an diesem Morgen am Strand, nachdem der Satan gegangen war, über ganz und gar außerordentliche physische und geistige Kräfte. Das von Selbstzweifeln zerfressene Ich des früheren Esmeraldo fand in der Zeit der Besessenheit ausreichend Zeit, die längst überfällige Arbeit seiner Selbstheilung aufzunehmen. Ausgestattet mit der unbegrenzten Energie des eingefahrenen Geistes konnte es sich nicht nur neu organisieren, sondern alle naturgegebenen Begabungen und Talente aus dieser Quelle speisend, im Zeitraffer wachsen lassen. Esmeraldo war Esmeraldo und nichts anderes, doch jetzt entsprach sein Esmeraldo-Sein dem der zuvor nur prinzipiell genetisch möglichen, aber nach Maßstäben menschlicher Kräfte und Entwicklungschancen zutiefst unwahrscheinlichen Persönlichkeit. Der Böse Geist hatte wiederum Wort gehalten.
Ein weiterer Wirt ist zu nennen, der Gastwirt Ortega, Besitzer des Cafe Paradiso. Seit seinem kurzzeitigen Ableben, von dem die Herren ihm später berichteten, zeigte auch er bedeutende Wesensveränderungen. Das dauerhafte Verschwinden seines Rheuma, er hätte es dem Terrantolado zugeschrieben, doch dass auf seinem Haupt jetzt neue Haare wuchsen, war eine glatte Sensation. Dies seien Äußerlichkeiten, mag der Kritiker jetzt anmerken, doch es war mehr daran, mehr als nur das. Ortega litt nämlich unter Impotenz, und nein, nicht die Alltägliche, nicht die der körperlichen Art. Seine Erkrankung war geistiger, höchst immaterieller Art und daher unbegreiflich. Der Mann liebte die Frauen, war auch rein physisch zu Erektionen fähig, doch lehnte eine tiefe und ihn ganz und gar regierende Lustlosigkeit jede Praxis seit nun mehr zehn Jahren ab. Er onanierte im Gedanken an Damen, deren Gunst ihm sicher und deren Körper ihm jederzeit verfügbar waren, war dessen ungeachtet aber zu keiner noch so geringen Regung fähig, kamen sie ihm näher als eine Armesweite. Sein Engagement verschwand, überschritt es den Akt des abstrakten Begehrens, zu einem alle Lust aufsaugenden Schwarzen Loch, das dem geplagten Ortega nur einen skelettierten Koitus, die lachhafte Persiflage von gutem Sex übrig ließ. Ortega musste lachen, sah er sich in dieser Karikatur. Sein Lachen war bitter und tötete alles ab. Zurück von den Toten, er war sich dessen nicht einmal bewusst, vergaß er sein Handicap, als wäre es ein Kellerschlüssel, und bestieg die seit langem willige Kellnerin, nachdem sie das Cafe geschlossen hatten. Eine unglaubliche Liebesnacht machte ihn mit allem neu vertraut, was hinter dem Riegel des perfiden, sich Desinteresse nennenden Selbsthasses verborgen, auf Befreiung gewartet hatte. Der Wirt Ortega begann ein zweites Leben mit Sex und Haupthaar; und ohne Rheuma.

Nebel sinkt herab auf unsere kleine Inselwelt. Wir können vom Sichtbaren nicht mehr erfahren.

Der Mann mit den kleinen Füßen schläft. Er schläft und träumt, träumt von einem Schrecken, größer als diese Welt. Es ist eine jenseitige Angst, die ihn erwürgt in der Nacht; die Angst zu erinnern, was die an ihn gestellte Frage ist. Zumeist vergisst er diese Träume, denn er will sie vergessen. Von Kindesbeinen an kennt er sie, hat sie verleugnet, verdrängt, betäubt und alles versucht, nicht an sie zu denken. Er will die Frage nicht wissen. In seinen Träumen ist er ein anderer, ist er viele andere, ist er Legion, lebendes Wesen und unvorstellbares Nichts, ein Stein, der nicht atmet, eine Blume, ein Kalb auf der Schlachtbank, ein Käfer, vergängliche Strahlung, und wieder schwarzes, nie belebtes Nichts. Unbeständigkeit und zertrümmert werden, die tausendfach tausendfache Qual der unzählbaren Tode fühlt er, zusammengeschnürt in diesen Menschenkörper, dem der Atem so zäh wird wie fester Honig, und stockt. Unblutig und doch die Vernichtung von allem androhend, so ergeht der Ruf an ihn, Menschen- und Kriegergestalt zu vereinigen.






Ein Ort namens Lucifers Field ist abermals zu nennen, die Erinnerung daran ist wachzurufen in euch. Schweift jetzt gedanklich zurück zum Beginn meiner Erzählung, und spürt die Gegenwart, das allzeitige Jetzt der höchsten Magie, des Mysteriums der Schöpfung: Lucifers Field ist ein geheimer Ort inmitten des alles gebärenden Schoßes der Mutter Nacht. Es ist der Ort der Begegnung, der Scheitelpunkt undenkbarer Pole von Sein und Vergehen, von Vergehen und Sein; der Ort, an dem die Armeen des Lichtträgers, des Satans, denen der getreuen Anbeter Gottes begegnen. Solange das Sein ist, wird dort dieser Kampf immer und immer aufs Neue ausgefochten. Nie wird er beendet sein. Engelsblut fließt, das die Universen befruchtet. So entsteht Leben. Es entsteht allein durch Schmerz.
Von Lucifers Field geht das Leben aus, gesät durch Engelsblut, vergossen in der Schlacht zwischen Gut und Böse, belebt durch Gottes Willen, manifestiert durch seinen Odem, den Atem des Allmächtigen.

Sollte der Spruch des Vergessenen Kriegers jedoch zu Ungunsten Gottes fallen, wird diese Blutquelle versiegen. Es wird Frieden sein zwischen den Engeln und jeder frei, seiner Wege zu gehen, wie immer er will. Die Pforten von Himmel und Hölle werden sich öffnen, die Dimensionen einander umarmen, sich vereinigen in Freizügigkeit, so dass ein Jeder auf seines Willens Wegen wandelt und frei bestimmt, denn die regierenden Bücher von Schicksal und Fügung, auch sie werden dann geschlossen sein.
Die Zeugung neuen Lebens, sie steht dann jedenfalls in Frage, weil das Medium des Engelsbluts fehlt und Gott, seiner Allmacht beraubt, wohlmöglich seine Schöpfung sich selbst überlässt. Denn: Niemand kennt das Geheimnis des Lebens außer Gott allein, der einem jeden Wesen, obgleich gezeugt durch die Lenden des Vaters und empfangen im Schoß der Mutter, jenen schöpferischen Funken gibt, welcher es unterscheidet, von allem, was da ist und vor ihm war und jemals sein wird. Nur durch dieses Mysterium haben wir alle Individualität erhalten, sind wir unverwechselbar das Eine, jedem Anderen nur ähnlich, jedoch niemals gleich.

Die Zukunft des Seins ist ungewiss. Sie liegt in den Händen des Einen, des Vergessenen Kriegers, der alles war, der jedes Stadium der Schöpfung und jede Spielart des Seins durchlebte, um jenen Schluss zu finden, welcher entweder alles Geschaffene zum Gehorsam verpflichtet, oder aber davon freispricht, und mit allen Rechten und Pflichten der Selbständigkeit sich selbst als Freiem unter Freien überlässt.


Ich bin der Erzähler. Ich bin Amigo Loco Corazon mit selbstgewähltem Namen (auf das Namensproblem werden wir nun gleich zu sprechen kommen, man wird sich erinnern an mein Versprechen vom Anfang meines Berichtes, und den dort angesprochenen Zusammenhang mit der Zwangsläufigkeit, welcher wir uns jetzt unaufhaltsam annähern); ich bin wie gesagt Amigo Loco Corazon und ich bin ein Mann; ein Mann, der in literarischer Hinsicht der einfachen Ansicht ist, dass man, um etwas zu erzählen, etwas zum erzählen haben muss.
Der aufmerksame Leser versteht nun, dass das bei mir der Fall ist. Ich habe gewichtige Dinge zu schildern, Wahrheiten auszusprechen; und ich bin mir dessen bewusst, in welch grotesken Kleidern das Echte durch die Welten zu wandeln pflegt.
Ich hätte da noch etwas; etwas mehr, als heute zu berichten die Zeit war.
Man wird meinen Namen, jenes bizarre Gebilde, welches, ich weiß es sehr gut, wie ein Geschöpf aus Frankensteins Hand ist, zusammengefügt aus Leichenteilen (in meinem Falle solcher aus längst begrabenen Klischees), man wird Amigo Loco Corazon wiederfinden, soviel sei versprochen; in gebundenen Büchern ganz sicher, vielleicht auch auf dem virtuellem Papier der Datenleitungen, wohlmöglich in persona, denn wer weiß, welche Wege das Schicksal einem ehemals Verzweifelten vorzeichnet, der spaßeshalber auch mit ALC signiert.., jedenfalls werde ich mich zeigen und weiter berichten. Ihr habt mein Wort.
Der Trank, von welchem ich anfangs sprach, gepresst aus dem Gewebe meines Seins und jenen Funden, den Blüten und Kräutern, die ich darin bewahre, die jungfräulich erste Pressung daraus, ihr habt sie nun erhalten.
In ihr mischt sich das Geheimnis der Inkarnation, was mich den Erzähler, den Vergessenen Krieger und Don Pedro sein lässt, wenn Zeit und Raum und Dies- und Jenseitiges ihre Koordinaten kreuzend eine Lebenszeit anzeigen. Bittersüß und verwirrend, betörend aber jedenfalls, so war das Aroma, das ich euch heute entbot. Es muss genug damit sein für den Moment, denn wenn Gier an dieser Substanz saugt, führt der Genuss zum Tode. Genießt den Nachgeschmack in der Freude auf mehr.

Nun hört das Warum meines Namens und nehmt meinen Dank für euere Geduld:

Ich bin ein Freund; daher Amigo.
Man hält mich für verrückt bei den Unwissenden; dort nennt man mich Loco.
Meine Worte kommen aus dem reinsten und der Aufrichtigkeit in unverbrüchlicher Weise verbundenen Herzen; so heiße ich Corazon.

Die Lösung jenes anfangs genannten Problems der Namenswahl, sie mag jetzt, am Ende des ersten Teiles meines Berichts, beinahe simpel, für das neugierige Auge gewissermaßen kurz, ja knapp aufscheinen. Wenn ihr das fühlt, meine Freunde, wenn ihr jenes Auge spürt, dann lasst es sich jetzt schließen, vergesst seine vorschnellen Urteile und kommt zum Herzen, das euch stets leise, aber beständig bis an euer Lebensende mit jedem Pochen sagt, worum es wirklich geht:
Die Großzügigkeit, welche die wohlmöglich einzige Chance im Leben ist, sie besteht aus Freundlichkeit, Verrücktheit und Aufrichtigkeit.
Wenn Familien sich versammeln und Freunde einkehren, kann, ja darf es kein anderes Betragen geben, als einander freundlich zu begegnen, jede Verrücktheit in Lachen und Weinen, Lob und Vergebung miteinander zu teilen, und endlich: aufrichtig zu lieben und..., und zu hassen.
Erschreckt nicht, dies Hassen am Ende dieser sonst doch gefälligen Erklärung zu finden. Lasst euch nicht verführen von den Rattenfängern des allzu positiven Denkens und oberflächlicher Weltanschauung, ich bitte darum.
Hört zu.
Was wäre Liebe, und ich meine gelebte, ausgedrückte, in die pulsierende Matrix einer fleischlichen und vergänglichen Lebensgeschichte eingeätzte, in sie eingebrannte und durch nichts unkenntlich zu machende Liebe, was wäre sie, was, ohne ihren Gegenpol, den ebenso dokumentierten und über diese Welt hinaus aufrecht in ein Bekenntnis zum Besseren gegossenen Hass?
Eine solche Liebe ist nichts. Sie verdient ihren Namen nicht. Sie ist nicht unterscheidbar von allem anderen, das in einem solchen Leben aber nur seicht und lauwarm und nichtssagend sein muss.
Bedenkt euch, bevor ihr widersprecht; oder besser noch: fühlt! Fühlt dieses wilde Herz, das eines Tages aufhören wird, für euch zu schlagen und fragt es, für was es schlägt. Ihr werdet immer zwei Antworten erhalten:
Für Liebe und Hass!
Liebt also euer Liebenswertes mit jedem Pochen in euerer Brust, liebt innig, liebt leidenschaftlich, liebt grenzenlos mit allem, was ihr habt, liebt unter Schmerzen und in Krämpfen, wenn das Leben es so fügt, doch liebt und liebt nur das euere, das sich ohne jedes Zutun in aller Macht und Größe ganz von selbst in euch entzündet.
Hasst aber ebenso entschieden und klar; und weist alles das von euch, was der Wahrheit in euch widerstrebt.
Liebt und hasst nur aus eigenen Gründen und wegen der inneren Natur jener Dinge und Menschen, welche diese Gefühle in euch erwecken.
Bleibt also unbeeinflusst vom Reden und Denken der anderen und tut euer Bestes, wie es Menschen möglich ist.

Nun ist nur noch eines, ein Zwischending ist zu anzusprechen, mehr noch als das, ein ganz zu Anfang hingeworfener Satz, der die sonst unter Literaten übliche Widmung ersetzte, zu erklären. Es handelt sich dabei um die Großzügigkeit, die zwischen den Polen von Liebe und Hass stehend, den Weg der Vergebung symbolisiert.

Wir (das hoheitliche Wir, also ich, euer Freund Amigo, und Loco und Corazon) sagen nun nochmals und wie zu Beginn:
Leben ist die Chance zur Großzügigkeit.

Wir meinen:
Großzügigkeit ist die einzige Chance in Freuden zu leben, weil sonst nur Vergangenheit ist, nie aber Gegenwart und keine Zukunft sein kann,
weil diese Großzügigkeit die einzige Möglichkeit zum Vergeben, sogar des an sich Unverzeihlichen ist,
weil jede Großzügigkeit dieser Art heißt, Gott zu verzeihen,
weil Gott zu verzeihen bedeutet, allen seinen schöpferischen Taten zu verzeihen, die in Gestalt von allem, was existiert, mit uns gleichen Raum und gleiche Zeit teilen,
und, für den praktischen Aspekt des Lebens als Mensch:
weil nur dieses Verzeihen uns vom magischen Bann der lebenslangen Fesseln an unsere Vergangenheit erlöst.

Ihr werdet wissen, wann euer liebendes und hassendes Herz euch zur Großzügigkeit auffordert; und es ist an euch, meine geliebten Freunde, euch dann die Erlaubnis dazu zu erteilen, in Gefühlen, Gedanken, Worten und Taten die euch eigene Größe zu finden, jenes Monument der Humanität, welches den Vergleich zu den Göttergestalten der Religionen nicht zu scheuen braucht.
In den kostbaren Momenten, in denen ihr die Chance der Großzügigkeit ergreifen könnt, darf es euch bewusst sein, dass ihr sterblich und ganz sicher hier auf Erden seid, und euer Werk der Vergebung tatsächlich geschieht; während der Verbleib der hehren Göttergestalten, deren Qualitäten ihr, nach endlosen Wegen voller Blut und Schweiß und Tränen in Wahrheit verwandelt, höchst fraglich bleibt.
Stolz und Ehre gebühren euch Großzügigen ebenso, wie Helligkeit dem Licht. Nehmt also das Verdiente an. Es steht euch zu.


Verabschieden muss ich mich nun, und ich tue es höchst ungern.
Es ist ein Vergnügen, zu euch zu sprechen, ein Privileg und, ich muss es zugeben, sogar so mancher Unwille, auch meine private Geschichte betreffend, fiel in der Zeit von mir ab. Nicht ganz, da muss ich mich sofort korrigieren, denn es ist mir immer noch zuwider mich zu entblößen. Dieser Akt fühlt sich doch noch etwas so an, wie, die Herren werden mich verstehen, wie in einem Männerumkleideraum im Gym: was man sieht, es ist öde oder hässlich, und was man zu zeigen hat, so gut es auch sei, immer fehlt doch die rechte Überzeugungskraft, es ausgerechnet in dieser Situation zu präsentieren.
Ich werde weiter berichten, und sicher auch von mir. Bei dem einen Eindruck meiner selbst im jugendlichen Alter, und das mit entblößten Genitalien onanierend vor der Kirchengemeinde.., so darf es nicht bleiben, Grund genug. Ein guter Grund, da wird mir jeder zustimmen können.
Und..., und nicht der einzige, wie einzugestehen ist von meiner Seite. Offen bleibt auch weiterhin die Frage nach der Schuld, deren Dämon überhaupt erst alles begann und diese Aussprache erzwang (die Aufmerksamen unter euch werden sich erinnern daran, dass meine ersten Worte diesem Umstand galten). Ich würde lügen, gestünde ich nicht ein, dass mir Linderung widerfuhr durch das Erzählen; das Bombardement im Sekundentakt, wie es am Anfang war, es ist verschwunden, denn ich machte den Anfang. Jetzt erreicht mich die träge Flaschenpost aus den Vergangenheiten; klirrend kommt sie an und droht. Ihre Botschaft ist deutlich: Weiter arbeiten heißt es, weiterhin getreulich berichten. Bitte bleibt mir also gewogen inzwischen, denn der Erzähler ist nichts ohne die Freunde, die ihn anhören.

Wir lachten gemeinsam auf dieser Reise, ihr und ich, uns stockte der Atem, wenn die Talfahrt, entgegengesetzt zu den bekannten Gesetzen der Physik in Nanosekunden stoppte und in Höchstgeschwindigkeit in die Gegenrichtung raste, und wir weinten, wie ich hoffe, auch miteinander. Mir jedenfalls rannen die Tränen aus beiden Gründen nicht nur einmal übers Gesicht. Es waren gute Gefühle, stark und ehrlich.

Bitte verzeiht mir, wenn meine Erzählung keineswegs lückenlos und mit zahlreichen „weißen Flecken“ auf der Landkarte unserer Exkursion versehen ist. Betrachtet das als eine winzige Herausforderung, eine der Art, wie man Kindern Malbüchern in Schwarzweiß, welche lediglich die Konturen enthalten, gibt, um ihre Kreativität zu fördern.
Das Geschehen zwischen den Szenen ist jederzeit vorhanden, sobald ihr nur Farben und Aufmerksamkeit dafür bereitstellt.
Außerdem besteht die Möglichkeit, dass wir miteinander spielen! Bei dem Gedanken daran, euch auf die Probe zu stellen, jucken mir die Finger...
Es könnte also geschehen, dass wir irgendwann unsere Entwürfe der Zwischenspiele austauschen und sehen...

Doch ist das nicht der nächste Schritt.
Ihr werdet brennen darauf, so will ich es jedenfalls hoffen, zu erfahren, welche Abenteuer die Herren des Clubs des Seltsamen weiter zu bestehen haben; und ihr werdet daran wohlmöglich weit interessierter sein, als an meinen philosophischen Anmerkungen, wenn alles ist, wie es sein soll.
Manche von euch allerdings, jene, die das große Spiel der Zusammenhänge lieben, mögen gespannt sein darauf, wie es dem Vergessenen Krieger ergeht und welche Wendungen die große Fügung für ihn bereit hält.
Die Antworten auf alle diese Fragen seien euch hiermit zugesagt. Ihr habt bereits mein Wort und ich bin nicht der Mann, es zurückzunehmen.

Freut euch mit mir auf Ort und Zeit unserer nächsten Begegnung. Lasst uns für Überraschungen offen sein, denn es mag geschehen, dass ich euch aufsuche, sogar in eueren Träumen, und euch darin umso neugieriger mache, weshalb der Tod in meinem weiteren Bericht eine so große Rolle spielen wird und wieso der rosa Pudel einer Drogenbaronin seine Pläne durcheinander bringt.

Für heute aber lebt wohl. Lebt wohl und großzügig.


Amigo Loco Corazon


Und was kommt jetzt wohl, Einstein? Na, das Gleiche wie immer!

Jetzt heißt es „Bye, good hearts!“ und den Arsch zu sortieren und unter welchen Schmerzen und Qualen auch immer-immer-immer losmarschieren; und, obwohl euch die Puste und die Kraft fehlt und alles, geht es immer-immer-immer weiter

… lift … step … place … lift … step … place

und immer-immer-immer so weiter.

Und während ihr euren Dämonen begegnet und sie bekämpft und siegt und unterliegt und unterliegt und siegt, interessiert ihr euch für jemand anderen, dem es nicht gut geht und kümmert euch darum, dass es besser wird ...

… lift … step … place … lift … step … place

und immer-immer-immer so weiter.

Tata! Ihr seid verwandelt und plötzlich ist ein weiterer g-cook geboren!

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Lebenslauf!

Ich erwarte Großes von euch, und unseren nichtphysischen Freunde und Partner auch, also kocht manchmal auch zwei Päckchen Pasta, was auch nur schlappe 70 Cent ausmacht, gebt bei eurer Sauce das Beste und eure Liebe und gebt das jemand!

Und wenn ihr absolut pleite oder schüchtern seid oder es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, dass ihr den Leute Essen zubereitet, dann haben wir folgendes für euch:

Bewegt euren Arsch zum nächsten Hospiz, Krankenhaus, Senioren- oder Kinderheim
Bleibt in der Nähe des Gebäudes/ der Gebäude
Steht aufrecht, atmet tief ein und aus
Öffnet eure Handflächen und strahlt heilende und erneuernde Energie zu den Menschen dort
Macht das 9 Atemzyklen lang
Bewegt euren Arsch zum Ort eurer Wahl
Verrichtet dort das Tun eurer Wahl

Ihr werdet überrascht sein, wie gut es euch geht und wie sich euer Körper freut!

Danke jetzt schon!

!LOVE!
cozy

Und jetzt zieht euch noch das Unausweichlich rein, und helft und doch bitte, und schenkt heute jemand etwas … bitte – bitte – -bitte ! Genießt es! Ihr seid wunderbar, good hearts, und wir alle lieben euch! Also schenkt, ihr Beschenkten! Und, wenn ihr irgendwas braucht...

nehmt es euch auf: www.g-cook.com

Und, ihr wisst schon!

Weil ich mich gerne wiederhole, wenn es wenig Mühe macht, oder besser noch überhaupt keine, und ich niemand niemals sowieso nicht sage, wie herum und wieso ausgerechnet Grünen Tee so plötzlich, wenn ich mit den anderen Schwarzen Latinos und erfreuten Bewohnern der Dunklen Materie, die es lieben, von uns besprungen zu werden, den transsylvanischen Fandango tanze, denn:

Ich habe nichts zu verkaufen, ihr Ficker, ihr Scheiß – Eulen – Anbeter!

Und vergesst niemals, ihr alle: Die einzige anbetungswürdige Eule ist die tief in deinem Arsch, die unsichtbar ist und der einzig wahrhaftige Ratgeber für uns Narren, deren kleine Arsch Möse eng und verklemmt ist, wie ihre Phantasie, weil sie Angst und Panik und Schiss haben, sich auf einen Fick mit dem Tod einzulassen!

Ich habe auch euch nichts zu verkaufen, good hearts, ihr Lieben!

Ich will nichts von euch, außer einer Sache, die leicht zu bewerkstelligen ist, und so gut wie nichts kostet, denn 35 Cent für ein Pfund Nudeln und noch ein paar Cent, was – weiß – ich für die pürierten Tomaten, das kann jeder auftreiben und kochen auch:

http://www.g-cook.com/aa_languages/todo_int/a_rule.html

Und wenn selbst das nicht geht? Wenn es nicht möglich ist?

Dann habe ich für euch ein persönliches, sozusagen „cozy-Anliegen“: Wenn ihr die Mittel nicht habt, jemand essen zu geben und/oder euch nicht traut, es euch zu komisch Jetzt aber zieht euch noch den Abschluss rein. Finger weg vom Fick – Stück! Lesen! Los!

Weil ich mich gerne wiederhole, wenn es wenig Mühe macht, oder besser noch überhaupt keine, und ich niemand niemals sowieso nicht sage, wie herum und wieso ausgerechnet Grünen Tee so plötzlich, wenn ich mit den anderen Schwarzen Latinos und erfreuten Bewohnern der Dunklen Materie, die es lieben, von uns besprungen zu werden, den transsylvanischen Fandango tanze, denn:

Ich habe nichts zu verkaufen, ihr Ficker, ihr Scheiß – Eulen - Anbeter!

Ich habe auch euch nichts zu verkaufen, good hearts, ihr Lieben!

Ich will nichts von euch, außer einer Sache, die leicht zu bewerkstelligen ist, und so gut wie nichts kostet, denn 35 Cent für ein Pfund Nudeln und noch ein paar Cent, was – weiß – ich für die pürierten Tomaten, das kann jeder auftreiben und kochen auch:

http://www.g-cook.com/aa_languages/todo_int/a_rule.html

Und wenn selbst das nicht geht? Wenn es nicht möglich ist?

Dann habe ich für euch ein persönliches, sozusagen „cozy-Anliegen“: Wenn ihr die Mittel nicht habt, jemand essen zu geben und/oder euch nicht traut, es euch zu komisch vorkommt und so weiter und so fort…, dann macht bitte folgendes:
Bewegt euren Arsch zum nächsten Hospiz, Krankenhaus, Senioren- oder Kinderheim
Bleibt in der Nähe des Gebäudes/ der Gebäude
Steht aufrecht, atmet tief ein und aus
Öffnet eure Handflächen und strahlt heilende und erneuernde Energie zu den Menschen dort
Macht das 9 Atemzyklen lang
Bewegt euren Arsch zum Ort eurer Wahl
Verrichtet dort das Tun eurer Wahl

Ihr werdet überrascht sein, wie gut es euch geht und wie sich euer Körper freut!

Eine für euer Gutes – gutes Herz wundervolle und eure Geschlechtsteile schier unerträglich geiles, ekstatisches Wochenende wünsche ich euch, good hearts, ihr Lieben!
Alle anderen wünschen euch auch eine super – schöne und erfüllende Woche, manche denken dabei auch an eure Wasserspiele, andere nicht, denn auch unsere nichtphysischen Freunde und Geliebten verzichten ohne Körper auf ihren eigenen Kopf, … was uns alle hoffen lässt und mit einer kräftigen Prise Zuversicht auflädt!

Ich, cozy, mach es gut, vielleicht sogar sehr gut! Ich vertraue darauf, dass ihr es besser macht!

In diesem Sinne zur Levitation eurer Hängebacken, Schlauch – Titten, tauben Pussys, Schrumpfeiern und ausgeleierten Penisse! Denn: Wäre ich einem machiavellischen Esel bei seinem täglichen Gang zur Kopfnuss aus dem Arsch gefallen, würde sich daran vermutlich auch nichts ändern!

Wir verhandeln nicht. Wir machen keine Gefangenen.

Und genau dies ist nicht verhandelbar. Was man uns nicht aus freiem Willen und gerne gibt, verbringe man am Besten in den eigenen Arsch zur weiteren Verfügung und lasse uns damit in Frieden, denn wir sind nicht weitere interessiert! Punkt.

Und das noch: Wir scheißen uns ein, machen ein bisschen von allem, scheißen uns wieder ein, und keine Nase versteht, warum man uns schließlich die Erleuchtung gewährt.

Fragt man „keine Nase“, so antwortet sie:

„Der Alleine hat eine Schwäche für Idioten, die durchdrehen. Hatte er schon immer!“

Und, Freund, machen wir uns nichts vor. „Keine Nase“ muss es wissen. Sie war schließlich dabei, schon als er die Idee von uns hatte.

!LOVE!
cozy