Dienstag, 29. September 2015
Suzukis Freund 水ホースを踊るオフ手放します und Äpfel und Ziegen und Fizzi – Fazzi! ES GEHT MIR BESSER, VERDAMMTE SCHEISSE! Und Suzuki lehrt heute: „Aufwachen!“ Correctamundo natürlich.
Im Internet titeln sie heute mit der Sensation „Anzeichen für Wasser auf dem Mars gefunden!“, und ich schüttele nur mit dem Kopf. Der Header „Anzeichen für Intelligenz auf der Erde gefunden!“, das wäre ein Hoffnung gebender Impuls in die richtige Richtung gewesen, doch so...

Nun ja, Amigos, Freunde der Gewürzgurken in Erdnussbutter und good hearts, ihr Erleuchteten alle! - Da freuen wir uns doch mal den Arsch wund, dass die Möglichkeit besteht, dass es auf dem guten, alten Mars hier und da auch noch einen Schluck Wasser gibt! - Wenn uns nur ET nicht zuvorkommt und alles leer säuft! - Also: Alle Mann die Socken scharf machen, und auf den Weg dorthin, Wasser trinken, ohne das Absingen schweinischer Lieder!

Wir sind heute hier zusammengekommen, um „einen rechten Schmarrn zu verzapfen“, wie es das größtenteils friedliche Landvolk dieses Vorgebirgslandes zu sagen pflegt, sobald sich eine günstige Gelegenheit ergibt, denn es geht mir besser!

ES GEHT MIR BESSER, VERDAMMTE SCHEISSE!

Und nun, Trommelwirbel..., der Begrüßungs- Link für traditionellen Genuss:


http://www.g-cook.com/phrases/intro_german.html


Gestern hatte ich schwer zu kämpfen auf Messers Schneide mit den leider schon fast alltäglichen extremen Schmerzschüben, wobei unser gesamtes Sortiment der Verteidigungsmaßnahmen von Unmengen an Chemie, über elektrische (Tens) Impulse bis hin zum Eis zum Einsatz kamen, und ich es dennoch nur und allein gestärkt durch die Anfeuerungsrufe der Naguals vor mir schaffte, in der Zwölften auf den Beinen zu bleiben und meine Gegner dadurch zum Wahnsinn zu treiben, dass ich meinen Schwanz herausnahm, und mir ihm Fandango tanzte... Gleichwie. Es ist vorbei. Und an ein „später“ denken Schmerzpatienten, und, ich kann es persönlich bezeugen, auch die Erleuchteten (die es besser wissen, und daher wenig Neigung zeigen, an nicht Existentes zu denken, außer, es wäre vielleicht leckerer veganer Schweinebraten, durchzogen von feinen Adern der Geschmacksnote „Semmelknödel“ zum Beispiel), auch die Erleuchteten unter ihnen besser nicht!

Heute schlief ich lange-lange, beschäftigte mich alsdann ein wenig mit unseren behördlichen Vorgängen, deren Mannigfaltigkeit und Umfang sogar mich, der ich ein Arbeitsleben lang ein sogenannter Schreibtischtäter war, tatsächlich erstaunt.
Wenn ein Mann einmal ein Arschloch im Vertriebsvorstand war, dann ist er einiges gewohnt, Psychopathen, Säufer und Narzissten in Extremform eingeschlossen. Jede dieser Lebensformen bewohnt eine Nische der Vorstandsetage, wo sie ihr eigenes, anderen größtenteils unverständliches Universum errichtet, worüber zu herrschen ihr über alles geht. Was sie alle eint, und in gewisser Weise gleich macht, ist „Master of the Universe“ zu werden, „Capo di tutti i capi“, Boss aller Bosse und König der Berge! Die in Wahrheit sehr schlichte Aufgabe dieser Runde, die man mit einem Wort „Geschäftsbeschaffung“ nennen kann, das wiederum daran liegt, dass die Aktionäre geldgeile Hyänen sind, die Tag und Nacht nach mehr und mehr und mehr lechzen, dieser simple Job, er wird über lange zeit vergessen, ignoriert, verschoben; ich weiß das, ich war dabei!
Nun befinden wir uns auch wieder an dem Punkt, von dem ausgehend ich zu diesen Betrachtungen kam, unserer Korrespondenz mit Behörden und Institutionen, denn die Fragebogen, die Formulare, die Verwaltungsabläufe, Genehmigungen, die Ablehnung, und deren sinnwidrige Begründungen, sie sind derart erstaunlich verschachtelt, dass es mich einfach an die genialsten Wirrköpfe aus all den Jahren als Arschloch auf dem Weg zum Oberarschloch kennen zu lernen das ausgesprochene Missvergnügen hatte. Vertrauliche Nachrichten „ganz von oben“ hätte man nicht geheim halten und verstecken süßen, denn jeder halbwegs geistig gesunde Mensch hätte sie ohnehin nicht verstanden, oder wäre vom Glauben abgefallen und die Notwendigkeit erkannt, sich selbst auf unbestimmte Zeit einzuweisen, in eine nette Nervenheilanstalt zum Beispiel.

Da ich, in meiner damaligen Eigenschaft als Ober – Arschloch, neben vielen tausend anderen, auch die Pflicht hatte, für meinen Boss, das Ober – Ober – Arschloch diesen täglichen Haufen geistiger Exkremente der Führungsriege zu sichten und zu entschlüsseln was, sofern vorhanden, überhaupt der Sinn und Zweck dieser zu Papier gebrachten geistigen Entgleisungen war, besitze ich heute eine natürlich gewachsene, aus dem Überlebensdrang meines Geistes entstandene Robustheit, so ziemlich jeder Form des Wahnsinns gegenüber.

Das bringt mich in eine Position des Vorteils in diesen Tagen! - Gelingt es mir doch, jeder Frage so viele Bedeutungsebenen abzuringen, wie es mir angenehm und passend erscheint, und dem Fragesteller ebenso freimütig wie eloquent Auskunft zu erteilen; und ich tute das in Memoriam meiner allseits gefürchteten Memo, die ich Ober – Arschloch im Auftrage meines Ober – Ober – Arschlochs produzierte, und in die Kampf Arena warf, um deren ohnehin dürftigen Kontakt zur Realität weiter zu erschüttern.

Auch heute gelang mir selbst davon, in meiner administrativen Königsdisziplin, nicht sehr viel, und das nur mit Pausen, doch bin ich zufrieden und fühle mich ehrlich gesagt sogar wohl.

Der Grund für mein Wohlsein, good hearts, ist, wie sollte es auch sonst sein, meine Frau, die Beste Ehefrau von Allen, die mich, zurückkommend von einer Fahrradtour mit vielen – vielen Besorgungen, deren demütigender Hintergrund die Beschaffung altbackenen Brotes, welken Gemüses und anderer Lebensmittel zum Sonderpreis für unser weiteres körperliches Überleben ist, die mich dazu einlud, Maya, unsere Computer – Großmutter etwas ruhen zu lassen, und mit ihr auf unseren Balkon in die Sonne zu kommen.

Das tat ich, und es war wunderbar. Sobald ich meinen gemütliche Platz im Halbschatten gefunden hatte, fand auch etwas in mir (was wohl, wenn es so hell leuchtet?) die Mittel und die Möglichkeit, mich aus dem allzu engen, ewig schmerzenden Gefängnis meiner Körperlichkeit zu entlassen, und mich freizusetzen in einem so unglaublich schönen, ja vollkommenen Nichts, an das sich zu erinnern noch ein herrliches Gefühl ist. Dies wurde mir gewährt für die Zeitspanne einer Stunde so in etwa.

Und nun, nun bin ich wieder hier bei euch, good hearts, ihr Lieben. Ja, das noch! Als der Schmerz, der heimtückische, mich nicht ruhen und ich in Frieden ließ, versuchte ich mich abzulenken, wie ich es oft tue, indem ich mit Maya und Photoshop experimentierte. So fand mich meine Frau im Morgengrauen in stiller Umarmung mit meinem Keyboard und geleitete mich zu meinem Lager.

Nun ist es genug, meint Suzuki, und er tut das selbstverständlich für uns alle. Der Mann hat mich schließlich zu heilen!
Also bin ich ein braver Patient und folge!

!LOVE!
cozy



Wir händigen euch also nun, hiermit einmal mehr DIE REINE POWER, genau wie angekündigt, die nächste und ultra- geile Fortsetzung von Lucifers Field aus, das euch gefallenen Kennern und Sternschnuppen gut anstehen wird, good hearts!


Lucifers Field - Allinc.




Amigo Loco Corazon


Leben ist die Chance zur Großzügigkeit.



Aufwachen

Ein neuer Tag brach an. Don Pedro und Donna hatten die Nacht im Tempel verbracht. In die Tiefen seiner Kraft, mitten auf den Altar und zehn Meter unter der Höhe des insularen Erdbodens, in den Schutz des vulkanischen Ejakulats der Erdmitte, dorthin hatten sie sich zurückgezogen, um die Geschehnisse zu besprechen. Donna war erschreckt; sie hatte zuerst still zugehört, dann ihre Fragen gestellt und war letztendlich mit der Fülle der sich aus dem allem ergebenden Mutmaßungen im Kopf erschöpft eingeschlafen.
Don Pedro saß jetzt rauchend auf der Mitte des riesigen Altars, auf dem Donna auf ihrem Lieblingsplatz rechts von ihm liegend, friedlich schlief. Er kicherte leise über sich selbst, weil er es jetzt schon vor sich sah und lustig fand, wie Donna nach dem Aufwachen klagen und jammern würde über ihren Rücken nach einer Nacht auf diesem harten Lager. Er selbst fühlte sich überreizt und in gewisser Weise verärgert.
Ein Teil von ihm, es war der rational-analytische, empfand die ganze Teufelei der letzten Zeit, diese die Beschaulichkeit des Lebens hier ebenso empfindlich wie bizarr störende Dokusoap - Opera, mit ihren über die Maßen offensichtlichen Anbindungen an die jüdisch-christliche Mythologie und den damit verbundenen, alles so ordinär-barock überzeichnenden, marktschreierisch-Hollywoodstreifen - Special - Effects, als zunehmend absurd und im Grunde unannehmbar. Inakzeptabel. Inakzeptabel war das Wort. Für einen rudimentär gebildeten Menschen, für den Don Pedro sich durchaus hielt, war es einfach inakzeptabel, diese Simplifizierung des Dogmas, das sich hinter diesen Gut-Böse-Spielchen verbarg, als etwas Realitätsnahes anzunehmen. Das Fehlen jeglicher Grau - Schattierung und die damit einhergehende Leugnung aller graduellen Abstufungen, selbst in moralisch-ethischer Hinsicht, die Primitivität des ausgrenzenden Schwarz-Weiß-Denkens, die in der Geschichte der Menschheit bereits Millionen das Leben gekostet hatte, dieses Perpetuum Mobile des Verachtenswerten, es brachte nichts als Ekel und Traurigkeit in ihm hervor.
Don Pedro hielt es für ein gutes Zeichen psychischer Gesundheit, dass er nach dem schon fast zwanghaften, pausenlosen Abwägen der möglichen Konsequenzen, jetzt, nach der unverhofften Begegnung mit Santiago del Sol, doch wieder zu den einfachen Dingen des Lebens, dem Humor, der allem die Schärfe nahm, zurückkehren konnte, indem er, Donnas Gequengele vorausahnend, den Drang zum Lachen verspürte.
Die ganze Nacht lang hatte der Duft von frisch geschnittenen Rosen den Raum erfüllt, ihn durchweht und sie beide gestreichelt. Dies Zeichen der allgegenwärtigen Mutter verwirrte Don Pedro mehr als alles andere, denn es zeigte nachhaltig an, dass alles in Ordnung sei und keine Gefahr drohe. Die Mutter hatte ihn nie belogen. Ihre machtvollen Zeichen waren immer die Art von Informationen gewesen, die über das grob materiell Erkennbare hinausgehend die Wahrheit in ihrer reinen Form anzeigten. Don Pedro vertraute der Mutter Nacht, wusste aber diesmal selbst unter Aufbietung aller seiner intellektuellen und medialen Kräfte den Inhalt ihrer Botschaft nicht genauer zu entschlüsseln. So musste er sich mit der Tendenz zufrieden geben, mit der Sicherheit ihrer nachhaltigen Garantieerklärung, dass alles gut sei und es auch bleiben werde. Doch selbst damit ließ sich sein noch immer die Schmach der Niederlage empfindender Machismo nur schwer beruhigen. Dieser Teil Don Pedros begehrte heftig auf und wünschte sich, Santiago die Scheiße aus dem Leib zu prügeln, ihn mit einem Baseballschläger, oder besser noch einem Hammer passender Größe zu traktieren, bis er Klartext, also die alles aufklärende Wahrheit sprach. Die Geschichte hinter der Geschichte solle er erzählen, nein, besser noch, flehentlich bitten, sie erklären zu dürfen, um die Wucht und die Anzahl der gezielten Schläge zu vermindern, um weniger Gründe zum Aufheulen, zum schrillen Kreischen unter der Flut unerträglicher Schmerzen zu haben. Ein Geständnis wäre das Produkt dieser Gerechtigkeit, vorgetragen in der einzig angemessenen Sprache, der der Niederlage. Dann und nur dann und allein unter diesen Bedingungen würde sich herausstellen, was wirklich der Hintergrund dieser dämonischen Übergriffe sei und wieso Santiago auf die Idee verfiel, sich anmaßend als Vater Don Pedros und der anderen Männer dazustellen. Blut, Schweiß und Tränen wären nicht genug der Wegbegleiter bis zum blanken und ungeschönten Inhalt der Wahrheit; in Pisse, Scheiße und Kotze, bar jeder Kontrolle über sich selbst würde der hochmütige Peiniger sich wiederfinden, auf ein Wimmern reduziert!
Don Pedro nahm dies farbenfrohe Bouquet seiner wütenden Mannhaftigkeit ohne jede Selbstkritik zur Kenntnis, denn er hatte gelernt, mit diesem vitalen Macho-Teil seiner Persönlichkeit gut umzugehen. Ihn zu verleugnen war von großem Nachteil, wie er in jüngeren Jahren auf schmerzhafte Weise lernen musste, als er als Pseudo-Softie zu leben versuchte und gegen sämtliche Formen der Impotenz ankämpfte. Ihm die unbedingte Priorität zuzubilligen, was er auch ausprobiert hatte, erwies sich allerdings als gleichfalls ungünstig, erlitt doch das eigene Sozialverhalten empfindliche Einbußen und war es außerdem bei Licht besehen unglaublich anstrengend, ständig von Kampfhormonen getrieben und der eingeschränkten Wahrnehmung hinter der Hassbrille unterworfen durchs Dasein zu stampfen. Der Macho war jetzt Don Pedros nie gezähmtes Haustier, das viel Auslauf verlangte und immer genügend davon bekam; allerdings im richtigen Kontext, wie er beispielsweise durch Donnas beständigen Hunger nach dominant-sinnlichen Begegnungen gegeben war und den der hierzu immer nur allzu bereitwillige Macho-Pedro stets über die Maßen befriedigend stillte. Manchmal drehte der Macho eine kleine, aber alles kontrollierende Ehrenrunde über das Anwesen, dann war er bei einer der im zweiwöchigen Turnus stattfindenden Teambesprechungen mit dem Personal anwesend, um die sich in einem der absoluten Entropie entgegentreibenden Universum zwangsläufig einschleichenden Nachlässigkeit mit entsprechenden Kommentaren aus der Welt zu schaffen, oder, er verminderte Donnas zuweilen an Hypochondrie grenzenden Gesundheitssorgen, indem er das eine oder andere Brecheisen in die Zahnräder ihrer hochsensiblen Selbstbeobachtung einbrachte und somit die zuweilen etwas gestörten Proportionen zwischen Donnas Introspektion und Extraspektion wieder auswog. Richtig eingesetzt war der Macho-Pedro ein guter Helfer und kooperationsbereit, doch hatte es Jahre gedauert, sein Vertrauen zu erwerben. Es war ein langer und mühevoller Weg gewesen, bis er, der Misstrauische, mehr aus Erfahrung wusste, als Vertrauen entwickelnd glaubte, dass ihn wirklich niemand mehr zu erziehen versuchte.
Jetzt aber, in diesen Momenten der wütenden Gedanken an Santiagos Adresse, wollte er Blut sehen. Das Blut Santiagos sollte fließen und die Demütigung abwaschen, das Gefühl der Ohnmacht mit sich nehmen, am Besten einen jammernden, durchaus schwer, aber nicht zu schwer verletzten Widersacher hinterlassen, dem man helfen, den man heilen und wieder ins wie auch immer geartete Leben in seiner eigenen Dimension entlassen konnte, nachdem er sein Unrecht einsah, die Strafe empfing und Abbitte leistete. Wie unrealistische diese Vorstellung im Zusammenhang mit Santiago del Sol war, sah selbst der Wutglühende Macho-Pedro ein, was seine Farbe von rot auf weiß brachte und seine Hitze noch größer machte. Die letzte Begegnung mit Santiago del Sol hatte keinen Kampfesscharakter gehabt. Ein wirklicher Kampf konnte nur zwischen annähernd gleich starken Gegnern stattfinden, nicht aber dann, wenn Welten zwischen der Stärke der Kontrahenten lag. Ein Kampf, der diesen Namen verdiente und rechtmäßig die diesen seit alters hehr mit einem Geschmack von Respekt versehenen Begriff begleitenden Attribute, solches wie die mutige Inkaufnahme der Todesgefahr, Schmerzen und Risiken, für sich in Anspruch nahm, ein echter Kampf zwischen Don Pedro und Santiago del Sol hatte nicht stattgefunden. Diese Begegnung verdiente einen solchen Namen nicht! Sie war nur eine feige Farce!
War dieser Schluss richtig? Oder waren diese Gedanken mehr so etwas wie gedankliche Selbstmedikation, wie die Verabreichung eines abstrahierenden Sedativum? Selbstkritische Pflichten taten sich jetzt für Don Pedro auf, denn: Wie überaus bequem war doch die Perspektive der nachträglichen Beurteilung eines siegreichen Gegners, dieses halluzinierte hohe Ross, bestehend aus so schwer Fassbarem wie Ethik und Moral, auf dem sitzend die Behauptung einer sittlichen Überlegenheit, einer die Dominanz der faktischen Machtfülle des Gegners qualitativ überflügelnden, charakterlichen Stärke, die erniedrigende Erfahrung der gerade verlorenen Schlacht in eine etwas angenehmere Perspektive rückte!
Dies alles erwägend tat Don Pedro einen weiteren hypothetischen Schritt und wechselte versuchsweise die Seiten. Nun sah er sich selbst als den ungleich Stärkeren. Als der so offensichtlich Mächtigere, wie Santiago es ohne Zweifel war, in eine Auseinandersetzung unter diesen Vorzeichen einzutreten, diesen Gedanken lehnte er ohne jedes weitere Nachdenken grundsätzlich ab. Sein Körper schüttelte unwillkürlich den aufkommenden Ekel ab. Sich auf dieses Nicht-Niveau zu begeben, stand für ihn noch weit unter dem letzten sichtbaren Tableau des Unwürdigen in Form von sonnengebräunten Goldkettchen - Trägern mit pädophilen Neigungen. Schwächere ernsthaft anzugreifen war..., inakzeptabel; da war es wieder, dieses das Ganze umfassende Wort, es war inakzeptabel in einer nicht weiter Hinterfragens werten Weise. Und darüber hinaus, und erhaben über jeden Vorwurf eines selbst entlastenden hohen Rosses, war jeder Gedanke daran weit weniger wert als eine rhetorische Frage. Erschreckend jedoch die Tragweite der Konsequenz aus diesen Feststellungen: Das Wesen des Santiago del Sol war in all seiner Veränderlichkeit das des wahren Teufels, der Singularität des Bösen und entsprach damit Alledem, was als Realität anzunehmen Don Pedro entschieden ablehnte!
Doch nicht genug damit: Dieser Teufel in Gestalt Santiago del Sols hatte Don Pedro nicht nur Kraft seiner Übermacht besiegt, sondern auch die Mitteilung hinterlassen, sein Vater zu sein. Eine solche Verwandtschaft zu mutmaßen, sich vorsichtig diesem, von Santiago grausam ins Feld geführten Gedanken anzunähern, es war ein umso schmerzhafter Akt für Don Pedro, als dass diese Vorstellung einem sehr vitalen und kulturpessimistischen Teil seiner Persönlichkeit absolut nicht so vollkommen neu war, wie er es versucht hatte, zuletzt auch Santiago gegenüber darzustellen. Eine ganze Reihe auffälliger Charaktermerkmale, deren beängstigende Festigkeit sich im Verlauf der vergangenen 50 Jahre erwiesen hatte, und die in frappierender Kongruenz zu denen des gefallenen Engels standen, machten Don Pedro nicht erst heute nachdenklich. Da war dieser ungeheuer Stolz, dieses durch nichts zu erschütternde Gefühl des höchsten, eigenen Wertes, und, in seiner Korona, das vollkommene Fehlen der Fähigkeit zur Unterordnung an erster Stelle der übereinstimmenden Wesensmerkmale zwischen Lucifer und Don Pedro zu nennen. Als Mensch mit diesem Geist zu leben war schier unmöglich, weil qualvoll über alle Vorstellungen hinaus. Der damit einhergehende, überreiche Erfahrungsschatz, Don Pedros Scheitern betreffend, seiner zahl- und erfolglosen Versuche, dem Phänomen der allgemein als Sozialisierung bezeichneten Anpassungsprozesse an die herrschenden Strukturen der menschlichen Gesellschaft für sich selbst eine Bedeutung zu geben, dem Druck hin zum das alltägliche Leben doch so sehr vereinfachende Konformismus nachzugeben; diese unüberbrückbare Kluft zwischen grundehrlicher, totaler Verweigerung innen und erfolglos geschauspielertem Pragmatismus außen in Form der Zwangshäufigkeiten sozialen Funktionierens; all den verzehrenden Grabenkämpfen mit sich selbst, und dazu der Energie - Vampirismus, als dessen Opfer sich Don Pedro tagtäglich zu leben gezwungen sah; dies gab der satanischen Verwandtschaftsvermutung eine erste authentische Tendenz.
Auch wenn die Zeiten der größten Leiden inzwischen der Vergangenheit angehörten und sich alles geändert hatte, Donnas und Pedros Lebensgefühl sich buchstäblich umkehrte, sich die sozialen Begleitumstände durch den großen materiellen Reichtum zu einem auch Don Pedro sehr glücklich machenden Ganzen zusammenfügten, blieb das große Nein Don Pedros, gerichtet an alle vermeintlich Ordnung schaffenden Prinzipien, und vor allem an das Despotische, welches die Randbedingungen eines jeden Daseins einfach so diktiert, stets vorhanden; diamanthart und scharf gezackt wie der wütend an einer Theke abgeschlagene Hals einer Glasflasche. Kleines hatte er zu akzeptieren, ja, sogar gerne zu haben gelernt, jenes, was innerhalb des kleinen Kreises der Community der Insel geschah, das Hin und Her der winzigen Regelkreise dieses Mikrokosmos; es war das erste über sein Leben mit Donna hin ausgehende Wir, das er mit ehrlichem Wohlwollen und als ein Teil eines Geflechts von Beziehungen freudig erleben konnte.
Unangetastet auch davon aber sein NEIN, jene Don Pedros höchstes Credo formulierende Äußerung der Abkehr von jeder Form der Ordnung und jedem Gesetz, das nicht die moralisch zwingende Bedingungen seiner Akzeptierung nach Bekanntgabe, Begründung und Erläuterung dem diesem unterliegenden Wesen erfüllte. Geschah dies nicht, geschah dies nicht in einer für jedes einzelne Wesen in seiner Individualität spezifisch angepassten und damit absolut nachvollziehbaren Weise, so ist existierte kein Gesetz und es herrschte keine Ordnung. Jeder Zustand, der da herrschte, jede Wirkung, die sich zeigte, sei es als Naturgesetz oder religiös, ethisch, moralische Vorschrift, entbehrte jeder Gültigkeit. Um diese Gültigkeit zu erwerben, bedurfte es aber dem Einverständnis eines jeden Wesens, für welches Ordnung und Gesetz errichtet werden soll.
Als Folge dieser Schlüsse gab es für Don Pedro nur das reale und wiederum inakzeptable de facto der Gewaltherrschaft. Niemand hatte ihn oder irgendeinen, den er je kannte, oder von dem er je aus glaubhafter Quelle gehört hatte, nach seinem Einverständnis auch nur zum Übertritt ins Sein gefragt. Man mag anmerken, dass dies ein Paradox, ein Widerspruch in sich sei, wenn verlangt wird, dass ein Wesen, das noch nicht existiert, danach gefragt werden soll, ob es existieren will, doch konnte man Don Pedros entschiedener Meinung nach nicht so weit gehen, ein allen Selbstbehauptungen gemäß allmächtiges und allwissendes Wesen durch ein auf menschlicher Ebene scheinbar unlösbares Problem zu entschuldigen. Die für Menschenwesen nicht einmal vorstellbare Auflösung genau dieser grundlegenden Frage nach jenen, den Rechten eines Allmächtigen in gleich allmächtigen Ausmaßen gegenüberstehenden Pflichten, so Don Pedro, seien nicht durch Sophisterei und keinesfalls durch etwas wie Erbarmen einem doch möglicherweise nicht so perfekten Schöpfer gegenüber zu lösen. Damit, mit diesem Beharren des Herzens auf angemessener Gerechtigkeit auch der Allmacht gegenüber, befand er sich auf einem durchaus als luziferisch zu bezeichnenden Standpunkt und möglicherweise in einer zumindest philosophischen Verwandtschaftslinie zum ersten Widerspruch erhebenden Wesen der Schöpfung.
Don Pedro stockte der Atem. Da war eine Erinnerung, die sich jetzt, bei diesen Gedanken einstellte, die sich aus dem Nichts breit machte; sie glich einem zerknüllten Blatt, das sich von selbst entfaltete und Don Pedros Gedankenbildschirm einnahm: Die erste Lesung von Miltons Paradise Lost hatte Don Pedro die Tränen in die Augen getrieben; genau an der Stelle, in welcher der gerade gefallene Lichtträgerengel Lucifer seine ersten Worte in der Hölle spricht. Don Pedro hatte still geweint, mehr mit dem Herzen, als mit dem Körper; und das nicht wegen Lucifer oder seiner gequälten Anhänger. Es war eine innere Resonanz, ein Wiederklang des eigenen Verstoßens eins, ein Geschmack der eigenen Hölle, des Beraubt seins von allen wirklich wesentlichen Fähigkeiten, ein Gefühl von Kälte und Einsamkeit und das Fehlen von aller Liebe, was in diesem Moment seine Wiederkehr in die Welt des bewussten Fühlens alles überflutete. Hermetisch abgeschirmt fühlte sich Don Pedro, eingesperrt in ein nach wissenschaftlichen Erkenntnissen unendliches Universum, das sein Empfinden niemals glauben konnte und dessen illusorische Grundstruktur ihm seit jeher wie eine billige Jahrmarkts Dekoration aus Pappmaché und Sperrholz vorkam. Das erste Gefühl als Mensch war für ihn das des Erstickens, einer perfekten Folter, die nicht tötet, jedoch jeden Augenblick das Erleben der Todesangst an ihrem oberen Scheitelpunkt hervorbringt. So mochte sich Lucifer an seiner neuen Wohnstatt, jener Hölle der Ablehnung Gottes fühlen. Heimatlos, ausgestoßen, zu Unrecht gedemütigt und in einen Rang unsagbarer Erniedrigung gestoßen, so fühlte sich auch Don Pedro zeitlebens. Und Vergebung war Don Pedro zuwider; aktiv wie passiv. In einem Haufen umher wuselnden, sich in Fressen und Scheißen und Kopulieren und Gebären und Sterben windenden Fadenwürmer, einfach so ins Leben gesetzt, gab es für ihn keine Schuld, keinen Grund, um Buße zu tun, oder Verzeihen zu gewähren. So fanden sich nach und nach Indizien über Indizien, deren Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit hinsichtlich Wesensübereinstimmungen zwischen Don Pedro und Lucifer den kritisch sperr feuernden Verstand und das bange Herz alle Entgegnungen überrollend überzeugten.
Die Lust an der erotischen Dominanz und einer gewissen Grausamkeit in ebendiesen Situationen war als Nächstes zu nennen. Dieser zentrale Fetisch Don Pedros, eine ganze Welt der Genüsse, bestehend aus in gemeinsamer Arbeit von Donna und Don Pedro befreiter, vom Schmutz der Missverständnisse gereinigter und zu höchstem Niveau kultivierter Reize, sie basierte wiederum auf einer wahrhaft luziferisch-gebieterischen Grundprägung Don Pedros. Unendlicher Liebe und wahrhafter Hinwendung hatte es bedurft, mit diesem Raubtier spielen zu lernen. Es war Donnas Verdienst, die Freiräume zur Entfaltung all dessen zu schaffen, während Don Pedro an dieser Aufgabe im Kontakt mit sich selbst lernte, zu seiner in diesem Zusammenhang einzig wahren Selbsteinschätzung zu gelangen, indem er akzeptierte, dass er zum Genuss allein und ausschließlich den eigenen Regeln folgen konnte. Die Hälfte der Welt der Empfindungen war ihm somit verschlossen, denn Lust durch Hingebung und Ekstase darin, anderen als den eigenen Rhythmen zu folgen, war Kraft seines Wesens unmöglich. Er musste sich eingestehen, nicht einmal zu verstehen, was in Wahrheit damit gemeint sein sollte. Die Tänze seiner Dominanz dagegen, einmal befreit und die Mauern gesprengt, die imaginären Zaubertore der Selbstkasteiung im hohen Bogen in die Luft geschleudert, sie überwältigten ihn in der Empfindung wahrer Freiheit und unendlicher Möglichkeiten des Gebens, weit entfernt von stupidem Zufügen von Schmerz; einem vertrauensvoll gemeinsamen Überschreiten aller Grenzen, das Eindringen in Reiche des unsagbaren Lustempfindens, die in ihrer Intensität dem Tode oder dem Gebären ähnlich, alles sprengten.
An diesem Punkt seiner Überlegungen angelangt, spürte Don Pedro zum ersten Mal seit Langem, dass er sich selbst in grober Weise widersprach.
Da war eine Diskrepanz, etwas derart Offensichtliches, was es ihm unmöglich machte, über den genau jetzt offenbar gewordenen Denkfehler hinwegzugehen, ihn zu ignorieren, oder sich selbst einen bequemen Dispens zu gewähren. Er hörte sich selbst gedanklich immer noch weiter reden, wie er wortgewandt seine Argumente vortrug und das intellektuelle Schattenboxen allem Anschein nach auch gewann: und er hörte einen Schwätzer. So viele Worte und so wenig Sinn! Waren da nicht die realen Grenzen seiner Glaubensbereitschaft, manifestiert in Gestalt der entschiedenen Ablehnung dessen, modernistische, kaum 2000 Jahre alte jüdisch-christliche Modelle der religiösen Mythologie ernst zu nehmen? War da nicht dieses ehrliche Verwerfen der Akzeptanz von Singularitäten von Gut und Böse, bei dessen Empfinden er insgeheim auch etwas Stolz empfand? Jetzt standen diese hehren und in sich durchaus schlüssigen Überzeugungen auf der einen Seite einer Bilanz, deren andere die nicht zu leugnende Realität von Don Pedros Dominanz, also seine fundamental selbst erlebte Einseitigkeit war. Wirklich, so ganz und gar diesseitig, wahr und erlebbar, und nochmals stärker wirklich, weil unveränderbar entschieden, war dieser Kern vom Zwang zum Herrschen, von absoluter Handlungsbestimmung als Grundlage zum Genuss, den Don Pedro zuerst hinzunehmen und dann genießen gelernt hatte. Don Pedro selbst war in seiner Mitte, am Ort seiner vitalsten Kraftquelle genauso singulär, wie er es als Santiagos reale Persönlichkeit anzuerkennen sich weigerte. Die Reihe der daraus resultierenden, in gewisser Weise nicht nur das sexuelle Verhalten, sondern den Habitus Don Pedros insgesamt steuernder Schlüsseleigenschaften reihten sich auf die Kette der eine Wesensverwandtschaft mit Santiago del Sol naheliegenden Argumente in überzeugender Weise ein: Kompromisslosigkeit, Herrschsucht und das Gefühl der eigenen Überlegenheit.
"Ein Schwätzer also, am Ende doch ein Schwätzer", dachte Don Pedro an sich gerichtet, "einer, der andere dafür anklagt, was er hinter seiner Fassade der Toleranz selbst lebt und was er ist, in seinem innersten Kern..."
Von der Sphäre des gerade Durchdachten, vom Meta - haften erschreckt, wandte Don Pedro seine Betrachtung dem Konkreten, dem ganz und gar Kleinen zu, um dort seine Überprüfung fortzusetzen. Alltägliches war anzuführen, Kleinigkeiten, die, wie er sicher war, in ihrer Unauffälligkeit möglichen Beobachtern zumeist verborgen blieben, aber in ihrer Anhäufung auf einige zentrale Tendenzen hin, der Aufmerksamkeit Don Pedros nicht entgingen. So war es zum Beispiel LINKS, wohin er zu gehen hatte, war es der Parkplatz, die Abzweigung, das Päckchen Kaffee, das ganz links und deswegen auszuwählen war, wenn der Genuss oder Erfolg garantiert sein sollte. LINKS war das Eigentliche, LINKS die Welt impulsiver und lebenswerter Kraft, während die Mitte sich als gerade noch akzeptabel, wenn auch langweilig und nichtssagend erwies, und rechts die Mühe einer Entscheidung meist nicht lohnte.
Don Pedro bevorzugter sexueller Akt war Doggy-Style; und das im doppelten Sinne, denn nur der Nicht-Schöpferische Analverkehr, nur die Penetration wider die eigentlichen Regeln der Natur, brachte ihm den Kick und die Explosion, zu dem das triviale Trampelpfadgehen des Benutzens des Geburtskanals in Form vaginaler Kontakte nicht ausreichte.
Die Feststellungen türmten sich mehr und mehr, Feststellungen, die die unangenehme Tendenz in sich trugen, ihren Namen in Beweise ändern zu wollen. Noch stauten sie sich an einer Mauer, deren stabiles Bild sich in Don Pedros innere Aufmerksamkeit drängte, einer riesigen Mauer, deren Grundfesten dem Druck standzuhalten schien.
Diese Mauer, deren inneres Abbild Don Pedro mit jetzt geschlossenen Augen aufmerksam beobachtete, bestand aus dem Gesicht eines Kleinkindes, dessen Abbild Don Pedro vor etwa 30 Jahren auf der Titelseite der illustrierten Beilage einer Kulturzeitung gesehen hatte. Man, es waren die Eltern, man hatte dieses Kind getötet. Langsam. Über Wochen. Mit Schlägen und Tritten. So hatte man es umgebracht. Allem Anschein nach war es unter großen Schmerzen und grausam leidend gestorben. Trotzdem trug es ein Lächeln auf den geschundenen Zügen, ein weder freundliches, noch verzeihendes Lächeln, sondern eines der Überwindung, eines des Sieges. Dieses Lächeln prangte von jedem einzelnen Stein des gewaltigen Walls der Ablehnung, in welchem Don Pedro sein eigenes und innerstes der Refugium, das der Definition seiner Identität, zu schützen pflegte.
Don Pedro begegnete bei der Wahrnehmung jenes innersten Walles etwas wieder, was er gerade eben, vor kurzer Zeit nur, als er seine Persönlichkeit nach möglichen Ähnlichkeiten zu Lucifer zu bestimmen suchte, bereits aufgefunden und als ein PRO, ein für diese Verwandtschaftsthese sprechend, eingeordnet hatte. Jetzt aber, im Anschauen, des tausendfach vervielfältigten Abbild des Sinnbildes des siegreichen Leidens, gewann seine Ablehnung eine ganz und gar andere Qualität, die ihn zu nochmaliger Überprüfung seiner bisherigen Gedankengänge zwang.
Für Don Pedro war es, zeitlebens, also auch schon lange bevor er dieses Bild des ermordeten Kindes sah, selbstverständlich niemals diskussionswürdig gewesen, sich den Meinungen oder gar modischen Strömungen dieser Welt anzupassen. Derartiges zur Kenntnis zu nehmen kostete ihn bereits erhebliche Anstrengung, weshalb er es ausschließlich für Donna und im Rahmen ihrer speziellen Interessen tat; dennoch und auch für seine über alles geliebte Frau wollte er niemals jene Grenze überwinden, hinter derer er irgendetwas von dem Geplapper dieser Welt ernst nehmen würde. Auch wenn er das Spiel der von Dante gemeinhin so gründlich missverstandenen Göttlichen Komödie nicht in allen seinen ekelhaften Winkelzügen durchschaute, so wusste er doch immer, dass es nur ein Spiel der Willkür war und als Solches nicht mehr Aufmerksamkeit verdiente, als jede andere Zockerei der Mächtigen mit den ihnen ausgelieferten Figuren: das Kind, dessen Angedenken jetzt Don Pedros großen Wall zierte, wusste es ganz sicher. Und Don Pedro verstand. Er verstand sich selbst in diesem magischen Augenblick. Er verstand, dass in jenem Moment vor 30 Jahren, bei dem Blick auf das auf dem Tisch im Wartezimmer eines Notars liegenden Magazins, dem Titelbild mit dem Angesicht des Kindes darauf, der für ihn final bestätigende Würfel gefallen, die Entscheidung zur wahrhaftigen Ablehnung nicht nur verfestigt, sondern in eine unzerstörbare Legierung aus Ekel und Traurigkeit und Siegesgewissheit verwandelt und darin versiegelt war. Als Don Pedro dies fühlte, er sich selbst fühlte, sich in einem tiefen, alttestamentarischen Sinne erkennend, sich mit sich selbst vollständig vereinend, nahm zugleich der Druck ab, der Ansturm gedachter Gedanken, bebilderter Befürchtungen, der Tornado der Eitelkeiten und Ängste, die Flut der Angreifer, die sich zuvor gegen den Wall gestemmt hatte, alles nahm nun mit einem Mal ab; etwas zog sie lautlos zurück und Don Pedros innerste Stätte, seine Bastion des NEIN, sie war stärker denn je; und der Ansturm auf sie nur noch reine Auflösung, wie erlöschendes Kristallwasser.
Alles, alles-alles-alles, auch Glaube und Unglaube und Mythos und Santiago selbst, sie würden spätestens hier, an dieser Stelle umkehren müssen, spürte Don Pedro. Das Bild des ihm als Menschenwesen unbekannten Kindes, unvergesslich eingebrannt in jeden einzelnen Stein, nicht mehr und nicht weniger gab es zu besprechen auf jener letzten und höchsten Instanz. Der Raum innerhalb dieser Insel, der Inhalt dieser kreisrunden Trutzburg war ein Nichts, das sich von allem anderen Nichts in seiner Bedeutungslosigkeit nur durch ein weiteres Nichts unterschied; es war Don Pedros persönliches Nichts, das er sich als Identität gewählt hatte.
Santiago konnte Don Pedro erpressen, indem er Donna bedrohte, er konnte alles von ihm verlangen und würde es erhalten um den Preis, der Donnas Sicherheit hieß, doch hier eindringen konnte er nicht. Das konnte niemand. Vielleicht nicht einmal ein Gott.

Don Pedro sog den wieder angeschwollenen, taufrischen Rosenduft ein und betrachtete das Gesicht seiner schlafenden Donna.
Das Sagbare sagte, dass er, Don Pedro, der Sohn des Bösen sei.
Das Unsagbare bedeutete duftend, es wäre in Ordnung so.

Es war nichts zu tun. Oder doch etwas. So provokant, wie Donna auf dem Altar lag, verlangten ihre riesigen Brüste (gegen deren atemberaubende Dimensionen sie sich bis kurz vor der Operation standhaft zur Wehr gesetzt hatte, nur um schließlich doch selbstbestimmt das OK zur vollen Fülle, also 200ml mehr, zu geben und Don Pedro dieses zweiteilige Riesengeschenk zu machen) dringend nach Aufmerksamkeit. Don Pedro legte sie frei, indem er Donna sanft auf den Rücken drehte und ihren Umhang öffnete. Donna gab sich verschlafen und genau in dem Maße widerwillig, welches es ihrem Gatten gestattete, sie mit der Entschiedenheit zu nehmen, die für sie beide in diesem Augenblick der höchste Genuss war. Don Pedros Empfinden dieses Aktes erreichte mystische Dimensionen, in welchen alles zugleich möglich war. Es fühlte sich an, als ob alle Gegensätze seines Lebens sich jetzt einfinden würden, ganz und gar nackt, ohne die schalen hafte Bekleidung ihrer Scheinbarweiten, als ob diametral Konträres auf Sonnenliegen direkt nebeneinander Platz genommen hatte, ganz entspannt, mit bunten Drinks und Papierschirmchen, und sich nur noch reflexhaft, aber ohne jedes ernsthafte Engagement widersprechend die Quanten-Party der Unvereinbarkeit teilte. Er selbst, der Schwätzer, der in diesem Moment widerspruchslos heilige Dämon, er bestieg nicht nur die schönste und faszinierendste Frau der Welt, er fickte gleichzeitig Tod, Krankheit und Schmerz und Irrtum und Gott und Hölle und Teufel und die gesamte verdammte Mischpoke des Sagbaren; er zwängte sein ektoplasmisches Glied in den Anus der alles gebärenden Mutter Nacht selbst, er war ihr inzestuöser Vergewaltiger, obgleich ihrer Verzeihung gewiss, obgleich sie liebend wie die einzig wahre Mutter, so wollte er sie doch tot sehen, auf dass sie alles mit sich reißen sollte, alles in jenes einzig akzeptable Nichtsein überführen...
"Oooooooooooh! Aaaaaaaaaaaah!"
Innerlich in seinen Grundfesten erschüttert, körperlich zitternd wie Espenlaub, in heiße Tränen und kalten Schweiß gebadet, rang Don Pedro schließlich um Luft.
"Wow, das war gut! Gar nicht übel für einen alten Mann, der nicht viel geschlafen hat!", lobte ihn Donna munter. "Aber mein Kreuz, mein unterer Rücken, also die LWS ab hier.., jeder einzelne Wirbel tut mir weh von dem Liegen auf dem harten Altar..."



Cool, eh? Ja, so war das in den kommenden Zeiten, Kids!
Und nun, Trommelwirbel..., der Abschluss- Link für traditionellen Genuss:

http://www.g-cook.com/phrases/end_german.html


Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Lasst es zu, dass euch das klar und bewusst wird, und genießt, wie euer Erstrahlen alles verwandelt in Momente des Glücks und der Erfüllung, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts! LOVE! Genießt es! Ihr seid wunderbar, good hearts, und wir alle lieben euch! Also schenkt, ihr Beschenkten! Und, wenn ihr irgendwas braucht...

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Ich bin jetzt weg von diesen Worten und sehr wohl sehr nah und in der Welt, und für euch da, sind wir alle gemeinsam, La Madre, Suzuki, Der Alte Meister ANZ, Fathers Father, die Ungenannten, die Süßesten der Süßen, meine unglaubliche JJ, wie auch ich, der Fahfahrian cozy!

!LOVE!

!LOVE!!!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!
Suzuki & La Madre & cozy & Fathers Father