Donnerstag, 1. Oktober 2015
Suzukis Freund 水ホースを踊るオフ手放します und Äpfel und Ziegen und Fizzi – Fazzi! Scheiß auf meine Befindlichkeiten! Schenkt mir endlich ein Riesenarsch, in dem ich sie ein für allemal entsorgen kann! Und Suzuki lehrt heute: „Santiagos Arbeitsplatz“ Correctamundo natürlich.
fahfahrian, 19:36h
Hi, Freunde geliebte Erleuchtete und good hearts!
Gestern war ich einfach zu müde, um euch ein weiteres meiner Abenteuer während meines kurzen Besuchs in der nahen Kleinstadt zu erzählen, das ich erlebte. Wie ihr wisst, geht es bei uns zur Zeit im wesentlichen ums Schriftverkehr mit Behörden und Institutionen, der sich, Gott sei es geklagt, und mein Dad Lucifer hätte auch schon etwas unternehmen können, wenn er denn die Weltherrschaft irgendwann doch noch zu gewinnen hofft, doch … geschissen drauf, ich kann es eh nicht ändern … nicht heute … aha ..., unbelastet dessen, und auch vollkommen ungeachtet dessen, wie harmlos eine alte Frau an einem Postschalter wirken kann, machte ich eine weitere Erfahrungen, auf die ich gerne verzichten und höchst bietend verschenken würde!
Nach meinen Arztbesuch in Sachen Beschaffung waffenfähiger Mittel im Kampf gegen meine Leiden, musste ich noch einige Kopien anfertigen und danach die Originale versenden. Eine einfache Aufgabe, und anspruchslos, die selbst ein sehr geschwächter cozy bewältigen können sollte!
So macht mich auf zum Kopierer im Supermarkt, dem direkt gegenüber günstigerweise eine kleine Postfiliale eröffnet worden war. Nachdem ich mit meinen 13 Kopien fertig war und bezahlt und die Originale eingetütet und meine Kopien sauber verstaut hatte,wandte ich mich wohlgemut um, in der Absicht die zwei kleinen Schritte zu machen, um den Tresen der Postagentur zu erreichen.
Leider war das unmöglich.
Eine schier endlose Schlange frustriert dreinblickender Menschen ergoss sich aus der Filiale hinaus in den Hauptzugang des Supermarktes, und weiter, immer an der rechten Seite entlang, bis hin zum Reisebüro, dessen Eingänge nun mehr oder minder blockiert waren. Ein grauenhafter Anblick!
Doch ha, ich hatte eine Idee! Anstatt mit die Füße wund zu stehen, ging ich durch den Supermarkt an sämtliche Abverkaufs - Fächer, in denen Lebensmittel mit abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum zu verminderten Preisen angeboten werden. Ich fand ein wenig was, und, angesichts der mir bewussten Langsamkeit meiner augenblicklich äußerst unbeholfenen und hölzernen Gehweise, die ich den unerträglichen Schmerzen verdanke, die sich sehr schnell einstellen, sobald ich auch nur stehe, war ich zuversichtlich, nein, ich war eigentlich sicher, die Postfiliale leer und offen und bereit für mein kurzes Anliegen zu finden. Ich versuchte also abermals, dorthin, ins geheiligte Land der Postsendungen, vorzudringen.
Leider war das unmöglich.
Eine schier endlose Schlange frustriert dreinblickender Menschen ergoss sich aus der Filiale hinaus in den Hauptzugang des Supermarktes, und weiter, immer an der rechten Seite entlang, bis hin zum Reisebüro, dessen Eingänge nun mehr oder minder blockiert waren. Ein grauenhafter Anblick!
Ich wiederhole mich, ich weiß! Doch beschreibe ich in Wahrheit lediglich eine Wiederholung, die ich erlebte, und die mich angesichts meiner tobenden Belastungsschmerzen auf sehr unangenehme Weise erreichte. So dachte ich an Hiob, aber nur kurz, denn ich hatte nicht wirklich die Hoffnung, wirklich alle Hoffnung fallen lassen zu können, und während mir Dante, der Verrückte, etwas von Copyright und meinem völlig falsch verkabelten Innenleben ins Ohr geschrien hatte, und, dass ihn Hiob den Arschlecken könnte überhaupt, und das über Kreuz, was mich dazu zwang, ein donnerndes „RUHE! RUHE VERDAMMTE SCHEISSE! RUHE!“ von meiner Fontanelle aus, bis an die Vorderzähne und kreuz und quer zu brüllen, so dass meine Darmzotten am Arsch noch Klavier dazu spielten, und stand schon ganz hinten in der Schlange, mit hängenden Schultern, meiner Jute – Tasche und Fragezeichen im Gesicht.
Der Mann vor mir, recht kurz gebaut, aber schlank und dynamisch wirkend, er schien den Fluss der Fragezeichen aus mir zu erkennen, ja, sie lesen zu können! Ohne weitere Vorrede erklärte er mir, dass auch er, der sich schon länger hier aufhalte, nicht ganz genau wisse, um was es ginge, aber es hätte etwas zu tun mit internationalen Logistikleistungen zu tun und maximalen Ausmaßen und dem Gewicht von Postendungen.
So, wie er das sagte, klang es sogar etwas interessant; natürlich hatte es nicht die Klasse des Feelings, einem Kampf von Ali entgegenzufiebern, doch dafür etwas von dem für diesen Landesteil des Bundeslandes Bayern, so nahe an Salzburg, typischen, weil, weil möglicherweise durch das Österreichische infizierte Urteilsvermögen der hiesigen Leute entstandenen Klang, den man gerne „Schmäh“ nennt, womit eine freundlich – witzige Art der Kommunikation, der „Wiener Schmäh“ gemeint ist, doch das nur nebenbei.
Die Alte Dame, die die Theke belegte und die einzige Bedienstete vollbeschäftigte, so erfuhr ich weiter, war Österreicherin. Die beiden monströsen Versandstücke lagen, beziehungsweise steckten in einem Einkaufswagen. Soweit ich es verstand, waren beide Teile schon mehrfach gewogen und ausgemessen worden, so dass ihnen schließlich, und es ging schon ein Raunen der Freude durch die Menge der Wartenden, hübsch – amtliche gelb – weiße Aufkleber mit Strichcodes verpasste.
Das aber war, wie sich kurz darauf herausstellte, ein schlimmer, ein folgenreicher Fehler gewesen, das mit dem beherzten Aufkleben auf die Packstücke. Als ich die Entwicklung dieser dramatischen Ereignisse mit bekam, konnte ich nicht anders, als an den gehässigen Mister Murphy denken, die fiese Arsch – Ratte, der es diesen beiden Frauen so schwer wie nur möglich machte, zu Potte zu kommen.
Denn: Alles wäre super und toll und perfekt und in trockenen Tüchern gewesen, hätte sich an diesem Punkt nicht herausgestellt, dass die Alte Dame aus Österreich, hier, in der Deutschen Post, Sendungen nach Belgien loszuschicken gedachte.
Zu Stornierung des kompletten Vorganges, der von der Annahme geleitet auf den Weg gebracht worden war, etwas von Deutschland nach Deutschland zu versenden, brauchte man nun eine winzig kleine Codenummer, die sich unglücklicherweise ausschließlich auf den fest verklebten Aufklebern befand. Augengläser wurden getauscht, das günstigste Licht gesucht, und schließlich trat jemand mit einer Lupe herbei, wie ein leuchtender Ritter der Errettung vor der bösen - bösen Schlange.
Dass der Computer, der jetzt an der Reihe war, auch sein Pfund Fleisch und den einen oder anderen Eimer Spaß an der allgemeinen Verzweiflung verlangte, versteht sich von selbst. Einmal war der Code falsch Einmal die Taste.
In all diesem Chaos gab es einen ruhenden Pol allerdings. Es war der Mann der Alten Dame, der direkt gegenüber am Döner – Stand aufgeschlagen hatte, und sich an den kulinarischen Köstlichkeiten und dem bezaubernden Charme der jungen Ladys dort labte. Wenn seine Frau ihn rief, ihr das Handy zu bringen, ihre Handtasche doch besser mitzunehmen, man wisse ja nie, und dies hin und das her, so tat er das stets wortlos lächelnd, doch frei von Spott, mit einem kugelrunden Schalk in den erfahrenen Augen, um sich dann wieder auf dem kürzesten Wege zum Döner – Stand zu gehen, und dort weiter der Völlerei mit Zunge und Augen zu frönen.
Die Lösung, deren Durchführung mich alsdann in weniger als 4 Minuten zum Schalter brachte, meinen wichtigen Behördenbrief abzugeben, sie bestand darin, dass es keine solche gab.
Der Computer kotzte, bzw. hängte sich auf, wenn man die Transaktion von ihm verlangte, die Inhaberin der Filiale, eine asketisch dünne Frau über 60, war am Ende, ihrer Kräfte, ihres Wissens, und wohl auch etwas ihres Glaubens an die dem Universum zugrunde liegende Ordnung,und die Alte Dame aus Österreich bestand darauf, ihre Sendungen zusammen mit ihrer Adresse im Postbüro zu hinterlassen, und sich wiederum eine Visitenkarte von der Postfrau geben zu lassen.
Ihr Mann, ganz locker gegenüber an der Theke sitzend, seine Nachspeise auskostend, es könnte Baklava gewesen sein, glaubte dem ganzen Spuk von wegen das jetzt alles vorbei wäre, nicht. Nicht wirklich. Jedenfalls unternahm er keine Anstrengungen, sich zu beeilen, um zum Aufbruch zu blasen.
Abermals war ein Problem entstanden. Wow, dachte ich mir, der Mann hat was drauf! Coole Socke, Alter!
Seine Frau hatte bei der Sichtung der Visitenkarte des Postbüros nämlich die erschreckende Entdeckung gemacht, dass diese Deutsche Poststelle deutsche Telefonnummern hat; und keine einzige österreichische.
Dies erboste sie so sehr, dass sie sich lautstark Gehör verschaffte, über diese Servicewüste Deutschland, wo man nicht einmal bei der Post anständige österreichische Telefonnummern habe!
Ich hatte den Eindruck, dass ihr, sie war noch mitten in ihrem Wutausbruch, plötzlich klar wurde, welche Scheiße sie da vom Stapel ließ; ich machte das an ihrem einen Moment krass erstaunten Zügen fest, nach denen sie alsbald, nur noch etwas von „wir telefonieren“ murmelnd die Postfiliale verließ. Ihr Mann war inzwischen fertig mit Essen und wischte sich ab, bevor er mit ihr den Supermarkt verließ.
Das war das; und nicht einmal so einfach, oder?
Ja, sonst war nichts besonderes, sieht man einmal davon ab, dass Suzuki und die anderen alle Unmengen Energie durch mich jagen, und ich bis zum Morgengrauen vibriere wie ein Prellball. Ich lege mich auf mein geliebtes Sofa, überlasse der lieben Vicky vertrauensvoll das Atmen, und …, und na was? Nun, ich nehme wahr. Massen von Informationen, die auszuwerten … lassen wir das, denn das ist völlig unmöglich!
„Und unnötig!“, sagt Suzuki, und er erinnert mich an den Tenzo, der nicht müde wird, ins daran zu erinnert, dass es in diesem Leben, in dieser nach allen Seiten hin so berauschenden, unfassbar vielfältigen Identitätsspur NICHT darum geht, eine Meisterstück abzuliefern, sondern sich ehrlich und aufrecht und im Rahmen seiner Möglichkeiten zu bemühen, sich ernsthaft anzustrengen, den Herausforderungen, denen zu begegnen uns bestimmt sind, mit der weisesten und wach und wissend, um die Vollkommenheit jeder Situation, jeder einzelnen Sekunde sogar, und nichts anderes zu erwarten als das Beste, zu begegnen!
Ich las die einleitende Story von der Post und der Alten Frau aus Österreich meiner Frau vor, es ist kaum einige Minuten her.
Sie fand sie, so mein Eindruck, ganz ok. Nur, lustiger hätte sie sein können, so ihr Feedback.
Als ich fragte, wie ich das tun könne, die Geschichte lustiger gestalten, wies sie mich auf die Menge der Umstehenden, deren Reaktionen und so weiter und so fort hin.
Ich muss eingestehen, ich nahm diese Personen nicht als Personen wahr. Es war für mich eine so und so lange Schlange von Menschen, und dabei tatsächlich, wenn ich es jetzt noch einmal bedenke und Revue passieren lasse, keine Ansammlung von Persönlichkeiten!
So etwas wie einer dieser uns wahnsinnig machenden Ladebalken, die die Älteren, die Veteranen unter uns noch so richtig GUT KENNEN!
In dieser Weise arbeiten meine Meta – Programme; wir Tolteken sind die Schotten unter den Energie – Investoren, denn wir sind sogar noch sparsamer als die Schwaben!
Sehr technisch ausgedrückt ist es nun einmal signifikant energiesparender, wann immer möglich, Ansammlungen von irgendwas als Mengen zu betrachten und es gut damit sein zu lassen.
Wohl und Wehe von uns als Krieger, und da nehmen sich Tolteken und Buddhisten und Sufis zum Beispiel nichts, es auch offen auszusprechen wird bestimmt durch die menge an dem, was toltekisch „Persönliche Kraft“ genannt wird und das Energieniveau unseres Leuchtenden Körpers widerspiegelt.
Deswegen gibt es keine Kommission, keine Vergabestelle, kein Amt oder keinen Geistlichen, der jemand die Erleuchtung gewähren kann!
Ist der Level „X“ erreicht, vollzieht sich die Erleuchtung. Peng. Aus. Lasst die Korken knallen!
Und so gehen wir alle weiteren Schritte einfach begleitet von unserem „persönlichen Maßband“, wenn man so will; und dieses Maßband untersteht niemand und es versteht sich von selbst, dass es AUS UNS ALLEN besteht!
Suzuki bremst mich. Recht hat der Mann. Ist gut für heute. Also ...
Und nun, Trommelwirbel..., der Begrüßungs- Link für traditionellen Genuss:
http://www.g-cook.com/phrases/intro_german.html
Nun ist es auch für heute wieder genug, meint Suzuki, und er tut das selbstverständlich für uns alle. Der Mann hat mich schließlich zu heilen! - Wofür ich ihm unendlich dankbar bin! Also bin ich ein braver Patient und folge!
Good night and sweet dreams, good hearts!
!LOVE!
cozy
Wir händigen euch also nun, hiermit einmal mehr DIE REINE POWER, genau wie angekündigt, die nächste und ultra- geile Fortsetzung von Lucifers Field aus, das euch gefallenen Kennern und Sternschnuppen gut anstehen wird, good hearts!
Lucifers Field - Allinc.
Amigo Loco Corazon
Leben ist die Chance zur Großzügigkeit.
Santiagos Arbeitsplatz
Santiago del Sol saß an seinem gigantisch großen Schreibtisch. In der aktuellen, stilistisch abgespeckten Version des Pandämoniums, die dem von minimalistischer Eleganz geprägten, pragmatischen Geist der Zeit entsprach, wirkte der Mittelpunkt der Hölle mehr wie die repräsentative Vorstandsetage einer Konzernzentrale, als seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend als ein Ort der ewigen Bestrafung und freudloser Buße. Anders gesehen waren es möglicherweise genau diese Attribute, die die wirkliche Hölle beschrieben und deren Transfer ins irdische Geschehen inzwischen en Detail gelungen waren.
Mit Santiago, der diesen Namen augenblicklich vor allen anderen bevorzugte, da das Ganze Luzifer und Euer Hoheit und Eminenz nach Äonen bis zum Durchscheuern abgenutzt war, fand sich nur noch eine Person, nun ja, ein Wesen, ein gefallener Engel, im Raum. Mammon, so sein alles erklärender Name, seines Zeichens Millennium-Missionar in der Menschenwelt und unangefochtener, mehr als tausendfacher Man of the Year in der Bekehrungsabsicht freier Seelen, saß missmutig am hinteren Ende des riesigen Konferenztisches, an dem hundert Personen leicht Platz gefunden hätten.
"Ich sage, weg mit der Brut, wenn du mich fragst, Lu.., ich meine Santiago! Aber mich fragt ja keiner!", murmelte er, ohne von der Sushi-Platte, mit deren Auswahl er Stäbchen-Fußball spielte, aufzuschauen.
"Genau. Dich fragt keiner. Also halt deine Schnauze, oder stopfe sie dir voll mit dem Menschenfraß, bevor ich dir einen kleinen Urlaub verordne, als Feuerquallen-Tester!", drohte Santiago wenig überzeugend. Sogar das war ihm zuwider. Sogar Boss-Sein, ... sogar DER Boss-Sein widerte ihn an; und dabei ganz besonders die Art von Regime, die er sich erwählt hatte. Wie einfach hatte es doch der despotische Gott, der nur mit den Fingern zu schnippen brauchte, und die Engel waren schon auf dem Weg! Keine Widerworte, keine Demokratie, keine Grundrechte, kein gar nichts da oben. Wow! Aber nur Wow für den Anführer und Scheiße für alle anderen, eh klar. Aber er war verdammt noch mal der Anführer, der, der eben nicht auf Fingerschnippen reagieren wollte! Ein Teufelskreis! Hahaha, was für ein tolles Wortspiel. Scheiße. Scheiße-Scheiße-Scheiße auch! Es fehlte nur noch, dass seine Leute Gewerkschaften gründen wollten, dann wäre der Saustall perfekt, fluchte er still vor sich hin. Und dann dieses Gejammere! Du hast uns soweit gebracht, dass wir jetzt hier sind! Du hast den Alten zum Ausflippen gebracht und er hat die Sache durchgezogen bis jetzt! Wie lange soll das alles noch dauern? Wo soll das enden? Mann-Mann-Mann, das sollte hochbegabte Lichtwesen, Engel oder sogar Erzengel sein? Welchen Teil von EWIG verstanden die nicht? Santiago beobachtete den jetzt still in sich hinein schaufelnden Mammon. Was für ein Denkmal der Blödheit! Kretin! Hirnloser! Unfähiger Geisteskrüppel! Wie er schon fraß, so laut und schmatzend, wie er sich wichtig tat, dass er die Menschen versteht und er und er und er und er doch schon soundsoviel, die Meisten von Gott weggebracht hätte.... Angeber! Und wenn es dreimal richtig war, trotzdem Angeber! Idiot, Fachidiot und ohne jeden Stil! Mit solchen Unterbelichteten hieß es jetzt also die Ewigkeit verbringen! Dann danke auch Herrgott! Toll gemacht! Ganz toll, du verfluchtes Arschloch!
Santiago fand es alles in allem angenehmer und unterhaltsamer, sich wieder den nächsten Schritten bezüglich seiner Brut zu widmen. Auch so eine Horde Unfähiger. Aber nicht ganz so schlimme wie dieses Schmatz Schwein Mammon: "Kannst du jetzt bitte verflucht noch mal leiser essen? Ich meine überhaupt essen und nicht fressen wie ein Schwein! Du brauchst es doch gar nicht! Hast du vergessen, WAS du bist?"
"Entschuldige. Entschuldige schon mal, aber das Zeug ist verflucht gut. Kommt aus dem besten Laden in New York..."
"Von mir aus aus Shanghai oder von Gottes verdammtem Abendmahltisch auf meinem Scheißhaus! Das geht doch leiser, oder?"
"Ich MUSS essen wie Menschen, damit ich dranbleibe Luz..."
"Ich habe dich gewarnt!"
"Santiago meine ich, Santiago. Ich MUSS essen wie die, damit ich dranbleibe, verstehst du? Nur so kann ich das fühlen, was die...."
"Das ist mir scheißegal, Mammon! Scheißegal! Was immer es ist, mach es leiser!" Santiago war am Ende seiner Geduld. Er würde ihn töten, ausknipsen, ihn zerstückeln, wenn er so weitermachte.
"Ok. Und Entschuldigung." Mammon hatte die Gefahr bemerkt.
"Schon gut und Schnauze jetzt!"
"Ok."
"Ich sagte Schnauuuzzzeeee!"
Endlich war Ruhe. Santiago lehnte sich zurück. Was war jetzt zu tun? Diese verfluchten, kleinen Arschficker, allen voran Pedro... Sie hatten sie sich doch in diese Yoruba - Scheiße eingesponnen, in diese Nigger-Religion, die irgendein Steinzeit - Hirns mit seinen einzigen dreißig Lauten, diesem beschränkten Frühsteinzeit-Neger-Kaff-Arschvokabular, in die Welt gesetzt hatte. Penner! DAS hätte man damals bemerken müssen und den Typen erledigen, bevor er dazu kam, irgend jemand damit anzustecken. Scheiße! Dreimal Scheiße! Man hätte besser aufpassen müssen. Jetzt war es eh zu spät. Scheiße! Diese beschissenen Püppchen, denen dieser Arsch von Gott soviel Fähigkeiten mitgegeben hatte, nur damit sie damit herumspielen wie Dreijährige mit einem echten Atomkraftwerk! Arschlöcher! Penner! Verdammte Scheiße!
Irgendwer rannte sich auf der Flucht vor einem hungrigen Uhrzeitvieh den strohdummen Schädel an und sah Sternchen, interpretierte diese "wirklich weltbewegende Erfahrung" als eine mystische und dachte sich als Folge daraus eine primitiv religiöse Scheiße aus! Lächerlich! Einfach lächerlich! So, genau so und nicht anders kam man also durch die mündliche Überlieferung von purem Schwachsinn auf das nervige Yoruba - Zeugs! Dann verbreitete es sich, denn die Storys gefielen den Leuten, und viele fügten hier und da noch etwas dazu, schmückten den ganzen Gedankenpalast hübsch aus, tapezierten die unsichtbaren Wände mit weiteren hübschen Anekdoten, und..., ja, jetzt kam die finale Phase, der Abschuss: wenn nur genug dieser Menschenmaden ihre Glaubensenergie darauf richteten, begann es schließlich wirklich zu existieren! Was für eine Frechheit! Die Menschenpenner als Schöpfer! Wieder ein Privileg, das kein Engel für sich in Anspruch nehmen durfte, aber diese kaum aufrecht gehenden Halbaffen schon!
Vorher, also ohne diese Plagen der menschlichen Existenz, war es ein an sich wunderbares, elegantes und perfekt gestaltetes Universum gewesen, da konnte man dem Alten keine Vorhaltungen machen, ob man ihn mochte oder nicht. Die in allem enthaltene, unaufdringliche mathematisch und ästhetisch vollkommene Konstruktion, jetzt war sie verzerrt und geschändet von den Konstrukten dieser Menschenpuppen, die praktisch jeden ihrer Gedankenfürze mit etwas Glauben ins Dasein zwingen konnten! Unverschämtheit! Und nicht mal viel Glück im Unglück, denn dieses Yoruba - Zeugs war nun einmal wirklich so scheiß alt wie die Scheiß Menschenwelt und dementsprechend fest in der Matrix des Geistigen verankert. Nein, Santiagos Kinder hatten nicht Moonies oder Bhagwan-Pisser werden können, nein, nein, nein! Nein, das wäre dann doch zu einfach gewesen, oder?
Andererseits: meine Söhne! Power greift nach Power! Nicht frei von Erzeugerstolz gestaltete sich der Blick aus dieser Perspektive. Gutes Material, wenn auch nicht perfekt. Und scheiß auf Mammon! Keiner außer Santiago, einfach niemand hatte es bis jetzt geschafft, überhaupt Nachkommen in die Welt der Menschen zu setzten! Von den unzähligen Versuchen, diesen Chimären Wesen, die kaum das erste Jahr überlebt hatten, war nichts übrig. Nur er, der damit nachweislich nicht nur in der überlieferten Hierarchie der Höchste war, hatte es schließlich und endlich geschafft, indem er diesen kleinen Fehler der Natur ausnutzte, das winzige mutierte Abweichen, das bei Katharina in einmaliger Weise aufgetreten war. Keine Abstoßung, keine Genunfälle, keine Monster! Statt dessen entstand Leben, das heranwuchs und sich reproduzierte. Zugegeben eingeschränkt, denn es kamen immer nur Söhne dabei heraus. Es gab immer nur männliche Nachkommen seiner Linie. Aber insgesamt gesehen war es immer noch ein Erfolg, ein einmaliger Erfolg, den er sich durch den wie Santiago sicher wusste vor Neid verbrennenden Mammon nicht streitig zu machen bereit war.
Die Bilanz ließ sich hören: Don Pedro, ein klassischer Magier mit umfassender kabbalistischer Ausbildung, Eduardo, ein Hohepriester der Santeria, dann Newton, ein Quantenphysiker auf der Schwelle zum Nobelpreis und schließlich ein unentdecktes Universalmedium, Sir Em, und last but not least ein wahrhaftiger Todesengel, Don Stefan.
Santiago war sehr vorsichtig, strategisch und langfristig denkend vorgegangen. Er hatte seine Kinder reifen lassen, ihnen ohne merkliche Eingriffe in ihre Freiheitsräume die für ihren finalen Zweck wichtigen Erfahrungen vermittelt und sie dennoch durch harte Hand gestählt. Jeder von ihnen war von ihm selbst geschmiedet, jeder individuell ausgebildet und mit den psychologischen Imprints versehen worden, die sich nun bald bezahlt machen werden sollten. Von verschwindend geringen Übereinstimmungen, wie die unbedingte Liebe zu großen Titten und übergroßem sexuellen Appetit waren sie auch grundverschieden; und durchaus gelungen, wie er fand.
Die Entschiedenheit ihres Aufbegehrens allerdings, und wie tief sie sich, so zumindest Pedro und Eduardo, in die Kräfte ihrer Magie eingegraben hatten, empfand Santiago als irritierend.
Dieser verfluchte Kosmos erlaubte ihnen diese Ausflüchte und er gestattete ihnen, seinen Söhnen zugleich das Nein, wie es ihm in seiner ersten Inkarnation als Lichtträger Lucifer ebenso gestattet war, dem Befehl seines Vaters zu widersprechen. Diese Entwicklung der Dinge warf allerdings eine unangenehm tiefe Ebene von Moral oder Ethik auf, mit der Santiago, fest in den Fängen des Hochmuts und sicher, dass sich seine Kinder zu ihm bekennen würden, niemals wirklich gerechnet hatte:
Würde er, Santiago, er, ehemals Lucifer, sich seinen Söhnen gegenüber genauso verhalten, wie es sein allmächtiger Vater ihm gegenüber an den Tag gelegt hatte und er es bis zu heutigen Höllentage tat? Wäre er, der erste Neinsager, jetzt bereit, das gegen ihn gerichtete Nein seiner Nachkommen ebenso erbarmungslos abzustrafen? Stünde durch sein Handeln gegenüber seinen, den Gehorsam verweigernden Kindern die faktische Antwort nach dem besseren Mann ein für allemal fest und wäre somit seine, Santiagos Moral ober- oder unterhalb derer des Allmächtigen? Oder qualifizierte bereits diese Fragestellung Santiago doch als den Unterlegenen ab?
Santiago lehnte es entschieden ab, zu sein wie sein Vater und doch wusste er aus der Praxis, aus den unzählbaren Äonen seines Daseins, dass es keinen Weg gab, den beschreitend er genau das vermeiden konnte. Bemerkenswerter Weise standen die Menschenmaden augenblicklich gerade an der Stufe dieser allumfassenden, jeden Gedanken an echte Freiheit verhöhnenden Erkenntnis. Sie nannten das Superdeterminismus. Ironisch auch, und bezeichnend, dass ein Schwerkranker, ein Krüppel, der im Grunde nur noch den Kopf bewegen konnte, der Superstar ihrer Wissenschaftsszene war, nachdem er Bestseller geschrieben und seine Andeutungen in diese Richtung in über 150 Sprachen veröffentlicht hatte. Es gab keine Freiheit, obwohl jeder seine Momente hatte, in denen er glaubte, sie zu fühlen. Es gab sie nicht. Und das war der größte Betrug!
Selbst er, der als Lucifer Erst geschaffene, auch er konnte lediglich das tun, das zu tun er geschaffen worden war. Und es endete regelmäßig damit, dass er dem, den er am meisten verachtete, diesem Schöpfergott, doch in die Hände arbeitete. Insofern war seine kurze Weltbeschreibung Don Pedro gegenüber in all ihrer Vereinfachung trotzdem die blanke Wahrheit gewesen.
Santiago hatte selbstverständlich gewisse Einflussmöglichkeiten, deren Vorhandensein durchaus dazu angetan waren, Freiheitsräume als gegeben anzusehen. Bei näherer Betrachtung war selbst die stärkste dieser Kräfte nur Humbug: so konnte er alles eintrüben, hatte er die Möglichkeit, die Wahrnehmungen anderer zu verändern, buchstäblich die Pigmente seiner Weltsicht ins klare Element der Auffassungsgabe seines Gegenübers einbringen, doch blieb letztendlich jedes Pigmentkörnchen seiner Suggestionen ein einzelnes Teilchen, isoliert in einem anderen Kontinuum und fremd; und es würde sich absetzen irgendwann und ganz unten eine Kruste bildend sein Geständnis ablegen. Es gab niemals wirklich Mischung und niemals wahrhaft Vermischung.
Diese Oberflächengedanken ließ Santiago in Anwesenheit seines Geist lesenden Gefährten Mammon zu. Sollte er sich daran ergötzen! Götzen ergötzen sich ja so gerne! Hahaha, was für ein lustiges Wortspiel, nur leider für Hirnlose! Nun ja, Mammon kannte das alles, wenn auch nur in seinen hellen Momenten, wenn er nicht den Menschenversteher spielte...
Sieben Höllenstunden später, endlich vergangen die endlose Reihe der Gespräche und Meetings zur Vorbereitung der diesjährigen "Hell-on-Earth-Convention" im traditionsreichen bohemian grove , kam Santiago allein und für sich zur Ruhe. Jetzt, unter striktem Ausschluss aller Öffentlichkeit, mit Ausnahme des ewig wachen und alles wahrnehmenden Auges des allmächtigen Arschlochs, dem zu entgehen leider vollkommen unmöglich, aber dessen Aufmerksamkeit andererseits immer gut für ein paar giftig glühende Wutspritzer mitten hinein in die ach so göttliche Wichser-Wahrnehmung war, galt es, das wirklich Wichtige zu durchdenken.
Der uralte Deal, die vor Ewigkeiten mit Gott getroffene Abmachung über einen unabhängigen Schiedsspruch hinsichtlich Recht oder Unrecht von Anspruch auf Herrschaft und Gehorsam, jetzt kam das also bald in die abschließende, die alles entscheidende Phase.
Und wieder war es Pedro, mit dem er sich zu beschäftigen hatte. Erinnerte er sich bereits? Waren es mehr als Ahnungen, die ihn mit der Welt der Engel verbanden? Santiago, der in die tiefsten Gründe des Geistes dieses Wesens sehen konnte, (auch) dessen Körper zum großen Teil seinem in menschliche Natur übersetzten Wesen entsprang, er wusste, dass Pedro auf dem Weg zur Wahrheit war.
Würde Santiago eingreifen und Pedros Erinnerung an den Vergessenen Krieger nachhelfen, dann.... Dieser Gedanke lohnte sich nicht! Der Schiedsspruch bräuchte dann nicht mehr zu fallen, denn Santiagos Intervention hätte die Spielregeln verletzt. Das hätte der Alte da oben gerne, dachte er bitter. Ja, erst provozieren, und dann... Sinnlos! Das himmlische Arschloch furzt sich die Regeln selbst, und alle müssen danach tanzen!
Santiago spielte um zu gewinnen. Er tat das genauso konsequent wie sein Vater, dieser entartete Inhaber der Allmacht, dieses selbsternannte höchste Wesen, das wahrscheinlich seit jeher den Verstand verloren hatte, wie er das sah. Santiago spielte auf Gewinn, obwohl er als Höchst geschaffener selbstverständlich wusste, dass es keinen wirklichen Sieg für ihn geben konnte. Sein Intellekt überblickte
Äonen der Zeitalter und erkannte den in allem enthaltenen und allein durch dieses Sein alles bestimmenden Geist Gottes. Er hatte keine Chance, nicht geringste, irgendetwas zu ändern; das wusste Santiago genau. Doch entsprach es nicht seinem Wesen, nicht dem Muster der Matrix, mit dem Gott ihn bei seiner Schöpfung ausgestattet hatte, auf dieses Wissen adäquat zu reagieren und - als logische Folge daraus - die Anstrengung des Ankämpfens gegen die intellektuelle Erkenntnis der Zwangsläufigkeit seines Scheiterns zu vermeiden. Santiagos zusammenfassender Überblick über die Schöpfung trug fatalistische Züge: Alles, jedes Elementarteilchen, war schon immer im moralischen Ungleichgewicht, denn es war so geboren, so gemacht, so geschaffen; von dem, der es genau so wollte. Und seither lief die "Sache Leben" einfach ab: unabänderlich, wie ein bespieltes Tonband, nur mit der grausamen Illusion der Freiheit und der überall vorherrschenden Unfähigkeit, so genau zuzuhören, um zu erkennen, dass da nur jemand von etwas wie Freiheit singt; und lügt!
"Superdeterminismus" hieß das neuerdings bei den Menschenmaden. Jetzt kamen sogar die Fleischpüppchen langsam dahinter. Zu ihrem Glück waren die meisten davon zu dumm, einfach intellektuell zu schwach, um diesen Erkenntnissen folgen zu können. Aber bei ein paar davon, den Wissenschaftlern zum Beispiel, die darauf gekommen waren, lebte die universelle Mast-Sau Gott seine Selbstquälerei fast so perfekt aus wie bei Aids-Babys und Folteropfern und Verhungernden und, und, und... Der große Schiedsspruch...: Sollte er nicht auch enthalten, wie es um Recht bestellt ist, wenn Gott etwas erschafft und danach unendlich quält? Darf seine Ausrede, er würde sich damit schließlich selbst Schmerz zufügen, davon ablenken, dass ein anderes, wenn auch von diesem Gott geschaffenes Bewusstsein an diesen Leiden beteiligt ist? - Und, dass man es eben diesem Bewusstsein überlassen sollte, sich für oder gegen (was für eine lächerlich-rhetorische Frage überhaupt) Schmerz zu entscheiden?
"Irgend jemand hat die Antworten alle schon gegeben und ausgesprochen. Jetzt hört gut zu, meine Kinder!", initialisierte Santiago in der zig-milliardsten Wiederholung dieses Gedankens gelangweilt.
Was würde das große Tonband also jetzt bereithalten? Wie war der Plan, die der allgewaltige Irrsinnige in seinem Wahn darauf verewigt hatte? Anhaltspunkte gab es so gut wie keine. Außerdem war dieser Gott - wie alle komplett Durchgeknallten - erfahrungsgemäß unberechenbar. Man musste mit allem rechnen. Alles bedeutete in diesem Zusammenhang aber auch die Möglichkeit von Etappensiegen. Manchmal hatte dieser verfluchte Gott die perverse Angewohnheit, Santiago eine Schlacht gewinnen zu lassen. Früher hatte er das öfter getan, damals, als Santiago noch Belial hieß und selbst wie ein Verrückter tobte. Inzwischen war es ruhiger geworden. Man zog seine Figuren, machte oft lustlos (zumindest fühlte sich Santiago häufig bei seinem Kampf gegen die Allmacht so) einfach so weiter, weil man erkannt hatte, dass es außerdem eh nichts zu tun gab. Ob Gott beim großen Deal sofort auf ein Grande Finale der endlosen Lobpreisung und einen weiteren hehren Sieg gegen die ihm chancenlos unterlegenen Kräfte des Widerspruchs herbeiführen, oder sich den Luxus einer dramatischen, von Führungswechseln geprägten Choreografie zugestand? Santiago hoffte auf das Letztere, und sei es nur für einen kurzen Augenblick. Er liebte einfach die großen Auftritte, auch wenn sie dann immer in katastrophalen Abgängen enden mussten. Ok, wie sah es also aus? Was war erkennbar? Da hatte Pappi Gott dem Vergessenen Krieger eine Prämie versprochen, ihn mit einer Belohnung geködert, was die Sache doch schon auf den ersten Blick etwas einseitig aussehen ließ.
Santiago schlug sich lachend mit der flachen Hand an die Stirn. Was für ein Verwirrspiel! Gott gab dem Vergessenen Krieger seine Vergangenheit zurück; und zwar dafür, dass er, der zweifellos einzig in der Gesamtheit der Unendlichkeit der Schöpfung dafür Prädestinierte, als Neutraler sein Votum für oder gegen Gottes Herrschaftsanspruch gegenüber dessen Schöpfung abgab.
Perfekt pervers! Als der Vergessene Krieger noch zu Hause, dort im Zwielicht, bei seiner Familie war, hatte er sich nie die Frage gestellt, wieso er erstens keine Geschichte hatte und zweitens von Gott als neutraler Schiedsrichter eingesetzt wurde? War er nie auf die Idee gekommen, dass es eine Bedeutung hatte, als seine Begegnung mit der zweigesichtigen Sternenprinzessin nicht irgendwo, sondern auf Lucifers Field stattfand?
Zugegeben, der Vergessene Krieger war verwirrt. Und weiter eingeräumt, er war, ja, wie war das auszudrücken, genetisch determiniert....? Klartext: Er war ein... Unfall!
Wenn man, in einem Moment der neugierigen Leidenschaft, einfach ohne Grund ein offensichtlich und nach allem, was das Universum an Erfahrungen je produzierte, zu hundert Prozent und definitiv fortpflanzungsunfähiges Wesen besteigt, sich an diesem wunderschönen Zentralgestirn, selbst wenn es das innerste Licht des Seins ist, mehr oder weniger als einen runter holt..., was ist schon dabei? Wer denkt an die Folgen, wenn er in ein noch so wunderschönes Kleenex rotzt?
Ungewolltes Leben. Unbemerktes Leben, zumindest soweit es den Vater, den Lichtträger Lucifer betraf, der das schönste Licht nicht nur auf den ersten Blick liebte, sondern sich beim Anblick des innersten Lichts des Universums zu dieser Vereinigung hinreißen ließ.
So war Don Pedro in mehrfacher Hinsicht sein Sohn. Er hatte ihn wirklich geschaffen, ihm ein Leben gegeben; jedoch ohne es zu wollen.
Damals, als Lucifer Gott noch näher war, er hätte sich geweigert, diesen Akt so zu beschreiben, wie er es jetzt tat. Er sah das innerste Licht des Universums und erkannte darin sein weibliches Pendant, die Entsprechung seiner männlich-aktiven Kräfte und die vollkommene Anziehungskraft, die höchste Schönheit, die durch nichts zu übertreffen war. Lucifers Akt der Vereinigung mit diesem innersten Licht war die reine und höchste Liebe, deren Kraft alles umfasste und die in ihrem Ausdruck auch das Sinnliche mitriss. Lucifer liebte in diesem Moment bedingungslos und tödlich; und war bereit zu sterben für einen weiteren Augenblick dieser vollkommenen Nähe, dieses nie gekannten Verstandenseins, an das zu denken er sich heute verbieten musste, um nicht zu Grunde zu gehen.
Der Vergessene Krieger war der Sohn Lucifers. Seine Mutter war das innerste Licht des Universums. Santiago wusste nur ungefähr, konnte im Grunde nur raten, wie es ihm ergangen war. In jenen frühen Zeiten seines treuen, luziferischen Gottesdienstes, in welchen er die Geburt des Vergessenen Kriegers vermutete, hatte er gelitten, sich die Wiederkehr beim innersten Licht verboten, denn sein Fühlen als Lichtträger und höchster Engel Gottes sagte ihm, dass es ihm nicht anstand, sich mit anderen Teilen der Schöpfung zu vereinigen. Darauf kam der Krieg, dem vorausgehend die inneren Kämpfe und Widerstände und das Gewinnen von Verbündeten, was seine Aufmerksamkeit gänzlich in Anspruch nahm. Fraglos hatte Santiago damals, bestehend aus reinem Licht, etwas gespürt; er hatte gefühlt, dass sein Sohn geboren war. Doch er hatte sich nicht dafür interessiert.
Es folgten die Schlachten, der Sturm auf Gottes Thron. Und der Fall.
Dass er in diesen Situationen nicht nach seinem ungewollten Nachwuchs fragte, konnte man ihm wirklich nicht übel nehmen, oder?
Später erst sah er ihn, diese unerwartete Frucht seiner zum Zeitpunkt der Zeugung noch über jeden Zweifel erhabenen, göttlich-reinen Engelslenden. Na ja, was heißt sah? Er begegnet seinem Sohn, der weniger etwas wie ein Sohn war; im Grunde weniger als etwas, ein Nicht - Etwas, das niemals mit positiven Attributen zu beschreiben wäre, sondern eine Reihe von "nicht...", also negativen und ins Nichts weisenden Begriffen. Lucifers Sohn erschien damals ganz und gar unpersönlich, nur energetisch manifestiert, als eine unbestimmte Kraft im unendlichen Raum, eine in sich gekehrte, unentschlossene Tendenz zu existieren, die sich unvermittelt zusammenballte, sich augenblicklich zurückzog, hier und da in Erscheinung trat und wieder verschwand.
Der Junge streunte herum, in seinem Wesen ganz offensichtlich unbeleckt von allem, auf eine unverständliche Weise unabhängig - wie es schien, und sogar von Gott - also wirklich so besonders, dass das ganze Außen herum von Welten und Leben und Zeitaltern ihn nicht betraf. Es hieß, einige Dämonen, nichts besonderes, aber immerhin mittlere Hierarchien einstmaliger Engel, hätten ihn angegriffen, aus Langeweile und Neugier, wie Santiago vermutete, und es wäre übel für sie ausgegangen. Man hörte jedenfalls nie mehr von ihnen (eine im Übrigen sehr erstaunliche Tatsache, wenn es um Unsterbliche geht). Santiago pflegte dies betreffend seine eigenen Vermutungen, die er bestätigt roch (ja, nicht sah, sondern roch), als er dem Vergessenen Krieger einmal sehr nahe kam. Er war in einem Körper manifestiert und in Gesellschaft anderer Wesen, als Santiago, auch in Fleisch gekleidet, auf ihn traf. Der Vergessene Krieger roch nach den verschwundenen Engeln. Er dünstete für die immer noch aktiven, höchstentwickelten Engelssinne des einstmaligen Lichtträgers wahrnehmbar etwas von dem vorher individuellen Leuchten dieser Wesen aus. Santiago spürte keine Gefahr, als er dem Vergessenen Krieger gegenüber stand, aber er fühlte auch kein Erkennen. Er legte ihm die Hand auf die linke Schulter und gab ihm seinen Segen, wie es ihm als Vater anstand. Für Santiago, dessen Rollenverständnis als Vater von einer allenfalls schwach ausgeprägten Fähigkeit zur Verbundenheit begrenzt war, war die Erinnerung an diesen Augenblick dennoch schmerzhaft und peinlich. Die Obersau Gott hatte ihn in diesem Moment wieder einmal "geprägt", ihn durch ein Zwangsverhalten, diktiert durch die unwiderstehlich-hypnotische Stimme auf dem kosmischen Tonband genötigt, so und nicht anders zu handeln, empfand er wütend. Vielleicht..., vielleicht hätte er lieber mit seinem Sohn gesprochen? Vielleicht hätte er, Santiago, immerhin nicht ganz unbeteiligt an der Erschaffung dieses Unikums, verstehen können, WAS der Junge eigentlich ist? Zu spät. Zu spät und vorbei. Er hatte sich umgedreht und war gegangen. Braver Roboter. Scheiß – Segnungsmaschine ohne freien Willen!
Das war das. Correctamundo natürlich.
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Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Lasst es zu, dass euch das klar und bewusst wird, und genießt, wie euer Erstrahlen alles verwandelt in Momente des Glücks und der Erfüllung, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts! LOVE! Genießt es! Ihr seid wunderbar, good hearts, und wir alle lieben euch! Also schenkt, ihr Beschenkten! Und, wenn ihr irgendwas braucht...
nehmt es euch auf: www.g-cook.com
Ich bin jetzt weg von diesen Worten und sehr wohl sehr nah und in der Welt, und für euch da, sind wir alle gemeinsam, La Madre, Suzuki, Der Alte Meister ANZ, Fathers Father, die Ungenannten, die Süßesten der Süßen, meine unglaubliche JJ, wie auch ich, der Fahfahrian cozy!
!LOVE!
!LOVE!!!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!LOVE!
Suzuki & La Madre & cozy & Fathers Father
Gestern war ich einfach zu müde, um euch ein weiteres meiner Abenteuer während meines kurzen Besuchs in der nahen Kleinstadt zu erzählen, das ich erlebte. Wie ihr wisst, geht es bei uns zur Zeit im wesentlichen ums Schriftverkehr mit Behörden und Institutionen, der sich, Gott sei es geklagt, und mein Dad Lucifer hätte auch schon etwas unternehmen können, wenn er denn die Weltherrschaft irgendwann doch noch zu gewinnen hofft, doch … geschissen drauf, ich kann es eh nicht ändern … nicht heute … aha ..., unbelastet dessen, und auch vollkommen ungeachtet dessen, wie harmlos eine alte Frau an einem Postschalter wirken kann, machte ich eine weitere Erfahrungen, auf die ich gerne verzichten und höchst bietend verschenken würde!
Nach meinen Arztbesuch in Sachen Beschaffung waffenfähiger Mittel im Kampf gegen meine Leiden, musste ich noch einige Kopien anfertigen und danach die Originale versenden. Eine einfache Aufgabe, und anspruchslos, die selbst ein sehr geschwächter cozy bewältigen können sollte!
So macht mich auf zum Kopierer im Supermarkt, dem direkt gegenüber günstigerweise eine kleine Postfiliale eröffnet worden war. Nachdem ich mit meinen 13 Kopien fertig war und bezahlt und die Originale eingetütet und meine Kopien sauber verstaut hatte,wandte ich mich wohlgemut um, in der Absicht die zwei kleinen Schritte zu machen, um den Tresen der Postagentur zu erreichen.
Leider war das unmöglich.
Eine schier endlose Schlange frustriert dreinblickender Menschen ergoss sich aus der Filiale hinaus in den Hauptzugang des Supermarktes, und weiter, immer an der rechten Seite entlang, bis hin zum Reisebüro, dessen Eingänge nun mehr oder minder blockiert waren. Ein grauenhafter Anblick!
Doch ha, ich hatte eine Idee! Anstatt mit die Füße wund zu stehen, ging ich durch den Supermarkt an sämtliche Abverkaufs - Fächer, in denen Lebensmittel mit abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum zu verminderten Preisen angeboten werden. Ich fand ein wenig was, und, angesichts der mir bewussten Langsamkeit meiner augenblicklich äußerst unbeholfenen und hölzernen Gehweise, die ich den unerträglichen Schmerzen verdanke, die sich sehr schnell einstellen, sobald ich auch nur stehe, war ich zuversichtlich, nein, ich war eigentlich sicher, die Postfiliale leer und offen und bereit für mein kurzes Anliegen zu finden. Ich versuchte also abermals, dorthin, ins geheiligte Land der Postsendungen, vorzudringen.
Leider war das unmöglich.
Eine schier endlose Schlange frustriert dreinblickender Menschen ergoss sich aus der Filiale hinaus in den Hauptzugang des Supermarktes, und weiter, immer an der rechten Seite entlang, bis hin zum Reisebüro, dessen Eingänge nun mehr oder minder blockiert waren. Ein grauenhafter Anblick!
Ich wiederhole mich, ich weiß! Doch beschreibe ich in Wahrheit lediglich eine Wiederholung, die ich erlebte, und die mich angesichts meiner tobenden Belastungsschmerzen auf sehr unangenehme Weise erreichte. So dachte ich an Hiob, aber nur kurz, denn ich hatte nicht wirklich die Hoffnung, wirklich alle Hoffnung fallen lassen zu können, und während mir Dante, der Verrückte, etwas von Copyright und meinem völlig falsch verkabelten Innenleben ins Ohr geschrien hatte, und, dass ihn Hiob den Arschlecken könnte überhaupt, und das über Kreuz, was mich dazu zwang, ein donnerndes „RUHE! RUHE VERDAMMTE SCHEISSE! RUHE!“ von meiner Fontanelle aus, bis an die Vorderzähne und kreuz und quer zu brüllen, so dass meine Darmzotten am Arsch noch Klavier dazu spielten, und stand schon ganz hinten in der Schlange, mit hängenden Schultern, meiner Jute – Tasche und Fragezeichen im Gesicht.
Der Mann vor mir, recht kurz gebaut, aber schlank und dynamisch wirkend, er schien den Fluss der Fragezeichen aus mir zu erkennen, ja, sie lesen zu können! Ohne weitere Vorrede erklärte er mir, dass auch er, der sich schon länger hier aufhalte, nicht ganz genau wisse, um was es ginge, aber es hätte etwas zu tun mit internationalen Logistikleistungen zu tun und maximalen Ausmaßen und dem Gewicht von Postendungen.
So, wie er das sagte, klang es sogar etwas interessant; natürlich hatte es nicht die Klasse des Feelings, einem Kampf von Ali entgegenzufiebern, doch dafür etwas von dem für diesen Landesteil des Bundeslandes Bayern, so nahe an Salzburg, typischen, weil, weil möglicherweise durch das Österreichische infizierte Urteilsvermögen der hiesigen Leute entstandenen Klang, den man gerne „Schmäh“ nennt, womit eine freundlich – witzige Art der Kommunikation, der „Wiener Schmäh“ gemeint ist, doch das nur nebenbei.
Die Alte Dame, die die Theke belegte und die einzige Bedienstete vollbeschäftigte, so erfuhr ich weiter, war Österreicherin. Die beiden monströsen Versandstücke lagen, beziehungsweise steckten in einem Einkaufswagen. Soweit ich es verstand, waren beide Teile schon mehrfach gewogen und ausgemessen worden, so dass ihnen schließlich, und es ging schon ein Raunen der Freude durch die Menge der Wartenden, hübsch – amtliche gelb – weiße Aufkleber mit Strichcodes verpasste.
Das aber war, wie sich kurz darauf herausstellte, ein schlimmer, ein folgenreicher Fehler gewesen, das mit dem beherzten Aufkleben auf die Packstücke. Als ich die Entwicklung dieser dramatischen Ereignisse mit bekam, konnte ich nicht anders, als an den gehässigen Mister Murphy denken, die fiese Arsch – Ratte, der es diesen beiden Frauen so schwer wie nur möglich machte, zu Potte zu kommen.
Denn: Alles wäre super und toll und perfekt und in trockenen Tüchern gewesen, hätte sich an diesem Punkt nicht herausgestellt, dass die Alte Dame aus Österreich, hier, in der Deutschen Post, Sendungen nach Belgien loszuschicken gedachte.
Zu Stornierung des kompletten Vorganges, der von der Annahme geleitet auf den Weg gebracht worden war, etwas von Deutschland nach Deutschland zu versenden, brauchte man nun eine winzig kleine Codenummer, die sich unglücklicherweise ausschließlich auf den fest verklebten Aufklebern befand. Augengläser wurden getauscht, das günstigste Licht gesucht, und schließlich trat jemand mit einer Lupe herbei, wie ein leuchtender Ritter der Errettung vor der bösen - bösen Schlange.
Dass der Computer, der jetzt an der Reihe war, auch sein Pfund Fleisch und den einen oder anderen Eimer Spaß an der allgemeinen Verzweiflung verlangte, versteht sich von selbst. Einmal war der Code falsch Einmal die Taste.
In all diesem Chaos gab es einen ruhenden Pol allerdings. Es war der Mann der Alten Dame, der direkt gegenüber am Döner – Stand aufgeschlagen hatte, und sich an den kulinarischen Köstlichkeiten und dem bezaubernden Charme der jungen Ladys dort labte. Wenn seine Frau ihn rief, ihr das Handy zu bringen, ihre Handtasche doch besser mitzunehmen, man wisse ja nie, und dies hin und das her, so tat er das stets wortlos lächelnd, doch frei von Spott, mit einem kugelrunden Schalk in den erfahrenen Augen, um sich dann wieder auf dem kürzesten Wege zum Döner – Stand zu gehen, und dort weiter der Völlerei mit Zunge und Augen zu frönen.
Die Lösung, deren Durchführung mich alsdann in weniger als 4 Minuten zum Schalter brachte, meinen wichtigen Behördenbrief abzugeben, sie bestand darin, dass es keine solche gab.
Der Computer kotzte, bzw. hängte sich auf, wenn man die Transaktion von ihm verlangte, die Inhaberin der Filiale, eine asketisch dünne Frau über 60, war am Ende, ihrer Kräfte, ihres Wissens, und wohl auch etwas ihres Glaubens an die dem Universum zugrunde liegende Ordnung,und die Alte Dame aus Österreich bestand darauf, ihre Sendungen zusammen mit ihrer Adresse im Postbüro zu hinterlassen, und sich wiederum eine Visitenkarte von der Postfrau geben zu lassen.
Ihr Mann, ganz locker gegenüber an der Theke sitzend, seine Nachspeise auskostend, es könnte Baklava gewesen sein, glaubte dem ganzen Spuk von wegen das jetzt alles vorbei wäre, nicht. Nicht wirklich. Jedenfalls unternahm er keine Anstrengungen, sich zu beeilen, um zum Aufbruch zu blasen.
Abermals war ein Problem entstanden. Wow, dachte ich mir, der Mann hat was drauf! Coole Socke, Alter!
Seine Frau hatte bei der Sichtung der Visitenkarte des Postbüros nämlich die erschreckende Entdeckung gemacht, dass diese Deutsche Poststelle deutsche Telefonnummern hat; und keine einzige österreichische.
Dies erboste sie so sehr, dass sie sich lautstark Gehör verschaffte, über diese Servicewüste Deutschland, wo man nicht einmal bei der Post anständige österreichische Telefonnummern habe!
Ich hatte den Eindruck, dass ihr, sie war noch mitten in ihrem Wutausbruch, plötzlich klar wurde, welche Scheiße sie da vom Stapel ließ; ich machte das an ihrem einen Moment krass erstaunten Zügen fest, nach denen sie alsbald, nur noch etwas von „wir telefonieren“ murmelnd die Postfiliale verließ. Ihr Mann war inzwischen fertig mit Essen und wischte sich ab, bevor er mit ihr den Supermarkt verließ.
Das war das; und nicht einmal so einfach, oder?
Ja, sonst war nichts besonderes, sieht man einmal davon ab, dass Suzuki und die anderen alle Unmengen Energie durch mich jagen, und ich bis zum Morgengrauen vibriere wie ein Prellball. Ich lege mich auf mein geliebtes Sofa, überlasse der lieben Vicky vertrauensvoll das Atmen, und …, und na was? Nun, ich nehme wahr. Massen von Informationen, die auszuwerten … lassen wir das, denn das ist völlig unmöglich!
„Und unnötig!“, sagt Suzuki, und er erinnert mich an den Tenzo, der nicht müde wird, ins daran zu erinnert, dass es in diesem Leben, in dieser nach allen Seiten hin so berauschenden, unfassbar vielfältigen Identitätsspur NICHT darum geht, eine Meisterstück abzuliefern, sondern sich ehrlich und aufrecht und im Rahmen seiner Möglichkeiten zu bemühen, sich ernsthaft anzustrengen, den Herausforderungen, denen zu begegnen uns bestimmt sind, mit der weisesten und wach und wissend, um die Vollkommenheit jeder Situation, jeder einzelnen Sekunde sogar, und nichts anderes zu erwarten als das Beste, zu begegnen!
Ich las die einleitende Story von der Post und der Alten Frau aus Österreich meiner Frau vor, es ist kaum einige Minuten her.
Sie fand sie, so mein Eindruck, ganz ok. Nur, lustiger hätte sie sein können, so ihr Feedback.
Als ich fragte, wie ich das tun könne, die Geschichte lustiger gestalten, wies sie mich auf die Menge der Umstehenden, deren Reaktionen und so weiter und so fort hin.
Ich muss eingestehen, ich nahm diese Personen nicht als Personen wahr. Es war für mich eine so und so lange Schlange von Menschen, und dabei tatsächlich, wenn ich es jetzt noch einmal bedenke und Revue passieren lasse, keine Ansammlung von Persönlichkeiten!
So etwas wie einer dieser uns wahnsinnig machenden Ladebalken, die die Älteren, die Veteranen unter uns noch so richtig GUT KENNEN!
In dieser Weise arbeiten meine Meta – Programme; wir Tolteken sind die Schotten unter den Energie – Investoren, denn wir sind sogar noch sparsamer als die Schwaben!
Sehr technisch ausgedrückt ist es nun einmal signifikant energiesparender, wann immer möglich, Ansammlungen von irgendwas als Mengen zu betrachten und es gut damit sein zu lassen.
Wohl und Wehe von uns als Krieger, und da nehmen sich Tolteken und Buddhisten und Sufis zum Beispiel nichts, es auch offen auszusprechen wird bestimmt durch die menge an dem, was toltekisch „Persönliche Kraft“ genannt wird und das Energieniveau unseres Leuchtenden Körpers widerspiegelt.
Deswegen gibt es keine Kommission, keine Vergabestelle, kein Amt oder keinen Geistlichen, der jemand die Erleuchtung gewähren kann!
Ist der Level „X“ erreicht, vollzieht sich die Erleuchtung. Peng. Aus. Lasst die Korken knallen!
Und so gehen wir alle weiteren Schritte einfach begleitet von unserem „persönlichen Maßband“, wenn man so will; und dieses Maßband untersteht niemand und es versteht sich von selbst, dass es AUS UNS ALLEN besteht!
Suzuki bremst mich. Recht hat der Mann. Ist gut für heute. Also ...
Und nun, Trommelwirbel..., der Begrüßungs- Link für traditionellen Genuss:
http://www.g-cook.com/phrases/intro_german.html
Nun ist es auch für heute wieder genug, meint Suzuki, und er tut das selbstverständlich für uns alle. Der Mann hat mich schließlich zu heilen! - Wofür ich ihm unendlich dankbar bin! Also bin ich ein braver Patient und folge!
Good night and sweet dreams, good hearts!
!LOVE!
cozy
Wir händigen euch also nun, hiermit einmal mehr DIE REINE POWER, genau wie angekündigt, die nächste und ultra- geile Fortsetzung von Lucifers Field aus, das euch gefallenen Kennern und Sternschnuppen gut anstehen wird, good hearts!
Lucifers Field - Allinc.
Amigo Loco Corazon
Leben ist die Chance zur Großzügigkeit.
Santiagos Arbeitsplatz
Santiago del Sol saß an seinem gigantisch großen Schreibtisch. In der aktuellen, stilistisch abgespeckten Version des Pandämoniums, die dem von minimalistischer Eleganz geprägten, pragmatischen Geist der Zeit entsprach, wirkte der Mittelpunkt der Hölle mehr wie die repräsentative Vorstandsetage einer Konzernzentrale, als seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend als ein Ort der ewigen Bestrafung und freudloser Buße. Anders gesehen waren es möglicherweise genau diese Attribute, die die wirkliche Hölle beschrieben und deren Transfer ins irdische Geschehen inzwischen en Detail gelungen waren.
Mit Santiago, der diesen Namen augenblicklich vor allen anderen bevorzugte, da das Ganze Luzifer und Euer Hoheit und Eminenz nach Äonen bis zum Durchscheuern abgenutzt war, fand sich nur noch eine Person, nun ja, ein Wesen, ein gefallener Engel, im Raum. Mammon, so sein alles erklärender Name, seines Zeichens Millennium-Missionar in der Menschenwelt und unangefochtener, mehr als tausendfacher Man of the Year in der Bekehrungsabsicht freier Seelen, saß missmutig am hinteren Ende des riesigen Konferenztisches, an dem hundert Personen leicht Platz gefunden hätten.
"Ich sage, weg mit der Brut, wenn du mich fragst, Lu.., ich meine Santiago! Aber mich fragt ja keiner!", murmelte er, ohne von der Sushi-Platte, mit deren Auswahl er Stäbchen-Fußball spielte, aufzuschauen.
"Genau. Dich fragt keiner. Also halt deine Schnauze, oder stopfe sie dir voll mit dem Menschenfraß, bevor ich dir einen kleinen Urlaub verordne, als Feuerquallen-Tester!", drohte Santiago wenig überzeugend. Sogar das war ihm zuwider. Sogar Boss-Sein, ... sogar DER Boss-Sein widerte ihn an; und dabei ganz besonders die Art von Regime, die er sich erwählt hatte. Wie einfach hatte es doch der despotische Gott, der nur mit den Fingern zu schnippen brauchte, und die Engel waren schon auf dem Weg! Keine Widerworte, keine Demokratie, keine Grundrechte, kein gar nichts da oben. Wow! Aber nur Wow für den Anführer und Scheiße für alle anderen, eh klar. Aber er war verdammt noch mal der Anführer, der, der eben nicht auf Fingerschnippen reagieren wollte! Ein Teufelskreis! Hahaha, was für ein tolles Wortspiel. Scheiße. Scheiße-Scheiße-Scheiße auch! Es fehlte nur noch, dass seine Leute Gewerkschaften gründen wollten, dann wäre der Saustall perfekt, fluchte er still vor sich hin. Und dann dieses Gejammere! Du hast uns soweit gebracht, dass wir jetzt hier sind! Du hast den Alten zum Ausflippen gebracht und er hat die Sache durchgezogen bis jetzt! Wie lange soll das alles noch dauern? Wo soll das enden? Mann-Mann-Mann, das sollte hochbegabte Lichtwesen, Engel oder sogar Erzengel sein? Welchen Teil von EWIG verstanden die nicht? Santiago beobachtete den jetzt still in sich hinein schaufelnden Mammon. Was für ein Denkmal der Blödheit! Kretin! Hirnloser! Unfähiger Geisteskrüppel! Wie er schon fraß, so laut und schmatzend, wie er sich wichtig tat, dass er die Menschen versteht und er und er und er und er doch schon soundsoviel, die Meisten von Gott weggebracht hätte.... Angeber! Und wenn es dreimal richtig war, trotzdem Angeber! Idiot, Fachidiot und ohne jeden Stil! Mit solchen Unterbelichteten hieß es jetzt also die Ewigkeit verbringen! Dann danke auch Herrgott! Toll gemacht! Ganz toll, du verfluchtes Arschloch!
Santiago fand es alles in allem angenehmer und unterhaltsamer, sich wieder den nächsten Schritten bezüglich seiner Brut zu widmen. Auch so eine Horde Unfähiger. Aber nicht ganz so schlimme wie dieses Schmatz Schwein Mammon: "Kannst du jetzt bitte verflucht noch mal leiser essen? Ich meine überhaupt essen und nicht fressen wie ein Schwein! Du brauchst es doch gar nicht! Hast du vergessen, WAS du bist?"
"Entschuldige. Entschuldige schon mal, aber das Zeug ist verflucht gut. Kommt aus dem besten Laden in New York..."
"Von mir aus aus Shanghai oder von Gottes verdammtem Abendmahltisch auf meinem Scheißhaus! Das geht doch leiser, oder?"
"Ich MUSS essen wie Menschen, damit ich dranbleibe Luz..."
"Ich habe dich gewarnt!"
"Santiago meine ich, Santiago. Ich MUSS essen wie die, damit ich dranbleibe, verstehst du? Nur so kann ich das fühlen, was die...."
"Das ist mir scheißegal, Mammon! Scheißegal! Was immer es ist, mach es leiser!" Santiago war am Ende seiner Geduld. Er würde ihn töten, ausknipsen, ihn zerstückeln, wenn er so weitermachte.
"Ok. Und Entschuldigung." Mammon hatte die Gefahr bemerkt.
"Schon gut und Schnauze jetzt!"
"Ok."
"Ich sagte Schnauuuzzzeeee!"
Endlich war Ruhe. Santiago lehnte sich zurück. Was war jetzt zu tun? Diese verfluchten, kleinen Arschficker, allen voran Pedro... Sie hatten sie sich doch in diese Yoruba - Scheiße eingesponnen, in diese Nigger-Religion, die irgendein Steinzeit - Hirns mit seinen einzigen dreißig Lauten, diesem beschränkten Frühsteinzeit-Neger-Kaff-Arschvokabular, in die Welt gesetzt hatte. Penner! DAS hätte man damals bemerken müssen und den Typen erledigen, bevor er dazu kam, irgend jemand damit anzustecken. Scheiße! Dreimal Scheiße! Man hätte besser aufpassen müssen. Jetzt war es eh zu spät. Scheiße! Diese beschissenen Püppchen, denen dieser Arsch von Gott soviel Fähigkeiten mitgegeben hatte, nur damit sie damit herumspielen wie Dreijährige mit einem echten Atomkraftwerk! Arschlöcher! Penner! Verdammte Scheiße!
Irgendwer rannte sich auf der Flucht vor einem hungrigen Uhrzeitvieh den strohdummen Schädel an und sah Sternchen, interpretierte diese "wirklich weltbewegende Erfahrung" als eine mystische und dachte sich als Folge daraus eine primitiv religiöse Scheiße aus! Lächerlich! Einfach lächerlich! So, genau so und nicht anders kam man also durch die mündliche Überlieferung von purem Schwachsinn auf das nervige Yoruba - Zeugs! Dann verbreitete es sich, denn die Storys gefielen den Leuten, und viele fügten hier und da noch etwas dazu, schmückten den ganzen Gedankenpalast hübsch aus, tapezierten die unsichtbaren Wände mit weiteren hübschen Anekdoten, und..., ja, jetzt kam die finale Phase, der Abschuss: wenn nur genug dieser Menschenmaden ihre Glaubensenergie darauf richteten, begann es schließlich wirklich zu existieren! Was für eine Frechheit! Die Menschenpenner als Schöpfer! Wieder ein Privileg, das kein Engel für sich in Anspruch nehmen durfte, aber diese kaum aufrecht gehenden Halbaffen schon!
Vorher, also ohne diese Plagen der menschlichen Existenz, war es ein an sich wunderbares, elegantes und perfekt gestaltetes Universum gewesen, da konnte man dem Alten keine Vorhaltungen machen, ob man ihn mochte oder nicht. Die in allem enthaltene, unaufdringliche mathematisch und ästhetisch vollkommene Konstruktion, jetzt war sie verzerrt und geschändet von den Konstrukten dieser Menschenpuppen, die praktisch jeden ihrer Gedankenfürze mit etwas Glauben ins Dasein zwingen konnten! Unverschämtheit! Und nicht mal viel Glück im Unglück, denn dieses Yoruba - Zeugs war nun einmal wirklich so scheiß alt wie die Scheiß Menschenwelt und dementsprechend fest in der Matrix des Geistigen verankert. Nein, Santiagos Kinder hatten nicht Moonies oder Bhagwan-Pisser werden können, nein, nein, nein! Nein, das wäre dann doch zu einfach gewesen, oder?
Andererseits: meine Söhne! Power greift nach Power! Nicht frei von Erzeugerstolz gestaltete sich der Blick aus dieser Perspektive. Gutes Material, wenn auch nicht perfekt. Und scheiß auf Mammon! Keiner außer Santiago, einfach niemand hatte es bis jetzt geschafft, überhaupt Nachkommen in die Welt der Menschen zu setzten! Von den unzähligen Versuchen, diesen Chimären Wesen, die kaum das erste Jahr überlebt hatten, war nichts übrig. Nur er, der damit nachweislich nicht nur in der überlieferten Hierarchie der Höchste war, hatte es schließlich und endlich geschafft, indem er diesen kleinen Fehler der Natur ausnutzte, das winzige mutierte Abweichen, das bei Katharina in einmaliger Weise aufgetreten war. Keine Abstoßung, keine Genunfälle, keine Monster! Statt dessen entstand Leben, das heranwuchs und sich reproduzierte. Zugegeben eingeschränkt, denn es kamen immer nur Söhne dabei heraus. Es gab immer nur männliche Nachkommen seiner Linie. Aber insgesamt gesehen war es immer noch ein Erfolg, ein einmaliger Erfolg, den er sich durch den wie Santiago sicher wusste vor Neid verbrennenden Mammon nicht streitig zu machen bereit war.
Die Bilanz ließ sich hören: Don Pedro, ein klassischer Magier mit umfassender kabbalistischer Ausbildung, Eduardo, ein Hohepriester der Santeria, dann Newton, ein Quantenphysiker auf der Schwelle zum Nobelpreis und schließlich ein unentdecktes Universalmedium, Sir Em, und last but not least ein wahrhaftiger Todesengel, Don Stefan.
Santiago war sehr vorsichtig, strategisch und langfristig denkend vorgegangen. Er hatte seine Kinder reifen lassen, ihnen ohne merkliche Eingriffe in ihre Freiheitsräume die für ihren finalen Zweck wichtigen Erfahrungen vermittelt und sie dennoch durch harte Hand gestählt. Jeder von ihnen war von ihm selbst geschmiedet, jeder individuell ausgebildet und mit den psychologischen Imprints versehen worden, die sich nun bald bezahlt machen werden sollten. Von verschwindend geringen Übereinstimmungen, wie die unbedingte Liebe zu großen Titten und übergroßem sexuellen Appetit waren sie auch grundverschieden; und durchaus gelungen, wie er fand.
Die Entschiedenheit ihres Aufbegehrens allerdings, und wie tief sie sich, so zumindest Pedro und Eduardo, in die Kräfte ihrer Magie eingegraben hatten, empfand Santiago als irritierend.
Dieser verfluchte Kosmos erlaubte ihnen diese Ausflüchte und er gestattete ihnen, seinen Söhnen zugleich das Nein, wie es ihm in seiner ersten Inkarnation als Lichtträger Lucifer ebenso gestattet war, dem Befehl seines Vaters zu widersprechen. Diese Entwicklung der Dinge warf allerdings eine unangenehm tiefe Ebene von Moral oder Ethik auf, mit der Santiago, fest in den Fängen des Hochmuts und sicher, dass sich seine Kinder zu ihm bekennen würden, niemals wirklich gerechnet hatte:
Würde er, Santiago, er, ehemals Lucifer, sich seinen Söhnen gegenüber genauso verhalten, wie es sein allmächtiger Vater ihm gegenüber an den Tag gelegt hatte und er es bis zu heutigen Höllentage tat? Wäre er, der erste Neinsager, jetzt bereit, das gegen ihn gerichtete Nein seiner Nachkommen ebenso erbarmungslos abzustrafen? Stünde durch sein Handeln gegenüber seinen, den Gehorsam verweigernden Kindern die faktische Antwort nach dem besseren Mann ein für allemal fest und wäre somit seine, Santiagos Moral ober- oder unterhalb derer des Allmächtigen? Oder qualifizierte bereits diese Fragestellung Santiago doch als den Unterlegenen ab?
Santiago lehnte es entschieden ab, zu sein wie sein Vater und doch wusste er aus der Praxis, aus den unzählbaren Äonen seines Daseins, dass es keinen Weg gab, den beschreitend er genau das vermeiden konnte. Bemerkenswerter Weise standen die Menschenmaden augenblicklich gerade an der Stufe dieser allumfassenden, jeden Gedanken an echte Freiheit verhöhnenden Erkenntnis. Sie nannten das Superdeterminismus. Ironisch auch, und bezeichnend, dass ein Schwerkranker, ein Krüppel, der im Grunde nur noch den Kopf bewegen konnte, der Superstar ihrer Wissenschaftsszene war, nachdem er Bestseller geschrieben und seine Andeutungen in diese Richtung in über 150 Sprachen veröffentlicht hatte. Es gab keine Freiheit, obwohl jeder seine Momente hatte, in denen er glaubte, sie zu fühlen. Es gab sie nicht. Und das war der größte Betrug!
Selbst er, der als Lucifer Erst geschaffene, auch er konnte lediglich das tun, das zu tun er geschaffen worden war. Und es endete regelmäßig damit, dass er dem, den er am meisten verachtete, diesem Schöpfergott, doch in die Hände arbeitete. Insofern war seine kurze Weltbeschreibung Don Pedro gegenüber in all ihrer Vereinfachung trotzdem die blanke Wahrheit gewesen.
Santiago hatte selbstverständlich gewisse Einflussmöglichkeiten, deren Vorhandensein durchaus dazu angetan waren, Freiheitsräume als gegeben anzusehen. Bei näherer Betrachtung war selbst die stärkste dieser Kräfte nur Humbug: so konnte er alles eintrüben, hatte er die Möglichkeit, die Wahrnehmungen anderer zu verändern, buchstäblich die Pigmente seiner Weltsicht ins klare Element der Auffassungsgabe seines Gegenübers einbringen, doch blieb letztendlich jedes Pigmentkörnchen seiner Suggestionen ein einzelnes Teilchen, isoliert in einem anderen Kontinuum und fremd; und es würde sich absetzen irgendwann und ganz unten eine Kruste bildend sein Geständnis ablegen. Es gab niemals wirklich Mischung und niemals wahrhaft Vermischung.
Diese Oberflächengedanken ließ Santiago in Anwesenheit seines Geist lesenden Gefährten Mammon zu. Sollte er sich daran ergötzen! Götzen ergötzen sich ja so gerne! Hahaha, was für ein lustiges Wortspiel, nur leider für Hirnlose! Nun ja, Mammon kannte das alles, wenn auch nur in seinen hellen Momenten, wenn er nicht den Menschenversteher spielte...
Sieben Höllenstunden später, endlich vergangen die endlose Reihe der Gespräche und Meetings zur Vorbereitung der diesjährigen "Hell-on-Earth-Convention" im traditionsreichen bohemian grove , kam Santiago allein und für sich zur Ruhe. Jetzt, unter striktem Ausschluss aller Öffentlichkeit, mit Ausnahme des ewig wachen und alles wahrnehmenden Auges des allmächtigen Arschlochs, dem zu entgehen leider vollkommen unmöglich, aber dessen Aufmerksamkeit andererseits immer gut für ein paar giftig glühende Wutspritzer mitten hinein in die ach so göttliche Wichser-Wahrnehmung war, galt es, das wirklich Wichtige zu durchdenken.
Der uralte Deal, die vor Ewigkeiten mit Gott getroffene Abmachung über einen unabhängigen Schiedsspruch hinsichtlich Recht oder Unrecht von Anspruch auf Herrschaft und Gehorsam, jetzt kam das also bald in die abschließende, die alles entscheidende Phase.
Und wieder war es Pedro, mit dem er sich zu beschäftigen hatte. Erinnerte er sich bereits? Waren es mehr als Ahnungen, die ihn mit der Welt der Engel verbanden? Santiago, der in die tiefsten Gründe des Geistes dieses Wesens sehen konnte, (auch) dessen Körper zum großen Teil seinem in menschliche Natur übersetzten Wesen entsprang, er wusste, dass Pedro auf dem Weg zur Wahrheit war.
Würde Santiago eingreifen und Pedros Erinnerung an den Vergessenen Krieger nachhelfen, dann.... Dieser Gedanke lohnte sich nicht! Der Schiedsspruch bräuchte dann nicht mehr zu fallen, denn Santiagos Intervention hätte die Spielregeln verletzt. Das hätte der Alte da oben gerne, dachte er bitter. Ja, erst provozieren, und dann... Sinnlos! Das himmlische Arschloch furzt sich die Regeln selbst, und alle müssen danach tanzen!
Santiago spielte um zu gewinnen. Er tat das genauso konsequent wie sein Vater, dieser entartete Inhaber der Allmacht, dieses selbsternannte höchste Wesen, das wahrscheinlich seit jeher den Verstand verloren hatte, wie er das sah. Santiago spielte auf Gewinn, obwohl er als Höchst geschaffener selbstverständlich wusste, dass es keinen wirklichen Sieg für ihn geben konnte. Sein Intellekt überblickte
Äonen der Zeitalter und erkannte den in allem enthaltenen und allein durch dieses Sein alles bestimmenden Geist Gottes. Er hatte keine Chance, nicht geringste, irgendetwas zu ändern; das wusste Santiago genau. Doch entsprach es nicht seinem Wesen, nicht dem Muster der Matrix, mit dem Gott ihn bei seiner Schöpfung ausgestattet hatte, auf dieses Wissen adäquat zu reagieren und - als logische Folge daraus - die Anstrengung des Ankämpfens gegen die intellektuelle Erkenntnis der Zwangsläufigkeit seines Scheiterns zu vermeiden. Santiagos zusammenfassender Überblick über die Schöpfung trug fatalistische Züge: Alles, jedes Elementarteilchen, war schon immer im moralischen Ungleichgewicht, denn es war so geboren, so gemacht, so geschaffen; von dem, der es genau so wollte. Und seither lief die "Sache Leben" einfach ab: unabänderlich, wie ein bespieltes Tonband, nur mit der grausamen Illusion der Freiheit und der überall vorherrschenden Unfähigkeit, so genau zuzuhören, um zu erkennen, dass da nur jemand von etwas wie Freiheit singt; und lügt!
"Superdeterminismus" hieß das neuerdings bei den Menschenmaden. Jetzt kamen sogar die Fleischpüppchen langsam dahinter. Zu ihrem Glück waren die meisten davon zu dumm, einfach intellektuell zu schwach, um diesen Erkenntnissen folgen zu können. Aber bei ein paar davon, den Wissenschaftlern zum Beispiel, die darauf gekommen waren, lebte die universelle Mast-Sau Gott seine Selbstquälerei fast so perfekt aus wie bei Aids-Babys und Folteropfern und Verhungernden und, und, und... Der große Schiedsspruch...: Sollte er nicht auch enthalten, wie es um Recht bestellt ist, wenn Gott etwas erschafft und danach unendlich quält? Darf seine Ausrede, er würde sich damit schließlich selbst Schmerz zufügen, davon ablenken, dass ein anderes, wenn auch von diesem Gott geschaffenes Bewusstsein an diesen Leiden beteiligt ist? - Und, dass man es eben diesem Bewusstsein überlassen sollte, sich für oder gegen (was für eine lächerlich-rhetorische Frage überhaupt) Schmerz zu entscheiden?
"Irgend jemand hat die Antworten alle schon gegeben und ausgesprochen. Jetzt hört gut zu, meine Kinder!", initialisierte Santiago in der zig-milliardsten Wiederholung dieses Gedankens gelangweilt.
Was würde das große Tonband also jetzt bereithalten? Wie war der Plan, die der allgewaltige Irrsinnige in seinem Wahn darauf verewigt hatte? Anhaltspunkte gab es so gut wie keine. Außerdem war dieser Gott - wie alle komplett Durchgeknallten - erfahrungsgemäß unberechenbar. Man musste mit allem rechnen. Alles bedeutete in diesem Zusammenhang aber auch die Möglichkeit von Etappensiegen. Manchmal hatte dieser verfluchte Gott die perverse Angewohnheit, Santiago eine Schlacht gewinnen zu lassen. Früher hatte er das öfter getan, damals, als Santiago noch Belial hieß und selbst wie ein Verrückter tobte. Inzwischen war es ruhiger geworden. Man zog seine Figuren, machte oft lustlos (zumindest fühlte sich Santiago häufig bei seinem Kampf gegen die Allmacht so) einfach so weiter, weil man erkannt hatte, dass es außerdem eh nichts zu tun gab. Ob Gott beim großen Deal sofort auf ein Grande Finale der endlosen Lobpreisung und einen weiteren hehren Sieg gegen die ihm chancenlos unterlegenen Kräfte des Widerspruchs herbeiführen, oder sich den Luxus einer dramatischen, von Führungswechseln geprägten Choreografie zugestand? Santiago hoffte auf das Letztere, und sei es nur für einen kurzen Augenblick. Er liebte einfach die großen Auftritte, auch wenn sie dann immer in katastrophalen Abgängen enden mussten. Ok, wie sah es also aus? Was war erkennbar? Da hatte Pappi Gott dem Vergessenen Krieger eine Prämie versprochen, ihn mit einer Belohnung geködert, was die Sache doch schon auf den ersten Blick etwas einseitig aussehen ließ.
Santiago schlug sich lachend mit der flachen Hand an die Stirn. Was für ein Verwirrspiel! Gott gab dem Vergessenen Krieger seine Vergangenheit zurück; und zwar dafür, dass er, der zweifellos einzig in der Gesamtheit der Unendlichkeit der Schöpfung dafür Prädestinierte, als Neutraler sein Votum für oder gegen Gottes Herrschaftsanspruch gegenüber dessen Schöpfung abgab.
Perfekt pervers! Als der Vergessene Krieger noch zu Hause, dort im Zwielicht, bei seiner Familie war, hatte er sich nie die Frage gestellt, wieso er erstens keine Geschichte hatte und zweitens von Gott als neutraler Schiedsrichter eingesetzt wurde? War er nie auf die Idee gekommen, dass es eine Bedeutung hatte, als seine Begegnung mit der zweigesichtigen Sternenprinzessin nicht irgendwo, sondern auf Lucifers Field stattfand?
Zugegeben, der Vergessene Krieger war verwirrt. Und weiter eingeräumt, er war, ja, wie war das auszudrücken, genetisch determiniert....? Klartext: Er war ein... Unfall!
Wenn man, in einem Moment der neugierigen Leidenschaft, einfach ohne Grund ein offensichtlich und nach allem, was das Universum an Erfahrungen je produzierte, zu hundert Prozent und definitiv fortpflanzungsunfähiges Wesen besteigt, sich an diesem wunderschönen Zentralgestirn, selbst wenn es das innerste Licht des Seins ist, mehr oder weniger als einen runter holt..., was ist schon dabei? Wer denkt an die Folgen, wenn er in ein noch so wunderschönes Kleenex rotzt?
Ungewolltes Leben. Unbemerktes Leben, zumindest soweit es den Vater, den Lichtträger Lucifer betraf, der das schönste Licht nicht nur auf den ersten Blick liebte, sondern sich beim Anblick des innersten Lichts des Universums zu dieser Vereinigung hinreißen ließ.
So war Don Pedro in mehrfacher Hinsicht sein Sohn. Er hatte ihn wirklich geschaffen, ihm ein Leben gegeben; jedoch ohne es zu wollen.
Damals, als Lucifer Gott noch näher war, er hätte sich geweigert, diesen Akt so zu beschreiben, wie er es jetzt tat. Er sah das innerste Licht des Universums und erkannte darin sein weibliches Pendant, die Entsprechung seiner männlich-aktiven Kräfte und die vollkommene Anziehungskraft, die höchste Schönheit, die durch nichts zu übertreffen war. Lucifers Akt der Vereinigung mit diesem innersten Licht war die reine und höchste Liebe, deren Kraft alles umfasste und die in ihrem Ausdruck auch das Sinnliche mitriss. Lucifer liebte in diesem Moment bedingungslos und tödlich; und war bereit zu sterben für einen weiteren Augenblick dieser vollkommenen Nähe, dieses nie gekannten Verstandenseins, an das zu denken er sich heute verbieten musste, um nicht zu Grunde zu gehen.
Der Vergessene Krieger war der Sohn Lucifers. Seine Mutter war das innerste Licht des Universums. Santiago wusste nur ungefähr, konnte im Grunde nur raten, wie es ihm ergangen war. In jenen frühen Zeiten seines treuen, luziferischen Gottesdienstes, in welchen er die Geburt des Vergessenen Kriegers vermutete, hatte er gelitten, sich die Wiederkehr beim innersten Licht verboten, denn sein Fühlen als Lichtträger und höchster Engel Gottes sagte ihm, dass es ihm nicht anstand, sich mit anderen Teilen der Schöpfung zu vereinigen. Darauf kam der Krieg, dem vorausgehend die inneren Kämpfe und Widerstände und das Gewinnen von Verbündeten, was seine Aufmerksamkeit gänzlich in Anspruch nahm. Fraglos hatte Santiago damals, bestehend aus reinem Licht, etwas gespürt; er hatte gefühlt, dass sein Sohn geboren war. Doch er hatte sich nicht dafür interessiert.
Es folgten die Schlachten, der Sturm auf Gottes Thron. Und der Fall.
Dass er in diesen Situationen nicht nach seinem ungewollten Nachwuchs fragte, konnte man ihm wirklich nicht übel nehmen, oder?
Später erst sah er ihn, diese unerwartete Frucht seiner zum Zeitpunkt der Zeugung noch über jeden Zweifel erhabenen, göttlich-reinen Engelslenden. Na ja, was heißt sah? Er begegnet seinem Sohn, der weniger etwas wie ein Sohn war; im Grunde weniger als etwas, ein Nicht - Etwas, das niemals mit positiven Attributen zu beschreiben wäre, sondern eine Reihe von "nicht...", also negativen und ins Nichts weisenden Begriffen. Lucifers Sohn erschien damals ganz und gar unpersönlich, nur energetisch manifestiert, als eine unbestimmte Kraft im unendlichen Raum, eine in sich gekehrte, unentschlossene Tendenz zu existieren, die sich unvermittelt zusammenballte, sich augenblicklich zurückzog, hier und da in Erscheinung trat und wieder verschwand.
Der Junge streunte herum, in seinem Wesen ganz offensichtlich unbeleckt von allem, auf eine unverständliche Weise unabhängig - wie es schien, und sogar von Gott - also wirklich so besonders, dass das ganze Außen herum von Welten und Leben und Zeitaltern ihn nicht betraf. Es hieß, einige Dämonen, nichts besonderes, aber immerhin mittlere Hierarchien einstmaliger Engel, hätten ihn angegriffen, aus Langeweile und Neugier, wie Santiago vermutete, und es wäre übel für sie ausgegangen. Man hörte jedenfalls nie mehr von ihnen (eine im Übrigen sehr erstaunliche Tatsache, wenn es um Unsterbliche geht). Santiago pflegte dies betreffend seine eigenen Vermutungen, die er bestätigt roch (ja, nicht sah, sondern roch), als er dem Vergessenen Krieger einmal sehr nahe kam. Er war in einem Körper manifestiert und in Gesellschaft anderer Wesen, als Santiago, auch in Fleisch gekleidet, auf ihn traf. Der Vergessene Krieger roch nach den verschwundenen Engeln. Er dünstete für die immer noch aktiven, höchstentwickelten Engelssinne des einstmaligen Lichtträgers wahrnehmbar etwas von dem vorher individuellen Leuchten dieser Wesen aus. Santiago spürte keine Gefahr, als er dem Vergessenen Krieger gegenüber stand, aber er fühlte auch kein Erkennen. Er legte ihm die Hand auf die linke Schulter und gab ihm seinen Segen, wie es ihm als Vater anstand. Für Santiago, dessen Rollenverständnis als Vater von einer allenfalls schwach ausgeprägten Fähigkeit zur Verbundenheit begrenzt war, war die Erinnerung an diesen Augenblick dennoch schmerzhaft und peinlich. Die Obersau Gott hatte ihn in diesem Moment wieder einmal "geprägt", ihn durch ein Zwangsverhalten, diktiert durch die unwiderstehlich-hypnotische Stimme auf dem kosmischen Tonband genötigt, so und nicht anders zu handeln, empfand er wütend. Vielleicht..., vielleicht hätte er lieber mit seinem Sohn gesprochen? Vielleicht hätte er, Santiago, immerhin nicht ganz unbeteiligt an der Erschaffung dieses Unikums, verstehen können, WAS der Junge eigentlich ist? Zu spät. Zu spät und vorbei. Er hatte sich umgedreht und war gegangen. Braver Roboter. Scheiß – Segnungsmaschine ohne freien Willen!
Das war das. Correctamundo natürlich.
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Alles wird besser als nur gut - es wird phantastisch! Lasst es zu, dass euch das klar und bewusst wird, und genießt, wie euer Erstrahlen alles verwandelt in Momente des Glücks und der Erfüllung, good hearts! Wir wünschen euch allen einen wundervollen, traumhaft schönen Moment nach dem anderen, mit allem, was euch Spaß macht, ihr coolen, lässigen good hearts! LOVE! Genießt es! Ihr seid wunderbar, good hearts, und wir alle lieben euch! Also schenkt, ihr Beschenkten! Und, wenn ihr irgendwas braucht...
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Ich bin jetzt weg von diesen Worten und sehr wohl sehr nah und in der Welt, und für euch da, sind wir alle gemeinsam, La Madre, Suzuki, Der Alte Meister ANZ, Fathers Father, die Ungenannten, die Süßesten der Süßen, meine unglaubliche JJ, wie auch ich, der Fahfahrian cozy!
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