Sonntag, 31. Januar 2016
Lehmann, den ich fast tötete. Chris, die uns verließ. Der Versuch eines Anfangs.
fahfahrian, 13:06h
Sein Lieblingssong war „Passion“ von Rod Steward. Er war mein bester Freund, mein musikalischer Mentor und ein Ausnahmetalent; gleichermaßen mehr als begabt, sondern begnadet am Schlagzeug, der Bassgitarre, elektrischen und akustischen Gitarren, den Keyboards, Flöten..., oder welches Instrument er auch immer in die Finger bekam. „Lutsch“ nannte ihn jeder Lutsch hieß eigentlich Günther Lehmann. Ich weiß nicht, ob er genauso genial wie Steve Winwood war, oder wurde; aber mit Mike Oldfield hätte er locker mithalten können und sein „Tubular Bells“ ohne Mithilfe einer anderen Person locker eingespielt. Er war des Bassist unserer ersten Band „Bloody Twilight“ und später multipler Instrumentenspieler bei unserer Band „Pan“.
Ich liebte diesen Mann wie einen Bruder. Er war durch und durch in Ordnung, hilfsbereit und er hätte seinen Arsch für andere hergegeben, wenn er das gekonnt und es jemand geholfen hätte. Ich liebte ihn auch dafür.
Und dennoch tötete ich ihn schließlich fast; ließ ich nur von ihm ab, weil ich dachte, er wäre tot...
Die Liebe zu unseren Frauen, zur jeweils eigenen und der des anderen Mannes, die speziellen Beziehungen, das komplexe Geflecht unseres engen Zusammenlebens, es machte uns eine doch relativ lange und wunderbare Zeit glücklich. Doch sollte es – wie alles in dieser Welt – enden. Abrupt. Durch den Besuch des Todes in unsere winzige Enklave der Hippe – Seligkeit, der, als er uns wieder verließ, einen von uns mit sich nahm. Wir blieben zurück, um in einem Atemzug zu begreifen, es für den Rest unserer Tage zu leben in unseren Körperzellen, was „unersetzlich“ heißt und was es bedeuten mag, einen solchen Verlust erlitten zu haben.
Es war die Zeit vieler Tode sehr junger Menschen. Heroin war auf dem Vormarsch und war für ein Taschengeld zu haben. Man überschwemmte den Markt regelrecht damit; eine aggressive Welle ausgehend von Leuten, die das bereits erfolgreich praktiziert hatten, und ihren Dreck jetzt auch auf den Schulhöfen der fortgeschritteneren Märkte verkauften. Viele ließen es gut sein, noch höher zu greifen, nach LSD, Meskalin und den anderen Halluzinogenen, nahmen allenfalls etwas Speed hier und da, doch andere, nicht wenige, erlagen der Versuchung, allen Schmerz und alles Störende einfach weg zu spritzen.
Chris, eigentlich Christel, die Freundin und spätere Frau Günther Lehmanns, war eine von ihnen. „H“, wie sie Heroin nannten, verhalf ihr dazu die jahrelange systematische Vergewaltigung, den Missbrauch durch ihren Vater, zu vergessen, in gewisser Art sogar zeitweilig zu verarbeiten. Doch hielt das nie sehr lange an.
Jetzt kann ich nicht mehr. ?Irgendwann mehr? Wenn nein, wird „error in persona“ nicht „error in persona“ sein.
Ich liebte diesen Mann wie einen Bruder. Er war durch und durch in Ordnung, hilfsbereit und er hätte seinen Arsch für andere hergegeben, wenn er das gekonnt und es jemand geholfen hätte. Ich liebte ihn auch dafür.
Und dennoch tötete ich ihn schließlich fast; ließ ich nur von ihm ab, weil ich dachte, er wäre tot...
Die Liebe zu unseren Frauen, zur jeweils eigenen und der des anderen Mannes, die speziellen Beziehungen, das komplexe Geflecht unseres engen Zusammenlebens, es machte uns eine doch relativ lange und wunderbare Zeit glücklich. Doch sollte es – wie alles in dieser Welt – enden. Abrupt. Durch den Besuch des Todes in unsere winzige Enklave der Hippe – Seligkeit, der, als er uns wieder verließ, einen von uns mit sich nahm. Wir blieben zurück, um in einem Atemzug zu begreifen, es für den Rest unserer Tage zu leben in unseren Körperzellen, was „unersetzlich“ heißt und was es bedeuten mag, einen solchen Verlust erlitten zu haben.
Es war die Zeit vieler Tode sehr junger Menschen. Heroin war auf dem Vormarsch und war für ein Taschengeld zu haben. Man überschwemmte den Markt regelrecht damit; eine aggressive Welle ausgehend von Leuten, die das bereits erfolgreich praktiziert hatten, und ihren Dreck jetzt auch auf den Schulhöfen der fortgeschritteneren Märkte verkauften. Viele ließen es gut sein, noch höher zu greifen, nach LSD, Meskalin und den anderen Halluzinogenen, nahmen allenfalls etwas Speed hier und da, doch andere, nicht wenige, erlagen der Versuchung, allen Schmerz und alles Störende einfach weg zu spritzen.
Chris, eigentlich Christel, die Freundin und spätere Frau Günther Lehmanns, war eine von ihnen. „H“, wie sie Heroin nannten, verhalf ihr dazu die jahrelange systematische Vergewaltigung, den Missbrauch durch ihren Vater, zu vergessen, in gewisser Art sogar zeitweilig zu verarbeiten. Doch hielt das nie sehr lange an.
Jetzt kann ich nicht mehr. ?Irgendwann mehr? Wenn nein, wird „error in persona“ nicht „error in persona“ sein.