Dienstag, 21. Juli 2015
Äpfel und Ziegen präsentieren: Die fiebrigen Notizen eines echt Überhitzten! - … und ... [who_knows_nose_who] – Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz!
fahfahrian, 22:34h
Äpfel und Ziegen präsentieren: Die fiebrigen Notizen eines echt Überhitzten! - … und ... [who_knows_nose_who] – Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz!
Seid mir gegrüßt, ihr tapferen Überlebenden dieser Mörder-Hitze, die ihr trotzdem gevögelt und getanzt und gesungen habt! - Und, ihr anderen, Faulen Säcke wie ich, ihr good hearts natürlich auch!
Hi, Muchachos! Vaya con dios, Embryos!
Happy Koma – Aroma!
Scheiß’ auf Karma, her mit Parma!
Willkommen, good hearts, bei dem einzigen Gläsernen Erleuchteten, den ich kenne!
Hi und hallo denn, ihr lieben, ihr frisch Erleuchteten, ob gestern, heute, oder in einem früheren dann..., das garantiert kommt!
Gedenken wir zuerst meiner „Gandhi“ - Brille, die heute ihren Geist aufgab, uns das endgültig diesmal, indem ein Bügel total abbrach. Sie sah so aus etwa, wie die von Mohandas und war echt bequem. Sie ruhe in Frieden!
Nun bleibt mir nur eine viel Jahre alte Brille, aus einer Zeit, in der Milch und Honig... lassen wir das bla bla ,,, als ich noch zum Optiker gehen konnte. Sie ist leider zu schwach. Also, meine Freunde, werden wir alle nun mit einer noch höheren Fehlerquote rechnen müssen.
Sonst guter Einkauf heute. Für € 3,66 eine große Tasche Lebensmittel mit abgelaufenem Verfallsdatum, darunter 2 kg Kartoffeln, also fette Beute! Sonst Schmerzfight gestern Abend bis in die späte Nacht mit allen bekannten Mitteln und dem ebenso fast schon gewohnten Ablauf.
Flucht aus der Gluthölle unseres Dachzimmers heute und am See liegen und dösen und schlafen. Zuvor natürlich das Delikt der versuchten Pflichterfüllung in Tateinheit mit größter Mühe, bei dem ich völlig versagte und ko - gehend Kopfstöße verteilte und meine Tastatur quälte. Armselig! - Warum lasse ich es nicht gleich? Überhaupt häufen sich die Bewusstlosigkeit. Beschissene Scheiße! Lassen wir auch das..., das Gesundheitliche... und das... das Wirtschaftliche... und das mit der Lebensqualität..., NEIN, DAS LASSEN WIR NICHT!
Es ist zur Zeit kein Scheiß – Picknick und unser Leben schmeckt in erschreckend geringer Weise nur nach dem Nudelsalat des Glücks, good hearts. Ganz im Gegenteil. Wir leiden! Leiden an Schmerzen, an Sorgen, an nagenden Existenzängsten und so weiter und so fort, und wir haben es auch untereinander nicht immer und ununterbrochen unbedingt leicht, wie man sich denken kann, doch... wie will ich es sagen, ohne nach zu viel Scheiß – Picknick und Nudelsalat und dem dringenden Bedürfnis nach sehr – sehr viel Thorazin zu klingen? Und doch trägt uns meine Erleuchtung durch all diese Wirrnisse, als eine ständig wirksame, sanfte und unbeirrbare Kraft, die nicht einmal unseres Vertrauens bedarf; dann greift wieder und oft zusätzlich La Madre ein und Suzuki oder Fathers Father, oder der Alte Meister ANZ, die anderen oder sie alle zusammen, und wieder ist eine wirklich und wahrhaftig tödliche Klippe umschifft und wir bewegen uns in ruhigen Gewässern! Es fehlt an allem und am Notwendigsten, und es ist nicht zu übersehen, nicht zu ignorieren, und doch gehen wir paradoxer Weise nicht unter, doch – ich bin versucht „findet“ zu sagen, was jedoch grundfalsch wäre – doch führt man uns den nächsten sicheren Schritt weiter, und es geht uns gut. Der Nagual Don Juan Matus warnte bei vielen Gelegenheiten davor, den Ernst des Krieger – Daseins zu übertreiben, weshalb er auch den Kurier Juan Tuma so sehr schätzte, dessen „Geschichten aus der Ewigkeit“ mühelos jeden Hardcore – Porno – Award gewonnen hätten, und dem wir die Gewissheit verdanken, dass in einigen an sich hoch entwickelten Identitätsspuren, die dazu übergingen, das Bewusstsein insgesamt abzuschaffen, seither erschreckend wenig los und die Zahl Erleuchteten durch Analverkehr drastisch gesunken ist.
Ich persönlich schlage mich mit weit weniger interessanten und aufschlussreichen Identitätsspuren herum, sondern werde im Augenblick ganz im Gegenteil... reden wir von anderem.
Freunde, nun ist Ende für heute. Ich kacke hiermit offiziell ab! Mein seltsames Sein, das zu tauschen ich mit niemand niemals bereit wäre, und das ich, und ich sage das ohne Selbstmitleid, auch wirklich niemand zumuten würde, nicht meinem größten Feinde, dieses Irrlicht fordert nun seinen Tribut und Wohlverhalten; und so werde ich diese Gedanken ein andermal fortsetzen.
Und für die Nimmersatten ein besonderer Sahne - Fetzen aus meiner Reise „Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz“. Los geht’s!
[who_knows_nose_who]
„Wovon möchtest du erzählen?“
„Nicht von dem Shit, der mir im Kopf herumgeht wie ein Mühlrad. Nicht von billigem Tabak und den verdammten Sorgen. Ich weiß es nicht. Auch nicht vom Krankenhaus und nicht von Tom. Vom ehemaligen Boss nicht und seiner Nutte schon gar nicht. Nicht von der Zwangsarbeit. Heute nicht.“
„Wovon möchtest du erzählen?“
„Nudelsalat und eine gute Zeit ist mein Wunschthema.“
„Kennst du denn so etwas?“
„Gab es schon. Kommt alles vor.“
„Was du nicht sagst.“
„Doch. Meistens scheine ich es nur nicht wissen zu wollen. Ich habe Schönes gesehen mit meinen Augen. Widerhall von Größe und Wahrheit spürte ich in mir. „
„Traust du dich nicht „im Herzen“ zu sagen?“
„In meinem Herzen, Dalai. Ja. Genau dort. Also sind wir doch wieder bei Tom. Der alte Mann hat mir klar gemacht, dass ich so etwas habe.“
„Ernsthaft?“
„Ich meine das wirklich so. Wenn ich jetzt von geliehenen Augen spreche, komme ich auf sein merkwürdiges Terrain. Ohne andere Worte zu haben. Also muss ich wohl da hin. Tom sagte mir, dass ich glaube. Viele kleine Weisheiten, die mir vorkamen wie Bauernregeln begleiteten seinen Unterricht im Bankwesen. Aus diesen Geschichten und elementaren Regeln bildeten sich in der Zeit diese Augen, die geliehenen, von denen ich spreche. Der Glaube in den Pupillen. Aber jetzt erst. Vielleicht heute erst.“
„Dann kannst du sie ihm jetzt wiedergeben, die Augen?“
„Vergessen ist meine Grundtendenz. Davor ängstige ich mich. Außerdem gibt es vielleicht noch viel mehr zu lernen?“
„Dem Fahfahrian fehlt es an Selbstvertrauen.“
„Ist das ein Wunder?“
„Vergiss jetzt den Unsinn, den du dir nach deiner Entlassung zurechtlegtest! Zum Beispiel: Dein Plan mit der Zeit, wann du dieses Buch fertig haben wolltest..., braucht es noch mehr?“
„Ja, Dalai, das ist lächerlich, das sehe ich jetzt selbst. Aber es muss doch irgendwie weitergehen.“
„Nicht mit der Stechkarte in der Hand. Nicht nach Schema „X“.“
„Freiheit?“
„Freiheit!“
„Klingt ganz schön gewagt. Mir wird schon schlecht bei dem Gedanken, diesen ganzem Kram, der bis jetzt geschrieben ist, selbst irgendwann zu lesen. Ich weiß genug davon, um zu sehen, dass es keinen Sinn ergibt. Es macht einfach keinen Sinn. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Inhalte, Details, Erklärungen, die die Scheiße einigermaßen verständlich machen...“
„Dafür sind Andere zuständig. Den netten, gepflegten Gesellschaftsroman kann inzwischen eine Maschine schreiben. Das weißt du doch, Fahfahrian! Kennst du nicht diese Software, die nach Eingabe weniger Eckdaten den Rest in verschiedenen Versionen auswirft?“
„Und ich, Dalai?“
„Du kneifst deine neuen Augen zusammen und versuchst die Welt wie ein Verkäufer zu sehen. Ich empfehle dir dringend eine Transplantation!“
„Jetzt redest du Quatsch.“
„Ganz, wie du es meinst sehen zu müssen.
Das Erwerben von Freiheit bedingt deine Bedingungen.
Die erste Konsequenz ist die Disziplin darin, beginnend nahezu ununterbrochen, dauerhaft entschieden und schließlich neu gelernt, als Reflex „Nein“ zu sagen.
Deine Freiheit zu finden, bedeutet den M U T, dich auf deinen Platz neben mich in den Zug nach Auschwitz zu setzen und von Wundern und Schrecken zu erzählen.
In deinen eigenen Worten.
Nach deinem Verständnis.
Wie es für dich war.
Wie es ist, auf dieser Reise, so unterwegs zu sein, wie DU es bist! DU!
Nur das. Nicht mehr. Ohne Auslassungen. Frei von Zusätzen und Schnörkeln, mein junger Freund! Unverfälscht. Rein.
Für dich heißt es Vergasen, auch wenn du es nicht verstehst.
Wenn Anspruch allgemeinen Missverstandenwerdens die Droge deiner Wahl ist, versuch es damit. Und gehe verkaufen!“
„Hab ich schon.“
„Also.“
„Kein Zusammenhang? Nicht wieder zurückkommen, aufgreifen und fortsetzen?“
„Manchmal ja, manchmal nein. Offenheit statt Plan.“
„Wovon möchtest du heute wirklich erzählen, Fahfahrian?“
„Vom WAFF.“
„Kennst du den?“
„Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, ob das ein „der“ ist; es ist das einzige Wort, das mir auf deine Frage hin durch meinen Kopf ging.“
„WAFF?“
„WAFF! Keine Ahnung.“
„Langsam erwischen wir die Richtung.“
„Ich dachte jetzt lange nach. WAFF kenne ich nur mit Ausrufungszeichen.“
„WAFF! Klingt besser.“
„WAFF! Hat es immer gemacht, wenn ich endlich genug geraucht hatte.“
„Als du jung warst.“
„So um die Zeit, als das mit Christa war. Ich rauchte immer am Längsten. Die Anderen hatten schon abgewinkt, konnten nicht mehr und waren voll drauf und satt wie die zufriedensten Ratten der Welt. Aber ich brauchte mehr. Immer noch mehr. Bis es „WAFF!“ machte in meinem Kopf.“
„Was dann?“
„Leere. Frieden. Die Musik konnte endlich ungehindert durch meinen Körper fließen und es war nicht mehr wichtig, nicht einmal mehr wahr, wer ich war. Wenn ich die Anderen, oft zum Beispiel Norbert, den großem Mike und Christa, - wir waren häufig, lange Zeit fast jeden Abend zusammen auf dem Weg zum „WAFF!“ -, ansah, konnte ich ihr zufriedenes Lächeln erwidern; von ganz innen aus mir heraus. Wir lächelten einander wissend an. Wissend, wie gut es dem Anderen geht. „WAFF!““
„WAFF!“
„Oh ja, Sir! „WAFF!“ Seltenheitswert hatten die Gelegenheiten, bei denen der Stoff so gut war, dass es nach wenigen Zügen, gleich sofort geschah. Ein unglaubliches Feeling. Redensarten, die geschrieben idiotisch wirken und nun mehr als 20 Jahre zurückliegend auch ausgesprochen nicht viel besser klingen, drücken das für mich aus, weil ich noch die Gesichter sehe. Besonders Norberts. „FLAAAAASSSHHHHH!“ – Das sagte er gerne, wenn es bei ihm soweit war. Sein „WAFF!“. Norbert wirkte nüchtern immer sehr bedrückt. Mit seinen riesigen Glasbausteinen, dieser schweren Brille, war er auch nicht sehr beweglich. Das Scheiß Ding fiel öfters herunter. Norbert musste aufpassen. Ohne die Brille sah er fast nichts. Sein lieber Dad hatte dafür gesorgt, dass es so mit ihm kam. Auf dem Speicher angekettet an einen Scheiß Balken, beide Hände nach oben, und dann drauf geprügelt mit dem Stück Gummischlauch, bis die Haut in Fetzen ging. Hängen lassen. Manchmal tagelang. Obwohl Norbert fast nichts sehen konnte, waren seine Augen eigentlich, organisch vollkommen in Ordnung.
„WAFF!“ - Das veränderte sein sonst zusammengekniffenes, konzentriertes, gespanntes Gesicht.“
„Wie?“
„Weiß ich nicht. Leuchten. Leuchten, die Augen wurden größer, die Schultern fielen herunter. Eine neue Stimme hatte er, mit der er dann „FLAAAAASSSHHHHH!“ sagte und sang. Mike Oldfield war es zu der Zeit, der viele Abende Einleitende, Oldfield oder Pink Floyd, das übliche Entree bis zum „WAFF!“. Herrlich! Herrlich!“
„Nudelsalat...“
„Und eine gute Zeit. Eine sehr gute dazu.“
“Wie war das bei dir zu Hause?“
„Das Schlimmste war vorbei. Die soffen und prügelten sich gegenseitig. Das hatte mit mir kaum noch etwas zu tun. Ich übernachtete noch dort. Tauchte dann und wann auf, wechselte Wäsche. Den Alten hatte ich mir an einem Tag nach dem Jahreswechsel zur Brust genommen, als ich selbst noch halb stoned, auf Trip oder besoffen oder alles zusammen dorthin kam. Diesmal hatte er meine Mutter fast zerlegt. Die bestand nur noch aus Blutergüssen. Ich schnappte mir das Arschloch und präsentierte ihm das Ergebnis seiner Investments in Kampfsport ab dem 5. Lebensjahr einmal live und am eigenen Körper.“
„Du verteidigtest deine Mutter?“
„Darum ging es mir glaube ich nicht. Die hatte mehr als ihren Teil getan, damit meine beschissene Kindheit so war, wie sie war.“
„Wie.“
„Wie heißen die kleinen Dinger mit dem Froschfresser-Namen? Petit-Fours?
So war meine Kindheit, ein kleiner Vorgeschmack auf die Hölle, die kommen sollte.
Bevor du weiter fragst, Dalai: Prügel, Prügel, Prügel und der Rest war Psychoterror von Mami. Der Alte war ein Säufer. Die versuchten mir weiszumachen, er käme in Kur wegen seines Magens, wenn Entzug angesagt war. Tolle Idee,- und so kreativ!
Ich wuchs auf in meiner kleinen Privathölle, in dem Vorraum zur Folterkammer, in der sich zwei wahnsinnig gewordene Alkoholiker zerfleischten. Das war der Ort, an dem sich die beiden Bestien zusammenfanden, um zuweilen gemeinsam, dann wieder einzeln, mir die Seele aus dem Leib zu prügeln. Und das fast täglich.
Es war richtig „toll“. Gosse, Baby! - Ganz tief unten in der Scheiße. Wirst du nicht verstehen. Aber dort, wo ich aufwuchs, naja, überlebte, war das nicht einmal etwas Besonderes. Usus, die Kinder halbtot zu prügeln, ganz normal die Schreie, das Jammern, das Betteln...
Mit der Zeit erkanntest du, an den Lauten, wen es gerade mit dir erwischte im Block oder ein Dreckshaus weiter. Alles normal.“
„Überlebt.“
„Ja. Überlebt. Mit allen netten Begleiterscheinungen. Hass. Liebe.
Tödliche Longdrinks, die daraus entstehen, wenn die dich einmal zu viel ins Gesicht treten, während du versuchst, dich unter irgendwas in Sicherheit zu bringen. Dass es keine Sicherheit gibt, lernst du schnell und nachhaltig. Die zerren dich nämlich ganz leicht wieder heraus, egal, wo du bist und donnern dich zur Belohnung an die nächste Wand. Und danach, wenn die irgendwann wieder nüchtern werden, du nicht mehr bewusstlos bist, tut ihnen ja alles so sehr leid. Geschenke gibt es dann. Eine Zeit keine Schule, bis das Auffälligste verheilt ist. So läuft das Spiel, Baby!“
„Deswegen griffst du deinen Vater an?“
„Die kamen doch gut davon, oder? Ich tat ihm nicht wirklich etwas. Und ihr nie. Ihn prügelte ich durch Wohnzimmer und Küche, bis in den Flur. Nur ein paar Treffer; dann griff ich mir die Kehle, schlug seinen Scheiß Kopf drei – viermal an die Wand und versprach ihm, ihn umzulegen, wenn er nicht mit der Scheiße aufhört.“
„Aber er hat sich doch entschuldigt.“
„Klar, als es ans Verrecken ging.“
„Nicht vorher schon?“
„Versucht vielleicht. Es gab Nächte, wo ich spät zurückkam. Der Alte saß noch am Fernseher. Irgendein Western oder Krimi. So was mit „harten Männern“; die Scheiße liebte er. Ich hatte keine Lust gleich zu schlafen. Setzte mich in einen Sessel. Der Alte warf mir wortlos Zigaretten zu. Ich war immer pleite. Nie genug zu rauchen. Die nahm ich.
Das Bier, das er dann holte auch. So etwa lief das danach. Irgendwann sprach er es einmal an; ja, das war vor dem Verrecken. Aber noch bevor er es wusste. Richtig. Von wegen, er hätte das nicht so gewollt, nicht so gemeint und alles. Ich konnte nicht anders. Wurde wütend. Flippte halb aus und kriegte mich nur noch mit dem Stachelhalsband, mit Gewalt dazu, dem Arschloch nicht den Schädel einzuschlagen. Ich riet ihm, es einfach stecken zu lassen. Und ging weg.“
„Als dein Vater im Sterben lag, war das nicht so.“
„Mann, was willst du? Das Arschloch wog noch knappe 45 Kilo bei zwei Meter Größe und Morphium half nichts mehr gegen die Schmerzen. Was sagst DU dann?“
„Das ist nicht die Frage.“
„Ich sage ok. Ja und Amen.“
„Du hast verziehen?“
„Ich sagte es.“
„Du hast IHM verziehen?“
„Nein. Es war eine Scheiß Lüge. Aber keine Sorge, davon sollte ich genügend zurückerhalten, wenn du das meinst. „Barmherzige Lügen“, klingt das nicht phantastisch? So barmherzig, dass sie dich killen, dir den Arsch deiner Seele aufreißen bis zur Halskrause. Ich sagte dem leidenden Arsch, was er hören wollte. Mein Beitrag zur Betäubung. Nicht wegen dem Drecksack, sondern weil Schmerzen einfach das Letzte sind.“
„Die Menge der Tode.“
„Danke für das Stichwort. Eine Menge Tode. Viele starben damals jung. Wahrscheinlich war das schon immer so. Und ist heute noch wilder mit Aids und Crack und dem ganzen Scheiß. Für mich war es genug, was ich sah. Das System fand ich zum Kotzen. Dass sich dieser verpisste Allerweltsspruch vor meinen eigenen Augen bewahrheiten musste.“
„Denn...“
„Denn es erwischte immer nur die Besten, Dalai!“
Ok. Soon more, ok? Geil,eh? Ich weiß, besser als das! Jetzt schlaft gut! Schlaft DAMIT ein, ihr geliebten good hearts!
Aber halt, denn... dass ich, dass wir alle noch etwas von euch wollen, ist eh klar, oder? Hört zu und teilt!
Ihr verzeiht, verzeiht mir noch einmal, verzeiht, verzeiht mir noch einmal und verzeiht, verzeiht mir noch einmal, good hearts, aber jetzt bin ich echt schon wieder zu erledigt, um zu erzählen, wie ich meinen Lehrer in der Schwarzen Magie (ungewollt, oder doch?) schier in den Wahnsinn trieb. Demnächst das „Grande Finale“in diesem Theater... versprochen, good hearts!
Dann lasst uns lautlos singen. Stimmt in euren Goldenen Herzen ein, wenn ihr Lust habt:
„Ich denke, unsere Gesellschaft wird geführt von geisteskranken Menschen mit wahnsinnigen Zielen, ich denke, wir werden von Wahnsinnigen regiert für wahnsinnige Zwecke. Ich denke, sie sind alle verrückt.
Aber ich werde wahrscheinlich als wahnsinnig weggesperrt werden, weil ich es gesagt habe. Das ist das Verrückte daran. Findest du nicht auch?“
und
Außerdem bin ich dafür, dass man die Eulen – Anbeter vom Planeten Erde abschiebt zu den Außerirdischen Dunklen Mächten, nach deren getrockneter Scheiße und Popel die Sippschaft sowieso hoffnungslos süchtig ist!
Ok, und außer die Drecksäcke von Eulen – Anbetern und ihrem Verein verarschen und abschieben, gibt es noch etwas zu erledigen.... Jetzt tut nicht so, ihr Gurken! Ihr wisst, was zu tun ist.
Ihr kennt meine immer-immer-immer – gleiche Bitte, das ihr lieben good hearts anderen etwas zu essen schenkt, eine Decke, Klamotten, Spielzeug, etwas Geld, was auch immer-immer-immer..............................
…....................... oder einfach etwas von eurer Energie.
Das geht so:
Bewegt euren Arsch zum nächsten Hospiz, Krankenhaus, Senioren- oder Kinderheim
Bleibt in der Nähe des Gebäudes/ der Gebäude
Steht aufrecht, atmet tief ein und aus
Öffnet eure Handflächen und strahlt heilende und erneuernde Energie zu den Menschen dort
Macht das 9 Atemzyklen lang
Bewegt euren Arsch zum Ort eurer Wahl
Verrichtet dort das Tun eurer Wahl
Ihr werdet überrascht sein, wie gut es euch geht und wie sich euer Körper freut!
Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Lasst es zu, dass euch das klar und bewusst wird, und genießt, wie euer Erstrahlen alles verwandelt in Momente des Glücks und der Erfüllung, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts! LOVE! Genießt es! Ihr seid wunderbar, good hearts, und wir alle lieben euch! Also schenkt, ihr Beschenkten! Und, wenn ihr irgendwas braucht...
nehmt es euch auf: www.g-cook.com
Ich bin jetzt weg von diesen Worten und sehr wohl sehr nah und in der Welt, und für euch da, sind wir alle gemeinsam, La Madre, Suzuki, Der Alte Meister ANZ, Fathers Father, die Ungenannten, die Süßesten der Süßen, meine unglaubliche JJ, wie auch ich, der Fahfahrian cozy!
!LOVE!
!LOVE!!!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!
Suzuki & La Madre & cozy & Fathers Father
Seid mir gegrüßt, ihr tapferen Überlebenden dieser Mörder-Hitze, die ihr trotzdem gevögelt und getanzt und gesungen habt! - Und, ihr anderen, Faulen Säcke wie ich, ihr good hearts natürlich auch!
Hi, Muchachos! Vaya con dios, Embryos!
Happy Koma – Aroma!
Scheiß’ auf Karma, her mit Parma!
Willkommen, good hearts, bei dem einzigen Gläsernen Erleuchteten, den ich kenne!
Hi und hallo denn, ihr lieben, ihr frisch Erleuchteten, ob gestern, heute, oder in einem früheren dann..., das garantiert kommt!
Gedenken wir zuerst meiner „Gandhi“ - Brille, die heute ihren Geist aufgab, uns das endgültig diesmal, indem ein Bügel total abbrach. Sie sah so aus etwa, wie die von Mohandas und war echt bequem. Sie ruhe in Frieden!
Nun bleibt mir nur eine viel Jahre alte Brille, aus einer Zeit, in der Milch und Honig... lassen wir das bla bla ,,, als ich noch zum Optiker gehen konnte. Sie ist leider zu schwach. Also, meine Freunde, werden wir alle nun mit einer noch höheren Fehlerquote rechnen müssen.
Sonst guter Einkauf heute. Für € 3,66 eine große Tasche Lebensmittel mit abgelaufenem Verfallsdatum, darunter 2 kg Kartoffeln, also fette Beute! Sonst Schmerzfight gestern Abend bis in die späte Nacht mit allen bekannten Mitteln und dem ebenso fast schon gewohnten Ablauf.
Flucht aus der Gluthölle unseres Dachzimmers heute und am See liegen und dösen und schlafen. Zuvor natürlich das Delikt der versuchten Pflichterfüllung in Tateinheit mit größter Mühe, bei dem ich völlig versagte und ko - gehend Kopfstöße verteilte und meine Tastatur quälte. Armselig! - Warum lasse ich es nicht gleich? Überhaupt häufen sich die Bewusstlosigkeit. Beschissene Scheiße! Lassen wir auch das..., das Gesundheitliche... und das... das Wirtschaftliche... und das mit der Lebensqualität..., NEIN, DAS LASSEN WIR NICHT!
Es ist zur Zeit kein Scheiß – Picknick und unser Leben schmeckt in erschreckend geringer Weise nur nach dem Nudelsalat des Glücks, good hearts. Ganz im Gegenteil. Wir leiden! Leiden an Schmerzen, an Sorgen, an nagenden Existenzängsten und so weiter und so fort, und wir haben es auch untereinander nicht immer und ununterbrochen unbedingt leicht, wie man sich denken kann, doch... wie will ich es sagen, ohne nach zu viel Scheiß – Picknick und Nudelsalat und dem dringenden Bedürfnis nach sehr – sehr viel Thorazin zu klingen? Und doch trägt uns meine Erleuchtung durch all diese Wirrnisse, als eine ständig wirksame, sanfte und unbeirrbare Kraft, die nicht einmal unseres Vertrauens bedarf; dann greift wieder und oft zusätzlich La Madre ein und Suzuki oder Fathers Father, oder der Alte Meister ANZ, die anderen oder sie alle zusammen, und wieder ist eine wirklich und wahrhaftig tödliche Klippe umschifft und wir bewegen uns in ruhigen Gewässern! Es fehlt an allem und am Notwendigsten, und es ist nicht zu übersehen, nicht zu ignorieren, und doch gehen wir paradoxer Weise nicht unter, doch – ich bin versucht „findet“ zu sagen, was jedoch grundfalsch wäre – doch führt man uns den nächsten sicheren Schritt weiter, und es geht uns gut. Der Nagual Don Juan Matus warnte bei vielen Gelegenheiten davor, den Ernst des Krieger – Daseins zu übertreiben, weshalb er auch den Kurier Juan Tuma so sehr schätzte, dessen „Geschichten aus der Ewigkeit“ mühelos jeden Hardcore – Porno – Award gewonnen hätten, und dem wir die Gewissheit verdanken, dass in einigen an sich hoch entwickelten Identitätsspuren, die dazu übergingen, das Bewusstsein insgesamt abzuschaffen, seither erschreckend wenig los und die Zahl Erleuchteten durch Analverkehr drastisch gesunken ist.
Ich persönlich schlage mich mit weit weniger interessanten und aufschlussreichen Identitätsspuren herum, sondern werde im Augenblick ganz im Gegenteil... reden wir von anderem.
Freunde, nun ist Ende für heute. Ich kacke hiermit offiziell ab! Mein seltsames Sein, das zu tauschen ich mit niemand niemals bereit wäre, und das ich, und ich sage das ohne Selbstmitleid, auch wirklich niemand zumuten würde, nicht meinem größten Feinde, dieses Irrlicht fordert nun seinen Tribut und Wohlverhalten; und so werde ich diese Gedanken ein andermal fortsetzen.
Und für die Nimmersatten ein besonderer Sahne - Fetzen aus meiner Reise „Mit dem Dalai Lama nach Auschwitz“. Los geht’s!
[who_knows_nose_who]
„Wovon möchtest du erzählen?“
„Nicht von dem Shit, der mir im Kopf herumgeht wie ein Mühlrad. Nicht von billigem Tabak und den verdammten Sorgen. Ich weiß es nicht. Auch nicht vom Krankenhaus und nicht von Tom. Vom ehemaligen Boss nicht und seiner Nutte schon gar nicht. Nicht von der Zwangsarbeit. Heute nicht.“
„Wovon möchtest du erzählen?“
„Nudelsalat und eine gute Zeit ist mein Wunschthema.“
„Kennst du denn so etwas?“
„Gab es schon. Kommt alles vor.“
„Was du nicht sagst.“
„Doch. Meistens scheine ich es nur nicht wissen zu wollen. Ich habe Schönes gesehen mit meinen Augen. Widerhall von Größe und Wahrheit spürte ich in mir. „
„Traust du dich nicht „im Herzen“ zu sagen?“
„In meinem Herzen, Dalai. Ja. Genau dort. Also sind wir doch wieder bei Tom. Der alte Mann hat mir klar gemacht, dass ich so etwas habe.“
„Ernsthaft?“
„Ich meine das wirklich so. Wenn ich jetzt von geliehenen Augen spreche, komme ich auf sein merkwürdiges Terrain. Ohne andere Worte zu haben. Also muss ich wohl da hin. Tom sagte mir, dass ich glaube. Viele kleine Weisheiten, die mir vorkamen wie Bauernregeln begleiteten seinen Unterricht im Bankwesen. Aus diesen Geschichten und elementaren Regeln bildeten sich in der Zeit diese Augen, die geliehenen, von denen ich spreche. Der Glaube in den Pupillen. Aber jetzt erst. Vielleicht heute erst.“
„Dann kannst du sie ihm jetzt wiedergeben, die Augen?“
„Vergessen ist meine Grundtendenz. Davor ängstige ich mich. Außerdem gibt es vielleicht noch viel mehr zu lernen?“
„Dem Fahfahrian fehlt es an Selbstvertrauen.“
„Ist das ein Wunder?“
„Vergiss jetzt den Unsinn, den du dir nach deiner Entlassung zurechtlegtest! Zum Beispiel: Dein Plan mit der Zeit, wann du dieses Buch fertig haben wolltest..., braucht es noch mehr?“
„Ja, Dalai, das ist lächerlich, das sehe ich jetzt selbst. Aber es muss doch irgendwie weitergehen.“
„Nicht mit der Stechkarte in der Hand. Nicht nach Schema „X“.“
„Freiheit?“
„Freiheit!“
„Klingt ganz schön gewagt. Mir wird schon schlecht bei dem Gedanken, diesen ganzem Kram, der bis jetzt geschrieben ist, selbst irgendwann zu lesen. Ich weiß genug davon, um zu sehen, dass es keinen Sinn ergibt. Es macht einfach keinen Sinn. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Inhalte, Details, Erklärungen, die die Scheiße einigermaßen verständlich machen...“
„Dafür sind Andere zuständig. Den netten, gepflegten Gesellschaftsroman kann inzwischen eine Maschine schreiben. Das weißt du doch, Fahfahrian! Kennst du nicht diese Software, die nach Eingabe weniger Eckdaten den Rest in verschiedenen Versionen auswirft?“
„Und ich, Dalai?“
„Du kneifst deine neuen Augen zusammen und versuchst die Welt wie ein Verkäufer zu sehen. Ich empfehle dir dringend eine Transplantation!“
„Jetzt redest du Quatsch.“
„Ganz, wie du es meinst sehen zu müssen.
Das Erwerben von Freiheit bedingt deine Bedingungen.
Die erste Konsequenz ist die Disziplin darin, beginnend nahezu ununterbrochen, dauerhaft entschieden und schließlich neu gelernt, als Reflex „Nein“ zu sagen.
Deine Freiheit zu finden, bedeutet den M U T, dich auf deinen Platz neben mich in den Zug nach Auschwitz zu setzen und von Wundern und Schrecken zu erzählen.
In deinen eigenen Worten.
Nach deinem Verständnis.
Wie es für dich war.
Wie es ist, auf dieser Reise, so unterwegs zu sein, wie DU es bist! DU!
Nur das. Nicht mehr. Ohne Auslassungen. Frei von Zusätzen und Schnörkeln, mein junger Freund! Unverfälscht. Rein.
Für dich heißt es Vergasen, auch wenn du es nicht verstehst.
Wenn Anspruch allgemeinen Missverstandenwerdens die Droge deiner Wahl ist, versuch es damit. Und gehe verkaufen!“
„Hab ich schon.“
„Also.“
„Kein Zusammenhang? Nicht wieder zurückkommen, aufgreifen und fortsetzen?“
„Manchmal ja, manchmal nein. Offenheit statt Plan.“
„Wovon möchtest du heute wirklich erzählen, Fahfahrian?“
„Vom WAFF.“
„Kennst du den?“
„Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, ob das ein „der“ ist; es ist das einzige Wort, das mir auf deine Frage hin durch meinen Kopf ging.“
„WAFF?“
„WAFF! Keine Ahnung.“
„Langsam erwischen wir die Richtung.“
„Ich dachte jetzt lange nach. WAFF kenne ich nur mit Ausrufungszeichen.“
„WAFF! Klingt besser.“
„WAFF! Hat es immer gemacht, wenn ich endlich genug geraucht hatte.“
„Als du jung warst.“
„So um die Zeit, als das mit Christa war. Ich rauchte immer am Längsten. Die Anderen hatten schon abgewinkt, konnten nicht mehr und waren voll drauf und satt wie die zufriedensten Ratten der Welt. Aber ich brauchte mehr. Immer noch mehr. Bis es „WAFF!“ machte in meinem Kopf.“
„Was dann?“
„Leere. Frieden. Die Musik konnte endlich ungehindert durch meinen Körper fließen und es war nicht mehr wichtig, nicht einmal mehr wahr, wer ich war. Wenn ich die Anderen, oft zum Beispiel Norbert, den großem Mike und Christa, - wir waren häufig, lange Zeit fast jeden Abend zusammen auf dem Weg zum „WAFF!“ -, ansah, konnte ich ihr zufriedenes Lächeln erwidern; von ganz innen aus mir heraus. Wir lächelten einander wissend an. Wissend, wie gut es dem Anderen geht. „WAFF!““
„WAFF!“
„Oh ja, Sir! „WAFF!“ Seltenheitswert hatten die Gelegenheiten, bei denen der Stoff so gut war, dass es nach wenigen Zügen, gleich sofort geschah. Ein unglaubliches Feeling. Redensarten, die geschrieben idiotisch wirken und nun mehr als 20 Jahre zurückliegend auch ausgesprochen nicht viel besser klingen, drücken das für mich aus, weil ich noch die Gesichter sehe. Besonders Norberts. „FLAAAAASSSHHHHH!“ – Das sagte er gerne, wenn es bei ihm soweit war. Sein „WAFF!“. Norbert wirkte nüchtern immer sehr bedrückt. Mit seinen riesigen Glasbausteinen, dieser schweren Brille, war er auch nicht sehr beweglich. Das Scheiß Ding fiel öfters herunter. Norbert musste aufpassen. Ohne die Brille sah er fast nichts. Sein lieber Dad hatte dafür gesorgt, dass es so mit ihm kam. Auf dem Speicher angekettet an einen Scheiß Balken, beide Hände nach oben, und dann drauf geprügelt mit dem Stück Gummischlauch, bis die Haut in Fetzen ging. Hängen lassen. Manchmal tagelang. Obwohl Norbert fast nichts sehen konnte, waren seine Augen eigentlich, organisch vollkommen in Ordnung.
„WAFF!“ - Das veränderte sein sonst zusammengekniffenes, konzentriertes, gespanntes Gesicht.“
„Wie?“
„Weiß ich nicht. Leuchten. Leuchten, die Augen wurden größer, die Schultern fielen herunter. Eine neue Stimme hatte er, mit der er dann „FLAAAAASSSHHHHH!“ sagte und sang. Mike Oldfield war es zu der Zeit, der viele Abende Einleitende, Oldfield oder Pink Floyd, das übliche Entree bis zum „WAFF!“. Herrlich! Herrlich!“
„Nudelsalat...“
„Und eine gute Zeit. Eine sehr gute dazu.“
“Wie war das bei dir zu Hause?“
„Das Schlimmste war vorbei. Die soffen und prügelten sich gegenseitig. Das hatte mit mir kaum noch etwas zu tun. Ich übernachtete noch dort. Tauchte dann und wann auf, wechselte Wäsche. Den Alten hatte ich mir an einem Tag nach dem Jahreswechsel zur Brust genommen, als ich selbst noch halb stoned, auf Trip oder besoffen oder alles zusammen dorthin kam. Diesmal hatte er meine Mutter fast zerlegt. Die bestand nur noch aus Blutergüssen. Ich schnappte mir das Arschloch und präsentierte ihm das Ergebnis seiner Investments in Kampfsport ab dem 5. Lebensjahr einmal live und am eigenen Körper.“
„Du verteidigtest deine Mutter?“
„Darum ging es mir glaube ich nicht. Die hatte mehr als ihren Teil getan, damit meine beschissene Kindheit so war, wie sie war.“
„Wie.“
„Wie heißen die kleinen Dinger mit dem Froschfresser-Namen? Petit-Fours?
So war meine Kindheit, ein kleiner Vorgeschmack auf die Hölle, die kommen sollte.
Bevor du weiter fragst, Dalai: Prügel, Prügel, Prügel und der Rest war Psychoterror von Mami. Der Alte war ein Säufer. Die versuchten mir weiszumachen, er käme in Kur wegen seines Magens, wenn Entzug angesagt war. Tolle Idee,- und so kreativ!
Ich wuchs auf in meiner kleinen Privathölle, in dem Vorraum zur Folterkammer, in der sich zwei wahnsinnig gewordene Alkoholiker zerfleischten. Das war der Ort, an dem sich die beiden Bestien zusammenfanden, um zuweilen gemeinsam, dann wieder einzeln, mir die Seele aus dem Leib zu prügeln. Und das fast täglich.
Es war richtig „toll“. Gosse, Baby! - Ganz tief unten in der Scheiße. Wirst du nicht verstehen. Aber dort, wo ich aufwuchs, naja, überlebte, war das nicht einmal etwas Besonderes. Usus, die Kinder halbtot zu prügeln, ganz normal die Schreie, das Jammern, das Betteln...
Mit der Zeit erkanntest du, an den Lauten, wen es gerade mit dir erwischte im Block oder ein Dreckshaus weiter. Alles normal.“
„Überlebt.“
„Ja. Überlebt. Mit allen netten Begleiterscheinungen. Hass. Liebe.
Tödliche Longdrinks, die daraus entstehen, wenn die dich einmal zu viel ins Gesicht treten, während du versuchst, dich unter irgendwas in Sicherheit zu bringen. Dass es keine Sicherheit gibt, lernst du schnell und nachhaltig. Die zerren dich nämlich ganz leicht wieder heraus, egal, wo du bist und donnern dich zur Belohnung an die nächste Wand. Und danach, wenn die irgendwann wieder nüchtern werden, du nicht mehr bewusstlos bist, tut ihnen ja alles so sehr leid. Geschenke gibt es dann. Eine Zeit keine Schule, bis das Auffälligste verheilt ist. So läuft das Spiel, Baby!“
„Deswegen griffst du deinen Vater an?“
„Die kamen doch gut davon, oder? Ich tat ihm nicht wirklich etwas. Und ihr nie. Ihn prügelte ich durch Wohnzimmer und Küche, bis in den Flur. Nur ein paar Treffer; dann griff ich mir die Kehle, schlug seinen Scheiß Kopf drei – viermal an die Wand und versprach ihm, ihn umzulegen, wenn er nicht mit der Scheiße aufhört.“
„Aber er hat sich doch entschuldigt.“
„Klar, als es ans Verrecken ging.“
„Nicht vorher schon?“
„Versucht vielleicht. Es gab Nächte, wo ich spät zurückkam. Der Alte saß noch am Fernseher. Irgendein Western oder Krimi. So was mit „harten Männern“; die Scheiße liebte er. Ich hatte keine Lust gleich zu schlafen. Setzte mich in einen Sessel. Der Alte warf mir wortlos Zigaretten zu. Ich war immer pleite. Nie genug zu rauchen. Die nahm ich.
Das Bier, das er dann holte auch. So etwa lief das danach. Irgendwann sprach er es einmal an; ja, das war vor dem Verrecken. Aber noch bevor er es wusste. Richtig. Von wegen, er hätte das nicht so gewollt, nicht so gemeint und alles. Ich konnte nicht anders. Wurde wütend. Flippte halb aus und kriegte mich nur noch mit dem Stachelhalsband, mit Gewalt dazu, dem Arschloch nicht den Schädel einzuschlagen. Ich riet ihm, es einfach stecken zu lassen. Und ging weg.“
„Als dein Vater im Sterben lag, war das nicht so.“
„Mann, was willst du? Das Arschloch wog noch knappe 45 Kilo bei zwei Meter Größe und Morphium half nichts mehr gegen die Schmerzen. Was sagst DU dann?“
„Das ist nicht die Frage.“
„Ich sage ok. Ja und Amen.“
„Du hast verziehen?“
„Ich sagte es.“
„Du hast IHM verziehen?“
„Nein. Es war eine Scheiß Lüge. Aber keine Sorge, davon sollte ich genügend zurückerhalten, wenn du das meinst. „Barmherzige Lügen“, klingt das nicht phantastisch? So barmherzig, dass sie dich killen, dir den Arsch deiner Seele aufreißen bis zur Halskrause. Ich sagte dem leidenden Arsch, was er hören wollte. Mein Beitrag zur Betäubung. Nicht wegen dem Drecksack, sondern weil Schmerzen einfach das Letzte sind.“
„Die Menge der Tode.“
„Danke für das Stichwort. Eine Menge Tode. Viele starben damals jung. Wahrscheinlich war das schon immer so. Und ist heute noch wilder mit Aids und Crack und dem ganzen Scheiß. Für mich war es genug, was ich sah. Das System fand ich zum Kotzen. Dass sich dieser verpisste Allerweltsspruch vor meinen eigenen Augen bewahrheiten musste.“
„Denn...“
„Denn es erwischte immer nur die Besten, Dalai!“
Ok. Soon more, ok? Geil,eh? Ich weiß, besser als das! Jetzt schlaft gut! Schlaft DAMIT ein, ihr geliebten good hearts!
Aber halt, denn... dass ich, dass wir alle noch etwas von euch wollen, ist eh klar, oder? Hört zu und teilt!
Ihr verzeiht, verzeiht mir noch einmal, verzeiht, verzeiht mir noch einmal und verzeiht, verzeiht mir noch einmal, good hearts, aber jetzt bin ich echt schon wieder zu erledigt, um zu erzählen, wie ich meinen Lehrer in der Schwarzen Magie (ungewollt, oder doch?) schier in den Wahnsinn trieb. Demnächst das „Grande Finale“in diesem Theater... versprochen, good hearts!
Dann lasst uns lautlos singen. Stimmt in euren Goldenen Herzen ein, wenn ihr Lust habt:
„Ich denke, unsere Gesellschaft wird geführt von geisteskranken Menschen mit wahnsinnigen Zielen, ich denke, wir werden von Wahnsinnigen regiert für wahnsinnige Zwecke. Ich denke, sie sind alle verrückt.
Aber ich werde wahrscheinlich als wahnsinnig weggesperrt werden, weil ich es gesagt habe. Das ist das Verrückte daran. Findest du nicht auch?“
und
Außerdem bin ich dafür, dass man die Eulen – Anbeter vom Planeten Erde abschiebt zu den Außerirdischen Dunklen Mächten, nach deren getrockneter Scheiße und Popel die Sippschaft sowieso hoffnungslos süchtig ist!
Ok, und außer die Drecksäcke von Eulen – Anbetern und ihrem Verein verarschen und abschieben, gibt es noch etwas zu erledigen.... Jetzt tut nicht so, ihr Gurken! Ihr wisst, was zu tun ist.
Ihr kennt meine immer-immer-immer – gleiche Bitte, das ihr lieben good hearts anderen etwas zu essen schenkt, eine Decke, Klamotten, Spielzeug, etwas Geld, was auch immer-immer-immer..............................
…....................... oder einfach etwas von eurer Energie.
Das geht so:
Bewegt euren Arsch zum nächsten Hospiz, Krankenhaus, Senioren- oder Kinderheim
Bleibt in der Nähe des Gebäudes/ der Gebäude
Steht aufrecht, atmet tief ein und aus
Öffnet eure Handflächen und strahlt heilende und erneuernde Energie zu den Menschen dort
Macht das 9 Atemzyklen lang
Bewegt euren Arsch zum Ort eurer Wahl
Verrichtet dort das Tun eurer Wahl
Ihr werdet überrascht sein, wie gut es euch geht und wie sich euer Körper freut!
Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Lasst es zu, dass euch das klar und bewusst wird, und genießt, wie euer Erstrahlen alles verwandelt in Momente des Glücks und der Erfüllung, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts! LOVE! Genießt es! Ihr seid wunderbar, good hearts, und wir alle lieben euch! Also schenkt, ihr Beschenkten! Und, wenn ihr irgendwas braucht...
nehmt es euch auf: www.g-cook.com
Ich bin jetzt weg von diesen Worten und sehr wohl sehr nah und in der Welt, und für euch da, sind wir alle gemeinsam, La Madre, Suzuki, Der Alte Meister ANZ, Fathers Father, die Ungenannten, die Süßesten der Süßen, meine unglaubliche JJ, wie auch ich, der Fahfahrian cozy!
!LOVE!
!LOVE!!!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!
Suzuki & La Madre & cozy & Fathers Father